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Panorama: Mittel- und Osteuropa 2025
Filmstill Dance with Me, Dad
Dance with Me, Dad Małgorzata Goździk
Der Vater der Filmemacherin ist zu einem grummeligen Mann mutiert. Sie startet eine Konfrontation am Familientisch – und trifft auf eine handfeste Depression. Ist ein Neuanfang möglich?
Filmstill Dance with Me, Dad

Dance with Me, Dad

Zatańcz ze mną, tato
Małgorzata Goździk
Panorama: Mittel- und Osteuropa 2025
Dokumentarfilm
Polen
2025
28 Minuten
Polnisch
Untertitel: 
Englisch

Im Elternhaus verbrachte Tage sind nicht immer die einfachsten. Regisseurin Małgorzata Goździk kann ein Lied davon singen. Denn heute sind es vor allem alte Aufnahmen aus ihrer Kindheit, die von der innigen Beziehung zu ihrem Vater künden. In der Gegenwart ist Mirosław zu einem grummeligen Mann mutiert, der seine Zeit mit dem Lesen von Nachrichten und Beantworten von Quizfragen verbringt. Dass sich hinter dem abweisenden Verhalten eine handfeste Depression verbirgt, wird im Verlauf von „Dance with Me, Dad“ deutlich. Und auch, dass Vater und Tochter hinsichtlich ihrer mentalen Gesundheit vielleicht mehr verbindet, als zunächst angenommen. Małgorzata Goździk wagt in ihrem Film eine mutige Intervention, die lange Schwelendes und Schmerzendes offenlegt. Markiert der radikal ehrliche Austausch am runden Familientisch möglicherweise einen Neuanfang?

Carolin Weidner

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Małgorzata Goździk
Buch
Małgorzata Goździk
Kamera
Magdalena Bojdo
Schnitt
Sabina Filipowicz
Produktion
Małgorzata Goździk, Jerzy Kapuściński, Magdalena Tomanek, Ewa Jastrzebska
Ton
Magdalena Bojdo, Małgorzata Goździk, Krzysztof Stasiak, Adam Mart, Mateusz Stasiak
Filmstill Dom

Dom

Dom
Massimiliano Battistella
Panorama: Mittel- und Osteuropa 2025
Dokumentarfilm
Italien,
Bosnien und Herzegowina
2025
82 Minuten
Italienisch,
Bosnisch
Untertitel: 
Englisch

Sarajevo–Rimini. Diese Route brachte die zehnjährige Mirela einst in Sicherheit vor dem Bosnienkrieg, 1992, als sie zusammen mit einer Gruppe anderer Waisenkinder von einem Konvoi der Vereinten Nationen nach Italien transferiert wurde. Der Aufenthalt sollte nur vorübergehend sein, doch niemand kam, sie abzuholen. So begann Mirela ein neues Leben an der Adria.
Als Erwachsene reist sie zurück in die Heimat, auf der Suche nach der Mutter, die sie zuletzt als Vierjährige gesehen hat. Viele Fragen reisen mit: Warum gehörte ausgerechnet sie zu den wenigen, die ins Exil geschickt wurden? Wäre es besser gewesen, in Sarajevo geblieben zu sein, frei von Schuldgefühlen? Eindeutige Antworten findet Mirela nicht. Doch aus den Spuren, die sie aufliest, aus den Fäden, die sich in ihrem Leben kreuzen, webt „Dom“ eine feinfühlige Mediation über Identität und Zugehörigkeit.

Felix Mende

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Massimiliano Battistella
Kamera
Emanuele Pasquet
Produktion
Riccardo Biadene
Nominiert für: MDR-Filmpreis