Filmarchiv

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Bianca läuft …

Dokumentarfilm
Österreich,
Deutschland
2013
83 Minuten
Untertitel: 
keine
Credits DOK Leipzig Logo
Tina Bara
Tina Bara
Bianca Maria Samer
Tina Bara
Tina Bara, Oliver Brodt
Tina Bara
Tina Bara, Oliver Brodt
Bianca, eine junge Frau, die im österreichischen Burgenland lebt, gibt viele Rätsel auf. Sie ist eine passionierte Läuferin, aber im Gehen versagen ihr die Beine den Dienst. Sie ist eine hochbegabte Malerin und entwirft, fotorealistisch genau, immer wieder neue Abbilder ihrer selbst, die sie durchbohrt, genagelt, geritzt, in wallenden Kleidern oder gefesselt an ihre Sportschuhe zeigen. Stets mit einem Lächeln im alterslosen Gesicht erzählt sie von ihren Krankheiten, den in immer kürzeren Abständen auftauchenden Zusammenbrüchen und der Sammelleidenschaft für tote Tiere.
Die Fotografin und Filmemacherin Tina Bara respektiert den Kokon ihrer Protagonistin. Sie lässt die Gemälde sprechen, in denen sich grausame Hinweise auf Selbstzerstörung und Selbsthass finden, die danach schreien, der Sache auf den Grund zu gehen. Dabei ist „Bianca läuft …“ ein ganz stiller Film, dessen Stärke in der Verunsicherung liegt. Die Regisseurin erhebt in diesem Debüt den Prozess der tastenden Annäherung und ihre eigenen Zweifel zum dramaturgischen Prinzip und schafft dadurch eine für Interpretationen offene Struktur. Die Begegnungen mit Bianca führen einen auf unsicheres Terrain – weder sie noch der Film geben Halt.

Cornelia Klauß

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Die Telefonbuchpolka

Animationsfilm
Österreich
2013
5 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Benjamin Swiczinsky, Iris Haschek, Golli Marboe, Johannes Schiehsl, Conrad Tambour
Benjamin Swiczinsky
Georg Kreisler
Benjamin Swiczinsky
Benjamin Swiczinsky
Benjamin Swiczinsky, Julia Ocker, Daniel Lundquist, Timur Tietze, Johannes Schiehsl, Conrad Tambour, Nana Swiczinsky
Benjamin Swiczinsky
Benjamin Swiczinsky, Johannes Schiehsl
„Wenn ich Inspiration such, Gesellschaftsliaison such, les‘ ich das Telefonbuch …“ Das Kultlied des österreichisch-amerikanischen Liedermachers und Kabarettisten Georg Kreisler als animiertes Musikvideo.

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Internationales Programm
Elektro Moskva Dominik Spritzendorfer, Elena Tikhonova

Elektrifizierung + Kommunismus = psychedelische Klänge. Die Wunder elektronischer Musik auf selbstgebauten Instrumenten in der Sowjetunion: Panzer zu Synthesizern, Lötkolben Marsch!

Elektro Moskva

Dokumentarfilm
Österreich
2013
89 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Dominik Spritzendorfer
Dominik Spritzendorfer, Elena Tikhonova
Stanislav Kreichi, Vyacheslav Mescherin, Richardas Norvila, Alexey Borisov
Dominik Spritzendorfer
Michael Palm
Dominik Spritzendorfer, Elena Tikhonova
Yuri Klevanski
Bereits im Jahre 1919 entwickelte Lev Termen alias Léon Theremin ein elektronisches Musikinstrument, das man spielt, ohne es zu berühren. Dabei werden die Hände ganz minutiös in einem elektrostatischen Feld zwischen zwei Antennen bewegt. Magisch sieht das aus, magisch hört sich das an. Spätestens wenn der Erfinder höchstpersönlich in einem Interview von 1973 zu Wort kommt, begreift man, dass die elektronischen Wunderwerke der Musik oft nichts weiter als Abfallprodukte der Militärindustrie waren. „Elektro Moskva“ ist ein Essay über die sowjetische Geschichte der Elektrifizierung, den unerschütterlichen Glauben an den Fortschritt der Technik und die daraus entstandenen Kuriositäten. Hier wird seltenes Archivmaterial heutigen Beobachtungen entgegengesetzt, bei welchen man nicht nur in die Rumpelkammern leidenschaftlicher Instrumentensammler blicken darf, sondern beispielsweise auch dabei ist, wenn der Musiker Richardas Norvila, besser bekannt als Benzo, über die Space Sounds seiner Synthesizer philosophiert, die ebenso unberechenbar seien wie das Leben in Russland, in dem es einst verboten war, den Rolling Stones zu lauschen. Die sollte bei diesen psychedelischen Klängen eigentlich auch keiner vermissen.

Claudia Lehmann

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Omsch

Dokumentarfilm
Österreich
2013
80 Minuten
Untertitel: 
englische
französische
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Yukika Kudo
Edgar Honetschläger
Morton Feldman
Daniel Hollerweger, Hisaki Sanbongi, Edgar Honetschläger
Stefan Fauland, Edgar Honetschläger
Edgar Honetschläger, Stefan Fauland
Georg Mittermayr
„Wia bin i bessa? Im Kastl oder en nature?“ Schrilles Auflachen. Die, die das fragt, ist Omsch, eine meist fidele, oft nachdenkliche und selten launische Person. „Grantig“ nennt man das dann da, wo sie wohnt, nämlich in Wien. Dass sie früher „a freches Madl“ war und „bildhübsch“ obendrein, liegt auf der Hand. Alle wollten sie heiraten, und auch jetzt noch geht es viel um ihr Äußeres. Während des Films, den ihr Nachbar, der weitgereist-japanophile Regisseur und Künstler Edgar Honetschläger über sie und sich und also ihre Freundschaft dreht, wird sie 101 Jahre. Die 100 werden gestrichen. Man beginnt wieder bei der ersten Kerze.
Lebensbejahung pur ist das, behutsam gemacht (von Pärt über Schubert bis hin zu Morton Feldman), witzig gesprochen (die Ätz-Tiraden auf den Papst) und kontemplativ gestimmt (beispielsweise mit Reflexionen über die neuen Freiheiten im Alter).
Einige Jahre nach ihrem Tod 2009 fügt der halb so alte und doch so seelenverwandte österreichische Ausnahmefilmer mit Hang und Händchen zum Gestalten und Dosieren die vielen kleinen Momentaufnahmen zusammen. Beide, das spürt man in jeder Sekunde dieses gleichsam aus dem Bauch geschossenen Films, leben lieber den Moment, als viele Worte über „Ziele“ zu verlieren. Nicht alle Tage gibt es das: Traumkino von und mit äußerst gutherzigen Menschen, denen dennoch das Schmalz ganz fremd ist.

Barbara Wurm

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Trespass

Animationsfilm
Österreich
2012
11 Minuten
Untertitel: 
_ohne Dialog / Untertitel
Credits DOK Leipzig Logo
Gabriele Kranzlbinder
Paul Wenninger
Michael Moser, Nik Hummer
Nik Hummer
Paul Wenninger, Nik Hummer
Paul Wenninger
Im Englischen bedeutet „trespass“ eindringen, aber es kann auch Betreten ohne Erlaubnis sein, oder, juristisch ausgedrückt, „Hausfriedensbruch“. Paul Wenningers zehnminütige Animation spielt in einer technisch beeindruckenden, abwechslungsreichen und präzisen Tour de Force mit allen diesen Bedeutungen.

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