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Toward a Common Tenderness

Dokumentarfilm
2017
64 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Shinji Kitagawa
Kaori Oda
Mono Fontana
Kaori Oda
Kaori Oda
Kaori Oda
Kaori Oda
Eine junge Japanerin in Bosnien-Herzegowina. Sie ist gleichermaßen Subjekt wie Objekt einer poetischen filmischen Recherche in fremdem Land. Versuche, sich einzuschreiben in ein unbekanntes Alltagsgeschehen. Nomadische Individualität auf einsamem Außenposten. Was leicht zu selbstzufriedener Nabelschau geraten könnte, erscheint in „Toward a Common Tenderness“ als defizitärer Seinszustand, der aufgebrochen gehört. Die Kamera wird der Filmemacherin zum physischen und spirituellen Werkzeug, um ihrer eigenen Geschichte, der aktuellen menschlichen und geografischen Umgebung sowie einem daraus sich möglicherweise ergebenden Lebensweg habhaft zu werden.

Kaori Odas Film ist von geheimnisvoller Schönheit. Eine Schönheit auf unsicherem Grund. Am ehesten vielleicht von jener Art, wie sie Robert Bresson einst in seinen „Notizen zum Kinematographen“ beschrieb: „Die Schönheit deines Films wird nicht in den Bildern sein (Ansichtskarten-Syndrom), sondern in dem Unsagbaren, das von ihnen ausgehen wird.“

Ralph Eue

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