Filmarchiv

Agnosis

Animadok
Deutschland,
Ukraine
2015
39 Minuten
Untertitel: 
deutsche
Credits DOK Leipzig Logo
Anita Müller
Anita Müller
Oksana Kod'
Anita Müller, Clara Wieck
Anita Müller
Anita Müller
Anita Müller
Florian Marquardt
Wie in „Die chthonische Stadt“ weiß die Malerin Anita Müller ihr filmisches Material in den Katakomben Odessas zu beflügeln: Einlassungen konnotieren das dokumentarische Bild neu, Ergänzungen visualisieren Träume oder Gedanken. Sie nimmt sich eine assoziative Freiheit heraus, die den Vergleich mit dem Jazz zulässt. So flüchtig und flirrend wie die Bildschöpfungen mag der unsichtbare Protagonist sich gefühlt haben, der sich auf seiner spirituellen Suche in der Unterwelt verirrte und spurlos verschwand.

---Cornelia Klauß

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Deutscher Wettbewerb
Akt Mario Schneider

Aktmodelle in Leipzig: Nacktheit als Motiv, über Verletzungen und menschliche Nähe zu reflektieren. Liebeserklärung an das Leben und den Körper, der seine Narben in Würde trägt.

Akt

Dokumentarfilm
Deutschland
2015
105 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Christoph Kukula
Mario Schneider
Cornelius Renz, Mario Schneider
Friede Clausz
Gudrun Steinbrück-Plenert
Mario Schneider
Johannes Doberenz, Christian Carl, Kai Hesselbarth, Frieder Wohlfarth
Nach seiner preisgekrönten Mansfeld-Trilogie kehrt Mario Schneider mit einem Film nach Leipzig zurück, der schlicht in Erstaunen versetzt. Die Grundidee ist bestechend: Auf einer Ebene wird die Geschichte dreier Menschen, die an der hiesigen Kunsthochschule Akt stehen, erzählt. Das schafft einen Schnittpunkt, von dem aus der Film glaubwürdig in der Welt seiner Protagonisten ein- und ausgeht. Gleichzeitig verbindet er die Arbeit der Kunst mit der des Lebens, während der Moment des Aktstehens einlädt zur Betrachtung des menschlichen Körpers.

Die Geschichten, denen wir eben noch folgten – eine Kindheitserinnerung, der Beginn einer Liebe –, erfahren in diesen Augenblicken eine überraschend leibliche Entsprechung, die uns bewegt, den Blick auf uns selbst zu richten. Auf dieses erzählerische Gerüst legt sich eine weitere Ebene, eingeführt durch eine Kunststudentin, die selber Akt steht und nach der künstlerischen Form für eine alte Frage sucht: Wie funktioniert menschliche Nähe? Dramaturgisch klug gesetzt, verbindet dieses Thema die individuellen Erzählungen zu einer gesellschaftlichen Erfahrung, die wiederum Motiv des Künstlers Mario Schneider ist. Vielschichtig, souverän in Schnitt und Timing und von einer exzellenten Kamera getragen, ist „Akt“ eine Liebeserklärung an das Leben wie an den menschlichen Körper, der seine Narben in Würde trägt.

Matthias Heeder

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Best of MDR
Alle 28 Tage Ina Borrmann

In Central Europe ten percent of all couples need longer than two years to make their wish of having a child come true. As with so many other things, I put my wish for a child off until the last possible biological moment.

Alle 28 Tage

Dokumentarfilm
Deutschland
2015
87 Minuten
Untertitel: 
keine
Credits DOK Leipzig Logo
Cordula Kablitz-Post
Ina Borrmann
Jeremy Bullock
Ina Borrmann, Sebastian Hattop
Dorothee Broeckelmann
Ina Borrmann
Ina Borrmann
In Central Europe ten percent of all couples need longer than two years to make their wish of having a child come true. As with so many other things, I put my wish for a child off until the last possible biological moment. The idea of having a baby frightened me. I was preoccupied with myself and didn't want a commitment. On the one hand there was the desire for a relationship and a home but on the other there was the longing for total freedom and independence. It also seemed important to me to resist society's pressure to give birth. I considered my not having a child a statement as it were. But then it happened, suddenly and unexpectedly. Wanting to have a child emerged from the darkest depths of my psyche. After all, two's company but not a Family ..

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Internationales Programm
Als wir die Zukunft waren Lars Barthel, Gabriele Denecke, Andreas Voigt, Peter Kahane, Thomas Knauf, Hannes Schönemann. Ralf Marschalleck

Die in den 50er Jahren in der DDR Geborenen: Kindheitserinnerungen einer Generation. Sechs Miniaturen, reich gestaltet mit Witz, Wehmut und Poesie. Echo einer Utopie.

Als wir die Zukunft waren

Dokumentarfilm
Deutschland
2015
87 Minuten
Untertitel: 
keine
Credits DOK Leipzig Logo
Barbara Etz
Lars Barthel, Gabriele Denecke, Andreas Voigt, Peter Kahane, Thomas Knauf, Hannes Schönemann. Ralf Marschalleck
Marcel Noll
Lars Barthel, Andreas Köfer, Thomas Plenert, Marcus Lenz, Sebastian Hattop
Grete Jentzen, Gudrun Steinbrück-Plenert, Pamela Homann, Mathieu Honoré
motionworks Halle, Jörg Herrmann
Uwe Busch, Maurice Wilkering, Thomas Funk, Nic Nagel
Generationen definieren sich über Zukunft – mal gibt es zu wenig, mal zu viel davon. Der Generation der in den 50er Jahren in der DDR Geborenen hatte man von früh an eingetrichtert, dass sie die Zukunft des Sozialismus wären. Ganz schön viel Verantwortung. Und irgendwie schiefgegangen.

Die sechs Regisseure und eine Regisseurin des Omnibusfilms verbindet neben der Sozialisation auch, dass sie alle für die DEFA gearbeitet haben. Dennoch sind ihre Erinnerungen an die Kindheit in einem Land, das noch vom Krieg gezeichnet, aber im Aufbruch war, stilistisch höchst unterschiedlich gestaltet: vom strengen Bildkonzept bis zum überbordenden Einsatz von Animation oder gespielten Szenen. Am stärksten geraten sie, wenn sie visuell konzentriert assoziative Freiräume eröffnen, oder wenn es gelingt, mit dem Wissen des Erwachsenen aus der Perspektive des Kindes zu erzählen. Es sind zumeist Kinder, denen zunächst der Vater abhandenkommt und dann der Glaube an den Sozialismus. Ein interessanter Aspekt, dass der Westen nicht nur das duftende Westpaket, Indianerfilme, Spielzeugpistolen oder Onkel Alfred war, sondern oft ebenso der ausgereiste Vater. Und auch die dagebliebenen Väter waren zumeist abwesend. Der Osten, das waren die Mütter, schön und stark. Manchmal zerbrachen sie daran.

Das Problem war am Ende, dass der Sozialismus seinen Kindern nicht vertraute. Ihre Erzählungen sind wie das Echo einer Utopie.

Grit Lemke

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DOK Neuland
ARTE360 – Plattform für 360°/VR-Video Thomas Wallner

ARTE arbeitet aktuell an neuen 360°- und Virtual-Reality-Projekten in den Bereichen Kultur, Dokumentation und Fiktion, welche über die ARTE360-Plattform und durch Virtual-Reality-Brillen erlebt werden können.

ARTE360 – Plattform für 360°/VR-Video

(none)
Kanada,
Frankreich,
Deutschland
2015
480 Minuten
Untertitel: 
(none)
Credits DOK Leipzig Logo
Thomas Wallner, Irene Vandertop, DEEP Inc.
Thomas Wallner
Scott Hermann, Joshua Park, Franz Hildgen, James Acres
ARTE arbeitet aktuell an neuen 360°- und Virtual-Reality-Projekten in den Bereichen Kultur, Dokumentation und Fiktion, welche über die ARTE360-Plattform und durch Virtual-Reality-Brillen erlebt werden können.

In der Ausstellung werden erste Dokumentarfilme durch Virtual-Reality-Headsets und Cardboard-Brillen für den Besucher erfahrbar gemacht.

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Atl Tlachinolli

Dokumentarfilm
Deutschland,
Mexiko
2015
76 Minuten
Untertitel: 
deutsche
Credits DOK Leipzig Logo
University for Television and Films Munich, Centro de Capacitación Cinematográfica, A.C.
Alexander Hick
Juan Pablo Villa
Alexander Hick
Julian Sarmiento
Alexander Hick, Ileana Villareal
Man muss kein Zoologe sein, um Alexander Hicks Faszination für dieses Tier zu verstehen, das sich wie kaum ein anderes zur Mythenbildung eignet. Der Axolotl, ein Schwanzlurch, verweigert die Metamorphose. Er geht nicht an Land, sondern verbleibt als Larve im Wasser, vermag sich dennoch fortzupflanzen und darüber hinaus selbst zu regenerieren. Sogar sein Herz oder sein Hirn können nachwachsen! Nur sein Lebensraum ist ihm abhandengekommen. Aus den einstigen Gewässern erhebt sich nunmehr ein 8-Millionen-Moloch, Mexico City. Alexander Hick wirft in insistierenden Bildern, aufgeladen mit kulturhistorischen, religiösen und mythologischen Verweisen, die Frage auf, wie der Mensch mit dem eroberten Paradies umgeht. In bruchstückhaft nebeneinander stehenden Episoden skizziert er Bewohner dieser Megalopolis in ihrem Überlebenskampf. Gewalt und Korruption haben alles ausgehöhlt: die Familie, die Institutionen, den Staat. Den Glauben daran, dass sie sich selbst wieder „regenerieren“ könnten, vermittelt der Film nicht. Im Gegenteil.

So ist der von den Azteken verehrte Axolotl der letzte Zeuge einer geschundenen, missbrauchten Landschaft und einer Zeit, als der Mensch noch in der Lage war, Hochkulturen zu schaffen. Ein im edelsten Wortsinn kluger Essayfilm und ein kühnes Stadtporträt.

---Cornelia Klauß

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Healthy Workplaces Film Award
Automatic Fitness Alejandra Tomei, Alberto Couceiro

Ein Leben auf dem Förder- und Forderband. Die detailreiche und ideenfunkelnde Puppenanimation denkt als bitterböse Satire auf unsere schöne neue Arbeitswelt den Begriff „Human Resources“ zu Ende und erfindet en passant noch einen neuen Laufschritt.

Automatic Fitness

Animationsfilm
Deutschland
2015
21 Minuten
Untertitel: 
_ohne Dialog / Untertitel
Credits DOK Leipzig Logo
Alejandra Tomei
Alejandra Tomei, Alberto Couceiro
Boris Joens, Ole Wulfers
Alejandra Tomei
Dietmar Kraus
Alberto Couceiro
Alejandra Tomei, Alberto Couceiro
Dietrich Körner
Stellen Sie sich vor, Sie erwachen morgens in Ihrem Bett, das auf dem Fließband steht. Ein automatischer Weckruf und ein paar von Roboterhand gereichte Tabletten machen Sie fit für den Arbeitstag. Und dann immer weiter im vorgegebenen Tempo. Ein Leben auf dem Förder- und Forderband. Die detailreiche und ideenfunkelnde Puppenanimation denkt als bitterböse Satire auf unsere schöne neue Arbeitswelt den Begriff „Human Resources“ zu Ende und erfindet en passant noch einen neuen Laufschritt.

Lars Meyer



Ausgezeichnet mit dem Healthy Workplaces Film Award 2015

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Kids DOK
Baba Jaga Kyne Uhlig, Nikolaus Hillebrand, Katja Engelhardt

Als das Mädchen die böse Märchenhexe in ihrem Haus auf Hühnerbeinen besucht, soll sie gefressen werden. Sie flieht und muss sich mithilfe von Magie gegen die Hexe im fliegenden Kessel wehren.

Baba Jaga

Animationsfilm
Deutschland
2015
5 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Torben Milz
Kyne Uhlig, Nikolaus Hillebrand, Katja Engelhardt
Hardy Hoffmann, Tobias Baader
Kyne Uhlig, Nikolaus Hillebrand, Daria Naumez
Carolin Kebekus
Als das Mädchen die böse Märchenhexe in ihrem Haus auf Hühnerbeinen besucht, soll sie gefressen werden. Sie flieht und muss sich mithilfe von Magie gegen die Hexe im fliegenden Kessel wehren. Erzählt von Comedy-Star Carolin Kebekus.

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DOK local
Bowlingtreff Thomas Beyer, Adrian Dorschner

Postmoderner Baustil, Sensation, Ort feuchtfröhlicher Brigadeabende, heute Ruine: der Bowlingtreff am Wilhelm-Leuschner-Platz. Vielstimmige Erinnerungen an ein Stück Leipzig.

Bowlingtreff

Dokumentarfilm
Deutschland
2015
60 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Thomas Beyer, Adrian Dorschner
Thomas Beyer, Adrian Dorschner
Alexander Hessel
Simone Friedel, Anna Baranowski, Adrian Dorschner
Anna Baranowski
Thomas Beyer, Adrian Dorschner
Jana Irmert
Mitten in Leipzig liegt ein U-Boot. Nicht nur baulich mutet der ehemalige Bowlingtreff im Herzen der Stadt wie ein solches an. Auch in seiner Bedeutung ist das Gebäude mehr und mehr untergegangen. Ende der 80er Jahre wurde es als Beispiel für postmoderne Architektur quasi hinter dem Rücken der Staatsmacht errichtet und dann auch geduldet. Als ästhetischer Widerstand in der Stadt der „friedlichen Revolution“ geriet es zum Treffpunkt für sportliche Ertüchtigung mit Westgeschmack. Erbauer und Freiwillige kommen im Film zu Wort und führen zurück in den Palast der Menschen, der von Leipzigern für Leipziger erbaut wurde. Es bleibt zu hoffen, dass das U-Boot irgendwann wieder auftauchen darf.

Kim Busch

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Deutscher Wettbewerb Kurzfilm
Boy Ginan Seidl, Yalda Afsah

Wie entkommt ein Mädchen den Restriktionen, die der weiblichen Rolle in einer traditionellen Gesellschaft eingeschrieben sind? Indem sie zum „Boy“ wird. In Afghanistan sind „bacha posh“ Mädchen, die als Jungen aufgezogen werden.

Boy

Dokumentarfilm
Deutschland
2015
30 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Ray Peter Maletzki, Stephan Helmut Beier
Ginan Seidl, Yalda Afsah
Ginan Seidl
Ginan Seidl, Yalda Afsah
Steffen Martin, Manuela Schininá
Bildung DOK Leipzig Logo

Altersempfehlung: ab 14 Jahren 
Klassenstufen: ab 9. Klasse

Themen: Gender, Identität, Sexualität, fremde Kulturen, Kindheit, Außenseiter 
Unterrichtsfächer: Deutsch, Gemeinschaftskunde, Politik, Kunst, Ethik, Religion

Zum Inhalt

Warum dürfen Jungs oft mehr als Mädchen? Warum gelten Mädchen immer als braver? Warum spielen tradierte Geschlechterrollen – bei uns und anderswo in der Welt - bis heute eine so große Rolle?

In unserer nächsten Schulvorstellung steht die Frage im Mittelpunkt, wie Kinder und Jugendliche damit umgehen (können), dass bis heute gesellschaftliche Vorgaben existieren, die festlegen, was typisch männlich und was typisch weiblich ist.

Der Dokumentarfilm Boy, der das Leipziger Publikum im Wettbewerb 2015 begeisterte, widmet sich dieser Frage am Beispiel zweier junger Frauen, die in Afghanistan aufgewachsen sind, wo Mädchen und Frauen in ihrem Recht auf Entfaltung ausgesprochen stark eingeschränkt werden.

Beide Frauen haben sich entschieden, diese Einschränkungen nicht hinzunehmen und einen ungewöhnlichen Weg gewählt, sich dagegen zur Wehr zu setzen: sie sind zum Boy geworden. Der Film zeigt Ausschnitte aus dem Alltag der 14- jährigen Faranoz, die in Afghanistan als Junge aufwuchs und verwebt diese mit den Erfahrungen einer jungen afghanischen Sängerin in London, die ebenfalls in ihrer Kindheit Jungenkleidung trug, um sich freier in der Gesellschaft zu bewegen. Der Film hinterfragt gesellschaftliche Stereotype, die nicht nur in der afghanischen Gesellschaft wirken und zeigt zwei beeindruckende junge Frauen, die sich die Freiheit nehmen, sich nicht durch ihr Geschlecht definieren zu lassen.

Wie entkommt ein Mädchen den Restriktionen, die der weiblichen Rolle in einer traditionellen Gesellschaft eingeschrieben sind? Indem sie zum „Boy“ wird. In Afghanistan sind „bacha posh“ Mädchen, die als Jungen aufgezogen werden. Das Künstlerinnenduo Afsah/Seidl folgt zwei Mädchen und ihrer Entscheidung, welche Rolle sie im Leben einnehmen wollen. In traumhaften Bildern, die in langen Kamerafahrten die Menschen als Teil eines sozialen Umfelds erfassen, gelingt eine berührende Etüde über Gender und Freiheit.



Grit Lemke


Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Deutscher Wettbewerb
Café Waldluft Matthias Koßmehl

Seit die italienischen Touristen wegbleiben, bewohnen Flüchtlinge das Hotel im bayrischen Alpenidyll. Mal komisch, mal tragisch kreuzen sich Lebenswege. Ein Heimatfilm besonderer Art.

Café Waldluft

Dokumentarfilm
Deutschland
2015
79 Minuten
Untertitel: 
deutsche
Credits DOK Leipzig Logo
Matthias Koßmehl
Matthias Koßmehl
André Feldhaus
Bastian Esser
Andreas Nicolai
Matthias Koßmehl
Till Wollenweber
Einst kamen die Touristen in ganzen Busladungen, um im schönen Café Waldluft einen Platz an der Sonne zu suchen, zumindest für die Zeit ihres wohlverdienten Urlaubs. Seit zwei Jahren aber beherbergt das Traditionshotel in Berchtesgaden, mit Blick auf den deutschen „Schicksalsberg“ Watzmann und seine Ausläufer, Gäste aus anderen Regionen der Welt: Sie stammen aus Syrien, Afghanistan oder Sierra Leone und haben sich das Alpen-Musteridyll keineswegs ausgesucht. Ihr Aufenthalt als Asylbewerber ist geprägt von endlosem Warten, ermüdenden Behördengängen, Heimweh und Sorge um ihre Verwandten.

Seither hat sich die Dynamik im Städtchen verändert. Doch wenn Matthias Koßmehl seinen Film mit einer bayrischen Trachtenparade in Zeitlupe eröffnet, dann nur, um mit den Erwartungen, die dieses Klischee hervorruft, aufzuräumen und stattdessen nüchtern, aber offenen Herzens zu schauen, was für Begegnungen wirklich stattfinden an diesem sonderbaren Ort. Da ist Mama Flora, die Inhaberin, die sich gottergeben um jeden ihrer Schützlinge kümmert, und da ist die ostdeutsche Köchin, die hier ihre Wahlheimat gefunden hat. Die Zufallsbegegnungen mit Stammkunden oder Wanderern und das alltägliche Miteinander im Haus entsprechen einer Vielzahl sich kreuzender Lebenspfade. Der Watzmann, ob verhangen oder klar, bleibt stets am Horizont. Ein dokumentarischer Heimatfilm, in dem das Wort Heimat viele Facetten hat.

Lars Meyer



Ausgezeichnet mit dem DEFA-Förderpreis 2015

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Kids DOK
Crowley – Jeder Cowboy braucht sein Pferd André Hörmann

Welcher Junge träumt nicht davon, Cowboy zu sein? Für den 11-jährigen Crowley ist das normal, er lebt mit seinem Vater auf einer Ranch in Amerika. Doch um ein „echter“ Cowboy zu werden, muss man viel lernen und manchmal Mut beweisen.

Crowley – Jeder Cowboy braucht sein Pferd

Dokumentarfilm
Deutschland
2015
15 Minuten
Untertitel: 
VO_Deutsch
Credits DOK Leipzig Logo
Heike Kunze, Max Milhahn
André Hörmann
Henry Reyels
Thomas Bergmann
Vincent Assmann
André Hörmann
Donell McNairy
Welcher Junge träumt nicht davon, Cowboy zu sein? Für den 11-jährigen Crowley ist das normal, er lebt mit seinem Vater auf einer Ranch in Amerika. Doch um ein „echter“ Cowboy zu werden, muss man viel lernen und manchmal Mut beweisen. Für Crowley beginnt es mit einem wilden Pferd, das er zähmen soll.

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Cure

Dokumentarfilm
Kanada,
Äthiopien,
Deutschland
2015
20 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Sarah Noa Bozenhardt
Sarah Noa Bozenhardt
Fasika Abebe, Aster Assefa
Bernarda Cornejo Pinto
Sarah Noa Bozenhardt
Sarah Noa Bozenhardt, Bernarda Cornejo Pinto
Ein ungemein zärtlicher Blick auf Aster, eine blinde junge Mutter, die mit ihrer kleinen Tochter in einer Einrichtung für alleinerziehende Mütter in Äthiopien lebt. Ihr leiser Gesang über Liebe und kleine Mäuse durchzieht die Bilder wie der Traum eines Sehenden. Noch heißt die Kleine Bethi. Aber Aster will den Namen ändern in Medanit: das amharische Wort für Heilung. Das Kind hat sie vom Dunkel in das Licht geführt. Sie ist das Auge ihrer Mutter.

Matthias Heeder

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Internationales Programm
Der Auftritt Francesca Bertin

Ein kurzer Film für all jene unter uns, die sich schon immer für das Geheimnis einer gepflegten Konversation interessiert haben. Und die das nicht interessiert: Kommt trotzdem! Vielleicht erfahrt ihr etwas über euer Karma.

Der Auftritt

Dokumentarfilm
Deutschland
2015
4 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Francesca Bertin, Leonhard Kaufmann
Francesca Bertin
Leonhard Kaufmann
Leonhard Kaufmann
Francesca Bertin
Ein kurzer Film für all jene unter uns, die sich schon immer für das Geheimnis einer gepflegten Konversation interessiert haben. Und die das nicht interessiert: Kommt trotzdem! Vielleicht erfahrt ihr etwas über euer Karma.

Matthias Heeder

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Deutscher Wettbewerb
Der Kuaför aus der Keupstraße Andreas Maus

Das NSU-Nagelbombenattentat, bei dem 2004 in Köln 22 Menschen verletzt und später nur die Opfer verdächtigt wurden. Vielschichtig inszenierte Rekonstruktion eines Skandals.

Der Kuaför aus der Keupstraße

Dokumentarfilm
Deutschland
2015
92 Minuten
Untertitel: 
deutsche
Credits DOK Leipzig Logo
Herbert Schwering, Christine Kiauk
Andreas Maus
Maciej Sledziecki
Hajo Schomerus
Rolf Mertler
Maik Baumgärtner, Andreas Maus
Ralf Weber
Der Mittwochnachmittag ist mit Bedacht gewählt. Vor und in dem Friseurgeschäft der Brüder Özcan und Hasan Yildirim ist viel los, als sich am 9. Juni 2004 plötzlich 700 zehn Zentimeter lange Tischlernägel mit einer Reichweite von 250 Metern in Projektile verwandeln. Sie verletzen 22 Menschen. So infam der Anschlag ist, so skandalös der Verlauf der Ermittlungen: Verdächtigt werden die Opfer. Überwachungsvideos wertet man nicht aus und Bundesinnenminister Otto Schily schließt einen rechtsradikalen Hintergrund dezidiert aus. Erst 2011 wird mit den Enthüllungen über die rechtsextreme terroristische Vereinigung „Nationalsozialistischer Untergrund“ auch diese Tat aufgedeckt. Der Prozess dauert bis heute an.

Der Regisseur Andreas Maus konzentriert sich darauf, zehn Jahre nach dem Kölner Nagelbomben-Attentat jenen eine Stimme zu geben, die lange niemand hören wollte. Die von ihm angewandten Erzählstrategien zielen auf Distanz, um freizulegen, mit welcher Systematik vertuscht, verschwiegen und verdrängt wurde. Dokumentarisches und inszeniertes Material verschränken sich miteinander, Schauspieler agieren neben Betroffenen, Räume werden rekonstruiert. Die vielstrapazierten Fernsehbilder überschreibt Andreas Maus mit seinen Bild-Erfindungen. Die Kamera hält inne, der Blick, der auf den Zuschauer gerichtet ist, gefriert. Was eigentlich kommt nach der „Willkommenskultur“, möchte man fragen?

Cornelia Klauß

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Internationaler Wettbewerb Kurzfilm (ab 2015)
Der lustige König Jörg Weidner, Anke Späth

Der König wacht nach einem langen und tiefen Schlaf auf, weiß aber nicht, was er mit seiner ganzen Zeit anfangen soll. Er hofft, eine Lösung zu finden, indem er einen Automaten baut, aber vergeblich – das Rad der Zeit folgt seinen eigenen Gesetzen.

Der lustige König

Animationsfilm
Deutschland
2015
12 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Jörg Weidner
Jörg Weidner, Anke Späth
Ditterich von Euler-Donnerperg
Jörg Weidner, Anke Späth
Jörg Weidner
Jörg Weidner, Anke Späth, Susann Arnold, Natalia Bogoliubskaja, Mayka von May
Jörg Weidner
Jörg Weidner, Thomas Fichtner
Der König wacht nach einem langen und tiefen Schlaf auf, weiß aber nicht, was er mit seiner ganzen Zeit anfangen soll. Er hofft, eine Lösung zu finden, indem er einen Automaten baut, aber vergeblich – das Rad der Zeit folgt seinen eigenen Gesetzen. In diesem bizarren Märchen unterstreichen die Zersetzung organischen Materials, rostiges Metall und rissige Oberflächen visuell eine kryptische Puppenanimation, die spiralförmig um ihr Hauptthema kreist.

---Victor Orozco

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