Filmarchiv

Jahr

Agnosis

Animadok
Deutschland,
Ukraine
2015
39 Minuten
Untertitel: 
deutsche

Credits DOK Leipzig Logo

Anita Müller
Anita Müller
Oksana Kod'
Anita Müller, Clara Wieck
Anita Müller
Anita Müller
Anita Müller
Florian Marquardt
Wie in „Die chthonische Stadt“ weiß die Malerin Anita Müller ihr filmisches Material in den Katakomben Odessas zu beflügeln: Einlassungen konnotieren das dokumentarische Bild neu, Ergänzungen visualisieren Träume oder Gedanken. Sie nimmt sich eine assoziative Freiheit heraus, die den Vergleich mit dem Jazz zulässt. So flüchtig und flirrend wie die Bildschöpfungen mag der unsichtbare Protagonist sich gefühlt haben, der sich auf seiner spirituellen Suche in der Unterwelt verirrte und spurlos verschwand.

---Cornelia Klauß
Deutscher Wettbewerb Kurzfilm 2015
Die Weite suchen Falk Schuster

So manche DDR-Kindheit ist geprägt von Ostseereisen – lange Fahrten auf schlechten Autobahnen im viel zu vollen Auto, Transitlaster und die Vorfreude auf das Meer. Doch dies ist mehr als nur eine nostalgische Aufarbeitung von Urlaubserinnerungen.

Die Weite suchen

Animadok
Deutschland
2015
30 Minuten
Untertitel: 
englische

Credits DOK Leipzig Logo

Ralf Kukula
Falk Schuster
Peter Piek
Ralf Kukula
Stefan Urlaß
Julian Quitsch, Alexander Schmidt, Tim Romanowsky, Nicole Bauer, Francie Liebschner, Jan Mildner, Olaf Ulbricht
Falk Schuster
Florian Marquardt, Klangfee
Bildung DOK Leipzig Logo

Altersempfehlung: ab 9 Jahren 
Klassenstufen: ab 3. Klasse

Themen: Alltag im Sozialismus, Kindheit in der DDR, Vergangenheitsbewältigung, Erinnerungen 
Unterrichtsfächer: Sachkunde, Deutsch, Geschichte, Gemeinschaftskunde, Philosophie, Ethik/Religion

Zum Inhalt des Films

Es ist Sommer 1987, die junge Familie Schuster aus dem Bezirk Leipzig fährt in den Urlaub. Mit dem Trabant und Anhänger macht sie sich auf den Weg zu einer kleinen Privatunterkunft in der Nähe der Grenze zur damaligen BRD. Dieser autobiografische AnimaDok-Film begleitet die Familie während ihrer Reise und gibt dabei Einblick in einen mit allerhand Kuriositäten bestückten DDR-Urlaubsalltag so nah an der Westgrenze. Der Film pendelt zwischen Volkspolizei, Grenzpatrouillen, Mangelwirtschaft und Strandidylle im ostdeutschen Urlauberparadies und verwebt persönliche Erinnerungen und dokumentarisch aufbereitete Fakten zu einem im Zeichentrick animierten Reisetagebuch.

Über den Regisseur des Films

Falk Schuster wurde 1980 in Oschatz geboren und wuchs in Lampertswalde/Sachsen auf. Er studierte zunächst an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle und begann 2007 mit einem Parallelstudium im Rahmen der European Animation Masterclass seine Fähigkeiten als Animationsfilmer zu entwickeln. Schon während des Studiums entstanden diverse kurze Filme, bei denen Schuster mit unterschiedlichsten Animationstechniken arbeitete. Seit 2009 ist er als freiberuflicher Animationsfilmemacher tätig, seine Filme wurden vielfach auf Festivals ausgezeichnet und auch im öffentlich-rechtlichen Fernsehen gezeigt.

So manche DDR-Kindheit ist geprägt von Ostseereisen – lange Fahrten auf schlechten Autobahnen im viel zu vollen Auto, Transitlaster und die Vorfreude auf das Meer. Doch dies ist mehr als nur eine nostalgische Aufarbeitung von Urlaubserinnerungen. Aus dem unschuldigen Blickwinkel eines Siebenjährigen wirkt die Reise zwar wie ein großes Abenteuer, doch im Subtext der reduzierten, rotoskopierten Bilder wird die Absurdität eines Lebens in engen Grenzen – zu denen auch der Strand gehört – deutlich. Annegret Richter


Internationaler Wettbewerb Animadok (2015-2017) 2015
Wegzaubern Betina Kuntzsch

Die geschickte Montage von Fragmenten aus den Krankenakten von Patientinnen der psychiatrischen Klinik der Universität Heidelberg zeichnet ein schmerzliches kollektives Porträt von Künstlerinnen, die als psychisch „krank “ weggesperrt wurden

Wegzaubern

Animadok
Deutschland
2015
6 Minuten
Untertitel: 
keine

Credits DOK Leipzig Logo

Betina Kuntzsch
Betina Kuntzsch
Joachim Gies
Betina Kuntzsch
Betina Kuntzsch
Die geschickte Montage von Fragmenten aus den Krankenakten von Patientinnen der psychiatrischen Klinik der Universität Heidelberg zeichnet ein schmerzliches kollektives Porträt von Künstlerinnen, die als psychisch „krank “ weggesperrt wurden. Die intime Erzählung, der Soundtrack aus Waterphone-Improvisationen und die Verwendung historischer Laterna-Magica-Filme machen die beklemmende Atmosphäre dieses Found-Footage-Animadok-Films aus.

Victor Orozco



Ausgezeichnet mit der Goldenen Taube im Internationalen Wettbewerb Animierter Dokumentarfilm 2015