Filmarchiv

Bojo Beach

Dokumentarfilm
Österreich
2017
25 Minuten
Untertitel: 
_ohne Dialog / Untertitel

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Elke Groen, Bady Mink, Alexander Dumreicher Ivanceanu
Elke Groen
Elke Groen
Emily Artmann
Ina Ivanceanu
Fischer an der Küste von Ghana beim Tagesgeschäft beziehungsweise bei der Arbeit, die zu verrichten ist, damit am Ende (vielleicht) ein Geschäft daraus wird. Auch die Filmemacherin Elke Groen agiert in ihrer respektvoll distanzierten Beobachtung nicht mit vorgefassten Meinungen, was bei diesen Aufnahmen an einem Tag im Mai 2016 herausspringen soll. Also keine fixe Reportage, bei der am Ende alles auf einen kurzen Begriff gebracht wird, sondern kinematografische Herstellung eines Erfahrungsraums.

Ralph Eue
Internationales Programm 2012
Der Prozess Gerald Igor Hauzenberger

Der größte Strafprozess Österreichs, in dem harmlose Tierschützer als Staatsfeinde angeklagt und verurteilt wurden. Kafkaesker Abgesang auf die westliche Demokratie.

Der Prozess

Dokumentarfilm
Österreich
2012
112 Minuten
Untertitel: 
englische

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Michael Seeber, Gerald Igor Hauzenberger, framelab filmproduktion
Gerald Igor Hauzenberger
Bernhard Fleischmann
Dominik Spritzendorfer, Gerald Igor Hauzenberger
Michael Palm
Chris Moser
Gerald Igor Hauzenberger
Michael Palm
Von Igor Hauzenbergers Film geht eine große Beunruhigung aus. Wenn im Namen des Paragrafen 278a, der eingeführt wurde, um Organisationen wie die Mafia und Al Quaida zu bekämpfen, aus einem Protestbrief eine Bedrohung, aus einem Tierschützer ein Staatsfeind, aus einer NGO eine terroristische Vereinigung wird, dann geraten die Säulen der Zivilgesellschaft bedenklich ins Wanken. Dreizehn Tierschützer stehen in Wien vor Gericht, weil sie mit durchaus medienwirksamen Aktionen gegen Massentierhaltung und den Handel mit Pelzen vor Ställen und Kaufhäusern protestierten. Klar, nackte Demonstranten, die mitten im Winter in der Wiener Innenstadt tote Tiere in ihren Händen halten oder blutüberströmt Schweineköpfe am Kreuz durch die Straßen tragen, sind kein schöner Anblick. Ebenso stört, dass es sich bei dem Verein gegen Tierfabriken (VGT) nicht einfach um eine Chaotentruppe handelt, sondern um ein international organisiertes Netzwerk, zu dessen Köpfen Wissenschaftler und Grünen-Politiker gehören, unter ihnen der charismatische Dr. Dr. Martin Balluch, der sich nach seiner Universitätskarriere für den Weg auf die Straße entschieden hat. Igor Hauzenberger begleitet die Demonstranten über mehrere Jahre, versucht, Licht in den Paragrafen-Dschungel zu bringen und sucht hartnäckig Staatsanwälte, Pressesprecher und Kaufhausbetreiber vor die Kamera zu holen. Vergeblich. Dieser größte Strafprozess Österreichs entwickelt sich zum Präzedenzfall: Demokratie versus jene, die auch schon mal brüllen, „der Hitler muss wieder her.“
– Cornelia Klauß

In erster Linie

Animationsfilm
Österreich
2016
6 Minuten
Untertitel: 
englische

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Veronika Schubert
Veronika Schubert
Veronika Schubert
Veronika Schubert
Veronika Schubert
Veronika Schubert
Ein mentaler Satellitenfilm zur Flüchtlingssituation im Herbst 2015. Ein Tief mit politisch provozierter Wetterbeunruhigung und diffusen Ängsten beherrscht Österreich und Europa. Im Zeitraffertempo ziehen Umrisse von Wolkenformation durchs Bild, die Veronika Schubert aufwändig in 3.000 Glasscheiben geritzt und animiert hat. Sie mäandern ohne Grenzen, während O-Tonfetzen dazu aufblitzen, in denen Politiker und Nachrichtensprecher im Nebel deutlich Migrationsprobleme ausmachen.

André Eckardt

Lampedusa in Winter

Dokumentarfilm
Italien,
Österreich,
Schweiz
2015
93 Minuten
Untertitel: 
englische

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Jakob Brossmann
Jakob Brossmann
Serafin Spitzer, Christian Flatzek
Nela Märki
Mit Einsetzen des Flüchtlingsstroms über das Mittelmeer wurde die winzige italienische Insel Lampedusa zur Projektionsfläche paranoider Fremdenhasser wie zum Symbol einer unmenschlichen Asylpolitik. Im Winter 2014 reist der Theater- und Filmemacher Jakob Brossmann auf die Insel, um zu untersuchen, wie es um das Leben dort wirklich bestellt ist.

Touristen und Medien sind fort und die wirklichen Probleme der Bewohner treten in den Vordergrund: Die alte Fähre, überlebensnotwendig, ist abgebrannt und wurde durch eine noch ältere ersetzt. Deshalb treten die Fischer in den Ausstand. Eine Gruppe von Flüchtlingen, die seit Monaten hier festsitzt, will endlich aufs Festland. Sie streiken vor der Kirche. Weil es keine Fähre gibt, stapelt sich der Müll und die Lebensmittel werden knapp. Mitten in dieser angestrengten Lage kämpfen die Bürgermeisterin und eine engagierte Anwältin aus tiefster persönlicher Überzeugung um menschliche Lösungen.

Brossmanns Blick ist unaufdringlich und genau. Mit sicherer Hand führt der Regisseur durch die Ereignisse dieser Krise, während er uns gleichzeitig Orte und Menschen vorstellt, die mit dem Schicksal der Migranten verbunden sind. Bemerkenswert ist, dass Bewohner und Flüchtlinge sich nicht gegeneinander instrumentalisieren lassen. Beide sind Opfer der gleichen zynischen Politik. Das herauszuarbeiten ist die große Stärke dieses Films.

Matthias Heeder

Self

Animationsfilm
Österreich
2015
8 Minuten
Untertitel: 
_ohne Dialog / Untertitel

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Claudia Larcher
Claudia Larcher
Claudia Larcher
Claudia Larcher
Constantin Popp
Nichts ist uns näher als unsere Haut. Mit ihren schönen und weniger schönen Seiten umhüllt sie kunstvoll das Selbst, grenzt es von anderem ab. Eine ruhige Kamerafahrt, vorbei an nackten Körperpartien. Die Entdeckungstour führt von einem glänzenden Höhenzug über einen abgerundeten Felsvorsprung in eine schattige Klamm. Ein Hals. Eine Bein…brust. Ein Bauch…ohr. Ein Fauchnohr? Claudia Larcher setzt aus Fotos, Videoclips und Geräuschen eine ebenso faszinierende wie irritierende Körpercollage zusammen.

André Eckardt


Nominiert für mephisto 97.6 Publikumspreis