Filmarchiv

Jahr

Countries (Film Archive)

American Passages

Dokumentarfilm
Österreich
2011
120 Minuten
Untertitel: 
deutsche
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Ursula Wolschlager
Ruth Beckermann
Antoine Parouty, Lisa Rinzler
Dieter Pichler
Atanas Tcholakov, Matthew Dennis
Ein fragmentiertes und eindrückliches Bild der Vereinigten Staaten zwischen Aufbruchstimmung und Hoffnungslosigkeit zu Beginn der Ära Obama. Um Rassismus, Immobilienkrise, Individualismus und Religion kreisend, baut Beckermann eine Argumentation der Widersprüche, in der die Gegenwart amerikanischer Politik vorauszuahnen ist und die den amerikanischen Traum in all seiner Perversion nur noch in Trümmern vorfindet. Bleibt nur das verwunderte und neugierige Aufsammeln dessen, was man noch filmen kann. Die USA scheinen besonders geeignet für das Passagenhafte der Arbeit von Beckermann, die sich die Freiheit nimmt, keine Vorurteile, sondern Menschen sprechen zu lassen.

Patrick Holzapfel

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Auf amol a Streik

Dokumentarfilm
Österreich
1978
24 Minuten
Untertitel: 
englische
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Ruth Beckermann, Josef Aichholzer
Ruth Beckermann, Josef Aichholzer
Ruth Beckermann, Josef Aichholzer
Ruth Beckermann, Josef Aichholzer
Ein Blick in die auflodernde politische Situation in Österreich Ende der 1970er Jahre. Es war die Zeit, die Beckermann zum Kino brachte. Zunächst in kollektiven Bestrebungen, hier gemeinsam mit Josef Aichholzer, der zusammen mit Beckermann und Franz Grafl 1978 den Filmverleih Filmladen gründete. Die Stoßrichtung ist klar politisch. Man hört dort zu, wo scheinbar niemand interessiert ist. Thema ist ein Streik im Semperit-Werk Traiskirchen. Auf verschiedenen Ebenen und mithilfe von Gesprächen, Interviews, Grafiken und Fotos versuchen die Filmemacher zu verstehen, was sonst nur allzu oberflächlich behandelt wird. Ganz selbstverständlich gibt der Film dabei auch den Arbeitern das Wort.

Patrick Holzapfel

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Hommage Ruth Beckermann
Die Geträumten Ruth Beckermann

Ein gefühlvolles Sezieren und eine Versuchsanordnung über die Sprache und Sprachlosigkeit der Liebe: Wir sehen feuchte Augen und hören schweres Schlucken im Angesicht von Worten, die manchmal gar nicht abgeschickt wurden.

Die Geträumten

Dokumentarfilm
Österreich
2016
89 Minuten
Untertitel: 
englische
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Ruth Beckermann
Johannes Hammel
Dieter Pichler
Ruth Beckermann, Ina Hartwig
Georg Misch
Ein gefühlvolles Sezieren und eine Versuchsanordnung über die Sprache und Sprachlosigkeit der Liebe: Wir sehen feuchte Augen und hören schweres Schlucken im Angesicht von Worten, die manchmal gar nicht abgeschickt wurden. Der jahrelange Briefwechsel zwischen Ingeborg Bachmann und Paul Celan wird von Sprechern (Anja Plaschg und Laurence Rupp) in einem Tonstudio des ORF eingesprochen. Dazwischen Rauchpausen und kurze Gespräche, die wie ein Echo die Wirkung der Worte in der Gegenwart zulassen. Das Hin und Her der Gefühle hat Beckermann zusammen mit der Co-Autorin Ina Hartwig auf eine Essenz verknappt, die man als eine unmögliche Liebesgeschichte oder eine mögliche Geschichte von Liebe verstehen kann.

Patrick Holzapfel

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Die papierene Brücke

Dokumentarfilm
Österreich
1987
95 Minuten
Untertitel: 
englische
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Ruth Beckermann
Ruth Beckermann
Nurith Aviv
Gertraud Luschützky
Ruth Beckermann
Josef Aichholzer, Reinhold Kaiser, Heinz Ebner
Betty Beckermann, Salo Beckermann, Herbert Gropper, Robert Schindel, Willy Stern, Rabbi Wassermann
Es wäre gut, sagt die dringliche Erzählstimme von Beckermann, wenn man von manchen Dingen keine Bilder hätte. So würden sie Erinnerung bleiben. Ihr treibender Filmessay allerdings arbeitet auf einer verlorenen Heimatsuche gegen das Vergessen an. Es ist eine zugleich persönliche und historische Reise. Beckermann begeht sie mit ihrer Kamera und einer Unrast, die mehr wissen muss. Das Gewicht der Vergangenheit wird hier spürbar durch das wache und zulassende Registrieren dessen, was im Hier und Jetzt geschieht. Man driftet durch die Überbleibsel einer jüdischen Identität in Czernowitz, in Israel, am Set eines Fernsehfilms im ehemaligen Jugoslawien und auf Wiener Straßen, wo Kurt Waldheim die Bevölkerung spaltet.

Patrick Holzapfel

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Hommage Ruth Beckermann
Ein flüchtiger Zug nach dem Orient Ruth Beckermann

Vom Luxus des Flanierens und einem freiheitssuchenden weiblichen Blick erzählt diese Engführung der Reisen von Kaiserin Elisabeth mit jenen von Ruth Beckermann.

Ein flüchtiger Zug nach dem Orient

Dokumentarfilm
Österreich
1999
82 Minuten
Untertitel: 
englische
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Ruth Beckermann
Ruth Beckermann
Bruno Pisek, Peter Ponger, Ernst Zettl
Nurith Aviv, Sophie Cadet
Gertraud Luschützky
Bruno Pisek
Vom Luxus des Flanierens und einem freiheitssuchenden weiblichen Blick erzählt diese Engführung der Reisen von Kaiserin Elisabeth mit jenen von Ruth Beckermann. Die Filmemacherin wandelt in fiebrigen Parallelfahrten auf den Spuren des Mythos „Sissi“ in Kairo und entdeckt ein Bild jenseits der Wohlfühloase des verklärenden Kultfilms. Es entstehen virtuos verknüpfte und frei atmende Schichten zwischen Heimat und Freiheit, Einsamkeit und Orientalismus. Überall lauert der Zweifel an der eigenen Bildproduktion. In jeder Sekunde spürt man eine Sehnsucht, die aus den vorgezeichneten Bahnen ausbrechen will. Um so zu sehen, wie eine freie Frau hätte sehen können.

Patrick Holzapfel

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Mozart Enigma

Dokumentarfilm
Österreich
2006
1 Minute
Untertitel: 
englische
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Ruth Beckermann, Ruth Pfletschinger
Ruth Beckermann
Joerg Burger, Martin Putz
Dieter Pichler
Joerg Burger, Martin Putz
Die Fiktionen biografischer Sicherheiten wanken im Aufeinandertreffen einer Wahrsagerin mit einem bearbeiteten Bild des jungen Mozart. Welches Leben wird diesem Mann vorausgesagt? Das Entlarven von Scheingebilden ist gleichermaßen die Chance auf ein anderes, ein neues Bild. Der ironische Kurzfilm ist eine der vielen Miniaturen, die von österreichischen Filmemachern anlässlich des Mozartjahres 2006 gestaltet wurden. Tatsächlich wird dabei eine der entscheidenden Fragen im Kino von Beckermann verhandelt: Was ist ein gerechtes Bild und kann man es überhaupt machen?

Patrick Holzapfel

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Hommage Ruth Beckermann
Waldheims Walzer Ruth Beckermann

Ruth Beckermanns chronologische Aufarbeitung der Waldheim-Affäre ist ihre erste reine Found-Footage-Arbeit und zugleich die Rückkehr zu einem zentralen Thema ihres Schaffens: Kurt Waldheim.

Waldheims Walzer

Dokumentarfilm
Österreich
2018
93 Minuten
Untertitel: 
englische
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Ruth Beckermann
Ruth Beckermann
Dieter Pichler
Ruth Beckermann
Manuel Grandpierre, Rudolf Pototschnig
Ruth Beckermanns chronologische Aufarbeitung der Waldheim-Affäre ist ihre erste reine Found-Footage-Arbeit und zugleich die Rückkehr zu einem zentralen Thema ihres Schaffens: Kurt Waldheim, an dessen verlogenem Umgang mit der eigenen Nazi-Vergangenheit sich ein notwendiger gesellschaftlicher Diskurs entzündete, der durch politische Entwicklungen in Österreich erneut an Bedeutung gewonnen hat. Nicht ohne Humor entfaltet Beckermann eine mitreißende Geschichtsstunde. Das Bemühen um faktische Neutralität erzittert im Angesicht offensichtlicher Lügen. Der Film legt eine schamvolle Geschichte Österreichs offen und zeigt uns eine tief klaffende Wunde, die noch lange nicht verheilt ist.

Patrick Holzapfel

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.