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DEFA Matinee 2025
Filmstill Forgive Me for Being Human
Verzeiht, daß ich ein Mensch bin. Friedrich Wolf. Lew Hohmann
Familienporträt über den Schriftsteller und Arzt Friedrich Wolf. Erzählt aus der Perspektive seiner Kinder, darunter DEFA-Regisseur Konrad sowie Markus, Chef des Auslandsgeheimdienstes der DDR.
Filmstill Forgive Me for Being Human

Verzeiht, daß ich ein Mensch bin. Friedrich Wolf.

Verzeiht, daß ich ein Mensch bin. Friedrich Wolf.
Lew Hohmann
DEFA Matinee 2025
Dokumentarfilm
DDR
1988
90 Minuten
Deutsch
Untertitel: 
Keine

Der Schriftsteller, politische Aktivist, homöopathische Arzt und Kritiker der Kriminalisierung von Abtreibungen Friedrich Wolf (1888–1953) war eine einflussreiche Persönlichkeit in der frühen DDR. Nach der Rückkehr aus der sowjetischen Emigration 1945 begannen für ihn produktive schriftstellerische Jahre. Er wurde DDR-Botschafter in Polen und Gründungsmitglied der DEFA – bis ein Herzinfarkt ihn aus dem Leben riss. Bekannter als Friedrich Wolf selbst sind heute zwei seiner Söhne: Markus Wolf war Chef des Auslandsgeheimdienstes der DDR und galt im Westen als „Mann ohne Gesicht“. Konrad Wolf wurde der erfolgreichste Spielfilmregisseur der DEFA. „Verzeiht, daß ich ein Mensch bin“ porträtiert Friedrich Wolf aus der Perspektive seiner Kinder. Dabei kommen neben Markus und Konrad auch vier Halbgeschwister zu Wort, deren Lebenswege und Bezüge zum Vater sehr unterschiedlich waren. So lebte der älteste Sohn Lukas in den USA und Tochter Lena kam, nachdem ihre Mutter in einen Gulag interniert wurde, für einige Zeit in ein sowjetisches Waisenheim.
Regisseur Lew Hohmann kreierte ein bemerkenswertes Familienporträt vor den geschichtlichen Hintergründen des 20. Jahrhunderts. Hohmann gilt als filmischer Chronist der Familie Wolf. Er drehte über Konrad, Markus und Friedrich Wolf dokumentarische Filme. „Verzeiht, daß ich ein Mensch bin“ entstand unter wesentlicher Mitarbeit von Christiane Mückenberger.

Stefanie Eckert

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Lew Hohmann
Buch
Lew Hohmann, Christiane Mückenberger, Klaus Wischnewski
Kamera
Werner Kohlert, Bernd Merten
Schnitt
Karin Wudtke
Produktion
DEFA-Studio für Dokumentarfilme
Ton
Eberhard Pfaff, Peter Dienst
Musik
Ulrich Thiem
DEFA Matinee 2024
Filmstill Volkspolizei / 1985
Volkspolizei / 1985 Thomas Heise
Arbeitsalltag im Ostberliner Polizeirevier 14, in der Nähe der Mauer, an der „Nahtstelle zum Imperialismus“, wie ein Beamter seine Dienststelle nennt. Die Dreharbeiten werden bald gestoppt.
Filmstill Volkspolizei / 1985

Volkspolizei / 1985

Volkspolizei / 1985
Thomas Heise
DEFA Matinee 2024
Dokumentarfilm
DDR
1985
61 Minuten
Deutsch
Untertitel: 
Keine

Arbeitsalltag im Ostberliner Polizeirevier 14, Brunnenstraße, in der Nähe der Mauer, an der „Nahtstelle zum Imperialismus“, wie ein Beamter seine Dienststelle nennt. Zunächst können Heise und Badel dort ungehindert filmen: Streifenfahrten, Einsätze bei eskalierenden Streits, Strafanzeigen wegen „dekadenten Aussehens“, Vermisstenanzeigen. Ihrem Auftreten nach wirken Regisseur und Kameramann wie Beauftragte des Ministeriums des Inneren, können ohne Einschränkungen drehen. Als sie irgendwann doch ihre Papiere vorzeigen müssen, und es nur ganz normale Personalausweise sind, fällt die Fehlleitung auf: Die Dreharbeiten werden gestoppt und das Filmmaterial verschwindet in verschlossenen Schränken. Die Premiere des Films fand 2001 auf der 25. Duisburger Filmwoche statt.

Linda Söffker

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Thomas Heise
Kamera
Peter Badel
Produktion
Staatliche Filmdokumentation