Filmarchiv

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Internationales Programm 2014
Castillo y el Armado Pedro Harres

Ein junger Hafenarbeiter an der Grenze zwischen Brasilien und Uruguay versucht mit aller Gewalt, seine Familie, seine Arbeit und das Fischen in den Griff zu bekommen.

Castillo y el Armado

Animationsfilm
Brasilien
2014
13 Minuten
Untertitel: 
englische

Credits DOK Leipzig Logo

Pedro Harres, Otto Guerra, Marta Machado
Pedro Harres
Felipe Puperi
Marco Arruda
Pedro Harres
Hermes de Lima, Fabiano Pandolfi, Josemi Bezerra, Ruben Castillo
Pedro Harres
Thiago Bello
Ein junger Hafenarbeiter an der Grenze zwischen Brasilien und Uruguay versucht mit aller Gewalt, seine Familie, seine Arbeit und das Fischen in den Griff zu bekommen.
Internationales Programm 2014
Dominguinhos Joaquim Castro, Mariana Aydar, Eduardo Nazarian

José Domingos de Morais, einer der großen Akkordeonspieler Brasiliens. Träumerische Zeitreise in ein unbekanntes Land und Steinbruch der Erinnerungen. Mutig und hinreißend.

Dominguinhos

Dokumentarfilm
Brasilien
2014
86 Minuten
Untertitel: 
englische

Credits DOK Leipzig Logo

Deborah Osborn, Gilberto Topczewski, Felipe Briso
Joaquim Castro, Mariana Aydar, Eduardo Nazarian
Mariana Aydar, Eduardo Nazarian, Duani Martins
Pedro Urano, Tiago Tambelli
Joaquim Castro
Boreal Studio
Di Moretti
Edson Secco, Joaquim Castro
Lieder, die von der Liebe erzählen wie von der letzten Dürre oder dem Geld, dem fehlenden. Keine Frage, die Musik von José Domingos de Morais, einem der großen Akkordeonspieler Brasiliens, ist Volksmusik im besten Sinne. Voller Respekt verneigen sich die drei Regisseure mit ihrem Film vor dem 2013 verstorbenen Künstler. Dieser blieb der Kultur seiner Heimat, des Sertão im Nordosten Brasiliens, Zeit seines Lebens tief verbunden. Im Sertão beginnt auch der Film. Kein Musikerporträt, sondern eher eine träumerische Zeitreise durch ein unbekanntes Brasilien, aus dessen Vielfalt etwas so Wunderbares wie die Musik Dominguinhos‘ entstehen konnte. Dazu nutzen die Filmemacher unterschiedlichste Bildquellen: Archivmaterial der 1940er Jahre über den Sertão der Landarbeiter und Habenichtse, TV-Shows aus den 1950er und 60er Jahren, Interviews mit dem Musiker aus den verschiedenen Lebensabschnitten, große Konzerte in den 2000ern. Tatsächlich arbeiten sie im Steinbruch visueller Erinnerungen – nicht nur denen ihres Protagonisten, sondern ebenso ihrer eigenen und denen des Landes. Diese Erinnerungsarbeit, assoziativ und sprunghaft, bestimmt den Tonfall des Films. Eine Bildsequenz zu einer Melodie, ein Rhythmus zu einer Geschichte, ein Liedtext zu einer kurzen biografischen Notiz. Das ist erzählerisch ein mutiger Entwurf und die Musik ist einfach hinreißend.
Matthias Heeder