Filmarchiv

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Fokus Lateinamerika
Daughter María Paz González

Eine Mutter und ihre Tochter durchqueren Chile. Die eine sucht nach der verschollenen Schwester, die andere nach der Wahrheit über ihren Vater. Stilles, intensives Roadmovie.

Daughter

Dokumentarfilm
Chile
2011
83 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Flor Rubina, Chile Doc; Franciso Hervé, Maria Paz Gonzáles
María Paz González
Fernando Milagros
David Bravo
Brian Jacobs, Danielle Fillios
Francisco Hervé, María Paz González
Juan Pablo Manríquez
Eine Tochter und ihre Mutter durchqueren Chile auf der Suche nach ihrer Identität. Während die Mutter das Schicksal ihrer verschollenen Schwester in Erfahrung bringen will, will ihre Tochter, die Regisseurin María Paz González, endlich die Wahrheit über ihren leiblichen Vater ans Licht bringen. Auf der 2000 km langen Strecke müssen sich die beiden Frauen konfrontieren – miteinander, mit ihrer Geschichte und ihren Illusionen, aber auch mit Täuschungen und Lügen.
Offen und mutig forscht María Paz González nach ihrer wahren Herkunft und dem echten Vater, den es hinter den ausgeschmückten Erzählungen der Mutter geben muss. In ihrem dokumentarischen Roadmovie meint „Reise“ auch ein Fortbewegen in der Zeit und eine Annäherung an die Wahrheit. Langsam weichen die Unsicherheiten und schwelenden Konflikte der Frauen immer mehr einer Verbundenheit. Dabei entsteht Raum für Humor, Intimität und ehrlichen Austausch. Ob das am Anfang postulierte Ziel der Reise erreicht wird, ist – wie häufig bei Roadmovies – nebensächlich. Die Ruhe der Bilder und die Stille zwischen den Frauen deuten darauf hin, dass sie einander näher gekommen sind.
– Paulo de Carvalho

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

The Last Station

Dokumentarfilm
Chile,
Deutschland
2012
90 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Catalina Vergara, Catalina Vergara Films/Globo Rojo; Co-Producer: Philip Gröning/Philip Gröning Filmproduktion
Cristian Soto, Catalina Vergara
Je älter man wird, desto kleiner wird der Radius, in dem man sich bewegt, desto langsamer verlaufen alle Handhabungen. Die Zeit scheint zu kriechen. Jeder Gang bedeutet Mühsal und eine kleine letzte Rebellion gegen den Tod, der sich bleiern und unaufhaltsam in den Farben des Herbstes über die Landschaft legt. In allen Verrichtungen versteckt sich Endlichkeit: Die Namen im Adressbuch werden weniger, mit jeder Operation zeigt der Körper einmal mehr seine Grenzen auf und selbst das Fernsehprogramm ist zum Wegdämmern. Und dennoch geht mit dem Verlust Gewinn einher, alles erhält Bedeutung. Es könnte das letzte Mal sein. Die zwei jungen chilenischen Autoren Christian Soto und Catalina Vergara beobachten die Insassen des Altersheims Padre Hurtado voller Empathie und aus großer Nähe. Sie choreografieren diesen Schwebezustand zwischen Leben und Tod in malerischen dunklen Tableaux vivants und fließendem Licht. Die Bilder insistieren auf den Moment des Innehaltens, der Versenkung, nehmen den Rhythmus der Langsamkeit auf und verwandeln ihn in Poesie. Sie trauen sich, von der Wirklichkeit ein Stück abzurücken und in der Tradition des magischen Realismus ein Drittes zu konstituieren, das davon erzählt, wie es ist, schon nicht mehr ganz hier und noch nicht dort zu sein. Darin steckt so viel Schönheit und Erkenntnis, dass es einem die Angst vor dem Tod einen Augenblick lang zu nehmen vermag.
– Cornelia Klauß

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Fokus Lateinamerika
The Lifeguard Maite Alberdi

Zwei Rettungsschwimmer, zwei Lebenshaltungen. Der turbulente Alltag an einem Strand als Mikrokosmos der chilenischen Gesellschaft – an den Grenzen des Dokumentarischen.

The Lifeguard

Dokumentarfilm
Chile
2011
64 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Paola Castilla, Errante Productions
Maite Alberdi
Pablo Valdés
Alejandro Fernández
Maite Alberdi, Sebastián Brahm
Mario Puerto, Roberto Espinoza
Der Rettungsschwimmer Mauricio bereitet sich früh morgens akribisch auf seine Aufgabe vor. Jetzt ist es noch ruhig, doch schon bald werden Menschenmassen den Strand erobern. Mauricio vermeidet es, selbst ins Wasser zu gehen. Stattdessen versucht er unermüdlich, die Regeln für Ordnung und Sicherheit am Strand durchzusetzen. Vorbeugen ist besser als retten, lautet seine Devise. Ganz anders versteht Kollege Jean Pierre seine Aufgabe. Vorsorge, Verantwortung, vielleicht sogar Hingabe scheinen nicht seine Sache zu sein. Er ist unpünktlich, lebt in den Tag hinein und wirft seinen muskulösen Körper gern mal in die Wellen – denn an Publikum fehlt es ja nicht. Eine Aufgabe und zwei Lebenshaltungen. Doch wer wird zur Stelle sein, wenn ein Schwimmer in der Brandung des Pazifiks wirklich in Not gerät?
Mit diesem dichten, pointiert humorvollen Film gelingt der Regisseurin Maite Alberdi ein beachtliches Debut, das die Grenzen des Dokumentarischen auslotet und den turbulenten Alltag am Urlaubsstrand zu einen Mikrokosmos der chilenischen Gesellschaft verdichtet. Was als sommerleichter Film daherkommt, stellt uns letztlich vor universelle Fragen nach Freiheit, Schuld und Verantwortung.
– Paulo de Carvalho

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