Filmarchiv

Das Fieber

Dokumentarfilm
Österreich,
Deutschland,
Schweiz
2019
99 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Markus Wailand
Katharina Weingartner
Siri Klug
Andrea Wagner
Toby Cornish
Katharina Weingartner
Patrick Becker, Peter Braeker
Der Kampf will nicht enden. Noch immer regiert Malaria weite Teile Afrikas. Alle 60 Sekunden stirbt südlich der Sahara ein Kind an diesem Parasiten. Insgesamt ist sie der Grund für rund eine halbe Million Todesfälle im Jahr. Aber warum gelingt es einfach nicht, die Krankheit erfolgreich zu bezwingen, obwohl seit etlichen Jahren unzählige internationale Hilfsorganisationen an einer Lösung arbeiten?

Natürlich liegt das am Geld, an globalen Interessenskonflikten, an der mächtigen Pharmaindustrie. Das ist nichts Neues. Doch der österreichischen Filmemacherin Katharina Weingartner ist nun ein spannender dokumentarischer Thriller gelungen, der in das leidlich bekannte große Bild im Wortsinn aufregende, den Kontext verschiebende und erweiternde Verbindungslinien einzeichnet: zwischen dem Parasiten und der Pharmaindustrie, zwischen Selbstbestimmung in Ostafrika und dem reichsten Mann der Welt. Im Fokus stehen drei mutige Menschen in Uganda und Kenia, die vor Ort gegen die Krankheit kämpfen und oft mit alternativen Methoden weiter kommen, als das die westliche Medizin gerne hätte. Denn eine eigene Lösung, ohne fremde Hilfe und Technologien, ohne die merkantilen oder öffentlichkeitswirksam philanthropischen Interessen der Helfenden, würde ja Unabhängigkeit bedeuten.

Julia Weigl

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Space Dogs

Dokumentarfilm
Österreich,
Deutschland
2019
91 Minuten
Untertitel: 
englische
deutsche
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Elsa Kremser, Levin Peter
Elsa Kremser, Levin Peter
John Gürtler, Jan Miserre
Yunus Roy Imer
Jan Soldat, Stephan Bechinger
Elsa Kremser, Levin Peter
Jonathan Schorr, Simon Peter
Laika war eigentlich eine ganz gewöhnliche Moskauer Straßenhündin. Bis sie zur vielleicht berühmtesten Hündin der Welt wurde, als man sie 1957 ins Weltall katapultierte. Seither gilt sie als erstes Lebewesen, das die Menschen gezielt in eine Umlaufbahn der Erde beförderten. Dass Laika bereits einige Stunden nach dem Start der Rakete starb, wurde erst im Jahr 2002 bekannt. Bis heute hält sich die Legende, Laika sei als Geist zur Erde zurückgekehrt und zöge seitdem durch die Straßen von Moskau. Levin Peter und Elsa Kremser begeben sich nun mit ihrem wunderbar montierten Dokumentarfilm auf die Spuren dieses Geistes. Sie begleiten zwei Straßenhunde auf ihren nächtlichen Streifzügen durch die russische Hauptstadt.

Die tierischen besten Freunde flanieren durch Gassen, jagen Katzen, beobachten still, wie die Menschen in Bars ihre triste Realität wegsaufen – und das alles aus der ungewöhnlichen Perspektive zweier Vierbeiner. Geschickt fangen Peter und Kremser Momentaufnahmen im heutigen Russland ein und vermengen sie mit eigenwilligen – bislang unveröffentlichten – Filmaufnahmen der sowjetischen Raumfahrtära. Die magische Geschichte einer Freundschaft zwischen Vertrautheit und Brutalität sowie kleinen und großen Aufbrüchen in unbekannte Sphären.

Julia Weigl

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Narrating Hebron

Dokumentarfilm
Österreich,
Israel,
Palästinensische Autonomiegebiete
2017
21 Minuten
Untertitel: 
englische
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Viktoria Bayer
Viktoria Bayer
Viktoria Bayer
Viktoria Bayer
Viktoria Bayer
Viktoria Bayer
Geschichte entsteht durch den, der sie erzählt. Und es gibt sehr viele unterschiedliche Arten, sie zu erzählen. Gewichtungen verlagern sich, Details werden ausgespart oder hervorgehoben. In Hebron, einer in Zonen aufgeteilten Stadt im Westjordanland, die sowohl von Israelis als auch von Palästinensern bewohnt wird, kreuzen wie überlagern sich Überzeugungen von Historie und Wahrheit. Der Film sammelt die verschiedenen Narrative, vorgetragen von israelischen und palästinensischen Stadtführern.

Carolin Weidner

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Una Primavera

Dokumentarfilm
Österreich,
Deutschland,
Italien
2018
80 Minuten
Untertitel: 
englische
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Johannes Schubert
Valentina Primavera
Macarena Solervicens
Valentina Primavera
Federico Neri
Valentina Primavera
Valentina Primavera, Macarena Solervicens
Die Fotos aus der Zeit, in der Fiorella und Bruno geheiratet haben, tragen den Index einer verlorenen Epoche. Die Braut – weißes Kleid, Spitzenschleier – blickt leicht nach oben. Eine Art Marienbildnis. Der Bräutigam – schwarzes Haar, schwarzer Anzug – richtet den Blick ins Objektiv: durchdringend und dunkel. Ob sie ihn damals geliebt habe, könne sie nicht sagen, meint Fiorella, die sich gerade das schwere, enzyklopädisch große Hochzeitsalbum auf den Schoß gelegt hat. 40 Jahre liegen zwischen jenen Aufnahmen und der Gegenwart dieses Films – 40 Jahre eines Selbstverlusts, wie Fiorella einmal unter Tränen erzählt.

Valentina Primavera, die jüngste Tochter der Eheleute, reist nun mit der Kamera zurück ins Elternhaus, um eine jahrzehntelange Geschichte des Streits, der Beleidigungen und der häuslichen Gewalt frei- und offenzulegen. Und sie begleitet ihre Mutter bei dem Versuch, sich nach 40 Jahren Ehe endlich und endgültig von ihrem Mann zu trennen. Die Kamera ist ein gnadenloser Apparat. Ihre Gnadenlosigkeit auszuhalten – darin liegt die physische Kraft und Anstrengung dieses Films.

Lukas Stern


Nominiert für den Dokumentarfilmpreis des Goethe-Instituts

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Internationales Programm
Namrud (Troublemaker) Fernando Romero Forsthuber

Immer wieder gerät das Gespräch zwischen Jowan und Don, Vater und Sohn, zum sokratischen Slacker-Dialog. Eine aufmüpfige palästinensische Kleinfamilie in Israel.

Namrud (Troublemaker)

Dokumentarfilm
Österreich
2017
94 Minuten
Untertitel: 
englische
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Jürgen Karasek
Fernando Romero Forsthuber
Jowan Safadi
Jakob Fuhr, Martin Putz, Falko Lachmund, Rabia Salfiti
Wolfgang Auer
Ari Yehudit Richter, Jürgen Karasek
Feras Shehadeh
Jowan Safadis 15-jähriger Sohn Don ist aus den USA nach Israel gekommen. Ziemlich unvermittelt führt Fernando Romero Forsthuber diese Begegnung ein, wenn Don eines morgens einfach im Bett liegt und sich darüber beschwert, mit seinem Vater zum Strand gehen zu müssen: Kein Mensch möge schließlich den Strand! Der freundschaftlich-aggressive Schlagabtausch zwischen Vater und Sohn bestimmt diesen Film, obschon beide auch gern in andere Richtungen schlagen: Jowan ist Musiker und besingt in seinen Stücken Lebensgefühl und -leid eines in Israel lebenden Palästinensers – Provokation, die er sucht und findet. Don hat gerade mit dem Boxtraining begonnen.

Fernando Romero Forsthuber zeigt zwei Männer zwischen Anpassungsdruck und Aufbegehren. „Ich fühle nicht wirklich, was ich nicht selbst gewählt habe“, erklärt Jowan gleich zu Anfang. „Egal ob es heißt, Palästinenser zu sein, Araber oder irgendetwas anderes.“ Jowan und Don verspüren das Bedürfnis nach Selbstermächtigung, jeder auf seine Weise. Beiden gemein ist jedoch das kritische wie lässige Hinterfragen all jener, die sich ihrem Verständnis nach allzu leicht unterwerfen beziehungsweise andere dazu zwingen, den Kniefall zu tun.

Carolin Weidner

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The Family

Dokumentarfilm
Österreich,
Slowenien
2017
106 Minuten
Untertitel: 
englische
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Erna Gorše Biček, Rok Biček
Rok Biček
Rok Biček
Rok Biček, Yulia Roschina
Julij Zornik
Immer wieder ist der Name „Rok“ zu hören. Man solle ihn grüßen, heißt es etwa durchs Telefon, als Matej mit seiner neuen Freundin auf dem Eiffelturm steht. Rok Biček scheint Teil der Familie geworden zu sein, die er über eine Dekade mit der Kamera begleitet hat – was auch die Selbstverständlichkeit erklärt, mit der vor allem Matej agiert. Er ist gewissermaßen das Zentrum dieses Films, der ihn beim Verlassen seiner ursprünglichen Familie und beim Gründen einer eigenen beobachtet. In keiner von beiden hat er es leicht. Matej wurde in eine Familie geboren, deren Mitglieder, im Gegensatz zu ihm, geistig wie körperlich eingeschränkt sind. Der Umgangston ist ruppig und von Missverständnissen geprägt. Die besonderen Unüberwindbarkeiten verursachen Schmerzen.

In der neuen Familie mit seiner ersten Freundin ist wiederum gleich zu Beginn ein Mann präsent, der Matejs Nachfolger werden soll. Dennoch zeugt das Paar Nachwuchs, obwohl Matej früh über eine Sterilisation nachdenkt. Rok Biček changiert in seinem Film zwischen Aufnahmen, die Matej als Jugendlichen zeigen, und solchen vom jungen Erwachsenen und Vater. Einige Fragen, die zunächst offen bleiben, beantworten sich nach und nach, andere werden nicht berührt. Die Souveränität des Erzählens und das Gespür für Situatives heben diesen Film heraus.

Carolin Weidner


Nominiert für MDR-Filmpreis

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Cinema Futures

Dokumentarfilm
Österreich
2016
126 Minuten
Untertitel: 
deutsche
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Ralph Wieser
Michael Palm
Michael Palm
Joerg Burger
Michael Palm
Michael Palm
Hjalti Bager-Jonathansson
Die „digitale Revolution“ erreichte das Kino spät. Weithin wurde darin ein Grund zu ungetrübter Freude gesehen, nahm man doch ihr Versprechen, alles würde jetzt besser, größer, schöner und vor allem einfacher, für bare Münze. Hinzu kam, dass diese Revolution als größter technologischer Fortschritt seit dem Übergang vom Stummfilm zum Tonfilm inszeniert, gefeiert und auch knallhart ökonomisch durchgesetzt wurde. Wer hätte in der Luft dieses Aufbruchs schon als ewig Gestriger oder dumpfer Nörgler abseitsstehen wollen?

„Cinema Futures“ sondiert nun aus dem Abstand einiger Jahre das Feld zwischen der spezifischen Kulturtechnik des analogen Films und den Heilsversprechen über die angebliche Ewigkeit von Bits und Bytes. Auf der einen Seite steht dabei die Vision vom Digitalen als der finalen Überwindung der Vergänglichkeit. Auf der anderen Seite droht die Vorstellung, unsere Gegenwart mache sich ohne wirkliche Not zu einem „dunklen Zeitalter“, von dem nicht viel übrig bleiben wird. Weil erstens Film als physisches Objekt, zweitens Kino als techno-soziale Infrastruktur obsolet geworden sind und drittens die wie auch immer „unsterblichen“ digitalen Daten von keinem Menschen und keiner Maschine mehr aufgerufen werden können.

Ralph Eue


Nominiert für Healthy Workplaces Film Award

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Exomoon

Animationsfilm
Österreich
2016
6 Minuten
Untertitel: 
keine
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Gudrun Krebitz
Gudrun Krebitz
Marian Mentrup
Gudrun Krebitz
Gudrun Krebitz
Gudrun Krebitz
Eine werdende Frau in Zwiesprache mit dem Mond und einer Marienstatue. Aus der tobenden Leere ihrer Einsamkeit fleht sie um ein Ereignis – Schreckliches und Blutiges soll passieren. Geflüsterte Worte einer Protagonistin, die mit ihren Phantasmen traumwandlerisch die Selbstermächtigung probt. Immer dem heiß-kalten Verlangen nach – mal dialogisch, mal monologisch. Kreide, Bleistift, Farbe in verschiedenen Texturen machen die innere Anspannung spürbar, die auch in Ton und Musik Resonanz findet.

Nadja Rademacher


Nominiert für mephisto 97.6 Publikumspreis

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Internationales Programm
Future Baby Maria Arlamovsky

Das Baby nach Maß: Labore, Samen- und Embryonenlager, so groß wie Fabrikhallen. Die quasi-industrielle Kinderproduktion: Technologie, Ethik und lukrativer Wirtschaftszweig. Ein Gruselfilm.

Future Baby

Dokumentarfilm
Österreich
2016
91 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
NGF Nikolaus Geyrhalter Filmproduktion
Maria Arlamovsky
Vincent Pongracz, Alana Newman
Sebastian Arlamovsky
Natalie Schwager
Maria Arlamovsky
Sergey Martynyuk, Johannes Winkler
Junge oder Mädchen? Blaue Augen oder braune? Ein zukünftiger Olympiasieger oder eine Literatur-Nobelpreisträgerin? Dass das Kind ohne jeden Makel – von überflüssigem Fett bis hin zu Erbkrankheiten – sein soll, steht sowieso außer Frage.

Was die Reproduktionsmedizin zu leisten vermag und – vor allem – wie weit wir bereit sind zu gehen, möchte Maria Arlamovsky ergründen. Und so begibt sie sich auf eine Reise um die Welt – was ausnahmsweise Sinn macht, werden doch heutzutage die einzelnen Komponenten eines Menschen in verschiedenen Kontinenten generiert, ja produziert, und irgendwo mehr oder weniger mechanisch montiert. Sie besucht Labore und schicke Kliniken, Samen- und Embryolager im Fabrikhallenformat ebenso wie Dritte-Welt-Hospitäler, in denen Leihmütter Kinder für die Erste Welt austragen. Mit ihnen spricht sie ebenso wie mit jenen, die austragen lassen – weil sie es können – und mit Vertreterinnen und Vertretern der Medizin, Philosophie, Bioethik oder Biotechnologie. Ohne zu emotionalisieren addiert der Film Ungeheuerlichkeiten, die unter anderen Vorzeichen als Fortschritt oder Freiheit verstanden werden. Mit nüchternem Forscherblick lässt er uns in die geöffnete Büchse der Pandora sehen. Sie ist glatt und schön, suggerieren die Bilder. Während der Text Fallstricke legt, in denen sich verfängt, wer moralische Urteilen fällen zu können meint. Ein Gruselfilm.

Grit Lemke

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Internationales Programm
Paradies! Paradies! Kurdwin Ayub

Mit dem kurdischen Vater zur Familie im Irak: Wohnungskauf und Fronttourismus vor den Toren des IS. Eine junge Wiener Künstlerin erkundet kulturelle Brüche, mit Gespür für Tragikomik.

Paradies! Paradies!

Dokumentarfilm
Österreich
2015
78 Minuten
Untertitel: 
englische
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Rudolf Takacs, Lixi Frank
Kurdwin Ayub
Kurdwin Ayub
Nooran Talebi
Rudolf Pototschnig
Das Flugzeug, das Kurdwin und ihren Vater Omar zu den kurdischen Verwandten bringt, ist fast leer. Wer möchte in diesen Zeiten schon in den Nordirak fliegen? Omar hat in Wien erfolgreich seine Arztpraxis aufgebaut. Kurdwin ist in Österreich aufgewachsen und sieht den „Heimat“-Besuch eh kritisch. Filmend versucht sie zu ergründen, warum der Vater schon beim Stichwort Kurdistan in Euphorie verfällt und unbedingt eine Zweitwohnung kaufen will, an einem Ort, der einen Steinwurf vom IS-Gebiet entfernt liegt. De facto ist trotz aller Konflikte ein Bauboom ausgebrochen. Auch Omar will in eine utopische Zukunft investieren, sei es aus Trotz gegen das Wiener Finanzamt, aus Heimweh oder aus neu erwachtem Patriotismus. Gegen jeden Realitätssinn demonstriert er vor der filmenden Tochter einen unbeugsamen Optimismus, den er nach allzu offensichtlichen Fehltritten in der Wohnungsfrage immer noch auf einen touristischen Ehrenbesuch an der Front umlenken kann.

Mit einem Gespür für tragikomische Situationen reizt Kurdwin Ayub die Kompetenz des Home Movies aus und erkundet aus der Innensicht einen interkulturellen Bruch in der Familie. Dabei spielt sie, hinter und vor der Kamera, mit den vorgegebenen Rollenmustern, provoziert als mädchenhafte Naive, während ihr Vater den molierischen Helden gibt. So haftet dem Film neben seinem situativen auch ein performativer Charakter an.

Lars Meyer


Nominiert für Young Eyes Film Award

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One Day in Sarajevo

Dokumentarfilm
Österreich,
Bosnien-Herzegowina
2015
60 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Damir Ibrahimovic, Jasmila Zbanic
Jasmila Zbanić
Christine A. Maier
Isabel Meier
Igor Camo
Am 28. Juni 1914 erschoss Gavrilo Princip in Sarajevo den Thronfolger der österreichisch-ungarischen Monarchie Franz Ferdinand. Ein folgenschweres Attentat, das als Auslöser des Ersten Weltkriegs gilt.

Genau 100 Jahre später besucht die bosnische Regisseurin Jasmila Žbanić, die sich schon in ihren preisgekrönten Spielfilmen mit der Aufarbeitung von Geschichte auseinandersetzte, den Ort des historischen Ereignisses und befragt Menschen, wie sie über den Attentäter denken. Für die einen ist Princip ein Nationalheld, der für die Freiheit Bosniens kämpfte, für die anderen ein Terrorist, der die bestehende Staatsordnung zerstörte. Ihre eigenen Aufnahmen mischt Žbanić mit solchen, die Bewohner und Touristen an jenem Tag mit ihren mobilen Geräten aufgenommen haben. Diesen Bildern des Heute setzt sie Ausschnitte aus Spielfilmen über das Attentat entgegen. So gelingt ein vielschichtiges, von komischen Momenten durchzogenes Bild des Ereignisses und seiner Auswirkungen, vor allem aber eine Reflexion darüber, was eine Nation aus ihrer Geschichte ableitet: In Sarajevo stehen fast geschichtsvergessen zu nennende Feiermomente mit marschierenden Kindern in Uniform und Maschinengewehren den kritischen Stimmen der Gegendemonstranten gegenüber, die im Geiste der Occupy-Bewegung eine erneute Besetzung Bosniens bekämpfen: diesmal jene durch den Kapitalismus.

Lina Dinkla

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Since the World Was World

Dokumentarfilm
Österreich,
Spanien
2015
103 Minuten
Untertitel: 
deutsche
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Günter Schwaiger, Cristina G. Alía
Günter Schwaiger
Bence Boka, Los Linces
Günter Schwaiger
Günter Schwaiger, Martin Eller
Günter Schwaiger
Cristina García Alía
Gonzalo lebt mit seiner Familie als Bauer von altem Schlag in Kastilien. Für einen wie ihn würde es vermutlich eine Beleidigung bedeuten, sollte ihn jemand als Agronom bezeichnen. Seine Art des Wirtschaftens steht in vielem gegen die alles zermahlende Ökonomisierung sämtlicher Lebensbereiche. Die Existenz als Widerständler aber hat er nur zur Hälfte selbst gewählt. Zur anderen Hälfte ward sie ihm aufgegeben. Erstens von einer Tradition, die ihm gewissermaßen in den Knochen steckt. Zweitens von einer tiefen Verwurzelung in der Erde, die ihn nährt. Und schließlich auch einer handfesten Philosophie, die ihn solch einfache und klare Sätze sagen lässt, wie: „Früher, als alle das Geld zum Fenster hinaus warfen und mit Geldscheinen Feuer machten, wurde unsereins als überholt und rückständig angesehen. Jetzt, wo die meisten Leute nichts mehr haben, geht es den anderen so wie uns und uns nicht viel anders als zuvor.“

Empathische Schadenfreude und surrealistischer Humor sind essenzielle Bestandteile von Gonzalos bäuerlicher Lebenswelt. Günter Schwaigers zugewandte Betrachtung dieser Welt über einen langen Zeitraum hinweg lässt sich auch als kinematografische Arznei zur Steigerung der Abwehrkräfte gegen die Versuchungen von Konsumismus und Agrarkapitalismus sehen. Abwehrkräfte, die dringend gebraucht werden.

Ralph Eue

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Focus on Infinity

Dokumentarfilm
Österreich
2014
80 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Joerg Burger, Ralph Wieser, Georg Misch
Joerg Burger
Joerg Burger
Gökce Ince
Joerg Burger
Hjalti Bager-Jonathansson, Sebastian Brameshuber
„Die Ewigkeit dauert lange, besonders gegen Ende“, hat Woody Allen einmal gesagt. Dass ausgerechnet der Großstadtneurotiker in diesem von unendlichen landschaftlichen Weiten, gigantischer Architektur und komplexesten Technologien getragenen Film zitiert wird, hat viel mit den Interviewpartnern und besonders den -partnerinnen zu tun, die Joerg Burger bei seiner filmischen Forschungsreise mit „Focus on Infinity“ ausfindig machte. Sie gehören nämlich nicht nur zu den wohl klügsten und weitblickenden Köpfen unseres Planeten, sie haben auch Humor – und eine innere (oft auch auf physikalisch-astronomischem Wissen ruhende) Gelassenheit in der Betrachtung des menschlichen Lebens.
Kontemplation und Akribie, Perfektionismus und Bescheidenheit – vielleicht sind es diese Eigenschaften, die jene schier endlose Antriebskraft ausmachen, mit der sie der Erkenntnis (oder anders: den Grundfragen der Existenz) nachspüren. Forscher und Theologen, Wissenschaftler und Philosophen, Empiriker und Theoretiker teilen es sich – das Reich der Unendlichkeit. Der Film begleitet sie bei ihren Trips in ein Universum, das an der Schnittstelle von Wahrnehmung, Denken und Imagination liegt, und weitet unseren Blick für das ganz Kleine im ganz Großen. Ein Kleinod, ein Meisterwerk.
Barbara Wurm

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Ulrich Seidl und die bösen Buben

Dokumentarfilm
Österreich,
Deutschland,
Schweiz
2014
52 Minuten
Untertitel: 
englische
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Johannes Rosenberger, Christian Beetz, Werner Schweizer
Constantin Wulff
Johannes Hammel
Dieter Pichler
Porträt des Regisseurs Ulrich Seidl, der gern als Berserker oder Sozialpornograf (und vieles andere) etikettiert wird und über den man Bescheid zu wissen glaubt, bevor man auch nur einen einzigen Film von ihm gesehen hat. Constantin Wulff zeigt den österreichischen Filmemacher zum ersten Mal bei der Arbeit. Die viel diskutierte „Methode Seidl“, sie wird hier in direkter Weise anschaulich gemacht – und man kommt aus dem Staunen nicht heraus, weil diese Methode anscheinend ganz anders ist, als man sich das immer zurechtgereimt hat.
Seidl ist vor allem eines: ein hochkonzentrierter und präziser Bild-Arbeiter. Geduldig beobachtet Wulff den Regisseur sowohl während der Dreharbeiten zu seinem neuen Film „Im Keller“ als auch bei den Proben zu seiner Theaterinszenierung „Böse Buben/Fiese Männer“. In Kombination mit ausführlichen Gesprächen und Ausschnitten aus früheren Filmen entwirft dieses Porträt das Bild eines komplexen Ausnahmekünstlers.
Was außerdem deutlich wird: wie sehr Seidls gesamtes Schaffen selbst eine Suche ist, bei der er sich von realen Gegebenheiten genauso leiten lässt wie von seinen eigenen Visionen und Dämonen.
Ralph Eue

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Bianca läuft …

Dokumentarfilm
Österreich,
Deutschland
2013
83 Minuten
Untertitel: 
keine
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Tina Bara
Tina Bara
Bianca Maria Samer
Tina Bara
Tina Bara, Oliver Brodt
Tina Bara
Tina Bara, Oliver Brodt
Bianca, eine junge Frau, die im österreichischen Burgenland lebt, gibt viele Rätsel auf. Sie ist eine passionierte Läuferin, aber im Gehen versagen ihr die Beine den Dienst. Sie ist eine hochbegabte Malerin und entwirft, fotorealistisch genau, immer wieder neue Abbilder ihrer selbst, die sie durchbohrt, genagelt, geritzt, in wallenden Kleidern oder gefesselt an ihre Sportschuhe zeigen. Stets mit einem Lächeln im alterslosen Gesicht erzählt sie von ihren Krankheiten, den in immer kürzeren Abständen auftauchenden Zusammenbrüchen und der Sammelleidenschaft für tote Tiere.
Die Fotografin und Filmemacherin Tina Bara respektiert den Kokon ihrer Protagonistin. Sie lässt die Gemälde sprechen, in denen sich grausame Hinweise auf Selbstzerstörung und Selbsthass finden, die danach schreien, der Sache auf den Grund zu gehen. Dabei ist „Bianca läuft …“ ein ganz stiller Film, dessen Stärke in der Verunsicherung liegt. Die Regisseurin erhebt in diesem Debüt den Prozess der tastenden Annäherung und ihre eigenen Zweifel zum dramaturgischen Prinzip und schafft dadurch eine für Interpretationen offene Struktur. Die Begegnungen mit Bianca führen einen auf unsicheres Terrain – weder sie noch der Film geben Halt.

Cornelia Klauß

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Die Telefonbuchpolka

Animationsfilm
Österreich
2013
5 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Benjamin Swiczinsky, Iris Haschek, Golli Marboe, Johannes Schiehsl, Conrad Tambour
Benjamin Swiczinsky
Georg Kreisler
Benjamin Swiczinsky
Benjamin Swiczinsky
Benjamin Swiczinsky, Julia Ocker, Daniel Lundquist, Timur Tietze, Johannes Schiehsl, Conrad Tambour, Nana Swiczinsky
Benjamin Swiczinsky
Benjamin Swiczinsky, Johannes Schiehsl
„Wenn ich Inspiration such, Gesellschaftsliaison such, les‘ ich das Telefonbuch …“ Das Kultlied des österreichisch-amerikanischen Liedermachers und Kabarettisten Georg Kreisler als animiertes Musikvideo.

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