Filmarchiv

Countries (Film Archive)

Sometimes Two Herons

Animationsfilm
Kolumbien
2018
12 Minuten
Untertitel: 
_ohne Dialog / Untertitel
Credits DOK Leipzig Logo
Carla Melo Gampert
Carla Melo Gampert
Carla Melo Gampert
Carla Melo Gampert
Jaime Pinilla, Nathalie Gampert
In Bogotás lärmig-brutaler Großstadtmaschine tragen die Menschen ihre Natur nur noch schlaff in der Hand und geben sich willenlos befremdlichen Ritualen hin. Eine Vogeltochter flieht zu ihrem Vater in die Provinz. Die anfängliche verspielte Leichtigkeit dort wird bald von einer unbestimmten Schwere gedämpft. Assoziativ gleitet die Geschichte durch animierte Tuschezeichnungen. Sie verweilt in kurzen tänzerischen Szenen, gibt sich mal surreal lyrisch, mal erdig direkt.

André Eckardt

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Homo Botanicus

Dokumentarfilm
Kolumbien,
Frankreich
2018
88 Minuten
Untertitel: 
englische
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Nicolás Van Hemelryck, Clare Weiskopf, Pierre-Emmanuel Urcun, Guillermo Quintero
Guillermo Quintero
Violeta Cruz
Guillermo Quintero
Julie Borvon, Guillermo Quintero
Guillermo Quintero
Marc-Olivier Brullé
Ein Professor und sein Meisterschüler machen sich auf eine Forschungsreise in das unberührte tropische Hochgebirge der Anden. Der bedeutende Botaniker Julio Betancur hat bereits über 19.000 Pflanzenarten gesammelt und in einem gigantischen Herbarium in Bogotá archiviert, das er fortlaufend erweitert, zurzeit mithilfe seines jungen Gefolgsmannes Cristian. Regisseur Guillermo Quintero war vor über fünfzehn Jahren selbst Student bei Betancur, bevor er sich in Paris der Philosophie und später dem Filmemachen zuwandte. Bis heute verspürt er Hochachtung für seinen ehemaligen Mentor, auch Faszination für den anachronistisch wirkenden und romantischen Forscherblick auf die reiche Pflanzenwelt. Der Filmemacher begleitet das ungewöhnliche Paar. Als außenstehender Beobachter kommentiert er das Geschehen aus dem Off. Dabei schwingt Bewunderung mit für ihre Leidenschaft, aber auch Zweifel an der akribischen Sammlertätigkeit. Ist es noch zeitgemäß, die Natur so zu klassifizieren?

Quintero begibt sich in seinem Debütfilm in den Sog der Zeitlosigkeit im tropischen Wald. Variantenreiche und kunstvolle Ansichten der Fauna zeigen einen überraschend anderen und mystischen Blick auf Kolumbien. Dabei vermittelt sich auch das Bild eines Landes mit einer aufstrebenden Filmindustrie, deren Autorinnen und Autoren sich vorwiegend politischen oder persönlichen Konflikten widmen.

Annina Wettstein

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Jail

Animationsfilm
Kolumbien
2018
12 Minuten
Untertitel: 
englische
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Catalina Vásquez Salazar, Juan Pablo Tamayo
Catalina Vásquez Salazar
Jose Santamaría
Sebastián Quintero Mesa
David Castaño Luján
Sebastián Quintero Mesa, Catalina Vásquez Salazar, Julián García Mejía, David Castaño Luján
Catalina Vásquez Salazar
Oscar Rojo, Jose Santamaría
Die achtjährige Laura erhält einen Brief von ihrem Vater: mit einer Hasengeschichte, die seine Abwesenheit erklärt. Basierend auf realen Interviews baut Catalina Vásquez Salazar eine beunruhigende Erzählung, in der Bild- und Textebene am Anfang weit auseinanderliegen. Die heranwachsende Tochter tastet sich erst durch sich entlarvende Ungereimtheiten und beängstigende Eindrücke an die Wirklichkeit heran, als sie ihren Vater wiederholt im Gefängnis besucht.

André Eckardt

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Our Song to War

Dokumentarfilm
Belgien,
Kolumbien
2018
15 Minuten
Untertitel: 
englische
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Juanita Onzaga, Jan Stevens, Sofie Despeer
Juanita Onzaga
Juanita Onzaga
Juanita Onzaga, Romain Vennekens
Juanita Onzaga
Jérémy Bocquet
Ein ganz unübliches Totengedenken, genannt „Novenario“ – ein neuntägiges Gebet zu Ehren der Verstorbenen. Eigentlich aber geht es um Seelen, Wassergeister, Krokodilmenschen und Gespenster, die an den Orten der Massaker leben und die Leute heimsuchen. Die Kinder von heute haben längst vergessen, welches Grab das ihrer Familie ist. Erinnerungen an die toten Zivilisten in Bojayá, Kolumbien, nach einem Gefecht zwischen FARC-Rebellen und Paramilitärs im Mai 2002.

Saskia Walker

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The Shape of Now

Dokumentarfilm
Kolumbien,
Norwegen
2018
70 Minuten
Untertitel: 
englische
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Augusto Cesar Sandino, Emil Olsen, Manuel Correa
Manuel Correa
Simón Mesa Giraldo
Manuel Correa, Angelica Toro, John Jarlen Quiroz
Manuel Correa
Sebastián Munera, Manuel Correa, Francisco Londoño, Emil Olsen
Francisco Londoño, Emil Olsen
Am Anfang arbeitet sich ein Insekt aus dem Boden – angestrengt, um Orientierung bemüht, den schweren Sand von den Flügeln streifend. Aus der Erde kommend, durchstößt es die Oberfläche des Planeten und dreht sich einmal um die eigene Achse, ganz so, als sähe es sich um in jener Gegenwart, in die es gerade erst hineingekrochen kam. Manuel Correas experimenteller Dokumentarfilm hat große Ähnlichkeit mit diesem arbeitsamen Tier, an dessen Körper noch der Boden klebt, dessen Sicht noch trüb, dessen Flügelschlag noch träge ist.

Schätzungen zufolge haben etwa 200.000 Menschen in Kolumbiens 50 Jahre andauerndem Bürgerkrieg ihr Leben verloren. Weitere 25.000 Menschen wurden entführt, viele gelten bis heute als vermisst. Als im November 2016 der Friedensvertrag zwischen Regierung und FARC-Rebellen geschlossen wurde, verbannte man zwar die Waffen aus dem Konflikt. Die Bevölkerung des Landes sieht sich seither aber auch mit der schier unlösbaren Aufgabe konfrontiert, sich auf eine gemeinsame Vergangenheit einigen zu müssen. Aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln wirft „The Shape of Now“ Licht auf diesen kräftezehrenden Prozess und damit auf die bleierne Gegenwart Kolumbiens. Und ebenso wie die Menschen des Landes – die Überlebenden, die trauernden Mütter, die Historiker und die Experten – ist auch dieser Film noch ganz im Modus einer ersten Orientierung.

Lukas Stern

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Land Within

Dokumentarfilm
Kolumbien,
Finnland
2016
60 Minuten
Untertitel: 
englische
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Jenni Kivistö
Jenni Kivistö
Andrés Estefan Ramírez, Samuel Valkola
Otto Andersson
Jenni Kivistö
Jarkko Kela, Rafael Ospino Betancourt
Ein Film auf Traumpfaden. Und eine nomadisierende Reflexion um Fremdes und Vertrautes: Die finnische Filmemacherin Jenni Kivistö fühlt sich dem Volk der Wayuu, das in der Wüste zwischen Kolumbien und Venezuela lebt, auf wundersame Weise seelenverwandt. Den Ernst, auch die Stille dieser Menschen empfindet sie als eigenartig bekannt – eine Nähe, die sie vorsichtig pflegt und befragt. In vier Kapiteln von berückender Bildmacht, durchsetzt von schwebend-poetischen, wie Tagebucheinträge erscheinenden Notizen, verwandelt sie sich die Wirklichkeit dieser Ferne im Norden Südamerikas filmisch an. Sie widmet einem Ursprungsmythos der Wayuu ebenso große Aufmerksamkeit wie sie mit souveräner Neugier Alltagsmomente und Träume, befremdliche Rituale und gespenstische Begebenheiten in ihre Erzählung inkorporiert.

Irgendwann berichtet Kivistö von der Begegnung mit einem kleinen Jungen, der ihr einige Worte in seiner Sprache beibringt, während sie ihn umgekehrt finnische Vokabeln lehrt. Manche Bezeichnungen ähneln sich. Andere stehen einander beziehungslos gegenüber. Nur ein einziges Wort bedeutet auf Finnisch und in der Wayuu-Sprache das Gleiche: „Maa“. Es ist das Wort für Erde. Oder: das Land.

Ralph Eue

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DOK Neuland
Criers of Medellín

„Criers of Medellín“ ist eine virtuelle Tour durch das Stadtzentrum von Medellín. Wir befinden uns in einer interaktiven Google-Street-View-Karte, in der jeder Spieler seine eigenen Wege durch die kolumbianische Metropole beschreitet und dort die Geschichten der Marktschreier sammelt.

Criers of Medellín

(none)
Kolumbien
2015
480 Minuten
Untertitel: 
englische
spanisch
französische
Credits DOK Leipzig Logo
Crea Digital Submission, Carabalí – Creative Collective, Thibault Durand, Baobab Group
Thibault Durand
„Criers of Medellín“ ist eine virtuelle Tour durch das Stadtzentrum von Medellín. Wir befinden uns in einer interaktiven Google-Street-View-Karte, in der jeder Spieler seine eigenen Wege durch die kolumbianische Metropole beschreitet und dort die Geschichten der Marktschreier sammelt. In einem Geflecht aus Gesängen und urbanem Originalsound horchen wir tief in die Ängste, Wünsche und Lebenswirklichkeiten der singenden Straßenverkäufer hinein. Wo man als Tourist im echten Leben amüsiert vorbei geht, wird hier innegehalten und in persönlichen Videoporträts eine spannende Welt offenbart.

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Isolated

Dokumentarfilm
Kolumbien,
Ecuador,
Mexiko
2015
73 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Marcela Lizcano, Juan Pablo Solano, Simon Beltrán Echeverri, Sarahi Echeverría
Marcela Lizcano
Daniel Velasco
Marcela Lizcano, Cecilia Madorno
Carla Valencia, Étienne Boussac
Marcela Lizcano
Daniel "el gato" Najar Garcés
Im San-Bernardo-Archipel an der kolumbianischen Karibikküste liegt, in Sichtweite ihrer großen Schwester Múcura, das winzige Eiland Santa Cruz. Eigentlich keine Insel, eher ein Korallenriff, das die Fischer früher als Lagerplatz nutzten. Dann holten sie ihre Familien von den moskitoverseuchten Inseln hierher, bauten Hütten und heute ist Santa Cruz eine Stadt: 1.200 Quadratmeter, 97 Häuser, 500 Bewohner. Gerammelt voll mit Mensch und Gut, dient dieser unwahrscheinliche Ort der kolumbianischen Regisseurin Marcela Lizcano als Metapher für unseren Planeten. El Cabo, ein alter Fischer und Hummertaucher, fungiert hierbei als Führer, der die Veränderungen zu beschreiben weiß: Der Fisch wird weniger, die Hummer verschwinden, und von den ursprünglich 16 Inseln rund um Santa Cruz hat das Meer schon sechs verschluckt. Seine Überlegungen führen zu einer Versammlung der Bewohner, die uns im Kleinen vorführt, wie Eigensinn, Korruption und Profitgier unsere Welt zerstören. Und dann sind da noch die Kinder, die überall herumstromern und für die das Meer der Spielplatz ist. Ihre Zukunft liegt nicht in Santa Cruz. Sie zieht es aufs Festland, wo der Spaß ist. Sie werden das Meer vermissen, wenn sie dort morgens aufwachen. Mit „Isolated“ ist der Regisseurin das sehr warmherzige Porträt einer Gemeinschaft gelungen, in deren Krise sich unser aller Problem spiegelt. Bloß – wohin sollen wir gehen?

Matthias Heeder

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Internationales Programm
Sabogal Sergio Mejia Forero, Juan José Lozano

Animierter Politthriller nach realen Ereignissen in Kolumbien. Ein fiktiver Anwalt gerät in ein Netzwerk aus Politikern, Drogendealern, Paramilitärs und Armee … Intensiv.

Sabogal

Animationsfilm
Kolumbien
2015
106 Minuten
Untertitel: 
englische
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Liliana Rincon
Sergio Mejia Forero, Juan José Lozano
Enrique Bernal
Sergio Mejía Forero
Ana Acosta
Sergio Mejía Forero
Juan José Lozano, Patricia Guerrero, Mauricio Montes, Carlos Peralta
Juan Manuel Mesa
Ein animierter Politthriller nach historischen Ereignissen, die zu den berüchtigtsten Fällen von Menschenrechtsverletzungen in Kolumbien zwischen 1999 und 2009 zählen. Darunter sind das Massaker von Mapiripán, der Mord an Lehrkräften der Universidad del Atlántico in Barranquilla, der „Falsos Positivos“-Skandal und die Abhöraffäre im Amt für Staatsschutz.

Der Film beginnt mit dem realen Mord an dem Komiker und Journalisten Jaime Garzón im Jahr 1999. Der Menschenrechtsanwalt Fernando Sabogal, eine fiktive Figur, wird in einen langen und schwierigen Rechtsstreit verwickelt, um dieses Staatsverbrechen zu klären. In dessen Verlauf kommen skandalöse Verbindungen zwischen Drogenhändlern, Politikern, paramilitärischen Gruppen und den Streitkräften ans Licht.

Dies ist die erste kolumbianische Motion-Capture-Animation, eine Technik, bei der die Bewegungen, das Mienenspiel und die Stimmen der Schauspieler gleichzeitig aufgenommen werden. Animiert wurde sie hauptsächlich mit Blender, einer Open Source 3D-Software. In diesem Film fungiert die Animation als Mittel, zum Thema Gewalt in Kolumbien Distanz herzustellen. Damit eröffnet sich dem Zuschauer eine neue Perspektive, die tatsächlich ein intensives Miterleben ermöglicht.

Victor Orozco

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Marmato

Dokumentarfilm
Kolumbien,
USA
2014
88 Minuten
Untertitel: 
englische
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Stuart Reid, Mark Grieco
Mark Grieco
Todd Boekelheide
Mark Grieco
Ricardo Acosta, Mark Grieco
Noah Conti
Mark Grieco, Stuart Reid
Bob Edwards
Jeden Tag verabschiedet sich Dumar mit einer langen Zeremonie, bestehend aus Küssen und Segnungen, von Frau und Kindern, als wäre es das letzte Mal. Ausgestattet mit dem ideellen Schutz der Familie und dem religiösen der Jesusstatue, die vom Ort Marmato aus mit ausgestreckten Armen die grüne Bergwelt Kolumbiens überblickt, geht es in die Goldmine. Seit über 500 Jahren graben und sprengen die Anwohner klaustrophobisch enge Tunnel in den Berg, der jeden Moment einzustürzen droht. Doch etwas anderes als das Gold haben die Bergleute nicht, auch wenn sie selbst am wenigsten davon profitieren. Seit die Regierung 2006 die Türen für ausländische Konzerne geöffnet hat, herrscht hier internationale Goldgräberstimmung. Mit den uralten Methoden soll nun Schluss sein. Eine kanadische Firma will, angeblich umwelt- und sozialverträglich, den Berg von außen abtragen. Was aber wird aus Marmato? Der Kampf um einen der größten Goldvorräte der Welt beginnt.
Sechs Jahre lang verfolgt Mark Grieco in seinem bereits preisgekrönten Film die komplexe Auseinandersetzung um die Ausbeutung des Bergs, um Existenz und Identität der Einheimischen. Mit der Dichte eines Spannungsromans – und durchaus romantauglichen Charakteren – erzählt er vom wachsenden Widerstand gegen die Globalisierung. Als Kommentar auf die jeweils aktuelle Lage brennt sich der Gold-Aktienkurs in die Stollenwand ein und ein alter Bänkelsänger mit Cowboyhut zupft seine ironischen Liedchen.
Lars Meyer

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Animadok
Old Folks' Tales – Ysabel. Fear Comes Down From Heaven Marcelo Dematei, Carlos Smith

Erinnerungen sind an persönliche und gemeinsame Geschichte(n) geknüpft. Hier erzählt Ysabel von ihren Erlebnissen im Spanischen Bürgerkrieg in Bilbao 1937.

Old Folks' Tales – Ysabel. Fear Comes Down From Heaven

Animadok
Kolumbien,
Spanien
2013
5 Minuten
Untertitel: 
englische
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Carlos Smith
Marcelo Dematei, Carlos Smith
BSO
Carlos Smith, Diego Fonti
Carolina Robledo Forero, Marcelo Dematei, Carlos Smith
Edi Calderón
Erinnerungen sind an persönliche und gemeinsame Geschichte(n) geknüpft. Das transmediale Projekt „Old Folks’ Tales“ versucht, Erinnerungen von Senioren in einer Animadoc-Fernsehserie, einer interaktiven Website und durch Workshops für jüngere Menschen erlebbar zu machen. Hier erzählt Ysabel von ihren Erlebnissen im Spanischen Bürgerkrieg in Bilbao 1937.

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Grandmother

Animationsfilm
Kolumbien
2012
9 Minuten
Untertitel: 
englische
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Carlos Eduardo Smith Rovira
Carlos Eduardo Smith Rovira
Sebastián Villaneuva, Urián Sarmiento
Jose Gerardo Arce
Miguel Otálora
Libia Stella Gómez and Carlos Smith
Jefferson Rosas, Andrés Herrera
Verwandte sind einem nicht immer nahe. Vor allem, wenn sie unendlich viel älter sind. Das siebenjährige Stadtmädchen verbringt das Wochenende auf dem Land bei der Großmutter. Sie hat große Berührungsängste. Doch dann kommt ein Gewitter auf …

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Corta

Dokumentarfilm
Argentinien,
Kolumbien,
Frankreich
2012
69 Minuten
Untertitel: 
keine
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Felipe Guerrero, mutokino
Felipe Guerrero
Iannis Xenakis
Andrés Pineda
Felipe Guerrero
Roberta Ainstein - Lena Esquenazi
Zu Beginn erscheint das Zuckerrohrfeld als eine riesige grüne Wand, eine Wand, die von den Arbeitern in tagelanger Arbeit überwunden werden muss. Der Tag der Zuckerrohrschneider beginnt mit dem Schärfen der Machete, dann geht es los, Schlag auf Schlag. Die Kamera bleibt auf Distanz und beobachtet die geschmeidigen Bewegungen. Bald schon scheint jedes Gefühl für Zeit verloren zu sein, die rhythmischen Bewegungen der Zuckerrohrschneider entwickeln ihre eigene Choreographie, die Zeit scheint sich zu dehnen. Je mehr Zuckerrohr geschnitten ist, desto lichter wird das Bild. Der Himmel, die Hügel und die grüne Landschaft werden sichtbar, die das Feld umgeben.
Dieser Bildfluss wird von Schwarzbild unterbrochen, als wäre das Ende einer Filmrolle erreicht. Dann beginnt die Arbeitsprozedur von neuem. Der Rhythmus der Machetenhiebe und die Tritte der Arbeiter auf den trockenen Blättern verschmelzen mit der musikalischen Konzeption dieses Films. Felipe Guerrero verzichtet auf einen soziologischen Diskurs über die Situation der Arbeiter und ihre Arbeitsbedingungen. Die Abstraktion lässt die ausbeuterische Form dieser archaischen Arbeit umso stärker hervortreten.

– Paulo de Carvalho

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