Filmarchiv

Our Song to War

Dokumentarfilm
Belgien,
Kolumbien
2018
15 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Juanita Onzaga, Jan Stevens, Sofie Despeer
Juanita Onzaga
Juanita Onzaga
Juanita Onzaga, Romain Vennekens
Juanita Onzaga
Jérémy Bocquet
Ein ganz unübliches Totengedenken, genannt „Novenario“ – ein neuntägiges Gebet zu Ehren der Verstorbenen. Eigentlich aber geht es um Seelen, Wassergeister, Krokodilmenschen und Gespenster, die an den Orten der Massaker leben und die Leute heimsuchen. Die Kinder von heute haben längst vergessen, welches Grab das ihrer Familie ist. Erinnerungen an die toten Zivilisten in Bojayá, Kolumbien, nach einem Gefecht zwischen FARC-Rebellen und Paramilitärs im Mai 2002.

Saskia Walker

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Isolated

Dokumentarfilm
Kolumbien,
Ecuador,
Mexiko
2015
73 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Marcela Lizcano, Juan Pablo Solano, Simon Beltrán Echeverri, Sarahi Echeverría
Marcela Lizcano
Daniel Velasco
Marcela Lizcano, Cecilia Madorno
Carla Valencia, Étienne Boussac
Marcela Lizcano
Daniel "el gato" Najar Garcés
Im San-Bernardo-Archipel an der kolumbianischen Karibikküste liegt, in Sichtweite ihrer großen Schwester Múcura, das winzige Eiland Santa Cruz. Eigentlich keine Insel, eher ein Korallenriff, das die Fischer früher als Lagerplatz nutzten. Dann holten sie ihre Familien von den moskitoverseuchten Inseln hierher, bauten Hütten und heute ist Santa Cruz eine Stadt: 1.200 Quadratmeter, 97 Häuser, 500 Bewohner. Gerammelt voll mit Mensch und Gut, dient dieser unwahrscheinliche Ort der kolumbianischen Regisseurin Marcela Lizcano als Metapher für unseren Planeten. El Cabo, ein alter Fischer und Hummertaucher, fungiert hierbei als Führer, der die Veränderungen zu beschreiben weiß: Der Fisch wird weniger, die Hummer verschwinden, und von den ursprünglich 16 Inseln rund um Santa Cruz hat das Meer schon sechs verschluckt. Seine Überlegungen führen zu einer Versammlung der Bewohner, die uns im Kleinen vorführt, wie Eigensinn, Korruption und Profitgier unsere Welt zerstören. Und dann sind da noch die Kinder, die überall herumstromern und für die das Meer der Spielplatz ist. Ihre Zukunft liegt nicht in Santa Cruz. Sie zieht es aufs Festland, wo der Spaß ist. Sie werden das Meer vermissen, wenn sie dort morgens aufwachen. Mit „Isolated“ ist der Regisseurin das sehr warmherzige Porträt einer Gemeinschaft gelungen, in deren Krise sich unser aller Problem spiegelt. Bloß – wohin sollen wir gehen?

Matthias Heeder

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Internationales Programm
Sabogal Sergio Mejia Forero, Juan José Lozano

Animierter Politthriller nach realen Ereignissen in Kolumbien. Ein fiktiver Anwalt gerät in ein Netzwerk aus Politikern, Drogendealern, Paramilitärs und Armee … Intensiv.

Sabogal

Animationsfilm
Kolumbien
2015
106 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Liliana Rincon
Sergio Mejia Forero, Juan José Lozano
Enrique Bernal
Sergio Mejía Forero
Ana Acosta
Sergio Mejía Forero
Juan José Lozano, Patricia Guerrero, Mauricio Montes, Carlos Peralta
Juan Manuel Mesa
Ein animierter Politthriller nach historischen Ereignissen, die zu den berüchtigtsten Fällen von Menschenrechtsverletzungen in Kolumbien zwischen 1999 und 2009 zählen. Darunter sind das Massaker von Mapiripán, der Mord an Lehrkräften der Universidad del Atlántico in Barranquilla, der „Falsos Positivos“-Skandal und die Abhöraffäre im Amt für Staatsschutz.

Der Film beginnt mit dem realen Mord an dem Komiker und Journalisten Jaime Garzón im Jahr 1999. Der Menschenrechtsanwalt Fernando Sabogal, eine fiktive Figur, wird in einen langen und schwierigen Rechtsstreit verwickelt, um dieses Staatsverbrechen zu klären. In dessen Verlauf kommen skandalöse Verbindungen zwischen Drogenhändlern, Politikern, paramilitärischen Gruppen und den Streitkräften ans Licht.

Dies ist die erste kolumbianische Motion-Capture-Animation, eine Technik, bei der die Bewegungen, das Mienenspiel und die Stimmen der Schauspieler gleichzeitig aufgenommen werden. Animiert wurde sie hauptsächlich mit Blender, einer Open Source 3D-Software. In diesem Film fungiert die Animation als Mittel, zum Thema Gewalt in Kolumbien Distanz herzustellen. Damit eröffnet sich dem Zuschauer eine neue Perspektive, die tatsächlich ein intensives Miterleben ermöglicht.

Victor Orozco

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Marmato

Dokumentarfilm
Kolumbien,
USA
2014
88 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Stuart Reid, Mark Grieco
Mark Grieco
Todd Boekelheide
Mark Grieco
Ricardo Acosta, Mark Grieco
Noah Conti
Mark Grieco, Stuart Reid
Bob Edwards
Jeden Tag verabschiedet sich Dumar mit einer langen Zeremonie, bestehend aus Küssen und Segnungen, von Frau und Kindern, als wäre es das letzte Mal. Ausgestattet mit dem ideellen Schutz der Familie und dem religiösen der Jesusstatue, die vom Ort Marmato aus mit ausgestreckten Armen die grüne Bergwelt Kolumbiens überblickt, geht es in die Goldmine. Seit über 500 Jahren graben und sprengen die Anwohner klaustrophobisch enge Tunnel in den Berg, der jeden Moment einzustürzen droht. Doch etwas anderes als das Gold haben die Bergleute nicht, auch wenn sie selbst am wenigsten davon profitieren. Seit die Regierung 2006 die Türen für ausländische Konzerne geöffnet hat, herrscht hier internationale Goldgräberstimmung. Mit den uralten Methoden soll nun Schluss sein. Eine kanadische Firma will, angeblich umwelt- und sozialverträglich, den Berg von außen abtragen. Was aber wird aus Marmato? Der Kampf um einen der größten Goldvorräte der Welt beginnt.
Sechs Jahre lang verfolgt Mark Grieco in seinem bereits preisgekrönten Film die komplexe Auseinandersetzung um die Ausbeutung des Bergs, um Existenz und Identität der Einheimischen. Mit der Dichte eines Spannungsromans – und durchaus romantauglichen Charakteren – erzählt er vom wachsenden Widerstand gegen die Globalisierung. Als Kommentar auf die jeweils aktuelle Lage brennt sich der Gold-Aktienkurs in die Stollenwand ein und ein alter Bänkelsänger mit Cowboyhut zupft seine ironischen Liedchen.
Lars Meyer

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Grandmother

Animationsfilm
Kolumbien
2012
9 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Carlos Eduardo Smith Rovira
Carlos Eduardo Smith Rovira
Sebastián Villaneuva, Urián Sarmiento
Jose Gerardo Arce
Miguel Otálora
Libia Stella Gómez and Carlos Smith
Jefferson Rosas, Andrés Herrera
Verwandte sind einem nicht immer nahe. Vor allem, wenn sie unendlich viel älter sind. Das siebenjährige Stadtmädchen verbringt das Wochenende auf dem Land bei der Großmutter. Sie hat große Berührungsängste. Doch dann kommt ein Gewitter auf …

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.