Filmarchiv

Narrating Hebron

Dokumentarfilm
Österreich,
Israel,
Palästinensische Autonomiegebiete
2017
21 Minuten
Untertitel: 
englische

Credits DOK Leipzig Logo

Viktoria Bayer
Viktoria Bayer
Viktoria Bayer
Viktoria Bayer
Viktoria Bayer
Viktoria Bayer
Geschichte entsteht durch den, der sie erzählt. Und es gibt sehr viele unterschiedliche Arten, sie zu erzählen. Gewichtungen verlagern sich, Details werden ausgespart oder hervorgehoben. In Hebron, einer in Zonen aufgeteilten Stadt im Westjordanland, die sowohl von Israelis als auch von Palästinensern bewohnt wird, kreuzen wie überlagern sich Überzeugungen von Historie und Wahrheit. Der Film sammelt die verschiedenen Narrative, vorgetragen von israelischen und palästinensischen Stadtführern.

Carolin Weidner

Una Primavera

Dokumentarfilm
Österreich,
Deutschland,
Italien
2018
80 Minuten
Untertitel: 
englische

Credits DOK Leipzig Logo

Johannes Schubert
Valentina Primavera
Macarena Solervicens
Valentina Primavera
Federico Neri
Valentina Primavera
Valentina Primavera, Macarena Solervicens
Die Fotos aus der Zeit, in der Fiorella und Bruno geheiratet haben, tragen den Index einer verlorenen Epoche. Die Braut – weißes Kleid, Spitzenschleier – blickt leicht nach oben. Eine Art Marienbildnis. Der Bräutigam – schwarzes Haar, schwarzer Anzug – richtet den Blick ins Objektiv: durchdringend und dunkel. Ob sie ihn damals geliebt habe, könne sie nicht sagen, meint Fiorella, die sich gerade das schwere, enzyklopädisch große Hochzeitsalbum auf den Schoß gelegt hat. 40 Jahre liegen zwischen jenen Aufnahmen und der Gegenwart dieses Films – 40 Jahre eines Selbstverlusts, wie Fiorella einmal unter Tränen erzählt.

Valentina Primavera, die jüngste Tochter der Eheleute, reist nun mit der Kamera zurück ins Elternhaus, um eine jahrzehntelange Geschichte des Streits, der Beleidigungen und der häuslichen Gewalt frei- und offenzulegen. Und sie begleitet ihre Mutter bei dem Versuch, sich nach 40 Jahren Ehe endlich und endgültig von ihrem Mann zu trennen. Die Kamera ist ein gnadenloser Apparat. Ihre Gnadenlosigkeit auszuhalten – darin liegt die physische Kraft und Anstrengung dieses Films.

Lukas Stern


Nominiert für den Dokumentarfilmpreis des Goethe-Instituts