Rush to Judgment
Diese kritische Analyse des Abschlussberichts der Warren-Kommission, die John F. Kennedys Ermordung untersuchte, basiert auf Recherchen des Anwalts Mark Lane. Lane wirkte am Film als Co-Autor mit und veröffentlichte fast zeitgleich sein gleichnamiges Buch. De Antonio hatte in Harvard gemeinsam mit Kennedy studiert, was seinem Film ungeachtet der politischen Distanz zu Kennedy ein persönliches Anliegen mitgab. Dies mag die argumentative, bisweilen sachliche Strenge begründen, mit der er und sein Cutter Dan Drasin vorgingen. Letztlich ist „Rush to Judgment“ ein verspäteter Rechtsbeistand für den zum Einzeltäter erklärten Lee Harvey Oswald, der nur zwei Tage nach dem Mord im Polizeigewahrsam erschossen wurde und dessen Interessen vor der Warren-Kommission nicht angemessen juristisch vertreten waren.