Filmarchiv

A Blue Room

Animationsfilm
Frankreich,
Polen
2014
15 Minuten
Untertitel: 
englische

Credits DOK Leipzig Logo

Ron Dyens
Tomasz Siwiński
Rémi Boubal
Tomasz Siwiński
Tomasz Siwiński
Tomasz Siwiński
Tomasz Siwiński
Lionel Guenoun
Ein Mann liegt im Koma. In seiner Wahrnehmung wacht er in einem Raum auf, in dem ein Fenster die einzige Verbindung zur Außenwelt darstellt. Er kann es nicht öffnen, sieht aber Personen und Ereignisse aus seinem Leben vorbeiziehen.
Jean-Gabriel Périot 2014
Before I Was Sad Jean-Gabriel Périot

Périot präsentiert in diesem Film nicht ohne ein Augenzwinkern die ultimative Lösung für alle Homosexuellen: Eingliederung in die Welt der Heterosexuellen, am besten selbst einer werden.

Before I Was Sad

Dokumentarfilm
Frankreich
2002
2 Minuten
Untertitel: 
englische

Credits DOK Leipzig Logo

Jean-Gabriel Périot
Périot präsentiert in diesem Film nicht ohne ein Augenzwinkern die ultimative Lösung für alle Homosexuellen: Eingliederung in die Welt der Heterosexuellen, am besten selbst einer werden. Das erklärt er mittels Porträtfotos aus seiner Jugend, die er auf Cut-outs von Modeaufnahmen und Zeitungsbildern legt und wie Wackeldackel langsam hin und her wandern lässt.
Annegret Richter
Cross Media Screening 2014
Check-In – Visit Europe in 5 Minutes Andrés Jarach

Ein Trip von den Tiroler Alpen über das Oktoberfest bis hin zum Canal Grande in Venedig – und durchs Netz. Interaktiv, satirisch, dokumentarisch und kurzweilig.

Check-In – Visit Europe in 5 Minutes

Dokumentarfilm
Frankreich
2014
10 Minuten
Untertitel: 
keine

Credits DOK Leipzig Logo

Jérôme Duc-Maugé, Cocottesminute Productions
Andrés Jarach
Alexander Knetig
Ilo von Seckendorff
Ilo von Seckendorff
Von den Tiroler Alpen über das Oktoberfest bis hin zum Canal Grande in Venedig – in dieser interaktiven Web-Doku-Satire wird Massentourismus in Europa in kurzweiliger Form erfahrbar.

Death of the Serpent God

Dokumentarfilm
Frankreich
2014
91 Minuten
Untertitel: 
englische

Credits DOK Leipzig Logo

Xavier Pons
Damien Froidevaux
Ian Saboya
Damien Froidevaux
David Jungman
Die Vorgeschichte klingt wie ein bitterböses Märchen und ist doch gängige Praxis in Europa. Im Alter von zwei Jahren kam Koumba mit ihren Eltern aus einem senegalesischen Dorf nach Paris. 18 Jahre lang kannte sie nur die französische Hauptstadt, bis sie nach einem nächtlichen Streit auf der Polizeistation landete und innerhalb von 48 Stunden abgeschoben wurde.
Sie findet sich in jenem von der Welt abgeschnittenen Dorf ihrer Vorfahren wieder, unter Verwandten, die sie nicht kennt. Hier leben noch alte Legenden, in denen Schlangenkönige über das Schicksal der Menschen bestimmen. Der Umbruch ist ein brutaler Schock. Die „weiße Koumba“, wie sie hier – durchaus verächtlich – genannt wird, inzwischen Mutter eines unehelichen Sohnes, sitzt in der Falle. Sie reagiert, wie sie es gewohnt ist: Furchtlos und rebellisch schlägt sie um sich, stellt Forderungen und beschimpft ihre Umgebung – auch den Filmemacher, den sie egoistisch nennt.
So entsteht der Film zunächst eher gegen den verzweifelten Widerstand der Protagonistin. Doch Damien Froidevaux lässt nicht locker, gibt die Widerspenstige nicht auf. Über fünf Jahre kehrt er immer wieder aus Paris nach Senegal zurück und wird damit selbst Teil eines Bewältigungsprozesses. Koumba durchläuft eine faszinierende Persönlichkeitsveränderung und wird schließlich zur Heldin ihrer eigenen Odyssee, während zugleich die Rolle der Kamera immer bewusst bleibt.
Lars Meyer
Jean-Gabriel Périot 2014
Devil Inside Jean-Gabriel Périot, Tom de Pékin

Frauen marschieren, Frauen turnen, Frauen sind Teil der Revolution. Sexy sind ihre Auftritte – und dennoch Demonstrationen männlicher Stärke.

Devil Inside

Animadok
Frankreich
2004
3 Minuten
Untertitel: 
_ohne Dialog / Untertitel

Credits DOK Leipzig Logo

Jean-Gabriel Périot, Tom de Pékin
The Flaming Pussy
Frauen marschieren, Frauen turnen, Frauen sind Teil der Revolution. Sexy sind ihre Auftritte – und dennoch Demonstrationen männlicher Stärke. Der teilanimierte Film spielt mit den Rollenklischees, indem das Archivmaterial mit den darauf gezeichneten Charakteren in Verbindung gebracht wird, unterstützt durch die Musik von „The Flaming Pussy“.
Annegret Richter

Dies Irae

Dokumentarfilm
Frankreich
2005
10 Minuten
Untertitel: 
_ohne Dialog / Untertitel

Credits DOK Leipzig Logo

Frédéric Dubreuil, Yves Le Yaouanq
Jean-Gabriel Périot
9.000 aus Google generierte, bearbeitete und aneinander montierte Fotos als Illusion einer Reise: durch Straßen, Flure, Keller und Gewölbe, über Autobahnen, Boulevards, Bahnhöfe – und Schienen, die zu einem Tor führen … Was anmutet wie ein meditativer Flow, endet als Metapher auf die Zivilisation, in Asche und Zorn.
Grit Lemke
Jean-Gabriel Périot 2014
Even if She Had Been a Criminal … Jean-Gabriel Périot

Die Marseillaise zu Bildern von Soldaten, Schlachten, Aufmärschen und jubelnden Massen: der Sieg von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit über die Hitler-Barbaren.

Even if She Had Been a Criminal …

Dokumentarfilm
Frankreich
2006
10 Minuten
Untertitel: 
_ohne Dialog / Untertitel

Credits DOK Leipzig Logo

Frédéric Dubreuil, Yves Le Yaouanq, Guillaume Desmartin
Jean-Gabriel Périot
Die Marseillaise zu Bildern von Soldaten, Schlachten, Aufmärschen und jubelnden Massen: der Sieg von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit über die Hitler-Barbaren. Doch der Lauf der Bilder stockt und macht eine andere Wahrheit über Sieger und Verlierer sichtbar, während das Lied als flotter Schlager weiterschnarrt …
Grit Lemke

From My Syrian Room

Dokumentarfilm
Frankreich,
Deutschland,
Libanon,
Syrien
2014
70 Minuten
Untertitel: 
englische

Credits DOK Leipzig Logo

Nathalie Combe, Heino Deckert, Georges Schoucair, Myriam Sassine, Hazem Alhamwi
Hazem Alhamwi
Sivan
Hazem Alhamwi, Ghassan Katlabi
Florence Jacquet
Hazem Alhamwi
Nuzha Al Nazer, Frédéric Maury
Beklemmung überfällt einen. Die Feder von Hazem Alhamwi kratzt über eine Schwarz-Weiß-Skizze, die eines Hieronymus Bosch würdig wäre. Apokalyptische Motive und zugespitzte Satire sind seine Spezialität und waren die Rettung. In einem Land wie Syrien, wo alles, selbst das Atmen – wie einer bitter kommentiert – kontrolliert wurde, brauchte es Fluchträume. Kunst, die auf Öffentlichkeit verzichtet, kann einer sein. Der Film entstand, als die Proteste im Windschatten des Arabischen Frühlings hoffen ließen, dass sich etwas ändern könnte: endlich aussprechen, was jahrzehntelang unterdrückt war und zu hohen Gefängnisstrafen geführt hätte. In Gesprächen mit Freunden und Verwandten betreibt der Regisseur Ursachenforschung, beginnend mit Kindheitserfahrungen von Propaganda und Personenkult, Anpassung und Angst. Heute, da sich die Ereignisse überschlagen, ist die hohe Zeit der schnellen Medien. Alhamwis differenzierte Töne, assoziative Motive und Ausflüge in die Bilderwelt der Kindheit haben es schwer mitzuhalten in einer Gegenwart, in der Syrien zwischen religiösen und ethnischen Interessen sowie denen des Auslands zerrieben wird. Die Stimmen aus Alhamwis Zimmer hallen nach aus einer Zeit, als Demokratisierung und Freiheit gefordert wurden. Diesen kurzen Moment, als die Opposition sich zu formieren und zu formulieren suchte, hält der Film fest. Die Zeit der Idealisten war kurz bemessen.
Cornelia Klauß
Jean-Gabriel Périot 2014
Gay? Jean-Gabriel Périot

Schwule sind die mit dem guten Geschmack, die in Kunstgalerien rumstehen und gut riechen, das weiß jedes Kind. Coming-outs sind so alltäglich wie Zähneputzen. Und Political Correctness geht weg wie geschnitten Brot

Gay?

Dokumentarfilm
Frankreich
2000
2 Minuten
Untertitel: 
englische

Credits DOK Leipzig Logo

Jean-Gabriel Périot
Schwule sind die mit dem guten Geschmack, die in Kunstgalerien rumstehen und gut riechen, das weiß jedes Kind. Coming-outs sind so alltäglich wie Zähneputzen. Und Political Correctness geht weg wie geschnitten Brot. In dieser Parodie aber wird sie genüsslich zerlegt. Wurde auch mal Zeit.
Grit Lemke
Internationales Programm 2014
Harvest Paul Lacoste

Jährlich trifft sich ein bunter Haufen unterschiedlichster Typen zur Weinernte bei Toulouse. Ein ungewöhnlicher Blick auf prekäre Beschäftigung zwischen Not und Selbstbestimmung.

Harvest

Dokumentarfilm
Frankreich
2014
82 Minuten
Untertitel: 
englische

Credits DOK Leipzig Logo

Didier Creste
Paul Lacoste
Yvan Quehec
Anthony Brining
Schauplatz: eine kleine Weinregion östlich von Toulouse. Die Zeit: Mitte September. Das Personal: eine Kompanie von etwa 15 Frauen und Männern – mit Lesescheren und Eimern bewaffnete „Zeitsoldaten“ für die paar Wochen der Weinernte. Der Trupp ist in die Rebzeilen eines mittelständischen Anbaubetriebs in der Region Gaillac ausgeschwärmt. Die Statistik führt sie als Erntehelfer, und im soziologischen Jargon heißen sie „prekär Beschäftigte“. Die Akteure selbst würden diese Zuschreibung jedoch nur bedingt für sich akzeptieren. Sie anzuerkennen hieße, einen großen Teil des eigenen Stolzes herzugeben. Eine solche Haltung mag man unrealistisch nennen, aber genau das scheint den Regisseur Paul Lacoste zu interessieren: mehr, was Menschen tun und was sie damit im wahrsten Wortsinn verkörpern, weniger, was sie an Meinungen äußern. Fast beiläufig vermittelt der Film dann aber doch, wie massiv sich die Unsicherheit einer solchen Existenz in den gesamten Habitus seiner Protagonisten eingeschrieben hat. Alle spüren, wie sie dem stummen Zwang der Verhältnisse unterworfen sind. Sie mögen zwar unterschiedlich virtuos im Verdrängen solch emotionaler und mentaler Erkenntnisse sein – die objektiven Effekte lassen sich kaum leugnen.

Ralph Eue



Ausgezeichnet mit dem Healthy Workplaces Film Award 2014

Impostor

Animationsfilm
Frankreich,
Schweiz
2013
7 Minuten
Untertitel: 
_ohne Dialog / Untertitel

Credits DOK Leipzig Logo

Claude Barras
Elie Chapuis
Yan Volsy
David Toutevoix
Marina Rosset
Kim Keukeleire, Violaine Picaut
Elie Chapuis, Veronica Da Costa
Yan Volsy
Ein Hirsch in menschlicher Gestalt versucht, die Identität eines Mannes zu stehlen, indem er ihm den Kopf abnimmt. Am Ende muss die Frau entscheiden, wer von den beiden der echte Mann ist.
Jean-Gabriel Périot 2014
Intimate Diary Jean-Gabriel Périot

Ein Mann vor dem (Kamera-)Spiegel. Der nackte, junge Oberkörper impliziert Bilder und Vorstellungen aus Werbung und Medien … die sich aufzulösen beginnen.

Intimate Diary

Dokumentarfilm
Frankreich
2000
2 Minuten
Untertitel: 
_ohne Dialog / Untertitel

Credits DOK Leipzig Logo

Jean-Gabriel Périot
Ein Mann vor dem (Kamera-)Spiegel. Der nackte, junge Oberkörper impliziert Bilder und Vorstellungen aus Werbung und Medien … die sich aufzulösen beginnen, als der Körper als beschädigter sichtbar wird und aus dem (voyeuristischen) Blick ein peinlich berührter und schließlich ein berührter wird.
Grit Lemke
Internationales Programm 2014
Jikoo, a Wish Christophe Leroy, Adrien Camus

Ein senegalesischer Nationalpark. Bauern, deren Ernten Warzenschweine vernichten, und eine Verwaltung, die die Tiere für den Tourismus schützt. Die dunkle Seite des Safaribooms.

Jikoo, a Wish

Dokumentarfilm
Frankreich,
Senegal
2014
52 Minuten
Untertitel: 
englische

Credits DOK Leipzig Logo

Lucie Bruneteau, Romain Boutin, Christophe Leroy, Adrien Camus
Christophe Leroy, Adrien Camus
Christophe Leroy, Adrien Camus
Christophe Leroy, Adrien Camus, Lucie Bruneteau, Romain Boutin
Christophe Leroy
Christophe Leroy, Adrien Camus
Nichts beruhigt das bürgerliche Weltgewissen mehr als die Einrichtung von Naturschutzgebieten, vorzugsweise in Ländern, die man ansonsten getrost schikanieren darf. Beispielsweise den Senegal, dessen Fischgründe von der EU leer gefischt werden. Den Nationalpark „Delta du Saloum“ an der senegalesischen Atlantikküste zum Weltkulturerbe zu erklären, ist wohlfeil, bringt gute Presse und Ökotourismus. Unpraktisch nur, wenn in dem Gelände Menschen leben, oft seit Generationen, die ihr ganz eigenes Auskommen mit der Natur gefunden haben und die Nachhaltigkeit des Tourismus aus guten Gründen bezweifeln.
Von diesem Konflikt zwischen internationalen Agenturen, vertreten durch die Parkverwaltung und deren Ranger, und den Bewohnern des Dorfes Bakadadji erzählt „Jikoo, a Wish“. Ein sehr einfacher Wunsch, den die Menschen haben: Einen Zaun bitte, damit sie ihre Felder vor den marodierenden Warzenschweinen schützen können, die unter Androhung von Strafe nicht gejagt werden dürfen. Wegen der Ökologie – jedenfalls, soweit die Beteiligten das verstehen. Doch verschwinden die zig Millionen Euro und US-Dollar des Weltgewissens in den Sickerfiltern der nationalen Administration, weshalb es leider, leider kein Geld für einen Zaun gibt. Sollen die Bauern doch für die Ökotouristen tanzen. Dann brauchen sie auch keine Felder mehr. Was also ist zu tun? Der Film beantwortet die Frage nicht. Er hält uns nur einen Spiegel vor.
Matthias Heeder