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Next Masters Wettbewerb
A Summer Love Jean-François Lesage

Grelles Neonlicht, stampfende Techno-Rhythmen, im Gras liegen, reden und tanzen … Der Sommernachtstraum einer Gruppe von Jugendlichen, ein sinnlicher Rausch.

A Summer Love

Dokumentarfilm
Kanada
2015
63 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Jean-François Lesage
Jean-François Lesage
Gold Zebra
Jean-François Lesage, Marianne Ploska
Mathieu Bouchard-Malo, Ariane Pétel-Despots
Jean-François Lesage
Bruno Bélanger, Alexis Pilon-Gladu, Aude Renaud-Lorrain

Die grellen Neonfarben spiegeln sich auf den Gesichtern der jungen Menschen in einem nächtlichen Park. Man hört die Rhythmen der elektronischen Musik aus der Ferne. In der Dunkelheit erkennt man die großen Bäume, deren Äste hoch hinaus in den Himmel reichen und die so dastehen, als wachten sie über die Jugendlichen. Die liegen im Gras. Etwas später tanzen sie … und sie reden … viel. Manchmal überkommt einen das Gefühl, in einem dieser französischen Schwarzweiß-Filme aus den 60er Jahren gelandet zu sein, in denen auch ununterbrochen geredet wurde. Auch in dem Werk des kanadischen Regisseurs Jean-François Lesage spricht man Französisch und viel über das Nichts und viel über die Liebe. Aus dem Off ist die poetische Bemerkung eines jungen Mannes zu hören: „Liebe existiert trotzdem.“ Die Generation des digitalen Zeitalters hat offenbar viel über Beziehungen und Liebesdramen nachzudenken und einander zu erzählen. Das Neonlicht weist ihnen den Weg durch die nächtliche Natur, in eine ungewisse Zukunft des Erwachsenseins. Dies zu beobachten ist ein sinnliches Erlebnis. Zaza Rusadze


Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Next Masters Wettbewerb
The Amina Profile Sophie Deraspe

Eine syrische Bloggerin, die in der Revolution zum Medienstar wird, eine lesbische Online-Beziehung, ein Verbrechen. Enigmatisches Verwirrspiel um Social Media, Hype und Hysterie.

The Amina Profile

Dokumentarfilm
Kanada
2015
75 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Isabelle Couture, Nathalie Cloutier
Sophie Deraspe
Sam Shalabi
Sophie Deraspe
Geoffrey Boulangé, Sophie Deraspe
Frédéric Cloutier
In alten Märchen verliefen sich die Kinder im Wald, heute verirren sich die Menschen in den Tiefen des Internets. Eine junge Frau, Sandra aus Montreal, beginnt eine Online-Beziehung mit der syrischen Bloggerin Amina. Aus dem digitalen Flirt wird eine Romanze, erotische Phantasien werden beflügelt und miteinander ausgetauscht. Als 2011 in Syrien der Aufstand ausbricht, ermutigt Sandra Amina, aus ihrem Alltag zu berichten. Die internationalen Medien springen reflexartig an: „A Girl from Damascus“ berichte von den Kriegswirren, eine zarte weibliche Stimme inmitten der immer unübersichtlicher werdenden Frontlinien, dazu noch „gay“. Dann wird Amina entführt. Was den Medien ins Bild passt und zu einer internationalen Suchaktion führt, wird für Sandra zur privaten Mission – und Obsession. Aber plötzlich verlieren sich die Spuren …

Die kanadische Filmemacherin Sophie Deraspe dekonstruiert gemeinsam mit Sandra den Fall, der sich als hochkomplexe Gemengelage aus Hype und Hysterie erweist. Sie begegnet dem Stoff mit einer komplexen und changierenden Erzählweise, die die Überlagerungen von Realität und Fiktion, Medienwirklichkeit und Projektion, Sehnsucht und Revolution aufgreift. Uns Zuschauer führt sie in ein Labyrinth, an dessen Ausgang uns eine geradezu triviale, gleichwohl allzu menschliche Erkenntnis erwartet.

Cornelia Klauß

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