Millhouse: A White Comedy
Drei Jahre bevor Richard Nixon durch die Watergate-Affäre zu Fall kam, entlarvte de Antonio den Präsidenten mit dieser grausam-komischen Materialmontage als Scharlatan. Aus einem Interview im „Protokoll“ der Leipziger Dokumentarfilmwoche 1972: Frage – „In jedem Ihrer Filme stellen Sie eine amerikanische Hauptinstitution bloß […]. Wen haben Sie sich für ‚Millhouse‘ ausgesucht?“ De Antonios Antwort – „Nichts Geringeres als das traditionelle politische Geschehen in seiner Ganzheit. Der Film ist keineswegs ein nur persönlicher Angriff auf Nixon. Denn um einen politischen Gegner bloßzustellen, reicht es, für ihn einen Saal zu mieten. Der Film attackiert das amerikanische System, die Glaubwürdigkeit dieses Systems, in dem er sich dem perfekten Symbol dieses Systems, dem Präsidenten, zuwendet.“