Filmarchiv

Land (Film Archive)

Filmstill Pain That Comes in Waves

Pain That Comes in Waves

Pain That Comes in Waves
Irem Schwarz
Deutscher Wettbewerb Dokumentarfilm 2024
Dokumentarfilm
Deutschland
2024
19 Minuten
Englisch
Untertitel: 
Deutsch

Schwangerschaft, Gebären und elterliche Fürsorge sind stark aufgeladene soziale Rollen. Der teils absurde gesellschaftliche Diskurs darüber führt – verstärkt durch hyperpositive Medienbilder und Stereotype – dazu, dass natürliche Angelegenheiten sich immer weniger natürlich anfühlen. Aus evolutionären Notwendigkeiten wurden Chiffren, die in ihrer kollektiven emotionalen Überformung kaum noch Raum für persönliche Erfahrungen lassen. Eigen- und Fremdwahrnehmung in dieser Lebensphase klaffen oft weit auseinander. Für Ängste oder Zweifel ist meist genauso wenig Platz wie für alle anderen Gefühle jenseits der allgemein vorgegebenen Glückseligkeit. Die pränatalen Entwicklungsschritte scheinen vordefiniert, genormt und erprobt. Wenig ist „richtig“, viel ist „falsch“ zu machen. Jede Entscheidung für oder gegen eine vorgeburtliche Optimierungsmaßnahme zählt. Nichts wird dem Zufall überlassen.
Doch was, wenn der Zufall doch zuschlägt? Wenn die Ultraschalldiagnose schmerzhaft ausfällt? Wie geht die detailverliebte Geburtsmedizin mit Abweichungen vom „Plan“ um, wie mit der Tatsache, dass statistisch eine von sechs Schwangerschaften mit einer Fehlgeburt endet? Die Filmemacherin und Editorin Irem Schwarz kombiniert in ihrer Found-Footage-Collage furchtbar allgegenwärtige Klischeebilder auf eindringliche Weise und nähert sich diesen relevanten Fragen mit einer Stimme, die mehr ist als nur ihre eigene.

Luc-Carolin Ziemann

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Irem Schwarz
Schnitt
Irem Schwarz
Produktion
Irem Schwarz
Ton
Marc Lehnert
Musik
Damian Scholl
Animation
Xenia Smirnov
Filmstill Pelikan Blue

Pelikan Blue

Kék Pelikan
László Csáki
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm 2024
Animationsfilm
Ungarn
2023
80 Minuten
Ungarisch
Untertitel: 
Englisch

Auch Ákos, Petya und Laci sind im Ungarn der frühen 1990er Jahre jung und brauchen das Geld. Der Eiserne Vorhang ist gefallen, Europa liegt vor den Füßen der Freunde, doch Zugtickets nach Stockholm, Paris, Berlin oder Madrid sind für normale Leute kaum zu bezahlen. Anstatt zu verzagen, entwickeln die drei eine ausgebuffte Methode, um in den Genuss der neuen Reisefreiheit zu kommen: Sie fälschen die offiziellen, noch handschriftlich per Durchschlagvordruck ausgestellten Fahrkarten, bleichen mit Hygienereiniger die Kohlenstofftinte heraus, bügeln das Papier glatt und trocken, besorgen sich Stempel, recherchieren die Betriebsabläufe der staatlichen Eisenbahn, studieren Fahrpläne, Preise und Routen, füllen die Felder der Formulare neu aus. Und fahren los. Aber: Da geht noch mehr. Ein blindverliebtes Gefühl bringt eine Geschäftsidee in Gang. Wie wäre es, diese sehr speziellen Tickets anderen Bedürftigen zur Verfügung zu stellen? Aus einem werden zehn, aus 150 bald 1.000 – bis das Katz-und-Maus-Spiel mit den Behörden beginnt.
László Csákis prickelnde Gaunernovelle ist aufgeladen mit Zeitgeschichte. Über eine exzellente Montage aus gezeichneter Fiktion, authentischen Filmdokumenten und Erinnerungsberichten weitet er den Blick auf die schwebenden Jahre des gesellschaftlichen Umbruchs in seiner ungarischen Heimat.

Andreas Körner

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
László Csáki
Buch
László Csáki
Kamera
Árpád Horváth
Schnitt
Dániel Szabó
Produktion
Miklós Kázmér, Ádám Felszeghy
Co-Produktion
Réka Temple
Sound Design
Tamás Zányi
Musik
Ambrus Tövisházi, Miklós Preiszner
Animation
Attila Fekete, Máté Horesnyi, Gréta Straubinger, Dorottya Tingyela, Orsolya Blanka Tóth, Ádám László, Péter Dörnyei, Szonja Eckert, Fruzsina Eszes, Adrienn Gál, Éva Molnár, Hermann Pasitka, Szandra Pataki, Anna Szöllősi
Key Collaborator
Zsuzsanna Ács
Nominiert für: MDR-Filmpreis
Ausgezeichnet mit: Goldene Taube Langfilm (Internationaler Wettbewerb Animationsfilm)
Retrospektive 2024
Filmstill People at the Beach
People at the Beach Néstor Almendros
Eine poetische Beschwörung der Strände von Havanna: Menschen in der Sonne, im Wasser, im Café, in Umarmungen. Inoffizielle Bilder und Töne einer postrevolutionären kubanischen Entspannung.
Filmstill People at the Beach

People at the Beach

Gente en la playa
Néstor Almendros
Retrospektive 2024
Dokumentarfilm
Kuba
1960
12 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine

Die Strände von Havanna, Planschen, zärtliche Gesten unter Liebenden, die Sonne glitzert auf dem Wasser, zu Musik wiegen sich Hüften. Néstor Almendros lieferte mit dieser getupften Etüde ein flirrendes Zeugnis postrevolutionärer Gelöstheit ab – und einen frühen Beweis seiner bildgestalterischen Virtuosität.
Der Film entstand am ICAIC – und verschwand auch dort. Denn die 1959 auf Beschluss der neuen Regierung gegründete nationale Filmkunststätte sah für neorealistische Extravaganzen wie diese keinen Platz im neuen kubanischen Kino und verhängte ein Aufführungsverbot. Néstor Almendros verließ Kuba 1961. Er wurde in den USA und in Europa ein Kameramann von Weltrang. In der ICAIC-Filmografie, die im Begleitbuch zur Leipziger Kuba-Retrospektive 1974 erschien, ist sein Name getilgt.

Sylvia Görke

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Néstor Almendros
Buch
Néstor Almendros
Kamera
Néstor Almendros
Schnitt
Néstor Almendros
Ton
Néstor Almendros
Kids DOK 2024
Filmstill Pompon Little Bear: The Dream of the Totem Tree
Pompon Little Bear: The Dream of the Totem Tree Matthieu Gaillard
Pompon ist ganz aufgeregt: Er hatte endlich den Traum von „seinem“ Baum, den jeder Bär einmal finden muss, um ein großer Bär zu werden. Eine zauberhafte Reise steht ihm bevor.
Filmstill Pompon Little Bear: The Dream of the Totem Tree

Pompon Little Bear: The Dream of the Totem Tree

Pompon Ours: L’arbre totem
Matthieu Gaillard
Kids DOK 2024
Animationsfilm
Frankreich
2023
21 Minuten
Französisch
Untertitel: 
Deutsch (Overvoice)

Der kleine Bär Pompon ist ganz aufgeregt: Er hat in der Nacht von einem besonderen Baum mit rosa Blüten geträumt. Seine Eltern platzen vor Stolz, denn das ist ein Zeichen. Das Bärenkind ist nun bereit, allein loszuziehen und einen Baum für sein Leben zu finden. Eine aktuelle Folge aus der Animationsserie nach der erfolgreichen französischen Kinderbuchreihe „Pompon Ours“.

Lina Dinkla

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Matthieu Gaillard
Buch
Suaena Airault, Marianne Barbier
Schnitt
Thomas Mouton
Produktion
Valentine de Blignières, Julien Bagnol-Roy
Ton
Guillaume Poyet
Filmstill Por la Vida

Por la Vida

Por la Vida
collective
Matinee Sächsisches Staatsarchiv 2024
Dokumentarfilm
Chile
1970
10 Minuten
Deutsch
Untertitel: 
Keine

Student*innen der Staatlichen Technischen Hochschule Santiago de Chile filmen und begleiten den „Marsch für das Leben“ im Rahmen der Präsidentschaftswahlen im September 1970 in ihrem Land. Mit dem gemeinsamen Wahlbündnis „Unidad Popular“ aus Kommunist*innen, Sozialist*innen und Teilen der christlichen Mitte wurde Salvador Allende in seiner Kandidatur für die Präsidentschaft erfolgreich unterstützt.

Konstantin Wiesinger

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
collective
Produktion
Universidad Técnica del Estado – Área de Comunicaciones y Extensión, Central Única de Trabajadores de Chile