Filmarchiv

Agnieszka

Animationsfilm
2011
10 Minuten
Untertitel: 
_ohne Dialog / Untertitel
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Dora Benousilio, Les Films de l'Arlequin
Izabela Bartosik
Krysztof Lochowicz
Sara Sponga
Vincent Reignier
Anne Larricque, Sylvie Leonard
Izabela Bartosik, Patricia Valeix
Loïc Burkhardt
Als Agnieszka ihre Familie zerfallen sieht, zieht sie sich in sich selbst zurück. Was sie in ihrer Einsamkeit erlebt, ermöglicht es ihr am Ende, die Beziehung zu ihrer Mutter wieder aufzunehmen und aus ihrer selbstgewählten Isolation herauszukommen.

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Babylas' Marriage

Animationsfilm
1921
15 Minuten
Untertitel: 
Französische Zwischentitel
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Władyslaw Starewicz
Władyslaw Starewicz
Władyslaw Starewicz
Władyslaw Starewicz
Władyslaw Starewicz
Im Mittelpunkt steht die wunderbare Geschichte einer gestörten Hochzeit, die ein Kind mit seinem Spielzeug nachspielt. Dabei zeigt sich Starewicz Eigenart, kindgerechte amüsante Filme ohne große Sentimentalität zu drehen. Seine Tochter Nina spielt hier, wie in vielen weiteren seiner Filme, die Rolle des Kindes.

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Cross Media Screening
Bielutin - Das Geheimnis einer Sammlung

Geheimnis umwoben und millionenschwer – die Kunstsammlung der Bielutins ist eine Legende. Zwischen verstaubten Werken da Vincis und Rubens fabulieren Sie über den eigenen Mythos. Ein interaktiver Web-Spaziergang durch eine Märchenwelt. Amüsant, skurril und wodkagetränkt.

Bielutin - Das Geheimnis einer Sammlung

(none)
0
45 Minuten
Untertitel: 
englische
Geheimnis umwoben und millionenschwer – die Kunstsammlung der Bielutins ist eine Legende. Zwischen verstaubten Werken da Vincis und Rubens fabulieren Sie über den eigenen Mythos. Ein interaktiver Web-Spaziergang durch eine Märchenwelt. Amüsant, skurril und wodkagetränkt.

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Conte de Faits

Animationsfilm
2011
4 Minuten
Untertitel: 
englische
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Annick Teninge, La Poudrière
Jumi Yoon
Yan Volsy
Myriam Copier
Jumi Yoon
1960, Korea: Nana, ein fünfjähriges Mädchen, das in einem Bordell lebt, erfindet sich den Alltag neu, indem sie sich ihre eigene Fantasiewelt ausdenkt.

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Corta

Dokumentarfilm
2012
69 Minuten
Untertitel: 
keine
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Felipe Guerrero, mutokino
Felipe Guerrero
Iannis Xenakis
Andrés Pineda
Felipe Guerrero
Roberta Ainstein - Lena Esquenazi
Zu Beginn erscheint das Zuckerrohrfeld als eine riesige grüne Wand, eine Wand, die von den Arbeitern in tagelanger Arbeit überwunden werden muss. Der Tag der Zuckerrohrschneider beginnt mit dem Schärfen der Machete, dann geht es los, Schlag auf Schlag. Die Kamera bleibt auf Distanz und beobachtet die geschmeidigen Bewegungen. Bald schon scheint jedes Gefühl für Zeit verloren zu sein, die rhythmischen Bewegungen der Zuckerrohrschneider entwickeln ihre eigene Choreographie, die Zeit scheint sich zu dehnen. Je mehr Zuckerrohr geschnitten ist, desto lichter wird das Bild. Der Himmel, die Hügel und die grüne Landschaft werden sichtbar, die das Feld umgeben.
Dieser Bildfluss wird von Schwarzbild unterbrochen, als wäre das Ende einer Filmrolle erreicht. Dann beginnt die Arbeitsprozedur von neuem. Der Rhythmus der Machetenhiebe und die Tritte der Arbeiter auf den trockenen Blättern verschmelzen mit der musikalischen Konzeption dieses Films. Felipe Guerrero verzichtet auf einen soziologischen Diskurs über die Situation der Arbeiter und ihre Arbeitsbedingungen. Die Abstraktion lässt die ausbeuterische Form dieser archaischen Arbeit umso stärker hervortreten.

– Paulo de Carvalho

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Cross Media Screening
Défense d’afficher

Virtuell und interaktiv mit Streetart um die Welt. Protestkultur, kreative Bewegung oder eitle Anmaßung? Acht Künstler zeigen, wie sie die Welt vollmalen: schrill, bunt und anarchistisch. Reclaim the Streets!

Défense d’afficher

Virtuell und interaktiv mit Streetart um die Welt. Protestkultur, kreative Bewegung oder eitle Anmaßung? Acht Künstler zeigen, wie sie die Welt vollmalen: schrill, bunt und anarchistisch. Reclaim the Streets!

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Duo de Volailles, Sauce Chasseur

Animationsfilm
2011
6 Minuten
Untertitel: 
_ohne Dialog / Untertitel
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Thrierry Zamparutti, Ambiances...asbl
Pascale Hecquet
Pierre Gillet
Pascale Hecquet
Pascale Hecquet
Valerie Capoen
Ein schwarzes und ein weißes Huhn sitzen in ihrem Wohnzimmer, als es an der Tür klingelt. Es ist der Fuchs mit angelegter Flinte – und einer Schwarz-Weiß-Schwäche.

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Edmond Was a Donkey

Animationsfilm
2012
15 Minuten
Untertitel: 
keine
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Richard Van Den Boom, Papy3D Productions
Franck Dion
Pierre Caillet
Franck Dion
Franck Dion
Gilles Cuvelier, Gabriel Jacquel, Samuel Guénolé, Claire Trollé (Studio Train Train)
Franck Dion
Pierre Yves Drapeau, Lise Wedlock, Serge Boivin
Edmond ist nicht wie die anderen. Er ist ein kleiner, ruhiger Mann mit einer Frau, die ihn liebt, und einer Arbeit, in der er hervorragend ist. Er ist sich jedoch sehr wohl bewusst, dass er anders ist. Als er seine wahre Natur entdeckt, öffnet sich ein immer breiter werdender Abgrund zwischen ihm und den anderen.

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Fidaï

Dokumentarfilm
2012
83 Minuten
Untertitel: 
englische
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Mathieu Mullier, Kafard Films
Damien Ounouri
Matthieu Laclau
Mary Stephen
Damien Ounouri, Linda Amiri
Li Dan-Feng
Als 1954 der algerische Unabhängigkeitskrieg ausbrach, war El Hadi, der Protagonist dieses klug gebauten Films über das Töten in Zeiten des Kriegs, gerade einmal 14 Jahre alt. Sechs Jahre später war er ein Fidai, ein Kämpfer der algerischen Befreiungsfront FLN, in deren Auftrag er in Paris zwei Attentate durchführte. El Hadi war ein Freiwilliger, sein Motiv denkbar einfach: Kolonialismus ist unerträglich. 50 Jahre später greift der Regisseur Damien Ounouri die Geschichte seines Onkels El Hadi auf und zusammen beginnen sie eine Reise in dessen Vergangenheit. Vieles ist da zunächst verschüttet. Doch kehren die Erinnerungen langsam zurück, als sie in Paris die Orte seiner Attentate aufsuchen. Dort drückt der Regisseur seinem Onkel eine Waffe in die Hand: Ich bin dein Ziel. Zeig mir, wie du ihn erschossen hast. Und El Hadi nimmt die Pistole, die sich zunächst so fremd anfühlt wie seine Erinnerungen, dann lädt er durch und durchlebt die entscheidenden Momente erneut. Dem Opfer folgen, Pistole an den Kopf halten, abdrücken, flüchten. In diesem Moment zielt er nicht auf seinen Neffen, sondern auf den Verräter, den seine Vorgesetzten zum Tode verurteilt haben. Mag diese Situation auch hergestellt sein, El Hadis Gefühlswelt ist es in diesem Moment nicht. Diese filmische Methode funktioniert wie eine Zeitmaschine, die das Terrain für die entscheidende Frage bereitet: Hast du damals richtig gehandelt? Damien Ounouri folgt dieser Frage an seinen Onkel mit Respekt, eingebunden in den geschichtlichen Kontext der anti-kolonialen Bewegungen der 1960er Jahre und seiner zahllosen Opfer. Da ist nicht der Hauch eines Vorwurfs oder von Rechtfertigung. Nur ernsthafte Erinnerungsarbeit.

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In the Spiders Grip

Animationsfilm
1920
13 Minuten
Untertitel: 
Französische Zwischentitel
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Władyslaw Starewicz
Władyslaw Starewicz
Władyslaw Starewicz
Władyslaw Starewicz
Eine Geschichte über die Verführung. Sie, eine flatterhafte junge Fliege, ignoriert die Warnungen ihres biederen Verlobten. Er, ein Buchenspießbock, warnt sie vor der großen Stadt. Dort ist sie kaum angekommen, als sie der Versuchung in Gestalt eines Schmetterlings erliegt.

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It's a Dog's Life

Animationsfilm
2012
8 Minuten
Untertitel: 
englische
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Jacques-Rémy Girerd, FOLIMAGE STUDIO
Julie REMBAUVILLE, Nicolas BIANCO-LEVRIN
Adrien CHEVALIER
Sylvie LEONARD, Xavier CRUZ, Morten RIISBERG HANSEN
Hervé GUICHARD
Julie REMBAUVILLE, Nicolas BIANCO-LEVRIN
Loïc BURKHARDT
Essenszeit. Hündchen Fifi hüpft unter den Tisch, um zwischen Papa, Mama, Thomas und Zo die Zeitung zu lesen. Doch heute Abend ist die Atmosphäre geladen und die Lektüre wird empfindlich gestört.

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Like Stone Lions at the Gateway Into Night

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Pierre-Alain Meier, prince Film SA
Olivier Zuchuat
Olivier Zuchuat
Olivier Zuchuat
Olivier Zuchuat, Eleni Gioti
Aris Athanassopoulos
Der langsame Travelling-Shot entlang einer Steinmauer, die nur ab und zu durch Öffnungen im Mauerwerk den Blick auf das azurblaue Meer dahinter freigibt, lässt zunächst an eine antike Ausgrabung denken. Der Eindruck täuscht, wir befinden uns im Jahr 1948. Die Welt steht noch unter dem Schock des Kriegsgeschehens, da brechen in Griechenland alte Fronten auf und ein brutaler Bürgerkrieg beginnt. Die Kommunistische Partei und die Nationale Befreiungsfront, die eben noch die Faschisten in einem aufreibenden Partisanenkrieg bekämpft haben, werden verboten und 80.000 Griechen auf karge Inseln wie Makronisos deportiert. Aus dem knarzenden Lautsprecher ertönen perfide Verbote und das Mantra der zehn Gebote, die das Abschwören vom Kommunismus und den patriotischen Einsatz für „Gott, Vaterland und Freiheit“ einfordern. Das Ziel: Umerziehung. In Wahrheit wird psychischer Terror ausgeübt, der einhergeht mit Schikane und Folter. Aber die Mauern von Makronisos sind nicht stumm. In den Ritzen waren Gedichte der vielen Dichter, wie Yannis Ritsos, Tassos Livaditis und Mikis Theodorakis, die hier interniert waren, versteckt. Mit ihren sehnsuchtsvollen Metaphern und ihrer kraftvollen Poesie versuchten sie sich gegen die plumpe Propaganda zu stemmen, die penetrant über das Zeltlager hinweg tönte. In seiner strengen und konsequenten Komposition lässt der Schweizer Regisseur Oliver Zuchuat die Texte hart aufeinanderprallen und für sich sprechen.

Cornelia Klauß



Ausgezeichnet mit dem Preis der Ökumenischen Jury 2012

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Maria Magenta

Animationsfilm
2011
10 Minuten
Untertitel: 
englische
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Frédéric Pelle, Bianca Films
Orlanda Laforet
James Chance
Orlanda Laforet
Emilie Tcherkaschenko, Alexander Geifman, Tamara Procik
Orlanda Laforet
Matthieu Cochin
Wie jeden Dienstag fahren Francis und seine Tochter nach der Musikstunde durch den Wald. Francis erblickt Maria Magenta, eine verstörende Schönheit. Er hält an … Pedro Almodovar hätte am Rest der Geschichte seine Freude.

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Night's Drifters

Dokumentarfilm
2012
45 Minuten
Untertitel: 
englische
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Paul Costes
Alexandra Mélot
Bijan Anquetil
Nachrichten aus dem Dunkel der Nacht sind wie Reisen in eine andere Wirklichkeit. Weshalb der Bürger, tagsüber die in den Schatten gedrängten Schwestern und Brüder souverän ignorierend, nachts auch lieber die Vorhänge zuzieht: Vor den Flucht-Welten, den Migranten-Welten, den fragilen Überlebensökonomien derer, die man nicht sieht. Diese Nacht aber, in die uns der iranisch-französische Regisseur Bijan Anquetil entführt, ist anders. Sie funktioniert wie der Entwickler in einem analogen Fotolabor, der Gesichter, Schicksale, Verlangen und Niederlagen langsam aus der Unsichtbarkeit auftauchen lässt. Unter einer Brücke in einem Pariser Industrieviertel begegnet Anquetil Sodan und Hamid, zwei afghanische Illegale. Ein improvisiertes Lagerfeuer, am Himmel ein verlorener Mond, aber keine Spur von Müdigkeit oder Verdruss. Statt dessen ist Anguetils Nacht erfüllt von Hunger nach Leben, von Gelächter, Plänen und immer neuen Geschichten. Die kurzen Filme, die Hamid während des langen Marsches in das Land der Verheißung mit seinem Handy aufgenommen hat, durchbrechen die Dunkelheit ihres Nachtlagers wie der Strahl einer Taschenlampe: mal fällt das Licht auf die Flucht-LKWs im griechischen Hafen Patras, mal auf ein brennendes Flüchtlingslager, mal auf Demonstranten, die Asyl fordern. Kurze Flashbacks, die auch von der verlorenen Zeit des Wartens berichten. Und hier liegt das wirkliche Problem dieser Passagiere der Nacht: dass sie ihr Ziel erreichten, ohne jemals angekommen zu sein und damit nicht mehr Herr sind über ihre Zeit.

Matthias Heeder



Lobende Erwähnung im Internationalen Wettbewerb für kurze Dokumentarfilme 2012

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Internationales Programm
No Harm Done Nadia El Fani, Alina Isabel Perèz

Eine tunesische Regisseurin, die den arabischen Frühling dokumentierte, im Kampf um ihr Leben: gegen den Krebs und gegen die Islamisten, die sie nun bedrohen. Voller Wut und Mut.

No Harm Done

Dokumentarfilm
2012
66 Minuten
Untertitel: 
englische
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Jan Vasak, K'ien Productions
Nadia El Fani, Alina Isabel Perèz
Die tunesische Regisseurin Nadia El Fani schreibt mit „No Harm Done“ ihren Film „Securalism – Inch’Allah“ fort, der letztes Jahr im Rahmen des Sonderprogrammes zur Arabischen Revolution in Leipzig zu sehen war. Zeichnete letzterer den Konflikt zwischen aufgeklärten und religiös-fundamentalistischen Kräften im nach-revolutionären Tunesien noch mit Humor und Hoffnung auf eine säkulare Verfassung, ist der Ton in „No Harm Done“ düsterer, die Haltung der Regisseurin entschieden radikaler geworden. Das mag auch mit ihrer persönlichen Geschichte zusammenhängen: ihrer Krebserkrankung, der Operation, der Chemotherapie auf der einen Seite, parallel dazu eine beispielslose Hetzkampagne der radikalen Islamisten Tunesiens gegen ihren Film, die in Morddrohungen gegen die Regisseurin in den sozialen Netzwerken gipfeln. Beides verbindet „No Harm Done“ über ein überwältigend schlichtes wie persönliches Bild: das der Zelle. Krebszellen, die ihren Körper angreifen; Salafisten-Zellen, islamistische Zellen, terroristische Zellen, die im Gesellschaftskörper wuchern und angreifen und vernichten, was anders ist. Das trifft, auch dies eine universelle Erfahrung, zuallererst die Künstler und Intellektuellen. Insofern liest sich der Titel des Films wie das trotziges Bekenntnis einer mutigen Frau und entschlossenen Regisseurin: kompromisslos für den Ungehorsam, die Vielfalt und die künstlerische Freiheit einzustehen. Dafür gebührt ihr unser Respekt und Dank.
– Matthias Heeder

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Ozo

Animationsfilm
2011
7 Minuten
Untertitel: 
keine
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Isabelle Aubin, Supinfocom Arles
Alex Vial, Martin Brunet, Matthieu Garcia, Leslie Martin
Neal Williams

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