Filmarchiv

Sections

Next Masters Wettbewerb
Listen to the Silence Mariam Chachia

Der kleine Luka lebt mit dem Temperament eines Wirbelsturms in der Stille seines Körpers. Und er tanzt – die Revue der Gehörlosen in einem bezaubernden Märchen.

Listen to the Silence

Dokumentarfilm
2016
80 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Nik Voigt, Mariam Chachia, Nino Jincharadze
Mariam Chachia
Micheal Palmer
Hugues Landry, Nik Voigt, Tibo Motte
Celine Kelepikis
Mariam Chachia
Sebastian Zsemlye
Wie ein Märchen beginnt dieser bezaubernde Film über eine Schule für gehörlose Kinder irgendwo in Georgien. Und genauso soll es auch sein. Manchmal brauchen wir einfach Geschichten, die Mut machen. Wie die von Luka, dem Träumer, der mit dem Temperament eines kleinen Wirbelsturms in der Stille seines Körpers lebt. Bei uns würde man einen Jungen wie Luka vermutlich als hyperaktiv beschreiben und auf Ritalin setzen. An der georgischen Peripherie hingegen sagen die Lehrer: „Ihm fehlen halt die Eltern.“ Oder: „Das sind eben Jungs, die müssen mal raufen.“

Für ihre Erzählung über diesen unwahrscheinlichen Ort hat die georgische Filmemacherin Mariam Chachia eine bestechend einfache Form gewählt: In einem Klassenzimmer malt ein Mädchen Bilder zu Texten, die auf einer Tafel geschrieben stehen und die beschreiben, wie Luka sich fühlt. Zwischen diesen Kapiteln erleben wir die Schule, die Kinder, Streitereien, den glücklichen Luka und den unglücklichen, eine kleine Liebesgeschichte. Und die Stille. Plötzlich werden die Geräusche ausgeblendet, und wir hören – ein wattiges Nichts. Die Welt der Kinder. Lukas Welt. Dann kehren die Geräusche auf die Leinwand zurück und wir sehen den Tanz derer, die keine Musik hören können. Wie die Revue der Gehörlosen.

Matthias Heeder



Ausgezeichnet mit der Goldenen Taube im Next Masters Wettbewerb 2016;
Nominiert für MDR-Filmpreis 2016

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.