Filmarchiv

Countries (Film Archive)

Kids DOK
About a Mother Dina Velikovskaya

Eine Mutter beschützt und pflegt ihre Söhne, solange sie klein sind. Aber auch später, wenn sie von zu Hause fortgegangen sind, ist sie immer da, wenn die Söhne Hilfe brauchen.

About a Mother

Animationsfilm
Russland
2015
8 Minuten
Untertitel: 
_ohne Dialog / Untertitel
Credits DOK Leipzig Logo
Lyubov Gajdukova
Dina Velikovskaya
Artyom Fadeyev
Dina Velikovskaya
Dina Velikovskaya
Tatyana Jacyna, Khatuna Tatuashvili, Dina Velikovskaya
Dina Velikovskaya
Artyom Fadeyev
Eine Mutter beschützt und pflegt ihre Söhne, solange sie klein sind. Aber auch später, wenn sie von zu Hause fortgegangen sind, ist sie immer da, wenn die Söhne Hilfe brauchen.

Amusing Scenes from the Life of Insects

Animationsfilm
Russland
1912
6 Minuten
Untertitel: 
Tschechische Zwischentitel
Credits DOK Leipzig Logo
Władyslaw Starewicz
Władyslaw Starewicz
Władyslaw Starewicz
Władyslaw Starewicz
Kompilationsfilm aus Experimenten und Outtakes (nicht von Starewicz), die zu einem Kinderfilm montiert wurden.
Internationales Programm
Back Home Inna Denisova

Heimkehr nach Simferopol. Begegnungen mit fanatischen Putin-Anhängern und Kritikern, die die Krim verlassen müssen. Authentischer Blick auf eine zutiefst gespaltene Gesellschaft.

Back Home

Dokumentarfilm
Russland
2015
74 Minuten
Untertitel: 
englische
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Inna Denisova
Inna Denisova
DJ Enjoykin
Egor Maximov, Oleg Morgun
Natasha Josef
Anna Shifrina
Inna Denisova
Roman Bakharev
Wir werden es vermutlich nie erfahren, wie sich die Annexion der Krim genau ereignet hat. Doch weder die versteckten Operationen der Streitkräfte noch die offenen Polit-Rhetoriken sind für Inna Denisova, die diesen No-Budget-Film mit viel Energie realisiert hat, von Belang. Sie interessiert sich für die schleichenden atmosphärischen Verschiebungen, die mit den geopolitischen einhergehen. Wie lebt es sich im Meer des russischen Weiß-Blau-Rot und von Graffiti-Plakaten, die für die einen Glücksverheißung, für die anderen Chauvi-Sprüche sind? Putins große Heimholung der Halbinsel konterkariert Denisova mit ihrer kleinen, sehr persönlichen Rückkehr nach Simferopol, in ihre Geburtsstadt. Zweimal „Back Home“ – und die Frage, was das war, ist und sein wird: Heimat, Zugehörigkeit, Kindheit.

Ohne jede Polemik spricht sie mit alten Schulfreundinnen, Künstlern und Galeristen. Manche bleiben, viele gehen. Ob im Interview mit einem Freund von Regisseur Oleg Sencov (wegen „Terrorismus“, aber ohne Beweise zu 20 Jahren Straflager verurteilt) oder in der ausgesprochen martialischen Reenactment-Event-Kultur (Panzer-Licht-Show für Jung und Alt), ob im Gespräch mit einem Zeichner, dem die Touristen wegbleiben, weshalb er nun Zhirinovsky und die „freundlichen Menschlein“ des Anschlusses porträtiert … Was sich zeigt: eine zutiefst gespaltene Gesellschaft und die noch tiefere Verunsicherung des Einzelnen.

Barbara Wurm

Brutus

Animationsfilm
Russland
2014
11 Minuten
Untertitel: 
englische
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Lyubov Gaidukova
Svetlana Filippova
Svetlana Filippova
Svetlana Filippova
Ekaterina Boykova, Svetlana Zimina, Sara Magambetova, Svetlana Filippova
Svetlana Filippova
Artem Fadeev
Brutus schaut Menschen immer nur ganz kurz in die Augen und wendet sich sofort ab. Niemand weiß besser als Hunde, wie kurzlebig die Zuneigung der Menschen sein kann.

Convictions

Dokumentarfilm
Polen,
Russland
2016
63 Minuten
Untertitel: 
englische
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Vlad Ketkovich, Mariya Chuprinskaya, Maciek Hamela, Tatyana Chistova
Tatyana Chistova
Omari Zverkov
Mariya Falileyeva , Omari Zverkov, Miroslav Mishinov, Aleksey Strelov, Dmitriy Medvedev
Tatyana Chistova
Marina Sheinman
Dies sind die Geschichten und Gerichtsverhandlungen vier junger Männer, die beschlossen haben, dass „Pazifismus“ für sie kein Schimpfwort ist. Doch schwimmen sie mit dieser Überzeugung gegen den Strom einer rundum remilitarisierten Gesellschaft, die nun schon seit Jahren wieder stählerne Kerle schmiedet. Unter §328 führt das russische Strafgesetz die Wehrdienstverweigerung.

Der schüchterne Roman ist bestens gebrieft und versucht es mit großen Vorbildern wie Lew Tolstoi und Albert Einstein, was ihm aber lediglich den Ruf als „Pseudo-Dostojewski“ einbringt. Bei Viktor fragt sich die Musterungskommission, ob sie überhaupt zuständig ist („Junge oder Mädchen?“), und stimmt dann – sehr zum Missfallen einiger Schwerverantwortlicher – für Zivildienst. Dort nimmt die Geschichte eine unglaublich komische Wendung, denn er wird zum Dienst in das Veteraninnen-Tanzensemble „Sudarushka“ abgestellt. Ein solches Kitsch-Ende bleibt dem entschlossenen Ukraine-Kriegsgegner und Solitär Lyosha und Johnny, Demo-Profi mit beachtlicher Rhetorik, freilich vorenthalten.

Dennoch mögen wir – bei aller grundsätzlich angesagter Bitterkeit – gemeinsam mit ihnen und diesem Film wieder etwas Hoffnung schöpfen: Denn wer gedacht hat, dass politische Repression hirn- und mundtot macht, den belehrt Chistovas widerständiger Einblick hinter die Kulissen der kollektiven Meinungsformierung und Stimmungsmache eines Besseren.

Barbara Wurm



Ausgezeichnet mit dem MDR-Filmpreis 2016

Deep Inside

(none)
Russland
2017
30 Minuten
Untertitel: 
(none)
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Ksenia Diodorova, Aleksei Poleukhin
Dima Belyanin
Ksenia Diodorova, Zoya Smirnova, Katia Farutina
Ksenia Diodorova, Alena Zakharets, Yana Pitenko
Yulia Alekseeva, Yana Pitenko
Zoya Smirnova
Katia Farutina, Aleksei Poleukhin
Diese Webdokumentation macht sichtbar, was vor den Augen der Gesellschaft verborgen bleiben soll. 1.030 Menschen werden in einer der größten geschlossenen Nervenanstalten Russlands in Peterhof bei Sankt Petersburg „verwahrt“ – abgeschottet und isoliert von der Außenwelt. Interviews mit Mitarbeitern und Patienten gewähren einen intimen Einblick in das Leben der „Unsichtbaren“. Es folgt einem anderen Rhythmus. Zeit vergeht. Sie fließt wie der Gang durch den schier endlos langen Korridor der Anstalt. Der Zuschauer entscheidet selbst, ob er an den Zimmern vorbeigeht, in sie hineinschaut oder sie schließlich „betritt“ und die Bewohner kennenlernt.

Die Trasse

Dokumentarfilm
Tschechische Republik,
Deutschland,
Russland
2013
121 Minuten
Untertitel: 
englische
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Natalia Manskaya, Filip Remunda, Vít Klusák, Simone Baumann
Vitaly Mansky
Alexandra Ivanova
Pavel Mendel-Ponamarev
Vitaly Mansky
Dmitry Nazarov
Es war – so die „IG Erdgastrasse“ auf ihrer noch im deutsch-sowjetischen Freundschaftsstil gehaltenen Website – ein „Bauwerk des Jahrhunderts“, das mit dem Spatenstich am 6. Juni 1966 im fast-arktischen Westsibirien begonnen wurde, in den Vorperestroika-Jahren (zum Schrecken Reagans) reale transkontinentale Form annahm und heute beispielsweise den Rohstoffbedarf eines der wichtigsten rituellen Ereignisse Westeuropas deckt: den Rheingas-betriebenen Rosenmontagszug in Köln. Die „Urengoy–Pomary–Uzhgorod-Trasse“ erstreckt sich vom autonomen Kreis der Jamal-Nenzen bis zum Golf von Biskaya, so unbemerkt wie alles, was mit unserer Energieversorgung zu tun hat. Doch geopolitisch-ökologisch-ökonomisch ist die Pipeline eine riesige Goldader – mit klaren Konsequenzen (Abhängigkeiten, Technikgläubigkeit, Umweltschäden).
Entlang der unterirdischen Fährte erkundet Vitaly Mansky, den es zuletzt mit „Motherland or Death“ nach Kuba zog, diesmal unsere eigene fremde Heimat. Den politisch widerspenstigen Dok-Maître interessiert der Alltag jener, die neben und über der Trasse leben, nicht notwendigerweise jedoch von ihr (wo kein Geld, da kein Gas): indigene Eisfischer, orthodoxe Kirchenprozessionen, Putin-wählende Tuba-Bläser, Gorbatschow-kritische Veteranen, aufgebrachte Roma, fluchende Polen und marienverehrende Polinnen. Er kokettiert mit dem Klischee, weicht ihm aber geschickt aus. Big-Screen-Cinema, bildgewaltig und mit tollem Sounddesign.

Barbara Wurm



Ausgezeichnet mit dem MDR-Filmpreis 2013

Hommage Marina Razbezhkina
Dormition Marina Razbezhkina

Die Zeit ist stehen geblieben in Tatarstan. Die letzten Spuren der UdSSR zerbröseln. Eine Fahne wird abgenommen, bevor sie von sich aus (zer-)fallen würde: „Ruhm dem Großen Oktober“.

Dormition

Dokumentarfilm
Russland
1991
30 Minuten
Untertitel: 
englische
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Studio Sovremennik
Marina Razbezhkina
Sergey Litovets
Marina Razbezhkina
Die Zeit ist stehen geblieben in Tatarstan. Die letzten Spuren der UdSSR zerbröseln. Eine Fahne wird abgenommen, bevor sie von sich aus (zer-)fallen würde: „Ruhm dem Großen Oktober“. Aus welchem Jahrhundert stammen die Insassen der Psychiatrie? Eine nie nostalgische Wehklage, ein irres Requiem.

Barbara Wurm
Internationales Programm
Dramatic and Mild Nastia Korkia

Das Arrangement: Muskelmann, Kandinsky, Neugierige. All das trifft hier auf engstem Raum zusammen, vermischt sich zu einer einerseits abstrakten, dann aber doch sehr leibhaftigen Situation.

Dramatic and Mild

Dokumentarfilm
Russland
2018
6 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Anastasiya Olesik, Sergey Kondryakov
Nastia Korkia
Sergey Amirdzhanov
Tatyana Vikhreva
Nastia Korkia
Yelena Petrosyan
Wie eine Actionfigur in einem Puppenhaus: Die imposante Sicherheitskraft lässt die Brustmuskeln wechselseitig zucken, das Walkie-Talkie hüpft und springt dazu. Er hält Wache in einer gemütlich eingerichteten Kiste, die in einer Industriehalle auf Stelzen montiert ist. Und in ihr: ein Bild von Wassily Kandinsky! Die Besucherschlange wartet zur Kiste hoch, alle wollen das Kunstwerk sehen, ganz intim sein mit der Kostbarkeit. Wenige Quadratmeter vollster Konzentration.

Carolin Weidner

End of the Road

Dokumentarfilm
Russland
1991
36 Minuten
Untertitel: 
englische
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Studio Sovremennik
Marina Razbezhkina
Sergey Litovets
Marina Razbezhkina
Russland, Provinz, Sci-Fi-Sumpf (Stalker grüßt). Im Radio: Putsch gegen Gorbi. Doch Moskau ist weit weg. Die Menschen sind gelassen. Viele sind sie nicht mehr. Die Gleise, auf denen Dampfloks einst die Revolution in die ASSR der Mari trugen, führen heute ins Nirwana. Ein Meisterwerk – experimentell obendrein.

Barbara Wurm

Festivaltrailer

(none)
Russland
2016
1 Minute

Film for Carlos

Dokumentarfilm
Russland
2017
31 Minuten
Untertitel: 
englische
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Renato Borrayo Serrano, Marina Razbezhkina
Renato Borrayo Serrano
Renato Borrayo Serrano
Renato Borrayo Serrano
Renato Borrayo Serrano
Renato Borrayo Serrano
Schwiegerelternbesuch: Was kann einem überglücklichen Jungvater Schlimmeres passieren!? Dazu kommt, dass diese dem russischen Vaterland angehören, während der filmende Papa Spanisch zur Muttersprache hat und das Baby also nicht Aljoscha heißt, sondern eben: Carlos. Für ihn, „Karluschka“, wollte er, so der Regisseur, die „aberwitzig-schmerzliche“ Familien-Neukonstellation festhalten, die sich zwischen Nationalchauvinismus und liebevollen Alt-Ehegefechten entfaltet. Spitze Zungen, gewieft montiert.

Barbara Wurm



Lobende Erwähnung im Internationalen Wettbewerb kurzer Dokumentar- und Animationsfilm

Best of MDR
Geboren in der Sowjetunion. Neun Leben 1983-2011 Sergey Miroshnichenko

Neue Folge der weltbekannten Langzeitdokumentation, die vor 28 Jahren begann, das Leben von neun Kindern aus der ehemaligen Sowjetunion zu filmen – Erwachsenwerden in unruhigen Zeiten.

Geboren in der Sowjetunion. Neun Leben 1983-2011

Dokumentarfilm
Deutschland,
Russland,
UK
2011
104 Minuten
Credits DOK Leipzig Logo
Sergey Miroshnichenko (Studio "Ostrov"), Jemma Jupp (ITV Ltd.), Simone Baumann (Saxonia), Katja Wildermuth (MDR)
Sergey Miroshnichenko
Ilya Demutsky
Vyacheslav Sachkov, Juriy Ermolin
Sergey Miroshnichenko
Die weltweit bekannteste russische Langzeitdokumentation „Born in the USSR“ verfolgt seit 28 Jahren die wechselvollen Lebensgeschichten von neun ehemaligen sowjetischen Kindern. Der Emmy-Preisträger Sergei Miroshnichenko schafft einen faszinierenden Einblick in die Alltagswelt seiner Protagonisten, die nun in einem ganz anderen Wertesystem erwachsen geworden sind.
Man nehme neun gewöhnliche Siebenjährige und verändere ihre gesamte Umwelt. Man stelle die Welt ihrer Eltern auf den Kopf und tausche komplett die Normen und Werte der Gesellschaft aus, in der sie aufwachsen. Im Alter von 14 Jahren gebe man Pubertät und Hormone hinzu, gefolgt von Militärdienst, finanziellen Schwierigkeiten und dem Einsetzen erwachsener Verantwortlichkeit mit 21. Dann warte man sieben Jahre ... "Geboren in der Sowjetunion" erzählt die Lebensgeschichte sehr verschiedener Menschen aus Russland, Zentralasien, den Baltischen Staaten und dem Kaukasus.
"Geboren in der Sowjetunion" ist mehr als ein Film über das Leben in der postsowjetischen Ära, auch mehr als eine Ansammlung dortiger Biografien. Es ist, und das schwingt immer mit, auch ein sehr universeller Film über das Erwachsenwerden, über Träume und Hoffnungen, Realitäten und Enttäuschungen und die große Frage, was das Leben für jeden Einzelnen bereit hält.

Produktionsmitteilung
Kids DOK
Hamlet. Comedy. Yevgeniy Fadeyev

Hamlet auf der Bühne, aber das eigentliche Schauspiel ereignet sich zwei Reihen vor uns. Ein quirliger Haufen Jungs und Mädchen albert im aufregenden, fast sicheren Halbdunkel des Theatersaals herum.

Hamlet. Comedy.

Animationsfilm
Russland
2016
5 Minuten
Untertitel: 
_ohne Dialog / Untertitel
Credits DOK Leipzig Logo
Lyubov Gaydukova
Yevgeniy Fadeyev
Yevgeniy Fadeyev
Yevgeniy Fadeyev
Liza Astretsova, Alexander Krivolutskaya, Alexandra Serdyukova, Rozalina Zinurova, Vera Vyugina, Yilia Elizaveta Astretsova, Aleksandra Krivolutskaya; Aleksandra Serdyukova, Rozalina Zinurova, Vera Vyugina, Yuliya Kuzmanina, Yekaterina Antonenko, Tatyana Feklistova
Yevgeniy Fadeyev
Nikolay Khitruk
Eigentlich sollten die Kinder ein Theaterstück ansehen, doch dann fallen ihnen lustigere Dinge ein. Und schließlich brennt der Dutt der Lehrerin.


Nominiert für mephisto 97.6 Publikumspreis
Internationales Programm
Harmony Lidia Sheinin

Großmutter wird zum Pflegefall und so übernehmen fünf Jungfamilienmitglieder das Kommando. Ein Film über das Alt-, Kind-, Mutter-Sein und den schweren Abschied – von Dingen, vom Leben.

Harmony

Dokumentarfilm
Russland
2017
62 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Lidia Sheinin
Lidia Sheinin
Lidia Sheinin
Lidia Sheinin
Lidia Sheinin, Makar Akhpashev, Andrey Fonin, Pavel Doreuli
Man weiß nicht recht, ob man es der schmalen Omi übel nehmen soll, dass sie so grantig ist. Ihre Enkelin zieht zu ihr, um für sie zu kochen und sie zu unterstützen. Im Schlepptau jedoch sind auch deren vier Kinderchen, die nun ungehemmt die enge Sowjet-Durchschnittswohnung in Beschlag nehmen, ihrer Uroma vor die Füße krabbeln und krümeln und dabei deutlich die Schule moderner Erziehungsmethoden demonstrieren. Babuschka wird zum Fremdkörper in ihren eigenen vier Wänden. Sie räumt und wischt (nach) – dass sie zwischen aufgespannten Wollfäden und Windelpopos nicht stolpert, grenzt an ein Wunder –, sie jammert und schimpft. Erst als ihr geliebtes Klavier, wie sie sagt, „liquidiert“ werden soll, fließen erstmals Tränen …

Lidia Sheinin fängt das emotionale Oszillieren in diesem familiären Lebens- und Alltagswahnsinn mit viel Gespür für Nähe und Distanz ein. Auf engstem Raum durchmisst sie Generationen und Haltungen, studiert Charaktere und Beziehungen – und schafft mitten im wilden Treiben fast unendliche Zonen für die Reflexion darüber, was uns bindet.

Barbara Wurm


Nominiert für MDR-Filmpreis