Filmarchiv

Kids DOK
Fruits of Clouds Kateřina Karhánková

Tief in einem dunklen Wald lebt eine Gemeinschaft von pelzigen kleinen Wesen. Sehnsüchtig warten sie jeden Tag auf goldene Wolkenfrüchte, die vom Himmel fallen.

Fruits of Clouds

Animationsfilm
Tschechische Republik
2017
10 Minuten
Untertitel: 
_ohne Dialog / Untertitel
Credits DOK Leipzig Logo
Tomáš Michálek, Dagmar Sedláčková
Kateřina Karhánková
Jan Richtr
Kateřina Karhánková
Blanka Klímová
Alžběta Skálová
Kateřina Karhánková
Jan Richtr
Tief in einem dunklen Wald lebt eine Gemeinschaft von pelzigen kleinen Wesen. Sehnsüchtig warten sie jeden Tag auf goldene Wolkenfrüchte, die vom Himmel fallen. Ohne sie kommt nämlich kein Licht und keine Nahrung in die Erdlöcher! Doch auf einmal bleiben die Wolkenfrüchte aus. Nun ist großer Mut gefragt: Der finstere Wald muss durchquert werden, damit die kleine Gemeinschaft überlebt.

Marie-Thérèse Antony

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

My Unknown Soldier

Dokumentarfilm
Tschechische Republik,
Lettland,
Slowakei
2018
79 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Michal Kráčmer, Sergei Serpuhov
Anna Kryvenko
Andris Dzenitis, Yair Elazar Glotman, David Střeleček
Radka Šišuláková
Daria Chernyak
Anna Kryvenko
Viktor Krivosudský
Prager Frühling, sowjetische Panzer, der Einmarsch der Truppen des Warschauer Paktes, das epochemachende Jahr 1968: Ausgangspunkte einer Familiengeschichte zwischen Tschechien, der Ukraine und Russland. „Die Besetzung von 1968 übersetzt sich in einen Mann mit einem Dachshund, der sich berechtigt fühlt, ein junges Mädchen in der Tram anzuschreien, weil er Ukrainisch nicht von Russisch unterscheiden kann.“

Eine Reihe von Fotos aus einem Familienalbum, aus denen ein Mann entfernt wurde, setzt Anna Kryvenko, die als Ukrainerin in Prag Film studiert, auf die Fährte einer Spurensuche nach ihrem Großonkel. Der „unbekannte Soldat“, dem so viele Mahnmale gewidmet sind, dass man beinahe vergisst, dass mit der summarischen Gedenkgeste konkrete Gesichter, Namen, Geburts- und Sterbedaten, vor der Zeit abgebrochene Biografien gemeint sind. Nach anfänglichem Zögern bricht die Familie der Filmemacherin das Schweigen und allmählich fügen sich die Teile zu einem neuen Bild. Familien- und Weltgeschichte kreuzen sich.

Fabian Tietke


Nominiert für den MDR-Filmpreis

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Nabbin

Dokumentarfilm
Tschechische Republik,
Israel
2018
30 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Nadav Harel, Kat Tolkovsky
Kat Tolkovsky
Kat Tolkovsky
Kat Tolkovsky
Kat Tolkovsky
Rotem Dror
Nach Jahren in Israel kehrt die Filmemacherin nach Nabbin in Tschechien zurück, an jenen Ort, an dem sie aufgewachsen ist, und zu den Menschen, die sie damals umgaben.

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Putin’s Witnesses

Dokumentarfilm
Tschechische Republik,
Lettland,
Schweiz
2018
107 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Natalya Manskaya, Gabriela Bussmann, Vít Klusák, Filip Remunda
Vitaly Mansky
Kārlis Auzāns
Gunta Ikere
Vitaly Mansky
Anrijs Krenbergs
„Der Staat ist wie ein Garten“, sagt der Gatte von Putins alter Klassenlehrerin, „damit etwas Anständiges wächst, muss Gras vernichtet werden.“ „So werden wir’s machen“, antwortet der Lifetime-President-to-be fast schüchtern und verlässt die Wohnung der Lehrerin, die er für den Dreh eines Werbefilms besucht hatte. Inszeniert hat Vitaly Mansky, der als führender Dokumentalist des Landes die Kampagne medial begleiten durfte. Nach 18 Jahren konkreter Herrschaft des kleinen Mannes mit den starken Händen blickt der heute längst emigrierte Regisseur zurück auf das Schicksalsjahr 2000 und sichtet sein Footage. Was er dabei zutage fördert, ist atemberaubend und hat den Realaffekt eines fast intimen Homevideos. Der Mansky-Familie graut bereits vor dem neuen Mao, während Jelzins Clan zunächst jubiliert und Ex-Zar Boris in Nachfolger Wladimir gar die Garantie für echte Medienfreiheit sieht – später nennt er den entscheidenden Turnback angewidert „krasnenko“ („rötlich“). Putin selbst spricht über Staatsräson und ein Autokraten-Dasein, das er tunlichst vermeiden will. Die Frage schließlich, ob es richtig war, die alte Sowjethymne mit quasineuem Text zu reanimieren, wird zum Streitpunkt im Duell Putin vs. Mansky. Niemand war, so das traurige Fazit, nur „Zeuge“ allein. Alle machten mit bei den vielen Kompromissen, die angesichts der Hoffnung auf ein „besseres Leben“ eingegangen wurden.

Barbara Wurm

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Repeat

Animationsfilm
Tschechische Republik
1995
9 Minuten
Untertitel: 
_ohne Dialog / Untertitel
Credits DOK Leipzig Logo
Dagmar Juráková (Krátký Film Praha)
Michaela Pavlátová
Jiří Chlumecký
Jaroslava Zimová
Gaia Vítková
Michaela Pavlátová
Michaela Pavlátová
Ivo Špalj
Michaela Pavlátová
Zweierbeziehungen – sei es mit dem Ehemann, mit dem Liebhaber oder mit dem Hund: Irgendwann schleicht sich im Umgang miteinander die Routine ein. Das liegt wohl einfach in der Natur der Sache beziehungsweise des Menschen. Doch wenn der ewige Trott nicht mehr zu bremsen ist und das „immer und immer wieder“ Schwindel, Stress oder Ärger erregt, dann kann ein veränderter Rhythmus für Abwechslung sorgen.

Duscha Kistler

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The Winter Garden’s Tale

Dokumentarfilm
Tschechische Republik,
Ukraine
2018
75 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Alex Chepiga, Taras Bosak, Artem Koliubaiev
Simon Mozgovyi
Roman Grygoriv, Elliah Razumeiko
Denis Melnik
Mykola Bazarkin, Simon Mozgovyi
Simon Mozgovyi
Natalya Avramenko, Andrii Nidzelskyi, Michal Pajdiak
45 Jahre lang, ihr ganzes Arbeitsleben hindurch, hat Valentina Voronina im mittlerweile stark renovierungsbedürftigen Gewächshaus der „Ausstellung der Errungenschaften der Volkswirtschaft der Ukrainischen Sowjetrepublik“, dem heutigen „Expocenter der Ukraine“, in Kiew gearbeitet. Inmitten ihres kleinen Pflanzenreiches verbringt sie ihre Tage in einem bescheidenen Holzbungalow in der Nähe des imposanten, aber verfallenden Riesenwintergartens. Nun, mitten in den Vorbereitungen auf den nächsten Winter, soll sie gehen. Die Leitung will man einem Landschaftsarchitekten übertragen. Doch Valentina Voronina ist nicht gewillt, so einfach zu weichen. Sie ist überzeugt, dass Wohl und Wehe der Pflanzen von ihr, und zwar ganz persönlich, abhängen. Mit einem Mal scheint ihr Lebenswerk, scheint die Geschichte des Gewächshauses, von der die Pflanzen zeugen, bedroht. Ein Film über das Ende einer Ära.

Fabian Tietke


Nominiert für den MDR-Filmpreis

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Touch Me Not

Dokumentarfilm
Bulgarien,
Tschechische Republik,
Frankreich,
Deutschland,
Rumänien
2018
123 Minuten
Untertitel: 
deutsche
Credits DOK Leipzig Logo
Bianca Oana, Philippe Avril, Adina Pintilie
Adina Pintilie
Ivo Paunov
George Chiper-Lillemark
Adina Pintilie
Adina Pintilie
Veselin Zografov, Dominik Dolejší, Marek Poledna
Die Einstürzenden Neubauten tönen „Mela-Mela-Melancholia“ und hinterfragen die Befindlichkeit des Landes. Zwischen den Szenen, die traumwandlerisch den Grenzbereich von Dokumentarismus und Fiktion betreten, werden tief liegende Intimitäten behandelt, die uns alle betreffen. Das Projekt – diesjähriger Gewinner des Goldenen Bären – ist experimentell: Viele der Protagonistinnen und Protagonisten sind „real“, spielen sich selbst, andere wie Laura Benson und ihr Schauspielerkollege Tómas Lemarquis greifen Drehbuchskizzen auf, lassen die Rollen aber so nah auf sich zukommen, dass sie in eigenes Leben dringen. Sie sprechen von Sex und performen ihn, von Hemmungen und Visionen, von Ängsten und Überwindungsformen. Ihr Ziel – Ziel dieses ungewöhnlichen Films: (Selbst-)Befreiung.

Gelegentlich tritt die Regisseurin ins Bild, setzt sich auf die Couch, zu Christian Bayerlein, dem „kissability“-Blogger, oder zur transsexuellen Hanna Hofmann. So weiß man, dass sie dabei ist und hinsehend dem Voyeurismus trotzt, wenn die Kamera über eine Gruppen-BDSM-Session schwebt oder fast hautnah den Touch-Therapie-Workshop mit teilweise körperlich schwerbehinderten Menschen verfolgt. Sie selbst spricht auch, über ihre eigenen Schamgrenzen, weit weg vom Like-Wahn narzisstischer Social-Network-Egos. Eine transgressive Normkritik, ästhetisch und politisch korrekt (und das ist gut). Und absolut gewagt obendrein.

Barbara Wurm

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

DOK Neuland
VRwandlung – Projekt des Goethe-Instituts Prag Mika Johnson

Die VR-Erfahrung auf Grundlage der Novelle „Die Verwandlung“ von Franz Kafka öffnet einen metaphorischen Raum, der sonst nur unserer Fantasie zugänglich ist.

VRwandlung – Projekt des Goethe-Instituts Prag

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Tschechische Republik,
Deutschland
2018
5 Minuten
Credits DOK Leipzig Logo
Shahid Gulamali
Mika Johnson
Joseph Minadeo
Vojtěch Kiss, Ondřej Slavík
Eli Stine, Justin Evans, Bernd Seliger, Petar Mrdjen
Markéta Mališová (Franz Kafka Society)
Nadja Schultz, Sebastian Soukup, Martin Švarc, Julia Zange, Fozhan Khamsehpour, Julie Josephson, Peter Hosking, Mika Johnson
Mika Johnson
Natalia Peterková
Patrik Michalů (Achtung 4K), Patrik Velek (Achtung 4K)
Vojtěch Jankovský (4Each), Eduard Fischer (4Each)
„Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheueren Ungeziefer verwandelt.“ Die VR-Erfahrung auf Grundlage der Novelle „Die Verwandlung“ von Franz Kafka öffnet einen metaphorischen Raum, der sonst nur unserer Fantasie zugänglich ist. Hier kann man am eigenen Leib erleben, wie es sich anfühlt, Kafkas Käfer zu sein.

Lars Rummel, Marie Hinkelmann

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