Filmarchiv

Internationales Programm 2017
Body of Crime Pedro Rocha

Ivan ist ein junger Brasilianer, der nach Straffälligkeit ein Bewährungsprogramm absolviert. Eine Fußfessel kontrolliert seinen Aufenthaltsort, nicht aber seine Gedanken.

Body of Crime

Dokumentarfilm
Brasilien
2017
73 Minuten
Untertitel: 
englische

Credits DOK Leipzig Logo

Pedro Rocha, Diego Hoefel
Pedro Rocha
Juliane Peixoto
Frederico Benevides
Diego Hoefel
Paulo Ribeiro
Ein Ausdruck von Ivans Last befindet sich um seinen Fuß geschnallt: eine elektronische Fessel, die seinen Standort überwacht. Kritisch wird es abends, wenn er bei seiner Familie sein soll, Ausgangssperre hat, aber eine Stimme Ideen einflüstert, die nur außerhalb des Hauses – und damit des gesetzlichen Rahmens – realisierbar scheinen. Ivan ist ein Tiger hinter Gittern, dessen Schritte täglich unruhiger werden. Zudem plagt ihn ein Gedankenspiel: Er kennt Männer, die die piependen Apparate eigenmächtig loswurden und nun auf freiem Fuß sind. Und er kennt andere, deren Befreiungsversuche scheiterten. Die Konsequenz: zurück ins Gefängnis. Ivan balanciert zwischen Skylla und Charybdis. Eine Erregtheit, die längst in Unmut gekippt ist und nach Lösung verlangt.

Carolin Weidner


Nominiert für Young Eyes Film Award
Internationales Programm 2017
Luiza Caio Baú

„Live the Old Times“ steht in großen Lettern auf Luizas T-Shirt. Anfangs blättert das behütete 24-jährige Mädchen mit den blaugrünen Haarsträhnen noch in einem Album und betrachtet Fotos aus ihrer Kindheit.

Luiza

Dokumentarfilm
Brasilien
2017
15 Minuten
Untertitel: 
englische

Credits DOK Leipzig Logo

Caio Baú, Amanda Soprani, Isabele Orengo
Caio Baú
Murilo Lazarin
Fábio Allon
Caio Baú
Bruno Ito
„Live the Old Times“ steht in großen Lettern auf Luizas T-Shirt. Anfangs blättert das behütete 24-jährige Mädchen mit den blaugrünen Haarsträhnen noch in einem Album und betrachtet Fotos aus ihrer Kindheit. Doch bald zählt nur noch die Gegenwart mit ihrem Freund und die Frage, wann es Zeit ist für den ersten Sex. Familiäre Ängste, Autonomiewünsche, erwachende Sexualität und Entrücktheit verdichten sich zu einem ambivalenten Szenario.

Esther Buss