Filmarchiv

Appunti del passaggio

Dokumentarfilm
2016
44 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Maria Iorio, Le Souvenir du Présent
Maria Iorio, Raphaël Cuomo
Alessandra Eramo
Gilles Aubry
„Ich habe keine bildliche Erinnerung. Ich erinnere mich an die Empfindungen.“ In ihrem künstlerisch bemerkenswert verdichteten Dokumentarfilm bündeln Maria Iorio und Raphaël Cuomo verschiedene Zeitzeugenaussagen zum persönlichen Bericht einer Italienerin, die 1965 als Arbeitsmigrantin in die Schweiz einreiste. Zentral ist für die Stellvertreterin vieler damaliger Wirtschaftsflüchtlinge aus Südeuropa das Gefühl, ein „vogelfreier Arbeits-Körper“ gewesen zu sein. Sie fühlt sich gedemütigt und kontrolliert durch die Prozeduren in der „Grenzsanität“, durch massive Unterbezahlung, gefährliche Arbeitsbedingungen, psychischen Druck in der Fabrik sowie durch offen geäußerte, verletzende Ressentiments gegenüber dem Fremden.

Der Film ist eine Collage aus Erinnerungsstücken, der eine weibliche Sprecherin ihre Stimme leiht und die bildlich bewusst im Ungefähren bleibt. Im Ungefähren, aber äußerst wirkungsvoll und offensichtlich skeptisch gegenüber realitätsversprechenden visuellen Zeugnissen. Neben verdrehten Detailausschnitten und Negativen von wenigen überlieferten Fotos bieten vor allem ruhige Videoaufnahmen aus der Jetztzeit, etwa die eines verlassenen Gebäudes mit all seinen Gebrauchsspuren, dem Audiobericht der Sprecherin und einer Stimmenperformance den passenden poetischen Raum.

André Eckardt

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Kids DOK
Arakabus collective

Carola mag Killian, Akhénatin findet Louna gut. Doch es ist nicht leicht, sich dem anderen zu nähern, wenn man keine coolen Klamotten und nicht das neuste Handy hat.

Arakabus

Animationsfilm
2015
6 Minuten
Untertitel: 
englische
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Jean-Luc Slock
collective
Simon Médard
Carola mag Killian, Akhénatin findet Louna gut. Doch es ist nicht leicht, sich dem anderen zu nähern, wenn man keine coolen Klamotten und nicht das neuste Handy hat. Die Regisseure wissen, wovon sie reden: 14 Teenager aus Belgien gestalteten den Film.

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Internationales Programm
Belle de nuit – Grisélidis Réal, Self Portraits Marie-Eve de Grave

Grisélidis Réal, Prostituierte, Künstlerin, Autorin und feministische Pionierin, facettenreich gespiegelt in Selbstzeugnissen und Begegnungen. Eine revolutionäre Hure, ein großes Werk.

Belle de nuit – Grisélidis Réal, Self Portraits

Dokumentarfilm
2016
74 Minuten
Untertitel: 
englische
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Françoise Hoste
Marie-Eve de Grave
Pierre Avia
Jorge Piquer Rodríguez, Sébastien Koeppel
Simon Arazi
Ludovic Van Paschterbeke
Revolution, Geist, Körper, Traum. Das sind die Dimensionen, zwischen denen sich die Prostituierte und Künstlerin Grisélidis Réal Zeit ihres Lebens bewegte. Radikal in ihren Begierden und entwürdigt von den Wunden der Nacht, beginnt sie ab den 1960er Jahren, über sich und ihre Erlebnisse zu schreiben. Ein Werk entsteht, das aus der Perspektive und mit dem Selbstverständnis einer Frau spricht, die keine Angst kennt und kein Risiko scheut.

Grisélidis Réal hat Prostitution in Kunst verwandelt, die Regisseurin Marie-Eve de Grave deren Leben in einen Dokumentarfilm von erzählerischer Größe. Tagebucheinträge, literarische Skizzen, Zeichnungen, ein Adressbuch, Archivmaterial, Fotografien, Gespräche mit wichtigen Wegbegleitern wie dem französischen Schriftsteller Jean-Luc Hennig bilden das Gerüst einer Dramaturgie, die die verschiedenen Facetten ihres Lebens wie durch ein Prisma betrachtet und in einem Begriff bündelt: unbeugsam. Gleichzeitig ist dieser Film eine Reise in eine Vergangenheit, in der die gesellschaftliche Debatte über Sexualität gerade erst begann und alles möglich schien. 2009, vier Jahre nach ihrem Tod, erhält Grisélidis Réal mit Zustimmung der Stadtverwaltung einen Platz auf dem Ehrenfriedhof von Genf – in direkter Nachbarschaft des gottesfürchtigen Reformators Johannes Calvin. Die späte Genugtuung einer revolutionären Hure.

Matthias Heeder

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Internationales Programm
Life to Come Claudio Capanna

Zwischen gläsernen Kästen, Schläuchen, Monitoren und piepsenden Geräten kämpfen Eden und Léandro ums Überleben. Die fragile Welt von Frühchen und ihren Eltern.

Life to Come

Dokumentarfilm
2016
75 Minuten
Untertitel: 
englische
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Anton Iffland Stettner, Eva Kuperman
Claudio Capanna
Inne Eyesermans
Tristan Galand
Christophe Evrard
Claudio Capanna
Thibaut Darscotte, Thibaut Darscotte, Jonathan Vanneste
Eden und Léandro sind Frühchen. Die Welt ihrer ersten Tage und Wochen besteht aus gläsernen Kästen, Schläuchen, Monitoren, piepsenden Geräten und ihrer Mutter. Diese versucht, ihren Kindern so viel Nähe und Vertrautheit zu geben, wie sie kann in der sterilen und kühlen Umgebung des Krankenhauses. Dabei beschäftigt sie ununterbrochen die Frage, ob ihre Babys es schaffen werden und wann sie endlich mit ihnen nach Hause gehen darf. Jedes Gramm entscheidet darüber, ob die Zwillinge als stark genug eingestuft werden oder nicht. Die Eltern balancieren zwischen Sorge, Hoffnung, Angst und Freude. Gleichzeitig beschäftigt sie die Fürsorge für ihren dreijährigen Sohn Gabriel, der bei dem langen Krankenhausaufenthalt seiner Mutter und seiner Geschwister nicht zu kurz kommen soll. Der Film kommt der Familie mit seinen ruhigen und atmosphärischen Bildern sehr nah, ohne dabei aufdringlich zu sein.

Kim Busch

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Life to Come 360° – Through the Eyes of a Premature Baby

(none)
2016
9 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Cédric Bonin, Pascaline Geoffroy, Anton Iffland Stettner
Fouzi Louahem
Aïdan Obrist
Christophe Reynaud
Fouzi Louahem, Claudio Capanna
Yann-Elie Gorans
Sabine Lange (ARTE), Sophie Berque (RTBF interactive), Mohamed El Mongy (Aljazeera), Isabelle Christiaens (RTBF)
Jean-François Martin, Emilie Maréchal, Blanche Giraud-Beauregardt, Fred Cacheux, Coline Wauters
Die ersten Tage unseres Lebens, besonders jene kurz nach der Geburt, sind uns nicht im Gedächtnis. Plötzlich sind wir auf der Welt – erste unklare Erinnerungen von irgendwann, irgendwo steigen auf. Das Langzeitgedächtnis entwickelt sich erst ab dem zweiten Lebensjahr. Der Start ins Leben bleibt also ein trübes Erinnerungsloch. Mit „Life to Come 360°“ kann der Zuschauer in die virtuelle Realität einer Neugeborenenstation eintauchen und den Alltag aus der Sicht eines Frühchens wahrnehmen. Die Dokufiktion ist Teil der App „ARTE360“.

Lars Rummel

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Mr Sand

Animadok
2016
8 Minuten
Untertitel: 
keine
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The Animation Workshop
Soetkin Verstegen
Andrea Martignoni
Das Publikum geriet angesichts der ersten Filmbilder von einem einfahrenden Zug in Panik. Immersives Kino pur. In ihrem kunstvollen Kaleidoskop arrangiert die belgische Künstlerin Soetkin Verstegen mit den analogen Techniken des Trickfilms Reminiszenzen an das frühe Kino als eine Welt, die mit Angst, Schauer und Lust ihre Zuschauer in Bann schlug. Ihre Hommage geht zurück zu den Gruselgeschichten, zum Zirkus und zu den Schaustellern, die das Kino, das es so vielleicht bald nicht mehr geben wird, miterfanden.

Cornelia Klauß

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My Daughter Nora

Dokumentarfilm
2016
15 Minuten
Untertitel: 
englische
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Julie Frères
Jasna Krajinovic
Guillaume Vandenberghe
Marie-Hélène Mora
Quentin Jacques
Schon das ist eine Leistung: das Drama einer ganzen Generation, einer Familie und einer Mutter in knapp 15 Minuten zu erzählen. Mit einem Brief verabschiedet sich Nora von der Welt des Hedonismus und zieht, wie viele jugendliche Moslems aus Belgien, in den Dschihad nach Syrien. Zurück bleiben verzweifelte Eltern, die sich fragen, was schiefgelaufen ist. Ihnen bleibt nichts als die Hoffnung, dass Nora und die vielen anderen heil wieder zurückkommen. Aber dieses Glück haben nicht alle.

Matthias Heeder


Nominiert für Young Eyes Film Award

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Pulse

Dokumentarfilm
2015
26 Minuten
Untertitel: 
englische
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Robin Petré, Doc Nomads
Robin Petré
András Emszt
Robin Petré
Robin Petré
María Grazia Goya
Robin Petré
Rudolf Varhegyi, Asia Dér, María Grazia Goya, Kimberly Ivany, Tanya Haurylchyk
Wenn Hirsche in Gefangenschaft gehalten werden, dann verläuft mitten durch das einzelne Tierindividuum die Grenze zwischen Autonomie und Knechtschaft. Das Verhältnis zwischen dem Machtanspruch des Menschen und der authentischen Eleganz des Wildtiers muss permanent fein austariert werden. Die dänische Filmemacherin Robin Petré hat mit „Pulse“ eine berückend schöne Arbeit geschaffen, in der sich Geschichte und Gegenwart dieser Art von Tierhaltung scharfsinnig gespiegelt finden.

Ralph Eue



Ausgezeichnet mit der Silbernen Taube im Internationalen Wettbewerb kurzer Dokumentar- und Animationsfilm 2016

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Next Masters Wettbewerb
Sacred Water Olivier Jourdain

Alle Frauen haben es. Aber nur die in Ruanda wissen, wie man es zum Fließen bringt und dabei dem Mann und vor allem sich selbst Spaß bereitet … Der weibliche Orgasmus als Kulturtechnik.

Sacred Water

Dokumentarfilm
2016
55 Minuten
Untertitel: 
englische
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Michel Dutry
Olivier Jourdain
Bertrand Le Roy, Stéphane Grégoire
Christophe Rolin, Olivier Jourdain
Mélanie Le Clech, Mathieu Pierart
Guy Ndoli, Sébastien Wielemans
Alle Frauen haben es. Die einen meinen, Gott habe es ihnen geschenkt, damit sie ihrem Mann mehr Vergnügen bescheren. Andere sehen die Männer vielmehr in der Pflicht, das „heilige Wasser“ zum Fließen zu bringen. In Ruanda ist man sich sicher, dass die Weißen nicht daran glauben – und damit wirklich etwas verpassen. Es ist eine Tradition, ein Ritual, das Geheimnis jeder Frau. Regisseur Olivier Jourdain sucht in mythologischen Erzählungen und betörend schönen Landschaftsbildern den Überbau für dieses in vielfach verschlungener Weise formulierte Mysterium, das sich als etwas ganz Modernes herausstellt. Überraschend offen und selbstbewusst wird von der schönsten Sache der Welt gesprochen – und ganz nebenbei das Geschlechterverhältnis diskutiert.

Vor allem Dusabe Vestine, eine leidenschaftliche Radiomoderatorin, verfolgt die Mission, das „heilige Wasser“ in ihrer Sendung zum öffentlichen Thema zu machen. Sie scheut auch nicht den steinigen Weg über die Dörfer, um von der ureigenen ruandischen Praktik zu predigen: ein Wunder, das nur die Frauen zu bewerkstelligen in der Lage sind. Wer bislang Afrika ausschließlich mit Aids, mangelnder Verhütung, Genitalverstümmelungen und Unterdrückung von Frauen in Verbindung brachte, wird hier nachdrücklich eines Besseren belehrt. Das Abendland, das sich seiner Aufgeklärtheit so sehr rühmt, kann von Ruanda noch einiges lernen.

Cornelia Klauß

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Story of the Unknown Soldier

Animationsfilm
1932
11 Minuten
Untertitel: 
_ohne Dialog / Untertitel
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Henri Storck
Henri Storck
Als Pionier des Collagefilms praktizierte Henri Storck Ungehorsam im doppelten Sinne. In einer politisch höchst angespannten Zeit montierte er Wochenschauberichte neu und unterlief die Propaganda der Originale. Dokumentarisch entlarvend – und so ehrlich, dass die politische Elite den Film verbot.

Ines Seifert

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The Fullness of Time (Romance)

Dokumentarfilm
2016
14 Minuten
Untertitel: 
englische
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Nicolas Rincon Gille
Manon Coubia
Nicolas Rincon Gille
Manon Coubia
Aline Huber
An einem Septembermorgen 1957 bricht ein Bergsteiger mit seinem Kumpel zum Mont Blanc auf und verunglückt im ewigen Eis. Seine junge Frau bleibt verschlafen zurück in den Falten ihrer Bettdecke. Ein Leben lang wartet sie darauf, dass der Gletscher ihn wieder freigibt. Diese geradezu klassische Liebestragödie, in der zumindest für den verschollenen Körper die Zeit anhält, erzählt Manon Coubia mit klarer symbolischer Bildsprache, zwischen Stillstand und Bewegung, als ein filmisches Triptychon.

Lars Meyer

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