Filmarchiv

Next Masters Wettbewerb 2015
A Summer Love Jean-François Lesage

Grelles Neonlicht, stampfende Techno-Rhythmen, im Gras liegen, reden und tanzen … Der Sommernachtstraum einer Gruppe von Jugendlichen, ein sinnlicher Rausch.

A Summer Love

Dokumentarfilm
Kanada
2015
63 Minuten
Untertitel: 
englische

Credits DOK Leipzig Logo

Jean-François Lesage
Jean-François Lesage
Gold Zebra
Jean-François Lesage, Marianne Ploska
Mathieu Bouchard-Malo, Ariane Pétel-Despots
Jean-François Lesage
Bruno Bélanger, Alexis Pilon-Gladu, Aude Renaud-Lorrain

Die grellen Neonfarben spiegeln sich auf den Gesichtern der jungen Menschen in einem nächtlichen Park. Man hört die Rhythmen der elektronischen Musik aus der Ferne. In der Dunkelheit erkennt man die großen Bäume, deren Äste hoch hinaus in den Himmel reichen und die so dastehen, als wachten sie über die Jugendlichen. Die liegen im Gras. Etwas später tanzen sie … und sie reden … viel. Manchmal überkommt einen das Gefühl, in einem dieser französischen Schwarzweiß-Filme aus den 60er Jahren gelandet zu sein, in denen auch ununterbrochen geredet wurde. Auch in dem Werk des kanadischen Regisseurs Jean-François Lesage spricht man Französisch und viel über das Nichts und viel über die Liebe. Aus dem Off ist die poetische Bemerkung eines jungen Mannes zu hören: „Liebe existiert trotzdem.“ Die Generation des digitalen Zeitalters hat offenbar viel über Beziehungen und Liebesdramen nachzudenken und einander zu erzählen. Das Neonlicht weist ihnen den Weg durch die nächtliche Natur, in eine ungewisse Zukunft des Erwachsenseins. Dies zu beobachten ist ein sinnliches Erlebnis. Zaza Rusadze


Extended Reality: DOK Neuland 2015
After the Storm

Lieber zukünftiger Naturkatastrophenüberlebender,

das ist die Geschichte, in der deine Stadt komplett verwüstet zurückbleibt und deine Welt ohne dich untergeht.

2015

After the Storm

(none)
Kanada
2015
480 Minuten
Untertitel: 
(none)

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Heather Grieve, Helios Design Labs
Dan Sundy
Lieber zukünftiger Naturkatastrophenüberlebender,

das ist die Geschichte, in der deine Stadt komplett verwüstet zurückbleibt und deine Welt ohne dich untergeht.

Am 26. April 2011 wurde die Stadt Tuscaloosa im US-Bundesstaat Alabama von einem Tornado zerstört. Die Bilanz: 4.700 kaputte Häuser, 10.000 Obdachlose, Tausende Verletzte. Diese in Briefform adressierte Webdoku gibt nicht nur allgemeine Informationen über Naturkatastrophen, sondern ermöglicht durch ihre schlichten Bilder, fein gezeichnete Grafiken und die Stimme des Regisseurs aus dem Off einen sehr persönlichen und emotionalen Zugang zum Thema.
Extended Reality: DOK Neuland 2015
ARTE360 – Plattform für 360°/VR-Video Thomas Wallner

ARTE arbeitet aktuell an neuen 360°- und Virtual-Reality-Projekten in den Bereichen Kultur, Dokumentation und Fiktion, welche über die ARTE360-Plattform und durch Virtual-Reality-Brillen erlebt werden können.

ARTE360 – Plattform für 360°/VR-Video

(none)
Kanada,
Frankreich,
Deutschland
2015
480 Minuten
Untertitel: 
(none)

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Thomas Wallner, Irene Vandertop, DEEP Inc.
Thomas Wallner
Scott Hermann, Joshua Park, Franz Hildgen, James Acres
ARTE arbeitet aktuell an neuen 360°- und Virtual-Reality-Projekten in den Bereichen Kultur, Dokumentation und Fiktion, welche über die ARTE360-Plattform und durch Virtual-Reality-Brillen erlebt werden können.

In der Ausstellung werden erste Dokumentarfilme durch Virtual-Reality-Headsets und Cardboard-Brillen für den Besucher erfahrbar gemacht.

Cure

Dokumentarfilm
Kanada,
Äthiopien,
Deutschland
2015
20 Minuten
Untertitel: 
englische

Credits DOK Leipzig Logo

Sarah Noa Bozenhardt
Sarah Noa Bozenhardt
Fasika Abebe, Aster Assefa
Bernarda Cornejo Pinto
Sarah Noa Bozenhardt
Sarah Noa Bozenhardt, Bernarda Cornejo Pinto
Ein ungemein zärtlicher Blick auf Aster, eine blinde junge Mutter, die mit ihrer kleinen Tochter in einer Einrichtung für alleinerziehende Mütter in Äthiopien lebt. Ihr leiser Gesang über Liebe und kleine Mäuse durchzieht die Bilder wie der Traum eines Sehenden. Noch heißt die Kleine Bethi. Aber Aster will den Namen ändern in Medanit: das amharische Wort für Heilung. Das Kind hat sie vom Dunkel in das Licht geführt. Sie ist das Auge ihrer Mutter.

Matthias Heeder
Internationales Programm 2015
In Deep Waters Sarah Van Den Boom

Die drei Protagonisten des Films verbindet etwas, das sie selbst erst verstehen lernen müssen: ein Verlust, der so früh in ihrem Leben passierte, dass sie sich nicht mehr erinnern, der aber Auswirkungen auf ihre Entwicklung hatte.

In Deep Waters

Animationsfilm
Kanada,
Frankreich
2015
12 Minuten
Untertitel: 
keine

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Richard Van Den Boom
Sarah Van Den Boom
Pierre Caillet
Sarah Van Den Boom
Sarah Van Den Boom, Annie Jean
Gilles Cuvelier, Gabriel Jacquel, Samuel Guénolé, Marine Blin, Marion Le Guillou, Denis Fleurion, Pierre Lesca (Studio Train-Train), Sarah Van Den Boom
Sarah Van Den Boom
Pierre Yves Drapeau, Lise Wedlock, Jean Paul Vialard
Die drei Protagonisten des Films verbindet etwas, das sie selbst erst verstehen lernen müssen: ein Verlust, der so früh in ihrem Leben passierte, dass sie sich nicht mehr erinnern, der aber Auswirkungen auf ihre Entwicklung hatte. Der Film thematisiert mit unterschiedlichen ästhetischen Mitteln die Suche der Personen nach einem verlorenen Teil von ihnen, die Fragen, die sich und anderen stellen, und die Sehnsucht, die immer bleiben wird.

---Annegret Richter
Internationales Programm 2015
Quiet Zone Karl Lemieux, David Bryant

Elektromagnetische Felder sind unsichtbar. Doch „elektrosensible“ Menschen spüren, dass wir von Funkwellen aller Art umgeben sind.

2015

Quiet Zone

Animadok
Kanada
2015
14 Minuten
Untertitel: 
keine

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Julie Roy
Karl Lemieux, David Bryant
David Bryant
Mathieu Laverdière, Karl Lemieux, David Bryant
Mathieu Bouchard-Malo
Karl Lemieux
Olivier Calvert, David Bryant
Elektromagnetische Felder sind unsichtbar. Doch „elektrosensible“ Menschen spüren, dass wir von Funkwellen aller Art umgeben sind. Auch die Bilder des Filmes ahnen wir mehr, als dass wir sie wirklich sehen: einsame amerikanische Landstraßen, Vorstadthäuser, Funkanlagen und manchmal die Erzählerin, eine Frau auf der Flucht vor der Zivilisation. Auf die zunehmend rastlose menschliche Kommunikation reagiert „Quiet Zone“ mit einer Auflösung der Realität auf der Ebene des Filmmaterials selbst.

Lars Meyer

Sonámbulo – The Sleepwalker

Animationsfilm
Kanada
2015
5 Minuten
Untertitel: 
_ohne Dialog / Untertitel

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Theodore Ushev, Galilé Marion-Gauvin, Dominique Noujeim
Theodore Ushev
Nikola Gruev, Kottarashky
Theodore Ushev
Theodore Ushev
Theodore Ushev
Olivier Calvert
Eine freie Interpretation des Gedichts „Romance Sonámbulo“ von Federico García Lorca. Das „Zigeunerhafte“ von Kottarashkys Musik und die hypnotische Choreographie legen sich über die poetischen Schichten von Farbe und Form. Ushevs ureigene Ästhetik, die hier an Miró erinnert, nimmt uns mit auf eine surreale Reise in die Eingeweide der modernen spanischen Kunst des frühen 20. Jahrhunderts und zu einigen von Lorcas grundlegenden symbolischen Elementen: Wasser, Luft, Spiegel, Mond, die Farbe Schwarz und das Weibliche.

Victor Orozco
Next Masters Wettbewerb 2015
The Amina Profile Sophie Deraspe

Eine syrische Bloggerin, die in der Revolution zum Medienstar wird, eine lesbische Online-Beziehung, ein Verbrechen. Enigmatisches Verwirrspiel um Social Media, Hype und Hysterie.

The Amina Profile

Dokumentarfilm
Kanada
2015
75 Minuten
Untertitel: 
englische

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Isabelle Couture, Nathalie Cloutier
Sophie Deraspe
Sam Shalabi
Sophie Deraspe
Geoffrey Boulangé, Sophie Deraspe
Frédéric Cloutier
In alten Märchen verliefen sich die Kinder im Wald, heute verirren sich die Menschen in den Tiefen des Internets. Eine junge Frau, Sandra aus Montreal, beginnt eine Online-Beziehung mit der syrischen Bloggerin Amina. Aus dem digitalen Flirt wird eine Romanze, erotische Phantasien werden beflügelt und miteinander ausgetauscht. Als 2011 in Syrien der Aufstand ausbricht, ermutigt Sandra Amina, aus ihrem Alltag zu berichten. Die internationalen Medien springen reflexartig an: „A Girl from Damascus“ berichte von den Kriegswirren, eine zarte weibliche Stimme inmitten der immer unübersichtlicher werdenden Frontlinien, dazu noch „gay“. Dann wird Amina entführt. Was den Medien ins Bild passt und zu einer internationalen Suchaktion führt, wird für Sandra zur privaten Mission – und Obsession. Aber plötzlich verlieren sich die Spuren …

Die kanadische Filmemacherin Sophie Deraspe dekonstruiert gemeinsam mit Sandra den Fall, der sich als hochkomplexe Gemengelage aus Hype und Hysterie erweist. Sie begegnet dem Stoff mit einer komplexen und changierenden Erzählweise, die die Überlagerungen von Realität und Fiktion, Medienwirklichkeit und Projektion, Sehnsucht und Revolution aufgreift. Uns Zuschauer führt sie in ein Labyrinth, an dessen Ausgang uns eine geradezu triviale, gleichwohl allzu menschliche Erkenntnis erwartet.

Cornelia Klauß