Filmarchiv

Andes Uprising, a Buffer City Re-Inventing Itself Through Architecture

Dokumentarfilm
Deutschland
2019
14 Minuten
Untertitel: 
englische
deutsche
Credits DOK Leipzig Logo
Bernardo Villagra Meruvia
Bernardo Villagra Meruvia
Bernardo Villagra Meruvia
El Alto, Bolivien, wächst schnell – wild, doch nicht ohne Form. Eine Investigation in Sachen urbaner Ästhetik stößt auf die Cholets: Prachtbauten en miniature, die zu Wohlstand gekommenen indigenen Aymara-Familien als Wohn- und Geschäftsräume dienen. Die bunt glänzenden Gebilde mögen wie Raumschiffe aussehen, die sich in die großstädtischen Brachen verirrt haben. Aber eine Doppelbewegung von Expertenkommentar und City-Symphony präpariert das soziale Fundament der eklektischen Architektur heraus.

Lukas Foerster

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Aura

Animationsfilm
Deutschland
2019
3 Minuten
Untertitel: 
keine
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Fabienne Priess
Timm Völkner
Andreas Skandy
Timm Völkner
Timm Völkner, Ryoji Yamada
Timm Völkner
Jan Brett
In sehr vertraulichen Worten wendet sich eine Stimme an einen lebenslangen Begleiter, der nicht selbst gewählt ist. Bemerkenswert kreativ und punktgenau führt Timm Voelkner von einem Bild fließend ins andere, baut Brücken zwischen den Gefühlslagen einer von klassischer Migräne betroffenen Person und den Wahrnehmungsstörungen in der Auraphase. In nur zwei Minuten erzählt der Film visuell und intensiv über das Leben mit der oft unterschätzten Erkrankung und vom Versuch einer Versöhnung mit ihr.

André Eckardt

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Autobahn

Dokumentarfilm
Deutschland
2019
85 Minuten
Untertitel: 
englische
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Niklas Burghardt, Johannes Wöpkemeier
Daniel Abma
Henning Fuchs
David Schittek
Momas Schütze
Daniel Abma
Malte Eiben
Kurort Bad Oeynhausen: Tausende Lkw wälzen sich täglich durch die Innenstadt und über die Bundesstraße 61, die die Bundesautobahnen A 2 und A 30 respektive die Metropolen Warschau und Rotterdam miteinander verbindet. Als die Aberkennung des Status als Kurort, also der Verlust des einladenden Titels „Bad“ droht, muss sich etwas ändern: Eine Umgehungsstraße soll gebaut werden.

Über einen Zeitraum von acht Jahren dokumentiert der Film den Verkehrsinfarkt am Nadelöhr, die Arbeit von Bürgermeister, Polizei, Feuerwehr und Baufirmen, die Verzögerungen bei der Fertigstellung der Nordumfahrung und vor allem die Reaktionen der betroffenen Anwohner. Die freuen sich auf Ruhe und Entlastung – oder werden schon bald ein Stück Autobahn vor ihrem Häuschen haben. Weniger die große Infrastrukturmaßnahme steht im Zentrum der Langzeitdokumentation als vielmehr die Folgen für die Menschen am Straßenrand. Dort „aufgelesen“, mit einem feinen Gespür für besondere Charaktere und viel Raum für deren Persönlichkeiten und Eigenheiten, finden sich weitere Geschichten. Die lokale Tradition des Lkw-Zählens, sei es an der Bundesstraße oder an der Autobahnbaustelle, gehört ebenso dazu wie der Spaziergang oder das Joggen auf der lange unvollendet bleibenden Trasse.

Frederik Lang

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Internationales Programm
Bekar Evi – Das Junggesellenhaus Dirk Schäfer

Das Leben ist kein Zuckerschlecken, schon gar nicht für kurdische Junggesellen in Istanbul. Sieben Saisonarbeiter leben in einem heruntergekommenen Haus in einer ungewöhnlichen WG.

Bekar Evi – Das Junggesellenhaus

Dokumentarfilm
Deutschland
2019
76 Minuten
Untertitel: 
englische
deutsche
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Dirk Schäfer
Dirk Schäfer
Deborah Wargon
Nikola Krivokuca
Dirk Schäfer
Metin Bozkurt
Das Leben ist kein Zuckerschlecken, schon gar nicht für einen kurdischen Junggesellen in Istanbul. In der Metropole leben sieben alleinstehende Saisonarbeiter aus Ostanatolien in einem heruntergekommenen Haus. Die Männer aus zwei Generationen bilden eine ungewöhnliche WG. Sie wohnen und schlafen auf engstem Raum und teilen sich eine einzige Dusche. Da kann es schon einmal zu hitzigen Auseinandersetzungen kommen: typische WG-Zankereien ums Abwaschen oder Aufräumen. Hier schlichten die älteren unter ihnen, mit väterlicher Autorität.

Die Protagonisten erzählen von ihrer Herkunft und ihren Träumen. Ihre poetischen Schilderungen verwebt der seit Langem in Istanbul lebende deutsche Filmemacher Dirk Schäfer mit feinfühligen Beobachtungen ihrer Zweckgemeinschaft. Die Erfahrungen von gesellschaftlicher Diskriminierung und Schikanen gehen nicht spurlos an ihnen vorüber. Jedoch erleichtern Humor und Freundschaft ihren Alltag – oder wie es einer der „Bachelors“ augenzwinkernd sagt: Nun verkaufe er als Straßenhändler eben osmanische Zuckerpaste, um seinem Leben etwas Süße zu verleihen.

Annina Wettstein

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Blieschow

Animationsfilm
Deutschland
2019
9 Minuten
Untertitel: 
_ohne Dialog / Untertitel
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Lena-Carolin Lohfink
Christoph Sarow
Andreas Pfeiffer
Christoph Sarow
Christoph Sarow
Christoph Sarow, Sofiia Melnyk, Janina Putzker, Laura Staab, Sarah Schulz, Maria Schmidt
Christoph Sarow, Simon Thummet
Marc Fragstein, Luis Schöffend
Gameboy in der Hand, ein Streifzug durchs reife Kornfeld, die Ostseeinsel liegt im Gelb des Sonnenlichts. Es ist Sommer und Tom verbringt seine Ferien beim Großvater. Dort ist vieles aufregend schön, einiges beängstigend und manches von grober Natur, wie etwa sein Cousin und das Leben auf dem Bauernhof. Sensibel und mit kräftigen warmen Farben erzählt Christoph Sarow über ein kleines Stück Weg des Älterwerdens und lässt mit großartigen assoziativen Bildern in die Gefühlswelt des Jungen schauen.

André Eckardt

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Internationales Programm
Brand Jan Koester, Alexander Lahl

Markus ist ehrenamtlicher Bürgermeister in Tröglitz. Mit seiner Frau setzt er sich 2015 dafür ein, vierzig Flüchtlingen Obdach zu gewähren. Dann nimmt „sein“ Ort eine seltsame Fratze an.

Brand

Animationsfilm
Deutschland
2019
5 Minuten
Untertitel: 
englische
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Max Mönch
Jan Koester, Alexander Lahl
Hannes Schulze
Jan Koester
Jan Koester
Jan Koester
Elise Landschek
Hannes Schulze
Markus ist Ortsbürgermeister in Sachsen-Anhalt. Mit seiner Frau setzt er sich 2015 dafür ein, vierzig Flüchtlingen Obdach zu gewähren. Dann nimmt „sein“ Ort Tröglitz eine seltsame Fratze an: Die Bevölkerung ist beklemmend polarisiert und plötzlich steht die Flüchtlingsunterkunft in Flammen. Der animierte Dokumentarfilm sucht zu verstehen, was passiert ist. Dunkle Schraffierungen und Schattierungen kontrastieren mit idyllischen Aquarelllandschaften und legen Zeugnis über Verlorenes und Aufzuklärendes ab.

Nadja Rademacher

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Bread, Revenge?

Dokumentarfilm
Frankreich,
Deutschland
2019
76 Minuten
Untertitel: 
englische
deutsche
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Stefan Hayn (Stefan Hayn Filme und Malerei)
Stefan Hayn
Till Megerle
Stefan Hayn
Stefan Hayn
Klaus Barm
Der französische Widerstandskämpfer Robert Antelme fiel 1944 in die Hände der Deutschen. Er kam nach Gandersheim, ein Außenlager des Konzentrationslagers Buchenwald. In den letzten Monaten des Zweiten Weltkrieges erlebte Antelme noch das ganze Ausmaß der Entmenschlichung im nationalsozialistischen Gewaltregime. Er schrieb darüber bald nach seiner Befreiung das Buch „Das Menschengeschlecht“, das heute ein Klassiker der Vergangenheitsbewältigung ist.

Stefan Hayn hat sich bereits in seinem Film „Straub“ (2014) mit Antelme beschäftigt. Nun geht er noch einmal ausführlicher auf eine Reihe von Texten ein, die kurz nach dem Krieg auch zu einer Debatte über die Frage des Umgangs mit der deutschen Schuld beitrugen. Hayn bezeichnet seinen Film im Vorspann als „lecture filmée“, eine „gefilmte Lektüre“: Es ist von entscheidender Bedeutung, dass die Texte (darunter Überlegungen über einen Brotdiebstahl unter Gefangenen) im französischen Original präsent sind, auch in der Rezitation durch Sprecher mit deutscher Muttersprache. Verschiedene Formen der „Lektüre“, die bis zu einer skizzenhaften szenischen Reinszenierung gehen, werden mit Gegenwartsaufnahmen aus heutigen Gedenkstätten zu einem vielschichtigen, im besten Sinn geschichtspolitischen Filmessay verwoben.

Bert Rebhandl

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Das Fieber

Dokumentarfilm
Österreich,
Deutschland,
Schweiz
2019
99 Minuten
Untertitel: 
englische
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Markus Wailand
Katharina Weingartner
Siri Klug
Andrea Wagner
Toby Cornish
Katharina Weingartner
Patrick Becker, Peter Braeker
Der Kampf will nicht enden. Noch immer regiert Malaria weite Teile Afrikas. Alle 60 Sekunden stirbt südlich der Sahara ein Kind an diesem Parasiten. Insgesamt ist sie der Grund für rund eine halbe Million Todesfälle im Jahr. Aber warum gelingt es einfach nicht, die Krankheit erfolgreich zu bezwingen, obwohl seit etlichen Jahren unzählige internationale Hilfsorganisationen an einer Lösung arbeiten?

Natürlich liegt das am Geld, an globalen Interessenskonflikten, an der mächtigen Pharmaindustrie. Das ist nichts Neues. Doch der österreichischen Filmemacherin Katharina Weingartner ist nun ein spannender dokumentarischer Thriller gelungen, der in das leidlich bekannte große Bild im Wortsinn aufregende, den Kontext verschiebende und erweiternde Verbindungslinien einzeichnet: zwischen dem Parasiten und der Pharmaindustrie, zwischen Selbstbestimmung in Ostafrika und dem reichsten Mann der Welt. Im Fokus stehen drei mutige Menschen in Uganda und Kenia, die vor Ort gegen die Krankheit kämpfen und oft mit alternativen Methoden weiter kommen, als das die westliche Medizin gerne hätte. Denn eine eigene Lösung, ohne fremde Hilfe und Technologien, ohne die merkantilen oder öffentlichkeitswirksam philanthropischen Interessen der Helfenden, würde ja Unabhängigkeit bedeuten.

Julia Weigl

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Internationales Programm
Gegen den Strom – Abgetaucht in Venezuela Sobo Swobodnik

Seit fast 25 Jahren wird Thomas Walter als Linksterrorist von der Justiz gesucht. Lange Jahre untergetaucht, öffnet er sich nun aus dem venezolanischen Exil Fragen und Kamerablicken.

Gegen den Strom – Abgetaucht in Venezuela

Dokumentarfilm
Deutschland
2019
84 Minuten
Untertitel: 
englische
deutsche
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Ümit Uludağ, Martin Roelly, Erik Winker
Sobo Swobodnik
Sobo Swobodnik
Manuel Stettner
Sobo Swobodnik
Tom Weber, Andreas Mühlschlegel
Thomas Walter war Teil der autonomen Szene in Berlin. 1995 wurde er beschuldigt, mit zwei Mittätern einen durch die Polizei verhinderten Brandanschlag auf ein unbewohntes Abschiebegefängnis in Berlin-Grünau verübt zu haben. Per Haftbefehl werden die drei bis heute als Mitglieder einer linksterroristischen Vereinigung gesucht. Sie tauchen für Jahrzehnte unter. Erst 2017 meldet sich Walter wieder bei seiner Familie in Deutschland – aus Venezuela, wo er einen Antrag auf Asyl gestellt hat.

Thomas Walter ist auch ein Verwandter des Berliner Filmemachers Sobo Swobodnik. Der reist im März 2019 mit einer Kamera in die Anden, um den Ex-Autonomen in seinem von Gemüsegärten umgebenen Häuschen zu treffen. Dort bastelt er in der Küche in einem improvisierten Studio mit dem Berliner Sänger Pablo Charlemoine aka Mal Élevé an einem musikalischen Projekt. Dazu ein ausführliches Interview, wo Walter mit badischem Dialekt bemerkenswert offen (und selbstgerecht) über Einstellungen und Ereignisse von damals und heute spricht. Früherer Enthusiasmus für das chavistische Projekt ist auch bei ihm längst der Kritik gewichen, die anarchistischen Ideale aber sind noch präsent. Ein Film, der einen raren Blick in eine durch den Verfolgungsdruck der Justiz meist unsichtbare Welt anbietet, im Soundtrack die polit-aktivistischen Songs von Walter & Co.

Silvia Hallensleben

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Gundermann Revier

Dokumentarfilm
Deutschland
2019
98 Minuten
Untertitel: 
englische
deutsche
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Gregor Streiber
Grit Lemke
Uwe Mann
Sven Kulik
Grit Lemke
Oliver Prasnikar
„Meine Schaukel steht in einem verwunschenen Garten, gleich hinter dem Bahndamm. Wenn ich beim Schaukeln ganz oben bin, sehe ich die Züge, die Tag und Nacht quietschen und schwarzen Staub hinterlassen. Sie kommen aus den riesigen Löchern, die zwischen unseren Dörfern klaffen. Als Kind denke ich, die ganze Welt sieht so aus. Löcher mit Dörfern dazwischen, in der Mitte meine Schaukel. Und die Züge. Es sind Kohlezüge.“

Gerhard Gundermann (1955–1998), Liedermacher, Poet und Baggerfahrer im Braunkohletagebau in der Lausitz. In dieser Region verdichten sich globale Problemstellungen auf lokaler Ebene wie in einem Brennglas – vom Strukturwandel bis hin zur Klimakrise. Größtenteils unveröffentlichte Archivaufnahmen und Gundermanns Lieder gehen dabei einen Dialog ein mit Beobachtungen und Gesprächen in dessen „Revier“, begleitet von der Voice-Over-Stimme der Regisseurin, die nicht minder im Kohlegebiet verwurzelt ist. Heimat und deren Zerstörung durch den Tagebau, utopische Gedanken und die Frage nach der individuellen Verantwortung durchziehen die Songs ebenso wie die Folgen für Erwerbsarbeit und Umwelt am Ende des Industriezeitalters. Und sie sind heute aktueller denn je: „Wo meine Schaukel stand und später dein Bagger, ist jetzt ein See.“

Frederik Lang

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Ich Will

Animationsfilm
Deutschland
2019
2 Minuten
Untertitel: 
englische
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Anne Isensee
Anne Isensee
Sarah Farina
Anne Isensee
Anne Isensee
Anne Isensee
Artur Sommerfeld
Eine Frauenstimme schreit und flüstert ihre Wünsche, je nachdem wie ihr gerade zumute ist und was sie will. Ihr cartoonhaft reduzierter und überzeichneter Körper tanzt den Kompromiss aus der Welt. Und wenn sie möchte, verliert sie eben ihre Form, um selbst zur Welt zu werden oder um zum eigenen Ich zu kommen. Geradeaus, im Zickzackkurs oder in schwungvollen Kurven geht es durch den Farbenkosmos des Lebens. Anne Isensee setzt ein enthusiastisches Fanal für Selbstbestimmung und Lebenslust.

André Eckardt

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Internationales Programm
In the Name of Scheherazade oder der erste Biergarten in Teheran Narges Kalhor

Narges Kalhor macht sich auf leichtfüßige Weise daran, herkömmliche Vorstellungen über das Aussehen und die Entstehung eines Dokumentarfilms zu untergraben.

In the Name of Scheherazade oder der erste Biergarten in Teheran

Dokumentarfilm
Deutschland
2019
76 Minuten
Untertitel: 
englische
deutsche
Credits DOK Leipzig Logo
Nicholas Coleman (Oasysdigital)
Narges Kalhor
Yorgia Karidi
Julia Swoboda
Frank Müller
Kevin Müller
Aydin Alinejad, Narges Kalhor
Philip Hutter
Narges Kalhor
Narges Kalhor macht sich auf leichtfüßige Weise daran, herkömmliche Vorstellungen über das Aussehen und die Entstehung eines Dokumentarfilms zu untergraben. Ihre Charaktere: ein homosexueller Teenager aus Syrien, der in Deutschland einen Antrag auf Asyl stellt, eine Künstlerin, deren Arbeit immer wieder auf ihre afghanischen Wurzeln zurückgeführt wird, und eine handfeste iranisch-stämmige Bierbrauerin, die – wider jede Wahrscheinlichkeit – in Teheran einen Biergarten eröffnen will und gegen die Windmühlen der iranischen Bürokratie kämpft.

In einem wilden Potpourri verwebt die Regisseurin die Geschichten dieser Leute mit einer animierten Rahmenhandlung um die märchenhafte Scheherazade und dem eigenen Ringen um einen Film, der ohne Zugeständnisse an fremde Erwartungen auskommt. Dabei ist sie mit einem unsichtbar bleibenden männlichen Redakteur konfrontiert, der immer wieder versucht, die Filmhandlung „geschmeidiger“ zu gestalten, das vermeintlich Komplizierte einzuebnen, um den „Sehgewohnheiten“ des Publikums entgegenzukommen. Narges Kalhor sagt, sie mache Filme über das Leben und seine Umstände. Sie sagt nichts darüber, mit welch anarchischer Freude sie dabei Realität mit Fiktion verschränkt. Das muss sie auch nicht. Man darf am Ende einfach amüsiert registrieren, dass sich der beschlagene Redakteur am ehesten für die Story um den ersten Teheraner Biergarten erwärmen kann.

Luc-Carolin Ziemann



Ausgezeichnet mit dem Dokumentarfilmpreis des Goethe-Instituts.

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Internationales Programm
Inside Me Maria Trigo Teixeira

Stellvertretend für viele lässt uns Anna an ihrer wohl bisher tiefgreifendsten Entscheidung teilhaben: Abtreiben oder nicht. Ein Entscheidungsbericht als animierter Dokumentarfilm.

Inside Me

Animationsfilm
Deutschland
2019
5 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Maria Trigo Teixeira (Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF)
Maria Trigo Teixeira
Falk Meutzner
Maria Trigo Teixeira
Aleksandra Landsmann
Stellvertretend für viele junge Mädchen und Frauen lässt uns Anna rückblickend an ihrer wohl bisher tiefgreifendsten Entscheidung teilhaben: Abtreiben oder nicht. Die widersprüchlichen Gefühle einer Neunzehnjährigen werden in skizzenartigen Szenen übersetzt. Die einschneidende Entscheidungsprozedur ist visuell-metaphorisch eingefangen. Dank der mutigen Offenheit zahlreicher Frauen setzte Maria Trigo Teixeira diese Thematik für ihre Abschlussarbeit als animierten Dokumentarfilm künstlerisch um.

Nadja Rademacher

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Internationales Programm
Lickalike Rebecca Blöcher

Wenn der Mensch mit der Natur Gott spielt, wird das Weltentheater immer beengter. Zerteilung und Aufteilung, Umordnung und Neuorientierung – die Welt steht Kopf. Suchet nach den Wurzeln!

Lickalike

Animationsfilm
Deutschland
2019
8 Minuten
Untertitel: 
_ohne Dialog / Untertitel
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Fabian Driehorst
Rebecca Blöcher
Eva Reiter
Rebecca Blöcher
Rebecca Blöcher
Rebecca Blöcher, Phil Maron
Rebecca Blöcher
Eva Reiter
Wer löffelt hier die Ursuppe aus? Wenn der Mensch mit der Natur Gott spielt, wird das Weltentheater immer beengter. Im dunklen Schoß der Schöpfung entstehen aber unaufhörlich neue Bindungen – Zerteilung und Aufteilung, Umordnung und Neuorientierung. Rebecca Blöchers Zeichen- und Legeanimationsfilm mit Fotos ist Teil des Omnibusfilms „Happiness Machine“. Suchet nach den Wurzeln jenseits der Fremdbestimmung – und die Welt steht vielleicht nicht mehr Kopf!

Nadja Rademacher

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Internationales Programm
Luca (m/w/d) Ricarda Funnemann, Hannah Schwaiger

Luca ist jung, eigen und manchmal verliebt in die eigenen Posen. Aber vermag „divers“ Lucas Eigenes zu fassen? Ein zuschauender, zugewandter Werbefilm für das Star-Sein im eigenen Leben.

Luca (m/w/d)

Dokumentarfilm
Deutschland
2019
7 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Ricarda Funnemann, Hannah Schwaiger
Ricarda Funnemann, Hannah Schwaiger
Henric Schleiner
Hannah Schwaiger
Ricarda Funnemann, Hannah Schwaiger
Arno Augustin
„Divers“ ist das Zauberwort, mit dem die Bürokratie seit neulich Menschen außerhalb der geschlechtlichen Zweiartigkeitsnorm personenstandsrechtlich verwalten will. Was nun in Lucas Ausweisdokumenten steht, geht uns nichts an. Was Luca ist und sein will, ob Lucas Eigenes mit „divers“ überhaupt beschrieben werden kann, schon. Luca posiert, Luca kleidet sich passend, Luca passte noch nie allen, Luca tanzt … und bekommt hier einen allgemeingültigen Werbefilm für das Star-Sein im eigenen Leben.

Sylvia Görke

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

mySELFie

Dokumentarfilm
Deutschland
2019
50 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Mike Brandin (in one media)
Anne Scheschonk
Konstantin Wolkenstein, Kai Luniak
Markus Kloth
Marc Böhlhoff
Julius Dettmer
Florian Marquardt
Bildung DOK Leipzig Logo

Altersempfehlung: 13-16 Jahre
Klassenstufen: 7.- 10. Klasse

Themen: Identität, Coming-of-Age, Selbstbild und Fremdbild, Umgang mit Divergenz, Toleranz 
Unterrichtsfächer: Gemeinschafts- und Sachkunde, Gemeinschaftskunde, Religion, Ethik, Deutsch

 

Zum Inhalt

Als Maya 12 ist, verliert sie plötzlich ihre Haare. Lange, blonde Strähnen liegen auf dem Kissen, dem Pullover und in der Dusche. Innerhalb von zwei Wochen ist sie völlig kahl. Maya leidet an Alopecia areata, ihr Körper stößt ihre Haare wie Fremdkörper ab.
Zwei Jahre später hat Maya sich an ihren kahlen Kopf gewöhnt. Aber der Sommer ist brutal. Es ist zu heiß für eine Perücke oder eine Mütze, unter der sie sich so gut verstecken kann. Im Sommer ist sie nackt und Fragen brennen auf ihrer Seele: Bin ich ohne Haare jemand anderes? Bin ich ok, so wie ich bin? Bin ich schön? Als Teil einer Generation, in der das grenzenlos geteilte Selfie zum Standard geworden ist, baut Maya wie alle anderen an ihrem Selbstbild und gleicht es immer wieder mit der (vermeintlichen) Außenwahrnehmung an. MySELFie erzählt vom Suchen und Finden des Selbst und schließlich auch davon, was es heißt, sich selbst zu lieben. Mit oder ohne Haare.

Als Maya zwölf ist, verliert sie plötzlich ihre Haare. Lange, blonde Strähnen liegen auf dem Kissen, auf dem Pullover und in der Dusche. Innerhalb von zwei Wochen wird sie völlig kahl. Maya leidet an Alopecia areata, ihr Körper stößt ihre Haare wie Fremdkörper ab. Zwei Jahre später hat Maya sich an ihren kahlen Kopf gewöhnt. Aber der Sommer ist brutal, viel zu heiß für eine Perücke oder eine Mütze, unter der sie sich so gut verstecken kann. Im Sommer ist sie nackt und Fragen brennen auf ihrer Seele: Bin ich ohne Haare jemand anderes? Bin ich okay, so wie ich bin? Bin ich schön? Als Teil einer Generation, in der das grenzenlos geteilte Selfie als Standard gilt, baut Maya wie alle anderen an ihrem Selbstbild und gleicht es immer wieder mit der (vermeintlichen) Außenwahrnehmung ab. Regisseurin Anne Scheschonk begleitet ihre Protagonistin im Alltag, der sich nur unwesentlich von dem Gleichaltriger unterscheidet. Die Schule spielt höchstens eine Nebenrolle, viel wichtiger sind die Freundinnen, die Auseinandersetzung mit den Eltern und die Frage, wann der süße Typ am Badesee oder auf der Party auftauchen wird. Auch wenn es Maya wohl nie einfach haben wird: Sie weiß inzwischen ziemlich genau, auch das bringt die Krankheit mit sich, was ihr guttut und was nicht. Und damit ist sie schon mal ein ganzes Stück weiter als viele andere … nicht nur in ihrem Alter. Luc-Carolin Ziemann


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