Filmarchiv

Internationales Programm
Callshop Istanbul Sami Mermer, Hind Benchekroun

Die Telefonzellen von Istanbul verbinden Tausende gestrandete Flüchtlinge mit ihrer Heimat. Universelle Dramen auf engstem Raum, Liebesschwüre, Familienkrach und eine globale Tragödie.

Callshop Istanbul

Dokumentarfilm
2016
89 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Hind Benchekroun, Sami Mermer
Sami Mermer, Hind Benchekroun
Sami Mermer
Sami Mermer
Mit ihren flackernden Lichtern wirken die schmalen Callshops wie Leuchttürme im Gewirr der Gassen. Hier stranden Fremde aus aller Welt, die meisten von ihnen auf dem Weg nach Europa. Doch für viele endet die Reise genau hier, in der Megametropole Istanbul. Der Film findet einen so simplen wie effektvollen Zugang zur Lebenssituation dieser Heimatlosen: Er belauscht ihre Telefonate mit den Angehörigen, von denen sie abgeschnitten sind. Beißende Sorgen um deren Sicherheit in Kriegsgebieten wie Syrien oder Irak, gemeinsame Pläne für eine bessere Zukunft, Liebeserklärungen und Treueschwüre gehen durch die Leitung. Auf engstem Raum spielen sich universelle Dramen ab. Ein obdachloser Senegalese traut sich nach Jahren des Misserfolgs erstmals, seine Familie zu kontaktieren, verspricht Besserung. Dann wieder verhandelt er ergebnislos mit einem Schlepper. Sein Gesicht ist müde.

Von den Mikroporträts der Telefonzellen aus geht der Film in die Straßen, zeigt die Proteste auf dem Taksim-Platz und die Türkei aus der Sicht der migrantischen Parallelgesellschaft. Drei Männer aus Benin, die sich mit dem illegalen Verkauf von Uhren durchschlagen, kalkulieren mit Halbwissen das Risiko für eine Überfahrt nach Griechenland – und entscheiden umzukehren. Information ist überlebenswichtig. „Callshop Istanbul“ bietet nicht nur an dieser Stelle einen Perspektivwechsel zur Debatte über Flucht und Migration.

Lars Meyer

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Cheer Up

Dokumentarfilm
2016
82 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Liisa Juntunen
Christy Garland
Tom Third
Sari Aaltonen
Thor Ochsner, Graeme Ring
Try to cheer up! Selbst wenn eine der kunstvoll aufgebauten Körperpyramiden zusammengebrochen ist und die Mädchen blutend und lädiert am Boden liegen, bekommen sie das zu hören. Cheerleading ist der Inbegriff des Motivationscoachings, das ganze Ratgeberregale füllt und uns stets zu neuen Höchstleistungen antreibt – geht es bei diesem Sport doch genau um Letzteres. Nur bei den Arctic Circle Spirit Ice Queens in Rovaniemi am Polarkreis scheint die Logik des immerwährenden Gewinnen-Wollens nicht zu funktionieren: Sie sind das schlechteste Cheerleading-Team Finnlands. Trainerin Miia aber ist fest entschlossen, das zu ändern. Nach einem Besuch bei der Weltspitze im texanischen Dallas – der einer Gehirnwäsche gleicht – möchte sie ihre Schäfchen mit der „Yes You Can“-Strategie zur „Number One“ machen. Die aber haben ganz andere Sorgen: Patu muss nach dem Tod der Mutter mit der neuen Partnerschaft des Vaters klarkommen, Aino verliert sich im wilden Partyleben und gefährdet ihre Stellung im Team. Dazu die erste Liebe und der Auszug von zu Hause. Und es stellt sich auch für Miia heraus, dass das amerikanische Credo „Alles ist möglich“ eventuell ganz anders verstanden werden kann …

Sicher mischt Christy Garland die Dramaturgie des klassischen Sportlerfilms mit der des Coming-of-Age-Dramas und bleibt dabei nah an ihren Protagonistinnen. Fallen und wieder aufstehen. Klingt leichter, als es ist.

Grit Lemke


Nominiert für Young Eyes Film Award

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Gulîstan, Land of Roses

Dokumentarfilm
2016
86 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Sarah Mannering, Fanny Drew, Yanick Létourneau (Périphéria), Mehmet Aktaş (Mîtosfilm), Nathalie Cloutier (NFB), Denis McCready (NFB)
Zaynê Akyol
Christophe Lamarche-Ledoux
Étienne Roussy
Mathieu Bouchard-Malo
Zaynê Akyol
Olivier Calvert
Zaynê Akyol begleitet Kämpferinnen der PKK in den kurdischen Gebieten im Irak und in Syrien und richtet einen differenzierten Blick auf den Guerillakrieg. Neben konzentrierten Vorbereitungen auf die Einsätze gegen den IS nehmen sich die Frauen Zeit für Körperpflege, lachen und feiern ausgelassen mit ihren männlichen Kameraden.

Stets im Zentrum des Bildes, geben die Protagonistinnen offen Einblick in ihre Ängste und Ideale. Sie haben eine Lebensentscheidung getroffen – aus Überzeugung. Doch sie bedeutet auch Trauer.

Lina Dinkla

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I Am Here

Animationsfilm
2016
5 Minuten
Untertitel: 
keine
Credits DOK Leipzig Logo
Shirley Vercruysse, Michael Fukushima
Eoin Duffy
MENALON
Eoin Duffy, Henrique Barone
Eoin Duffy
John Black
Kosmisches Rauschen, ein bebender Bass. Frank gleitet durch das philosophische Universum seiner Gedanken. Die Emotionen entzünden sich, Bild und Sprache geraten ins Stolpern, alles türmt sich zum Wolkenbruch der Gefühle auf … und legt eine Bruchlandung auf dem Boden der poesiefeindlichen Realität der Norm hin. Mit bestechendem minimalistischen Design zeichnet Eoin Duffy das kraftvolle Porträt einer einsamen, einer besonderen Seele, die „schon Sterne überlebt hat“.

André Eckardt


Nominiert für mephisto 97.6 Publikumspreis

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Red of the Yew Tree

Animationsfilm
2016
12 Minuten
Untertitel: 
_ohne Dialog / Untertitel
Credits DOK Leipzig Logo
Felix Dufour-Laperrière and Nicoas Dufour-Laperrière
Marie-Hélène Turcotte
Nicolas Bernier
Felix Dufour-Laperrière
Marie-Hélène Turcotte
Marie-Hélène Turcotte and Daniel Canty
Olivier Calvert
Das Mädchen nimmt das Gewehr von der Wand. Die Tochter ihrer Mutter geht auf die Jagd. Bilder gleiten ineinander über – eine wogende Wiese wird zum fließenden Fluss wird zur beschwerlichen Berglandschaft. Die weibliche Eibenpflanze trägt im Herbst rote Früchte, sie ist Symbol der Ewigkeit. Marie-Hélène Turcottes bemerkenswert fesselnder Zeichenstil und ihre lyrische Animation sind konkret und entrückt, zart und brutal.

André Eckardt


Nominiert für mephisto 97.6 Publikumspreis

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Internationales Programm
Terminal Device Ross Turnbull

Von Captain Hook bis zu Edward mit den Scherenhänden: Ein Betroffener macht grimmig-humorvoll Tabula rasa mit der Geschichte der Prothese im eigenen Leben und in der Popkultur.

Terminal Device

Dokumentarfilm
2015
68 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Ross Turnbull, Jennifer Hazel
Ross Turnbull
Slim Twig
Ross Turnbull, Alex Kingsmill, Roland Echavarria, David Rendall, Jennifer Hazel
Meghan Remy, Ross Turnbull
Ross Turnbull
Michèle Deslauriers
Wer hat Angst vor Captain Hook? Er stellt den Archetypus des einarmigen Bösewichts dar: der Pirat, dem eine Hand fehlt, die durch eine Prothese ersetzt wird, welche auch noch in einem Haken endet. Hook ist eine wahrlich übermächtige Fiktion, die in einer Quasi-Selbstbefruchtung unendlich variantenreiche Nachkommen auf dem Feld der Popkultur zeugte, von deren Wirkkraft jeder Betroffene ein trauriges Lied singen kann.

Der kanadische Regisseur Ross Turnbull, dem ein Arm fehlt, ist ein solcher. Hook und seine ganze Mischpoke von Candyman bis Edward mit den Scherenhänden sind ihm von klein auf ungeliebte Vettern gewesen, die sich immer wieder ungefragt in sein Leben gemischt haben. Mit „Terminal Device“ macht Turnbull grimmig-humorvoll Tabula rasa mit dieser ganzen Geschichte: die eigene Beeinträchtigung als Stoff für eine geradezu übermütige Vergangenheits- und Gegenwartsbewältigung. Und gratis dazu gibt’s dann auch noch facettenreiche Ausflüge in die Kultur- und Medizinhistorie der Prothese. Komisch oft. Zum Gruseln manchmal. Erhellend immer.

Ralph Eue

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The Clitoris

Animadok
2016
3 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Lori Malépart-Traversy
Lori Malépart-Traversy
Eliazer Kramer
Lori Malépart-Traversy
Lori Malépart-Traversy
Lori Malépart-Traversy
Lori Malépart-Traversy
Lori Malépart-Traversy, Vanessa Zaurrini
Die Geschichte eines feinnervigen, eigensinnigen Wesens, um dessen Erstentdeckung Männer gern stritten und das andere Männer zum Feind erklärten. Lori Malépart-Traversys charmanter und erfrischend lockerer „Aufklärungsfilm“ präsentiert nackte historische Fakten und beerdigt falsche Mythen über das einzige menschliche Organ, das ausschließlich dazu existiert, Vergnügen zu bereiten.

André Eckardt

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The Picture of the Day

Dokumentarfilm
2016
91 Minuten
Untertitel: 
englische
deutsche
Credits DOK Leipzig Logo
Eike Goreczka, Jo-Anne Velin
Jo-Anne Velin
Jo-Anne Velin, Thomas Beetz
Jo-Anne Velin
Jo-Anne Velin
Jo-Anne Velin, Florian Marquardt
Als der Bürgermeister von Tröglitz zurücktreten musste, weil er sich für Flüchtlinge eingesetzt hatte, und wenig später deren Heim brannte, drängten sich die Kamerateams in der kleinen Gemeinde in Sachsen-Anhalt. Als der Medientross abzog, kam Jo-Anne Velin – und blieb. Elf Monate, zwischen dem Anschlag und den Regionalwahlen (bei denen die Rechtspopulisten haushoch siegten), verbrachte sie mit den Einwohnern des Ortes. Sie teilte deren Alltag, war auf dem Fußballfeld und bei der Schwangerengymnastik, trank Kaffee mit den Ömchen, sah dem Bäckerpaar über die Schulter, beobachtete Kinder, erkundete verschwundene und gegenwärtige Industrien, durchstreifte die Wälder, sah und hörte genau hin.

Als in Deutschland lebende Kanadierin brachte Velin das Fremde mit und war prädestiniert, danach zu fragen, zu suchen und seine vielfältigen Spuren zu entdecken – vor allem in einer Geschichte, die von Einwanderungen geprägt und weitgehend verdrängt ist. Sie entdeckt bemerkenswerte Linien, die zu vielfältig genutzten KZ-Baracken in der Gegend und schließlich zu Imre Kertész führen. Doch nicht nur auf der Zeitachse stellt sie Verbindungen her, sondern auch geografisch. Immer wieder montiert sie Bilder von Flüchtlingen bei der Überfahrt nach Europa mit denen der Menschen von Tröglitz. Das könntest du sein, sagen diese Bilder. Und – weiter gedacht – auch du bist Tröglitz. Ein mutiger Schritt.

Grit Lemke


Nominiert für Dokumentarfilmpreis des Goethe-Instituts

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The Prison in Twelve Landscapes

Dokumentarfilm
2016
87 Minuten
Untertitel: 
englische
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Brett Story
Brett Story
Olivier Alary
Maya Bankovic
Avril Jacobson
Brett Story
Simon Gervais, Ian Reynolds
Es gehört zu den hervorstechenden Merkmalen von Film und Kino, allgemein sichtbare Phänomene des Wirklichen auch explizit erfahrbar zu machen. „The Prison in Twelve Landscapes“ stellt eine Steigerung dessen dar: Der Film sucht die Spuren einer Institution des amerikanischen Lebens, die sorgfältig aus den Augen und aus dem Sinn verbannt wurde, in der Alltäglichkeit des Sozialen und führt sie darüber in die Augen und in den Sinn zurück.

Statistisch gesehen sind in den USA gegenwärtig mehr Menschen in Gefängnissen interniert als zu jeder anderen Zeit und an jedem anderen Ort der Menschheitsgeschichte. Brett Storys Film ist eine ingeniöse dokumentarische Untersuchung zum amerikanischen Gefängnissystems quer durch die Staaten. Obwohl kaum einmal auch nur die Umrisse einer real existierenden Haftanstalt ins Bild kommen, wird erfahrbar, wie sehr die in die Unsichtbarkeit verdrängten Orte und ihre Insassen zum Alltag gehören und zugleich ein unverzichtbarer Wirtschaftsfaktor sind.

Ralph Eue

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Internationales Programm
The Talk. True Stories About the Birds & the Bees Alain Delannoy

Es gibt Dinge im Leben, die man nicht vergisst – ob man will oder nicht. Eines dieser Dinge ist „das Gespräch“.

2016

The Talk. True Stories About the Birds & the Bees

Animadok
2016
9 Minuten
Untertitel: 
keine
Credits DOK Leipzig Logo
Alain Delannoy
Alain Delannoy
Eidski
Alain Delannoy
Alain Delannoy
Alain Delannoy
Es gibt Dinge im Leben, die man nicht vergisst – ob man will oder nicht. Eines dieser Dinge ist „das Gespräch“. Alain Delannoy lässt die Erinnerungen von sieben (heute erwachsenen) Jungs an die elterlichen Versuche sexueller Aufklärung wieder wachwerden. Wie gesagt: Versuche. In der Mischung aus Zeichnungen, Fotografien und animierten Gegenständen wirken die teilweise verstörend unbeholfenen Anläufe, ES den Jugendlichen zu erzählen, im Rückblick nur noch komisch.

Lina Dinkla

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.