Filmarchiv

Countries

Puberty

Dokumentarfilm
2019
28 Minuten
Untertitel: 
englische
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Elena Kondrateva
Elena Kondrateva
Elena Kondrateva
Liza Kozlova, Elena Kondrateva
Yurij Geddert
Eine Mutter von vier Kindern rätselt über die Liebe. Ganz klar ist: Sie braucht Sex. Außerdem weiß sie: So viele angeblich glückliche Paare halten an ihrem gegenseitigen Irrtum fest. Da ist es schon ehrlicher, sich scheiden zu lassen. Der russische Originaltitel bedeutet „Übergangsalter“. Und das kann einen in jeder Lebensphase treffen. Mit welchen Strategien man sich dem stellt, diskutieren die Teenager gemeinsam mit der Mutter. Die erfahrene Hebamme geht, in aller Offenherzigkeit, ihren eigenen Weg ins Glück.

Saskia Walker



Ausgezeichnet mit einer Goldenen Taube im Internationalen Wettbewerb Kurzer Dokumentarfilm.

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

The Track

Dokumentarfilm
2019
14 Minuten
Untertitel: 
englische
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Aleksej Evstigneev
Aleksej Evstigneev
Elizaveta Popova
Aleksej Evstigneev
Aleksej Evstigneev
Varvara Frolova
Kinder gucken aus den Fenstern, eine alte Frau in hellblauen Badeschlappen starrt in ihren Laptop. Eine Oma beschwert sich über die laute Musik ihres Enkels. Ein Mann hat es noch immer nicht verwunden, dass er damals in den Krieg musste. Eine Beobachtung. Eine Momentaufnahme, aus einer Welt, die in einer anderen Zeit stehen geblieben scheint. Einmal am Tag fährt ein einsamer Eisenbahnwaggon mit dem originellen Spitznamen „Matrix“ in das russische Bergdorf Otdaljonnyi, was soviel heißt wie „abgelegen“.

Julia Weigl

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Ties

Animationsfilm
2019
8 Minuten
Untertitel: 
_ohne Dialog / Untertitel
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Florian Grolig
Dina Velikovskaya
Artem Fadeev
Björn Ullrich
Vera Myakisheva
Nadya Fedotova
Dina Velikovskaya
Artem Fadeev
Nur noch der Abschied von Mama und Papa. Die Taxe ins Erwachsensein hupt bereits. Der letzte gemeinsame Tee ist ausgetrunken und die Schwelle schon überschritten. Wenn ein Kind sich ins Leben verabschiedet, löst sich für Eltern bisweilen die bisherige Welt bis zum letzten Faden auf. Mit allen Nebenwirkungen, auch für die Tochter. Launiger Strich, herzlich gezeichnete Charaktere, visueller Witz – Dina Velikovskaya weiß die Mittel der Animation mit Humor, Persönlichkeit und Pfiff einzusetzen.

Nadja Rademacher



Ausgezeichnet mit dem Mephisto 97.6-Publikumspreis.

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Dramatic and Mild

Dokumentarfilm
2018
6 Minuten
Untertitel: 
englische
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Anastasiya Olesik, Sergey Kondryakov
Nastia Korkia
Sergey Amirdzhanov
Tatyana Vikhreva
Nastia Korkia
Yelena Petrosyan
Wie eine Actionfigur in einem Puppenhaus: Die imposante Sicherheitskraft lässt die Brustmuskeln wechselseitig zucken, das Walkie-Talkie hüpft und springt dazu. Er hält Wache in einer gemütlich eingerichteten Kiste, die in einer Industriehalle auf Stelzen montiert ist. Und in ihr: ein Bild von Wassily Kandinsky! Die Besucherschlange wartet zur Kiste hoch, alle wollen das Kunstwerk sehen, ganz intim sein mit der Kostbarkeit. Wenige Quadratmeter vollster Konzentration.

Carolin Weidner

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Mitya’s Love

Animationsfilm
2018
14 Minuten
Untertitel: 
englische
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Nikolay Makovskiy
Svetlana Filippova
Sara Magambetova
Svetlana Filippova
Stepan Biryukov, Natalya Markina
Svetlana Filippova
Artem Fadeyev
Eine Liebe in Archangelsk nach einer Erzählung von Boris Schergin, inspiriert von der russischen Avantgarde und naiver Volkskunst. Diese animierte Zeitmaschine steigt tief in die Vergangenheit hinab, löst Perspektiven auf und: macht alles neu. Katzen sind da, aber nicht die richtige Frau. Liebe ist da, aber muss gesucht werden. Sowjetische Realien sind eingewoben – Trinker, Bauern und Vieh – sowie eine reiche Tonebene, in der das verträumte Märchen-Russisch den Zungenschlag des Weißen Meeres hat.

Saskia Walker

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Internationales Programm
The Book of the Sea Aleksei Vakhrushev

Zwei traditionelle Jäger der Tschuktschen inmitten der weißen Weiten des Eises im äußersten Nordostens Russlands: Robben, Wale und Mensch, Gegenwart und uralte Mythen.

The Book of the Sea

Dokumentarfilm
2018
85 Minuten
Untertitel: 
englische
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Aleksei Vakhrushev
Aleksei Vakhrushev
Alexander Tavrizyan
Vyacheslav Makaryev, Ruslan Fedotov
Julia Trofimenko
Eduard Belyayev
Aleksei Vakhrushev
Maria Ushenina, Sergei Ovcharenko
Zwei Jäger im tiefsten Nordosten Russlands in der Beringstraße. Sie jagen, um ihre Familien und die Bewohner ihres Dorfes zu versorgen. Inmitten der weißen Weiten des Eises pirschen sie sich an Robben heran und umkreisen mit Booten die Wale im Meer, bis der richtige Moment für die Harpune kommt. Die Jagd ist für die Bewohner dieser eisigen Gegend Teil einer besonderen Koexistenz mit der Natur. Nicht als Floskel, die ein friedliches Trotzeinander beschreibt, sondern als – wenigstens aus Menschensicht – unauflösbarer Zusammenhang.

Gegenwart und Vergangenheit dieser Lebensweise verschränken sich in den uralten Geschichten, die sie dabei begleiten. Der Filmemacher Aleksei Vakhrushev, Sohn und kinematografischer Künder der Kultur der Tschukotka, stellt in „The Book of the Sea“ ethnografische und Landschaftsaufnahmen der Eislandschaften neben animierte Sequenzen, gehalten in warmen Erdtönen, die die Mythen der indigenen Völker des russischen Fernen Ostens als archaisches, aber stets präsentes Echo mithallen lassen. Diese Elemente verbinden sich zu einem eindrücklichen Zeugnis des Lebens in der Arktis.

Fabian Tietke

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Neuland
Deep Inside Ksenia Diodorova, Aleksei Poleukhin

Diese Webdokumentation macht sichtbar, was vor den Augen der Gesellschaft verborgen bleiben soll. 1.030 Menschen werden in einer der größten geschlossenen Nervenanstalten Russlands „verwahrt“.

2017

Deep Inside

(none)
2017
30 Minuten
Untertitel: 
(none)
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Ksenia Diodorova, Aleksei Poleukhin
Dima Belyanin
Ksenia Diodorova, Zoya Smirnova, Katia Farutina
Ksenia Diodorova, Alena Zakharets, Yana Pitenko
Yulia Alekseeva, Yana Pitenko
Zoya Smirnova
Katia Farutina, Aleksei Poleukhin
Diese Webdokumentation macht sichtbar, was vor den Augen der Gesellschaft verborgen bleiben soll. 1.030 Menschen werden in einer der größten geschlossenen Nervenanstalten Russlands in Peterhof bei Sankt Petersburg „verwahrt“ – abgeschottet und isoliert von der Außenwelt. Interviews mit Mitarbeitern und Patienten gewähren einen intimen Einblick in das Leben der „Unsichtbaren“. Es folgt einem anderen Rhythmus. Zeit vergeht. Sie fließt wie der Gang durch den schier endlos langen Korridor der Anstalt. Der Zuschauer entscheidet selbst, ob er an den Zimmern vorbeigeht, in sie hineinschaut oder sie schließlich „betritt“ und die Bewohner kennenlernt.

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Film for Carlos

Dokumentarfilm
2017
31 Minuten
Untertitel: 
englische
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Renato Borrayo Serrano, Marina Razbezhkina
Renato Borrayo Serrano
Renato Borrayo Serrano
Renato Borrayo Serrano
Renato Borrayo Serrano
Renato Borrayo Serrano
Schwiegerelternbesuch: Was kann einem überglücklichen Jungvater Schlimmeres passieren!? Dazu kommt, dass diese dem russischen Vaterland angehören, während der filmende Papa Spanisch zur Muttersprache hat und das Baby also nicht Aljoscha heißt, sondern eben: Carlos. Für ihn, „Karluschka“, wollte er, so der Regisseur, die „aberwitzig-schmerzliche“ Familien-Neukonstellation festhalten, die sich zwischen Nationalchauvinismus und liebevollen Alt-Ehegefechten entfaltet. Spitze Zungen, gewieft montiert.

Barbara Wurm



Lobende Erwähnung im Internationalen Wettbewerb kurzer Dokumentar- und Animationsfilm

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Internationales Programm
Harmony Lidia Sheinin

Großmutter wird zum Pflegefall und so übernehmen fünf Jungfamilienmitglieder das Kommando. Ein Film über das Alt-, Kind-, Mutter-Sein und den schweren Abschied – von Dingen, vom Leben.

Harmony

Dokumentarfilm
2017
62 Minuten
Untertitel: 
englische
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Lidia Sheinin
Lidia Sheinin
Lidia Sheinin
Lidia Sheinin
Lidia Sheinin, Makar Akhpashev, Andrey Fonin, Pavel Doreuli
Man weiß nicht recht, ob man es der schmalen Omi übel nehmen soll, dass sie so grantig ist. Ihre Enkelin zieht zu ihr, um für sie zu kochen und sie zu unterstützen. Im Schlepptau jedoch sind auch deren vier Kinderchen, die nun ungehemmt die enge Sowjet-Durchschnittswohnung in Beschlag nehmen, ihrer Uroma vor die Füße krabbeln und krümeln und dabei deutlich die Schule moderner Erziehungsmethoden demonstrieren. Babuschka wird zum Fremdkörper in ihren eigenen vier Wänden. Sie räumt und wischt (nach) – dass sie zwischen aufgespannten Wollfäden und Windelpopos nicht stolpert, grenzt an ein Wunder –, sie jammert und schimpft. Erst als ihr geliebtes Klavier, wie sie sagt, „liquidiert“ werden soll, fließen erstmals Tränen …

Lidia Sheinin fängt das emotionale Oszillieren in diesem familiären Lebens- und Alltagswahnsinn mit viel Gespür für Nähe und Distanz ein. Auf engstem Raum durchmisst sie Generationen und Haltungen, studiert Charaktere und Beziehungen – und schafft mitten im wilden Treiben fast unendliche Zonen für die Reflexion darüber, was uns bindet.

Barbara Wurm


Nominiert für MDR-Filmpreis

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Of Huge and Small

Dokumentarfilm
2017
25 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Artem Funk
Artem Funk
Artem Funk
Artem Funk
Artem Funk
Artem Funk
Die Frage ist nicht, ob wir Angst haben. Die Frage ist, was wir tun, wenn wir Angst haben, sagt die Aktivistin Zhanna, die im Murmansk lebt und seit mehreren Jahren als „feindliche Agentin“ im Visier der Sicherheitskräfte steht. Zhanna lebt mit der Angst und findet dennoch klare Worte für die gegenwärtige politische Lage – in Russland und anderswo. Nur so kann sie sich der Tatsache vergewissern, dass wir selbst es sind, die unsere Geschichte schreiben.

Luc-Carolin Ziemann

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Periphery

Animationsfilm
2017
4 Minuten
Untertitel: 
_ohne Dialog / Untertitel
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Nikolay Makovsky
Sasha Vasiliev
Yuri Ilyin
Sasha Vasiliev
Sasha Vasiliev
Sasha Vasiliev
Sasha Vasiliev
Sonya Matrosova
Aljoscha will lieber spielen, als den Müll runterzubringen. Zumal der Müllschlucker eine Riesenschildkröte ist, die sein Zuhause auf dem Rücken trägt.

Lina Dinkla

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Next Masters Wettbewerb
The Wolf and the Seven Kids Elena Gutkina, Genrikh Ignatov

Vater und Sohn bewohnen ein Haus am Waldesrand. Aus ungewöhnlicher Nähe wird ihr Alltag gezeigt, der sich dennoch – oder gerade deshalb – dem Überblick entzieht.

The Wolf and the Seven Kids

Dokumentarfilm
2017
52 Minuten
Untertitel: 
englische
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Elena Gutkina, Genrikh Ignatov
Elena Gutkina, Genrikh Ignatov
Elena Gutkina, Genrikh Ignatov
Elena Gutkina, Genrikh Ignatov
Elena Gutkina, Genrikh Ignatov
Anna Voskoboynikova
Es ist, als würde ein Vorhang zur Seite geschoben. Doch zeigt sich auf der Bühne keine Totale und in ihr keine Interaktion, die man aus der Entfernung überblicken könnte. Im Film von Elena Gutkina und Genrikh Ignatov ist man nah dran. Sehr nah. Als hätte eine Kamera das Innere eines Puppenhauses in den Blick genommen. Starr steht sie an Türschwellen und wartet. Auch vor einem Bett lauert sie. Der Rahmen ist dann gerade groß genug, um Unterleib und Oberschenkel zu fassen. Mit ihnen hat man es dann auch eine Weile zu tun: Ein junger Mann zieht den Schlüpfer hoch und wieder runter, stößt Laute dabei aus, singt vielleicht etwas.

Gutkina und Ignatov lassen sich Zeit. Und so tun es auch die beiden Männer, in deren Welt sich zwar nicht zu bewegen, aber doch zumindest aufzuhalten ist. Ein Vater und sein erwachsener Sohn, die gemeinsam ein ärmliches Haus bewohnen, am Waldesrand. Man weiß nicht genau, was hier geschieht. Aber das etwas passiert, die ganze Zeit, das weiß man schon: Finger bewegen sich, Hände greifen. Die ungewöhnlichen Ausschnitte lassen Bildinhalte abstrakt wirken, obwohl es ein Alltag ist, den man hier sieht. Was von diesem wiederum zu halten ist, dafür bieten Gutkina und Ignatov keine Antwort an.

Carolin Weidner


Nominiert für MDR-Filmpreis

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Convictions

Dokumentarfilm
2016
63 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Vlad Ketkovich, Mariya Chuprinskaya, Maciek Hamela, Tatyana Chistova
Tatyana Chistova
Omari Zverkov
Mariya Falileyeva , Omari Zverkov, Miroslav Mishinov, Aleksey Strelov, Dmitriy Medvedev
Tatyana Chistova
Marina Sheinman
Dies sind die Geschichten und Gerichtsverhandlungen vier junger Männer, die beschlossen haben, dass „Pazifismus“ für sie kein Schimpfwort ist. Doch schwimmen sie mit dieser Überzeugung gegen den Strom einer rundum remilitarisierten Gesellschaft, die nun schon seit Jahren wieder stählerne Kerle schmiedet. Unter §328 führt das russische Strafgesetz die Wehrdienstverweigerung.

Der schüchterne Roman ist bestens gebrieft und versucht es mit großen Vorbildern wie Lew Tolstoi und Albert Einstein, was ihm aber lediglich den Ruf als „Pseudo-Dostojewski“ einbringt. Bei Viktor fragt sich die Musterungskommission, ob sie überhaupt zuständig ist („Junge oder Mädchen?“), und stimmt dann – sehr zum Missfallen einiger Schwerverantwortlicher – für Zivildienst. Dort nimmt die Geschichte eine unglaublich komische Wendung, denn er wird zum Dienst in das Veteraninnen-Tanzensemble „Sudarushka“ abgestellt. Ein solches Kitsch-Ende bleibt dem entschlossenen Ukraine-Kriegsgegner und Solitär Lyosha und Johnny, Demo-Profi mit beachtlicher Rhetorik, freilich vorenthalten.

Dennoch mögen wir – bei aller grundsätzlich angesagter Bitterkeit – gemeinsam mit ihnen und diesem Film wieder etwas Hoffnung schöpfen: Denn wer gedacht hat, dass politische Repression hirn- und mundtot macht, den belehrt Chistovas widerständiger Einblick hinter die Kulissen der kollektiven Meinungsformierung und Stimmungsmache eines Besseren.

Barbara Wurm



Ausgezeichnet mit dem MDR-Filmpreis 2016

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Hommage Marina Razbezhkina
Dormition Marina Razbezhkina

Die Zeit ist stehen geblieben in Tatarstan. Die letzten Spuren der UdSSR zerbröseln. Eine Fahne wird abgenommen, bevor sie von sich aus (zer-)fallen würde: „Ruhm dem Großen Oktober“.

Dormition

Dokumentarfilm
1991
30 Minuten
Untertitel: 
englische
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Studio Sovremennik
Marina Razbezhkina
Sergey Litovets
Marina Razbezhkina
Die Zeit ist stehen geblieben in Tatarstan. Die letzten Spuren der UdSSR zerbröseln. Eine Fahne wird abgenommen, bevor sie von sich aus (zer-)fallen würde: „Ruhm dem Großen Oktober“. Aus welchem Jahrhundert stammen die Insassen der Psychiatrie? Eine nie nostalgische Wehklage, ein irres Requiem.

Barbara Wurm

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End of the Road

Dokumentarfilm
1991
36 Minuten
Untertitel: 
englische
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Studio Sovremennik
Marina Razbezhkina
Sergey Litovets
Marina Razbezhkina
Russland, Provinz, Sci-Fi-Sumpf (Stalker grüßt). Im Radio: Putsch gegen Gorbi. Doch Moskau ist weit weg. Die Menschen sind gelassen. Viele sind sie nicht mehr. Die Gleise, auf denen Dampfloks einst die Revolution in die ASSR der Mari trugen, führen heute ins Nirwana. Ein Meisterwerk – experimentell obendrein.

Barbara Wurm

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Festivaltrailer

(none)
2016
1 Minute

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.