Filmarchiv

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Retrospektive: Un-American Activities 2025
Filmstill People’s Firehouse No. 1
People’s Firehouse No. 1 Paul Schneider
In der Northside in Brooklyn schließt die Stadt eine wichtige Feuerwehrstation. Nach jahrelangem, von der Kamera begleiteten Protest der Bevölkerung öffnet sie wieder als „People’s Firehouse“.
Filmstill People’s Firehouse No. 1

People’s Firehouse No. 1

People’s Firehouse No. 1
Paul Schneider
Retrospektive: Un-American Activities 2025
Dokumentarfilm
USA
1979
26 Minuten
Englisch
Untertitel: 
Englisch

In den 1970er Jahren gingen ganze Straßenzüge von New York City in Flammen auf. Trotzdem beschloss die Stadt, bei der Versorgung mit Feuerwachen massiv zu sparen. In der von polnischen Einwander*innen geprägten Northside in Brooklyn wurden gleich sechs Standorte geschlossen. In diesem ärmlichen Viertel der Warenhäuser und Fabrikschlote, das gerade deswegen für Baugrundspekulation und profitable Neubebauung lukrativ war, organisiert sich der Protest. „Planned shrinkage“, kalkulierte Schrumpfung, nennen die Ansässigen diese Praktik, die sie in die Peripherie treiben soll. Ihr Widerstand zahlt sich aus: Die Engine Company 212 wird nach zweieinhalbjährigem Protest als „People’s Firehouse“ wiedereröffnet. Die Kamera ist bei all dem dabei, fängt Tränen, Lachen, Wut und Stolz ein.

Tobias Hering, Tilman Schumacher

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Paul Schneider
Schnitt
Stephanie Palewski
Produktion
Paul Schneider
Ton
Chris Choy, Ralph Torres
Retrospektive: Un-American Activities 2025
Filmstill Point of Order!
Point of Order! Emile de Antonio
Die Demontage des berüchtigten Kommunisten-Jägers Joseph McCarthy, destilliert aus 188 Stunden Material der „Army–McCarthy hearings“, einem 1954 live aus dem Senat übertragenen Tribunal.
Filmstill Point of Order!

Point of Order!

Point of Order!
Emile de Antonio
Retrospektive: Un-American Activities 2025
Dokumentarfilm
USA
1964
97 Minuten
Englisch
Untertitel: 
Keine

De Antonio war bereits vierzig, als er im Filmbereich aktiv wurde. Er produzierte zwei frühe Filme der New Yorker Beat-Bewegung, „Pull My Daisy“ (1959, Robert Frank, Alfred Leslie) und „Sunday“ (1961, Dan Drasin), letzterer ebenfalls Teil der Retrospektive 2025. Außerdem gehörte er mit Jonas Mekas, Shirley Clarke und anderen zu den Gründungsmitgliedern der New American Cinema Group. Sein Regiedebüt wurde „Point of Order!“, der erste ausschließlich aus Fernsehbildern montierte Kinofilm. Aus 188 Stunden Material der „Army–McCarthy hearings“, einem 1954 live aus dem Senat übertragenen Tribunal, in dem sich der berüchtigte Kommunisten-Jäger Joseph McCarthy einem Untersuchungsausschuss stellen musste, destilliert de Antonio einen possenhaften Schauprozess, an dessen Ende alle wie Verurteilte dastehen.

Tobias Hering, Tilman Schumacher

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Emile de Antonio
Schnitt
Robert Duncan
Produktion
Emile de Antonio, Daniel Talbot
Hommage: Lee Anne Schmitt 2025
Filmstill Purge This Land
Purge This Land Lee Anne Schmitt
Die Biografie des amerikanischen Abolitionisten John Brown ist Ausgangspunkt, um eine Unzahl weiterer Geschichten von Diskriminierung gegen Schwarze und Widerstand in seinem Geist zu erzählen.
Filmstill Purge This Land

Purge This Land

Purge This Land
Lee Anne Schmitt
Hommage: Lee Anne Schmitt 2025
Dokumentarfilm
USA
2017
81 Minuten
Englisch
Untertitel: 
Keine

Informativ, brandaktuell, verdichtet und zugänglich zugleich: Lee Anne Schmitts dritter Langfilm ist eine Biografie von John Brown (1800–1859), allerdings eine, die das Leben des berühmten amerikanischen Abolitionisten nutzt, um dessen Vermächtnis folgend eine Unzahl weiterer Geschichten von Diskriminierung gegen Schwarze und vom Widerstand zu erzählen. Während Schmitt durchs Land reist, bekannte wie unbekannte Protestschauplätze und Erinnerungsorte besucht, Bezüge zu Frederick Douglass, Sun Ra und Nat Turner herstellt, sind ihre eigenen Gefühle immer präsent. Denn, wie sie zu Beginn klarstellt, „Purge This Land“ wurde für ihren Sohn aus der Verbindung mit Jeff Parker gemacht. Der mitreißende Soundtrack ist inspiriert vom Schwarzen Erbe der 1960er und hält die aufregend heterogenen Elemente dieses Films zusammen.

James Lattimer

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Lee Anne Schmitt
Kamera
Lee Anne Schmitt
Schnitt
Lee Anne Schmitt
Produktion
Lee Anne Schmitt
Ton
Ben Huff
Musik
Jeff Parker