Filmarchiv

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Young Eyes 2025
Filmstill Niñxs
Niñxs Kani Lapuerta
Kani Lapuerta begleitete Karla acht Jahre lang beim Aufwachsen und bei ihrer Transition. Gemeinsam erzählen sie Karlas Coming of Age: farbenfroh, verspielt und aus trans Perspektive.
Filmstill Niñxs

Niñxs

Niñxs
Kani Lapuerta
Young Eyes 2025
Dokumentarfilm
Mexiko,
Deutschland
2025
84 Minuten
Spanisch
Untertitel: 
Deutsch

Karla ist verträumt, Karla ist charismatisch und Karla ist trans. Zusammen mit ihren Eltern wächst sie in der mexikanischen Kleinstadt Tepoztlán auf. Sie liebt es, sich zu schminken oder zu verkleiden. Aber manchmal wächst ihr die Welt auch über den Kopf. Dann versteckt sie sich stundenlang in ihrem Zimmer. Zum Glück hat Karla Freundinnen und eine Familie, die sie unterstützen, oft verstehen und immer auch mal herausfordern.
Über acht Jahre hinweg begleitete trans Filmemacher Kani Lapuerta seine Protagonistin in ihrem Alltag und ihrer Transition. Entstanden ist eine farbenfrohe, verspielte und politische Coming-of-Age-Erzählung aus trans Perspektive. Gemeinsam erschaffen Karla und Kani einen filmischen Raum, in dem ihre Fantasie genauso wichtig ist wie ihre Identität – und wo beides ineinanderfließt. Der Filmtitel bezieht sich auf eine der möglichen geschlechtsneutralen Formen des spanischen Ausdrucks „niños“, der auch nicht-binäre, trans und genderfluide Kinder einschließt. „Niñxs“ ist ein berührender, Mut machender Film über Kindheit, Kreativität und Selbstermächtigung – und ein starkes Plädoyer für eine Welt, in der alle einfach sie selbst sein dürfen.

Tina Jany

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Kani Lapuerta
Buch
Kani Lapuerta
Kamera
Quetzalli Malagón
Schnitt
Yuri Amaral
Produktion
Sulecia Pineda
Co-Produktion
Dirk Manthey, Anke Petersen
Sound Design
Eloisa Diez, Janis Grossmann-Alhambra
Musik
Boris Skalsky
Deutscher Filmverleih
MissingFILMs
Redaktion
Sabine Bubeck-Paaz
Nominiert für: Young Eyes Film Award
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm 2025
Filmstill The Great History of Western Philosophy
The Great History of Western Philosophy Aria Covamonas
Was haben Mao und Mickey Mouse gemeinsam? Vielleicht weiß man es auch nach diesem wilden Cut-out-Animation-Ritt nicht besser, aber zwischenzeitlich hat man viel über sie schmunzeln dürfen.
Filmstill The Great History of Western Philosophy

The Great History of Western Philosophy

La gran historia de la filosofía occidental
Aria Covamonas
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm 2025
Animationsfilm
Mexiko
2025
73 Minuten
Englisch
Untertitel: 
Englisch

„Versuchen Sie nicht, über diesen Film nachzudenken. Er ist völlig verrückt und ergibt überhaupt keinen Sinn.“ Das lässt Aria Covamonas in diesem wilden Cutout-Animation-Ritt durch die chinesische und westliche (Philosophie-)Geschichte gleich zu Anfang verkünden – und hält Wort. In scheinbar arbiträrer Reihenfolge treten zahllose Figuren auf, die ohne erkennbaren roten Faden zum Tode verurteilen, sich streiten oder anbändeln – dies aber auf die absurdeste und lustigste Weise tun. Irgendwann taucht beispielsweise Platon auf, den die Elefanten baden müssen, weil er zu lange in der Höhle war. Aber auch Mao, Micky Maus, Nietzsche und Lacan betreten die Bühne. Entnommen sind sie allesamt der Public Domain, genauso wie die chinesischen Dialoge, die nach Rhythmus geschnitten aus den Mündern kommen; die englischen Untertitel haben mit ihnen nichts zu tun.
Jede Interpretation, so Covamonas, sei möglich – und gewünscht. Nichtsdestotrotz verdichten sich Themenfelder: Die willkürliche Gewaltanwendung, die jedes autoritäre Regime auszeichnet, wird ebenso karikiert wie die Absurdität jedweden Kanons. Aber auch Covamonas ist von ihm geprägt: Visuell eine Hommage an dadaistische Collage-Kunst à la Hannah Höch, auditiv ein Verweis auf das Rauschen früher Tonfilme, kann man sich in diesem überbordenden Schatz gesampelter Weltkultur herrlich amüsieren und Referenzen-findend treiben lassen.

Marie Ketzscher

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Aria Covamonas
Buch
Aria Covamonas
Kamera
Aria Covamonas
Schnitt
Aria Covamonas
Produktion
Lucia Cavalchini, Camilla Uboldi
Ton
Aria Covamonas
Sound Design
Daria Kashcheeva
Animation
Aria Covamonas
Filmvertrieb
Annabel Sebag