Filmarchiv

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Panorama: Mittel- und Osteuropa 2025
Filmstill Trains
Trains Maciej J. Drygas
Festlich gekleidete Menschen genießen eine Zugreise. Dann werden Soldaten an die Front befördert, es folgen Kriegsgefangene, Verletzte. Die Zeiten ändern sich, das Muster wiederholt sich.
Filmstill Trains

Trains

Trains
Maciej J. Drygas
Panorama: Mittel- und Osteuropa 2025
Dokumentarfilm
Polen
2024
81 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine

Dieser Film ist ein Juwel des Archivkinos. Es gibt keine Dialoge, nur ein Zitat von Franz Kafka am Anfang: „Es gibt Hoffnung genug, unendlich viel Hoffnung – nur nicht für uns.“ In der Eröffnungssequenz führen Menschen und Maschinen einen dynamischen Tanz auf. Arbeiter bauen eine Lokomotive zusammen. Bald schon mischen wir uns am Bahnsteig unter die Wartenden mit ihren altmodischen Hüten und Mänteln, bewundern später gemeinsam die idyllischen Landschaften hinter den Waggonfenstern und ahnen, dass sich diese Fahrt für manche unserer Mitreisenden wie eine Expedition ins Weltall angefühlt haben muss. Dann füllen Soldaten die Bilder, Ströme von Soldaten auf dem Weg in den Ersten Weltkrieg. Waffen gehen auf Transport, viele Waffen. Sie werden in Fabriken hergestellt.
Der Geist des Krieges zieht durch Europa. Dieses Gefühl durchdringt den Film und weist über ihn hinaus. Was im Archivmaterial gespeichert ist – Uniformmützen und Zylinder, Opfer und Täter, Luxus und Elend, Vieh- und Kommandowaggons, Hitler und Chaplin – hat Anschluss an die Gegenwart, sogar an die Zukunft. Ob wir auf sie hoffen dürfen, hängt davon ab, wie gut wir aus der Geschichte gelernt haben.

Vika Leshchenko

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Maciej J. Drygas
Kamera
Archive
Schnitt
Rafal Listopad
Produktion
Vita Żelakeviciute, Vita Żelakeviciute
Deutscher Filmverleih
Peter Stockhaus
Hommage: Punto y Raya 2025
Filmstill Transcience
Transcience Sylwia Żółkiewska
Mit schwarz-weißen Formen und Farbverläufen zeigt dieser Film die Möglichkeiten des digitalen Bildes. Eine Forschungsreise in einen nicht-realen Raum, ausgemalt von Tim Prebbles Ambient Soundtrack.
Filmstill Transcience

Transcience

Transcience
Sylwia Żółkiewska
Hommage: Punto y Raya 2025
Animationsfilm
Polen
2022
5 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine

Eine schwarz-weiße Palette von Formen und in sich verlaufenden Farbsättigungen offenbart die Möglichkeiten des digitalen Bildes. Diese visuelle Erzählung betrachtet den Screen als Raum, der parallel zur physischen Welt existiert. Sie lädt uns zu einer Forschungsreise in ein irreales dreidimensionales Universum ein, dessen Tiefen im Ambient-Soundtrack von Tim Prebble ausgemalt
werden.

Franka Sachse

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Sylwia Żółkiewska