Filmarchiv

Sections (Film Archive)

Internationaler Wettbewerb 2021
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A Bay Murilo Salles
Filmische und akustische Erkundungen rund um die Bucht von Rio de Janeiro und über den Alltag verschiedener Existenzen, die sich auf unterschiedliche Weise über Wasser halten.
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A Bay

Uma baía
Murilo Salles
Internationaler Wettbewerb 2021
Dokumentarfilm
Brasilien
2021
109 Minuten
Portugiesisch (Brasilien)
Untertitel: 
Englisch

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Murilo Salles
Murilo Salles
Eva Randolph
Léo Bittencourt
Fabrício Mota
João Jabace
Sarah Lelièvre
Felipe Luz
Murilo Salles
Eva Randolph
Itauana Coquet

Die Baía de Guanabara ist nicht irgendeine Bucht: Um sie herum hat sich die Metropolregion Rio de Janeiro ausgebreitet. Ihre Abwässer bedrohen das reiche Ökosystem, Flugzeuge dröhnen über den Anflugschneisen. Die filmischen Erkundungen an den Rändern der Megacity porträtieren verschiedene Lebenswelten, die alle auf jeweils besondere Weise mit der Meeresbucht in Verbindung stehen. Es sind Kleinstverdienende, die sich hier ihre bescheidenen Existenzen sichern.

In der Ferne leuchten nachts die Lichter der Stadt und die Versprechen des Kapitalismus. Für die in der Peripherie lebenden Menschen sind sie scheinbar unerreichbar. In acht Kapiteln meditiert der essayistische Dokumentarfilm über ihren Lebensraum an der Bucht. Er begleitet die repetitiven und physisch anstrengenden Tätigkeiten von Menschen und Nutztieren. Ungewohnte Perspektiven, eine sorgfältige Kameraarbeit und ein pointiertes Sounddesign erheben die Beobachtungen zu einem Kommentar zur Krisenlage in Brasilien. Murilo Salles, der 1978 mit seinem Debüt „These Are the Weapons“ in Leipzig eine Silberne Taube gewann, verdeutlicht die enge Verflechtung von geografischem Raum und sozialer Ungleichheit.
Annina Wettstein
Nominiert für: FIPRESCI Preis, Preis der Interreligiösen Jury
#
Natur in Bearbeitung
Ländlich vs. urban
Internationaler Wettbewerb 2021
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A Custom of the Sea Fabrizio Polpettini
Drei Freunde erkunden die Strahlkraft des Mittelmeers, das christliche und islamische Länder miteinander verbindet und immer wieder Schauplatz von Konflikten war und ist.
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A Custom of the Sea

Un usage de la mer
Fabrizio Polpettini
Internationaler Wettbewerb 2021
Dokumentarfilm
Frankreich
2021
52 Minuten
Französisch,
Italienisch,
Arabisch,
Englisch
Untertitel: 
Englisch, deutsche Untertitel für Menschen mit eingeschränkter Hörfähigkeit

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Fabrizio Polpettini
Fabrizio Polpettini
Pierre-André Belin
Valentina Provini
Marylou Vergès

Porto Maurizio liegt an der ligurischen Küste. Hier ist der heute in Frankreich lebende Regisseur aufgewachsen. Das Dorf ist Ausgangspunkt für eine filmische Reise in die Vergangenheit, die einen überraschend weiten Bogen in eine Zeit schlägt, in der muslimische Piraten, die Korsaren, die Mittelmeerregion unsicher gemacht und Europäer als Sklaven genommen hatten. Dazu bedient sich der Film leichtfüßig im reichhaltigen Fundus der Filmgeschichte und in ihrer Ikonografie.

Abenteuerfilme aus den 1940er Jahren und historische Wandgemälde schildern bildgewaltig die Seeschlachten des früheren 19. Jahrhunderts. Solche visuellen Fundstücke kombiniert der Regisseur geschickt mit analog gefilmten neuen Aufnahmen seiner Reise mit zwei Freunden. Ihre scheinbar lose erzählten Anekdoten und Zufallsbegegnungen fügen sich zu einem zusammenhängenden Ganzen. Sie bilden so ein geopolitisches Koordinatensystem rund um das Mittelmeer, in dem es um Eurozentrismus, Kolonialgeschichte und religiös motivierte Konflikte zwischen christlich und islamisch geprägten Ländern geht. Die Themen könnten aktueller nicht sein.
Annina Wettstein
Nominiert für: Young Eyes Film Award, Preis der Interreligiösen Jury, FIPRESCI Preis
#
Gewitzt
Flucht
Internationaler Wettbewerb 2022
Filmstill A Hawk as Big as a Horse
A Hawk as Big as a Horse Sasha Kulak
Am Stadtrand von Moskau arbeitet Transgender-Ornithologin Lydia an der Erfüllung ihres Traumes: Das Universum von „Twin Peaks“ soll sich mehr und mehr in ihrem Leben manifestieren.
Filmstill A Hawk as Big as a Horse

A Hawk as Big as a Horse

Yastreb razmerom s loshad’
Sasha Kulak
Internationaler Wettbewerb 2022
Dokumentarfilm
Frankreich
2022
74 Minuten
Russisch
Untertitel: 
Englisch

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Sasha Kulak
Louis Beaudemont
Sasha Kulak
Elizaveta Federmesser
Sasha Kulak
Iakov Mironchev
Andrei Dergatchev

Ein blaues Holzhaus am Waldrand, einsam steht es, doch nicht friedlich und still. Lydia lebt hier, eine Transgender-Ornithologin, die sich mal in High Heels und Perlenkette präsentiert, dann wieder in Cargohose und Funktionskleidung. Als dokumentarisches Märchen bezeichnet Regisseurin Sasha Kulak ihren Film. Und tatsächlich verschwimmen die Grenzen zwischen Realität und Fiktion, denn Lydia liebt das Spiel, die Inszenierung, das Unheimliche – und David Lynch.

Über dreißig Mal hat Lydia „Twin Peaks“ gesehen, Charaktere und Handlung sind längst nach Schtscherbinka, eine kleine Stadt im Süden von Moskau, geschwappt. Sie behauptet, auf Leichen im Unterholz zu stoßen, und sogar Lynchs „roter Raum“ findet sich als Nachbau unterm Dach ihres Hauses. Jetzt steht sie vor einer neuen Herausforderung: der Erschaffung von Lara, einer lebensecht wirkenden Silikonpuppe, die mit ihrer Stimme auch durch Kulaks Filmerzählung geleitet. Lydia arbeitet hart an der Erfüllung ihrer Träume, widmet sich aber ebenso passioniert der Erforschung von Vögeln und den sogenannten Neschuljas, scheuen Wesen ohne Augen, die überaus kuschelbedürftig sind und über tantrisches Potenzial verfügen. „A Hawk as Big as a Horse“ macht sich zum Vehikel von Lydias Visionen. Mittels dreidimensionaler Animationen und verschiedener Filmpraktiken öffnet sich das Portal zu einer sehr spezifischen Fantasie.
Carolin Weidner
Ausgezeichnet mit: Special Mention (Internationaler Wettbewerb)
#
Künstler*innenporträts
Seelentiefen
Poesie und Grenzgänge
Queere Leben
Filmstill A Life Like Any Other

A Life Like Any Other

Une vie comme une autre
Faustine Cros
Internationaler Wettbewerb 2022
Dokumentarfilm
Belgien,
Frankreich
2022
68 Minuten
Französisch
Untertitel: 
Englisch

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Faustine Cros
Julie Freres
Camille Laemlé
Sound Image Culture
Centre de l'Audiovisuel à Bruxelles (CBA)
Anna Berthollet
Faustine Cros
Jean-Louis Cros
Faustine Cros
Cédric Zoenen
Ferdinand Cros
Faustine Cros

Viele Jahre lang filmte der Vater der Regisseurin fast obsessiv den Alltag seiner Familie. Die Geburt der Tochter, die ersten Schritte des Sohnes und immer wieder Valérie, die junge Mutter. Ein beeindruckender Fundus an Material, das sich die inzwischen erwachsene Tochter Faustine aneignet, um eine ganz andere Geschichte zu erzählen: die einer Frau, der die Mutterrolle und ihre Anforderungen zunehmend die Freiheit nehmen.

Im Heute beobachtet die Regisseurin ihre Eltern in dem großen leeren Haus auf dem Land: den hyperaktiven Vater, der andauernd werkelt, und die kettenrauchende Mutter, die am Küchentisch sitzt und deren Scharfsinn man nur noch in ihren Augen erahnen kann. Was ist passiert? Was ist aus der energiegeladenen, unabhängigen jungen Maskenbildnerin geworden? Die, die Hexen bewundert und auf Weltreise gehen möchte. Die mit ihrem Beruf wunderbar ihr Leben bestreiten kann, ihn aber trotzdem aufgibt. „Der Blick ist wichtig“, sagt die inzwischen 60-jährige Valérie zu ihrer Tochter einmal beim Schminken. Ja, der Blick ist wichtig. Und Regisseurin Faustine Cros setzt ihm, diesem über all die Jahre gehaltenen Blick auf die Mutter, mit ihrem Film ein neues Narrativ entgegen.
Marie Kloos
Ausgezeichnet mit: Preis der Interreligiösen Jury, Silberne Taube (Internationaler Wettbewerb)
#
Seelentiefen
Familienbande
Gender Normen
Internationaler Wettbewerb 2022
Filmstill A Night Song
A Night Song Félix Lamarche
Sterben kann manchmal ganz unaufgeregt sein, wie dieser überraschende, beobachtende Dokumentarfilm über medizinisch assistierte Sterbehilfe, ganz unaufgeregt, zeigt.
Filmstill A Night Song

A Night Song

Le chant de la nuit
Félix Lamarche
Internationaler Wettbewerb 2022
Dokumentarfilm
Kanada
2022
45 Minuten
Französisch
Untertitel: 
Englisch

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Félix Lamarche
Félix Lamarche
Robin Miranda das Neves
Félix Lamarche
René Roberge
Samuel Gagnon-Thibodeau

Eine geduldige Kamera richtet sich auf die Alltagsgegenstände: Stillleben an der Wand, Blumen in der Vase, eine schwankende Hängelampe. Die Sonne dringt ein in das traute Heim. Noëlla sitzt rauchend vor ihrem Laptop, sie spielt Solitaire. Die Lage ist aussichtslos. Einmal mehr wird sie gegen den Computer verlieren. Ihr Schwiegersohn Pierre organisiert währenddessen pragmatisch und freundlich alles, was sie braucht: das Frühstück, den (letzten) Arztbesuch – und den anschließenden Abtransport.

Noëlla gedenkt nämlich zu sterben und sie ist fest entschlossen. Pierre kümmert sich gewissenhaft um den Papierkram und lädt die Liebsten zu einem Abschied ein. Sie bringen Fotos mit und plaudern mit der aus dem Leben scheidenden Protagonistin. Die winkt noch einmal, bevor der Doktor ihr die tödliche Dosis verabreicht. Tschüss, das war’s. Sterben kann so unaufgeregt sein. Ganz langsam kommt dieser entschleunigten, minutiösen Zeitstudie eine völlig andere Bedeutung zu, als zunächst zu vermuten war. Wie gern würde man die langen Einstellungen vom Anfang noch einmal sehen. So avanciert diese unprätentiöse Beobachtung von Félix Lamarche zu einer Metapher des Lebens. Der eindringliche frontale Blick von Noëlla, direkt von der Leinwand in die Augen der Zuschauenden, bleibt unvergesslich.
Borjana Gaković
Nominiert für: FIPRESCI Preis, Preis der Interreligiösen Jury
#
Seelentiefen
Familienbande

A Sister’s Song

Dokumentarfilm
Kanada,
Israel
2018
91 Minuten
Untertitel: 
englische

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Danae Elon, Paul Cadieux
Danae Elon
Peter Venne
Danae Elon, Itamar Mendes Flohr
Vincent Guignard, Alexandre Leblanc
Danae Elon
Benoît Dame
Marina und Tatiana sind als Kinder mit ihrer Familie aus Russland nach Israel gezogen. Als Einwanderinnen war die Ankunft im neuen Heimatland nicht einfach. Diese Backstory schwingt bei ihrer Suche nach Vorbildern und Identität mit. Im Zentrum der Erzählung steht Marina. Ihre jüngere Schwester Tatiana ist als Jugendliche ihrem spirituellen Vater in ein streng orthodoxes Kloster in Griechenland gefolgt. Das ist zwanzig Jahre her. Vor vier Jahren haben sie sich zum letzten Mal gesehen. Seither verstärkt sich bei Marina der Eindruck, ihre Schwester sei dort unglücklich, und sie möchte sie zurückholen. Doch ist sie verantwortlich für Tatianas Glück? Wie kann man Verständnis aufbringen für die Entscheidung eines nahestehenden Menschen, der im Widerspruch zur eigenen Haltung steht?

Die in Kanada lebende preisgekrönte israelische Regisseurin und Kamerafrau Danae Elon kehrt auch für diesen Film in ihr Heimatland zurück. Diskret und doch sehr präsent schaut sie der Wiederbegegnung der beiden Schwestern zu. Nur punktuell, aber fast komplizenhaft wird sie von den Protagonistinnen ins Gespräch einbezogen. Die Geschichte von Marina und Tatiana erzählt sie dramaturgisch herausragend und innovativ. „A Sister’s Song“ – ein Lied über Liebe und Verlust und über die Kunst, seiner inneren Stimme zu folgen.

Annina Wettstein
Internationaler Wettbewerb 2017
A Strange New Beauty Shelly Silver

Eindringen in die Komfortzone eines luxuriösen, zwar bewohnten, aber menschenleeren Anwesens. Schönheit über alles? Wenn die Dinge erst einmal anfangen zu erzählen …

A Strange New Beauty

Dokumentarfilm
USA
2017
51 Minuten
Untertitel: 
keine

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Shelly Silver
Shelly Silver
Shelly Silver
Shelly Silver
Shelly Silver
Shelly Silver
Shelly Silver, Mike Degen
Eindringen in die Komfortzone eines luxuriösen, zwar bewohnten, aber menschenleeren Anwesens im Silicon Valley. Der erste Eindruck: die Illusion von Arkadien. Eine mühevoll hergestellte, auch mühsam aufrechterhaltene Behauptung. Obwohl die Mühsal, die in der prachtvollen Erscheinung des Ganzen steckt, souverän zum Verschwinden, auch zum Schweigen gebracht wurde. Bloß die Dinge und die Pflanzen, die dieses Arkadien ausmachen, wissen um seine Gewaltsamkeit. Und sie vermögen, Auskunft zu geben! Jedoch nur, wer genau hinsieht und zuhört, nimmt ihre geisterhaft-realen Stimmen, auch das unheimliche Getöse hinter dem Schweigen wahr. Geistermund tut Wahrheit kund. So erfährt man von der Welt hinter den Erscheinungen. Eine Welt, die von Dominanz und Unterwerfung geprägt ist. Von Strategien der Angstüberwindung. Und vom Widerstreit zwischen dem „selbstverständlichen“ Glücksstreben einiger weniger und den Kollateralschäden, die dabei verursacht werden. Denn letztlich ist dieser Film von Shelly Silver eine Erzählung von der Barbarei und wie sie sich, virtuos verfeinert, als seltsam neu und schön zu gebärden versteht, als „strange new beauty“ eben.

Ralph Eue
Internationaler Wettbewerb 2016
A Young Girl in Her Nineties Valeria Bruni Tedeschi, Yann Coridian

Blanche dämmert im Pflegeheim in Alzheimer dahin – bis der Choreograf Thierry Thieû Niang sie durch Tanz aus dem Dornröschenschlaf erweckt und sie sich verliebt … Betörend und zart.

A Young Girl in Her Nineties

Dokumentarfilm
Frankreich
2016
85 Minuten
Untertitel: 
englische

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Marie Balducchi
Valeria Bruni Tedeschi, Yann Coridian
Hélène Louvart, Yann Coridian
Anne Weil
François Waledisch
Wie viele alte Menschen im Pflegeheim scheint sie den Vorhang zwischen sich und der Welt zugezogen zu haben. Ohne Angehörige, in Gesellschaft weiterer Alzheimer-Patienten, erinnert sie sich kaum an ihren klingenden Namen: Blanche Moreau. Doch dann erscheint der Choreograf Thierry Thieû Niang in der Klinik. Thierry überträgt Bewegungen, Gesten und Worte der Patienten in seinen Tanz und animiert die Menschen im doppelten Sinne: Er belebt ihre Körper und Seelen. Unter dem Raunen französischer Schlager, die natürlich vom Abenteuer der Liebe sprechen, erwacht Blanche aus einem Dornröschenschlaf. Und mehr als das. Das „Parlez-moi d’amour“ und der schöne, aufmerksame Fremde eröffnen ihr den Raum, sich noch einmal im Taumel der Verliebtheit zu verlieren – oder wiederzufinden. Für Thierry, den diese Entwicklung sichtlich bewegt, stellt sich die Aufgabe, im Tanz die richtige Balance herzustellen.

Sich gegenseitig halten und vertrauen – das ist auch die behutsame Haltung der Regie gegenüber diesen Tanzenden: Valeria Bruni Tedeschi liefert nach vielen Erfolgen als Schauspielerin und Spielfilmregisseurin zusammen mit Yann Coridian ein sensibles Dokumentarfilmdebüt ab. Über das Vorleben der Patienten erfahren wir stets nur so viel, wie Ort und Situation preisgeben. Ohnehin wird spürbar, dass Erinnerungen weniger aus Lebensläufen als vielmehr aus einem Reservoir von Gefühlen gemacht sind.

Lars Meyer



Preis der Fédération Internationale de la Presse Cinématographique 2016

Internationaler Wettbewerb 2016
A157 Behrouz Nouranipour

Im UNHCR-Zelt A157 im Flüchtlingslager an der türkisch-syrischen Grenze hocken drei jesidische Mädchen: dem IS entkommen, vergewaltigt, geschändet, schwanger. Der Versuch einer Bewältigung.

A157

Dokumentarfilm
Iran
2015
70 Minuten
Untertitel: 
englische

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Behrouz Nouranipour (Soureh Documentary Centre)
Behrouz Nouranipour
Mehdi Azadi
Behrouz Nooranipour, Kamran Jahedi
Behnam Sheikhahmadi
Zu den abscheulichsten Taten des IS gehört der physische und kulturelle Genozid an den jesidischen Kurden im Irak. Nach der Eroberung der Shingal-Region westlich von Mossul begann die Terrormiliz mit der systematischen Ermordung der männlichen Bevölkerung, während Tausende Kinder, Mädchen und Frauen verschleppt, versklavt, zwangsverheiratet oder vergewaltigt wurden. Nur wenigen gelang die Flucht, und die, die überlebten, sind für den Rest ihres Lebens gebrandmarkt. So wie die Schwestern Hailin und Roken und deren Freundin Soolaf, die in einem UNHCR-Zelt mit der Nummer A157 in einem Flüchtlingslager an der türkisch-syrischen Grenze hausen. Ein erbärmlicher Ort – kalt, regnerisch und so bedrückend wie das Leid der Mädchen, das sich tief in deren Gesichter eingegraben hat.

In seiner Annäherung an das Schicksal seiner Protagonistinnen reduziert der iranische Filmemacher Behrouz Nouranipour die visuelle Ebene fast ausschließlich auf das Innere des Zelts. Hier hocken die Mädchen tagein tagaus, erwartungslos, allein und schutzlos. Ihre Erinnerungen an das alte Leben und dessen Träume, an die Eltern und Geschwister, die irgendwo verschollen sind oder tot, und die Schilderung der Gräuel, die die Dschihadisten an ihnen begangen haben, beschwören das Bild einer Entmenschlichung, die zutiefst verstört. Wer könnte vor diesem Leid sein Herz verschließen?

Matthias Heeder


Nominiert für Young Eyes Film Award
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among us women

Unter uns Frauen
Sarah Noa Bozenhardt, Daniel Abate Tilahun
Internationaler Wettbewerb 2021
Dokumentarfilm
Äthiopien,
Deutschland
2021
92 Minuten
Amharisch,
Englisch
Untertitel: 
Englisch

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Sarah Noa Bozenhardt
Daniel Abate Tilahun
Sonja Kilbertus
Hiwot Admasu
Beza Hailu Lemma
Andrea Munoz
Alex Praet
Bernarda Cornejo Pinto
Anna-Marlene Bicking
Sarah Noa Bozenhardt
Ana María Ormaza

Im ländlichen Äthiopien kämpft das Personal eines Gesundheitszentrums gegen die Müttersterblichkeit an. Unermüdlich fordert es Frauen dazu auf, in der Klinik zu entbinden. Doch die Vorbehalte sind groß, ebenso wie die praktischen Hürden. Wie sollen Hochschwangere rechtzeitig eintreffen, wenn der Krankenwagen erst nach Stunden oder überhaupt nicht kommt? Entgegen dem medizinischen Rat entscheidet sich Hulu Ager, ihr Kind zu Hause zur Welt zur bringen, begleitet von einer traditionellen Hebamme.

Mit spürbarer Vertrautheit fängt das Filmteam Momente intimer Gemeinschaft zwischen Hulu Ager, den Geburtshelferinnen und anderen Frauen ein. An den Rändern des zentralen Konflikts werden die vielen Herausforderungen sichtbar, die sie in der patriarchal geprägten Gesellschaft zu bewältigen haben. Im Frisiersalon unter der Dampfhaube sind die Debatten am lebhaftesten: Beim Sex empfinde sie aufgrund ihrer Beschneidung keinerlei Freude, berichtet die medizinische Fachkraft Welela. „Du musst dich nur vorbereiten“, rät ihr eine andere Kundin. Manchmal helfe es, sich zu betrinken. Für die kecke Friseurin jedoch steht vielmehr fest: Schlechter Sex ist ein Scheidungsgrund. Untereinander teilen die Frauen ihre Wünsche und Nöte, erfahren Solidarität und sammeln Mut für kleine wie große Akte des Aufbruchs und des Widerstands. Männer haben hier allenfalls als Statisten Platz.
Sarina Lacaf
Nominiert für: DEFA Förderpreis, FIPRESCI Preis, Dokumentarfilmpreis des Goethe-Instituts, Preis der Interreligiösen Jury
Ausgezeichnet mit: Lobende Erwähnung (Internationaler Wettbewerb)
#
Familienbande
Ländlich vs. urban
Filmstill Anhell69

Anhell69

Anhell69
Theo Montoya
Internationaler Wettbewerb 2022
Dokumentarfilm
Kolumbien,
Frankreich,
Deutschland,
Rumänien
2022
75 Minuten
Spanisch
Untertitel: 
Englisch

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Theo Montoya
Theo Montoya
Juan Pablo Castrillón
Bianca Oana
David Hurst
Balthasar Busmann
Maximilian Haslberger
Theo Montoya
Matthieu Taponier
Delia Oniga
Theo Montoya
Vlad Feneșan
Marius Leftărache
Eloisa Arcila Fernandez
Estephany Cano
Marius Leftărache
Victor Miu
Theo Montoya

Aus verworfenen Casting-Aufnahmen, melancholischen Alltagsbeobachtungen und dekadenten Party-Impressionen seines Freundeskreises schöpft Theo Montoya das morbide und doch zärtliche Porträt einer jungen, queeren Generation in Kolumbien. In dem von Gewalt und Repression geprägten Land vermag sie sich eine eigene Zukunft kaum auszumalen, pflegt zum Tod indes ein enges, fast liebevolles Verhältnis.

Eigentlich hätte es ein fiktionaler Film werden sollen: eine Geistergeschichte, in der die Toten keinen Platz mehr auf den Friedhöfen finden, fortan mit den Lebenden koexistieren und auch sexuelle Beziehungen zu ihnen eingehen – was der Staat rigoros verbietet und verfolgt. Es bildet sich eine klandestine nächtliche Subkultur, in der erotische Begierden ausgelebt werden können, für die das Tageslicht die Vernichtung bedeutet. Eine Woche nachdem Montoya seinen Hauptdarsteller für das Projekt gefunden hat, stirbt dieser an einer Überdosis Heroin. Weitere Todesfälle im Freundeskreis folgen. Sie sind die Geister, die durch den Film wandeln, der letztlich entstanden ist. Dieser bewahrt sich einen dystopischen Charakter, doch die Gefahren, von denen er erzählt, sind ganz real: Sie gehören für diese jungen Leute zum Alltag in einem Medellín, das immer noch tief im Schatten von Pablo Escobar steht, und in dem die Suche nach Lebenslust und menschlicher Wärme durch labyrinthische Abgründe führt.
Carolin Weidner
Ausgezeichnet mit: Goldene Taube (Internationaler Wettbewerb)
#
Coming of Age
Seelentiefen
Queere Leben
Internationaler Wettbewerb 2018
Architektur der Unendlichkeit Christoph Schaub

Auf einer persönlichen Reise durch Zeit und Raum ergründet der Filmemacher mit Architekten und Kunstschaffenden die Magie sakraler Bauwerke und öffnet den Blick: bis ins Unendliche.

Architektur der Unendlichkeit

Dokumentarfilm
Schweiz
2018
86 Minuten
Untertitel: 
englische

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Brigitte Hofer, Cornelia Seitler
Christoph Schaub
Jojo Mayer
Ramon Giger
Marina Wernli
William Crook
Christoph Schaub, Samuel Ammann
Jan Illing, Jacques Kieffer, Reto Stamm
In der japanischen Ästhetik beschreibt Wabi-Sabi einen kontinuierlichen Kreislauf von Entstehen und Vergehen. Zeitlichkeit und Alterung wohnen jedem Ding und Wesen inne und transzendieren je nach Anschauung ins Unendliche. Wie kann das gedacht werden? Was geht über das hinaus? Der Filmemacher Christoph Schaub setzt in seiner sehr persönlichen Reise durch Zeit und Raum bei seiner Kindheit an, als seine Faszination für sakrale Bauwerke begann. Und sein Staunen über Anfang und Ende.

Architektur hilft, Endliches vom Unendlichen zu trennen. Sie gibt Schutz vor dem Uferlosen und kreiert gleichzeitig ein Gefühl von Weite, so der Erzähler. Gemeinsam mit Architekten und Kunstschaffenden ergründet er die Magie sakraler Räume, deren Definition hier weit über kirchliche Bauten hinausgeht. Der Künstler James Turrell, der unter anderem für seine „Skyspaces“ bekannt ist, denkt darüber nach, wem Spiritualität gehört – grundlegend für diesen Film, der „geistigem Leben“ in Bau- und bildender Kunst, aber auch in der Natur nachgeht und es im wahrsten Sinne über Denkgrenzen hinaushebt. Eine leicht schwebende Kamera lässt uns eintauchen in entrückte, traumwandlerische Bilder, nimmt uns mit auf eine (be-)sinnliche Reise in räumliche Weiten, führt unseren Blick in die Unendlichkeit des Sternenhimmels und in die Tiefe des Meeres. Vergangenheit und Zukunft, Urzeiten und Lichtjahre. Alles ist da.

Annina Wettstein
Internationaler Wettbewerb 2016
Austerlitz Sergei Loznitsa

Posieren mit dem Selfiestick, wahlweise vor oder hinter dem Tor mit der Aufschrift „Arbeit macht frei“. Besucher in Konzentrationslagern, beobachtet in nüchternen Schwarz-Weiß-Tableaus.

Austerlitz

Dokumentarfilm
Deutschland
2016
94 Minuten
Untertitel: 
englische

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Imperativ Film
Sergei Loznitsa
Sergei Loznitsa, Jesse Mazuch
Danielius Kokanauskis
Sergei Loznitsa
Vladimir Golovnitski
Ist das noch Gedenk- oder schon Eventkultur? All die beschrifteten T-Shirts, die uns täglich begleiten, mit Slogans wie „Cool Story, Bro“ oder „This Is Your Lucky Day“ – wofür stehen sie, wenn der Kontext ein Besuch im Konzentrationslager ist? Sind das fehlgeleitete Botschaften, verirrte Menschen? Und ist „Arbeit macht frei“ nur ein weiterer Spruch, der dazu auffordert, mit dem Selfiestick zu posieren, wahlweise vor oder hinter dem Gittertor?

Wo immer neue Heerscharen von Touristen über das Gelände strömen wie durch einen Themenpark, ohne innezuhalten und sich mit der Umgebung zu verbinden, da steht Sergei Loznitsas Kamera fest an ihrem Platz. Mit sorgfältig kadrierten Schwarz-Weiß-Tableaus verabreicht er uns auf bewährte Weise die notwendige Zeit, um alle Details innerhalb des Bildrahmens zu realisieren. Die Kamera betrachtet mehrere Gedenkstätten (darunter Sachsenhausen und Dachau) wie einen einzigen Ort, der keine Auskunft gibt, ein enthistorisiertes und letztlich namenloses Besichtigungsziel. Auf die Austauschbarkeit des Inhalts verweist bereits der Filmtitel. Ins Zentrum rücken stattdessen die Besucher und mit ihnen die große Frage nach unserer Identität und Verortung in der Geschichte. Aus dem Raunen auf der Tonspur lösen sich dennoch einzelne Sprecher, aus der Menge einzelne Gesichter heraus und laden dazu ein, die Dynamik zwischen Masse und Individuum genauer zu ergründen.

Lars Meyer



Ausgezeichnet mit der Goldenen Taube im Internationalen Wettbewerb 2016

Internationaler Wettbewerb 2021
Media Name: 29b16775-f0a5-4ca7-be41-2049bbbebd0d.jpg
Bucolic Karol Pałka
Romantisch ist das Landleben, wie es Karol Pałka zeigt, nur bedingt: zwei Frauen, ein marodes Haus, die Erde nass, die Kleidung schmutzig. Ein eigenwilliger Besuch in der Einöde.
Media Name: 29b16775-f0a5-4ca7-be41-2049bbbebd0d.jpg

Bucolic

Bukolika
Karol Pałka
Internationaler Wettbewerb 2021
Dokumentarfilm
Polen
2021
70 Minuten
Polnisch
Untertitel: 
deutsche Untertitel für Menschen mit eingeschränkter Hörfähigkeit, Englisch

Credits DOK Leipzig Logo

Karol Pałka
Karolina Mróz
Wojciech Marczewski
National Film Archive – Audiovisual Institute
Marcella Jelic
Karol Pałka
Katarzyna Boniecka
Piotr Knop
Anna Rok
Karol Pałka

Danusia und Basia sind Mutter und Tochter. Und sie bestreiten das Leben, welches Regisseur Karol Pałka als ein ultimativ abgeschiedenes präsentiert, gemeinsam. Fernab jeglichen Komforts vergehen die Jahreszeiten, kommt ein Geistlicher zu Besuch, waten die Frauen im Schlamm und halten an ihren Gewohnheiten fest. Doch Basia bewegt sich, unbeobachtet von Danusia, auf eigenen Nebenstraßen, die in andere Richtungen weisen.

Die nächste Stadt scheint Lichtjahre entfernt. Zurückgezogen leben Danusia und ihre Tochter Basia in einem maroden Haus auf dem Land. Die Wohnräume sind mit Blumenarrangements geschmückt, dazwischen immer wieder Devotionalien. Mutter und Tochter pflegen ihre Verbindung zum Übernatürlichen, sei es in Form eines strengen Katholizismus oder kleiner Rituale in der Natur. In einer Szene etwa tanzt Basia wie eine Hexe um ein Feuer. Sie ist es auch, die wiederholt den Kontakt zur Außenwelt sucht. Dann sehen wir sie mit einem Handy. Die Person am anderen Ende bleibt jedoch ungreifbar, kann oder will den Bann, der um das Mutter-Tochter-Gespann liegt, nicht überschreiten. Es ist eine dichte, gleichsam verlassene Welt, die Karol Pałka in seinem Debüt in düsteren, verschatteten Bildern inszeniert. Erst mit Einsetzen des Frühlings hellen sie auf. Doch selbst dann hallt das dramatische Eröffnungsstück, „Specially for You“ der ukrainischen Band DakhaBrakha, noch nach.
Carolin Weidner
Nominiert für: FIPRESCI Preis, MDR-Film-Preis, Preis der Interreligiösen Jury
Ausgezeichnet mit: Silberne Taube (Internationaler Wettbewerb)
#
Familienbande
Natur in Bearbeitung

Cahier Africain

Dokumentarfilm
Deutschland,
Schweiz
2016
119 Minuten
Untertitel: 
englische

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PS Film GmbH, Filmpunkt GmbH
Heidi Specogna
Peter Scherer
Johann Feindt
Kaya Inan
Heidi Specogna
Karsten Höfer, Thomas Lüdemann, Florian Hoffmann, Andreas Turnwald
Ein Film, der von der traurigen Schönheit seiner Bilder und der tiefen persönlichen Verbundenheit der Regisseurin mit dem Schicksal ihrer Protagonistinnen getragen wird. Während einer Recherchereise in der Zentralafrikanischen Republik stößt Heidi Specogna zufällig auf ein Schulheft. Dessen Inhalt: Fotografien und Zeugenaussagen von 300 Frauen, die 2002 von kongolesischen Rebellen vergewaltigt worden waren – ein selbstgefertigtes Beweisstück, das zum Ausgangspunkt einer siebenjährigen Langzeitbeobachtung wird.

Das Heft, nunmehr Mittelpunkt des Films, findet in einer spektakulären Aktion seinen Weg zum Internationalen Gerichtshof in Den Haag. Die Wege der Frauen sind andere. Specogna folgt Amzine, einer jungen Muslimin, und deren 12-jähriger Tochter Fane sowie Arlette, einem christlichen Mädchen, dessen Knie von den Rebellen zerschossen wurde. Das zunächst geplante Projekt, die Frauen auf dem schwierigen Weg zurück in eine Art Normalität zu begleiten, verändert sich, als wie aus dem Nichts erneut islamische und christliche Milizen plündernd und mordend durchs Land ziehen. Und wieder müssen Amzine, Fane und Arlette fliehen, da sie sich doch eben erst ein Stück Stabilität und Sicherheit erarbeitet haben. Als Zuschauer muss man bereit sein für diesen Film, der keinen Trost bietet, sondern nur den unglaublichen Überlebenswillen der Frauen angesichts der Zerbrechlichkeit ihrer Existenz.

Matthias Heeder



Ausgezeichnet mit der Silbernen Taube im Internationalen Wettbewerb und mit dem Preis der Interreligiösen Jury 2016;
Nominiert für Dokumentarfilmpreis des Goethe-Instituts 2016

Internationaler Wettbewerb 2017
Call Me Tony Klaudiusz Chrostowski

Ein junger polnischer Bodybuilder möchte beweisen, dass auch in ihm ein Tony „Scarface“ Montana steckt. Mittelgroße Muskeln, riesiges Kino.

Call Me Tony

Dokumentarfilm
Polen
2017
63 Minuten
Untertitel: 
englische

Credits DOK Leipzig Logo

Klaudiusz Chrostowski, Michał Łuka
Klaudiusz Chrostowski
Wojtek Frycz
Michał Łuka
Sebastian Mialik
Klaudiusz Chrostowski
Olga Pasternak
Al Pacino, Robert De Niro oder Dustin Hoffmann – das sind die Exzentriker, die Nonkonformisten aus Sicht von Konrad. Männer mit besonderem Stil und Intellekt, weswegen die Menschen gar nicht anders könnten, als ihnen ihre ganze Aufmerksamkeit zu schenken. Besonders nah ist dem jungen Polen Al Pacinos „Scarface“-Charakter Tony Montana. Gleich zu Beginn trimmt er in eine seiner Augenbrauen die typische Narbe. Und wenn es zum Abschlussball kein weißer Anzug sein kann, dann wenigstens ein blauer. Dazu löffelt er Kraftnahrung aus seiner Plastikdose, denn Konrad befindet sich mitten in den Vorbereitungen für einen Bodybuilding-Wettbewerb. Er möchte der Welt zeigen, dass auch er besonders ist, dass auch er etwas kann, dass er nicht in der Masse untergehen wird. Konrad will herausstechen und er hat klare Visionen.

Ebenso wie Klaudiusz Chrostowski, der ihn mit Mut zur Pose berahmt, scharfe Schnitte macht und Konrad so auf Kinoformat bringt. Wenn nach dem Wettkampf sein Schulterblick die Kamera trifft, die Bronzefarbe unter der Dusche von seinen Muskeln rinnt oder er in Lederjacke vor einem Kaffeeautomaten steht, dann sind das große Bilder, denen Konrad trotz allem auf erstaunliche Weise gerecht zu werden weiß.

Carolin Weidner


Nominiert für Young Eyes Film Award, MDR-Filmpreis