Filmarchiv

Jahr

Countries (Film Archive)

Der schwarze Kasten

Dokumentarfilm
Deutschland
1992
95 Minuten
Untertitel: 
keine
Credits DOK Leipzig Logo
Wolfgang Pfeiffer Filmproduktion, Max Film, WDR
Tamara Trampe, Johann Feindt
Johann Feindt
Sybille Windt
Tamara Trampe, Joahnn Feindt
Eine Auseinandersetzung mit offenem Visier. Sie begann 1990 mit einer Lesung des Schriftstellers Jürgen Fuchs aus Gedächtnisprotokollen seiner Haftzeit in einem Stasi-Gefängnis. Ein Zuhörer sei mit den Worten aufgestanden: „Ich bin einer von denen, die Sie beschreiben. Aber mit uns spricht ja keiner.“ Tamara Trampe und Johann Feindt unterzogen sich dem Erfahrungsversuch, ihn, den Anderen, reden zu lassen: Gespräche vor laufender Kamera, kurz nach der Wende, geführt mit einem Dozenten für „Operative Psychologie“ an der Hochschule des MfS. Er habe sich für Menschen interessiert, sich einen „humaneren“ Verlauf der Verhöre gewünscht, sagt er. Darüber hinaus kein Wort des Bedauerns.

Ralph Eue

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Symposium
Noch einmal Mario Pfeifer

Der Künstler Mario Pfeifer und das sächsische Arnsdorf: Im Sommer 2016 fesselten Anwohner einen Asylsuchenden mit Kabelbindern, weil sie ihn für gewalttätig hielten.

Noch einmal

Dokumentarfilm
Deutschland
2018
38 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Mario Pfeifer (blackboardfilms)
Mario Pfeifer
Kamran Sadeghi
Stephan Burchardt
Mario Pfeifer, Alexander Koch
Jonas Dahl
Mario Pfeifer, Lilian von Keudell
Thomas Wallmann
Der Künstler Mario Pfeifer habe sich, so diagnostizierte die Leipziger Volkszeitung anlässlich einer Aufführung von „Noch einmal“ in den Kunstsammlungen Chemnitz, einen humanistischen Optimismus bewahrt, der auch dort noch an die Möglichkeit des Dialogs glaube, wo andere längst resigniert hätten. In einer elaborierten Durchmischung von Codes aus medialen Wahrheitsfindungsformaten (Morgenmagazin-Reenactment, Gerichtsshow und so fort) wird ein Vorfall im sächsischen Arnsdorf noch einmal durchgespielt: Im Sommer 2016 fesselten Anwohner einen Asylsuchenden mit Kabelbindern, weil sie ihn für gewalttätig hielten.

Ralph Eue

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Stau – Jetzt geht’s los

Dokumentarfilm
Deutschland
1992
82 Minuten
Untertitel: 
keine
Credits DOK Leipzig Logo
Frank Löprich, Katrin Schlösser
Thomas Heise
Sebastian Richter
Karin Geiß
Thomas Heise
Uve Haussig
Eine Gruppe Jugendlicher in Halle-Neustadt, sich ratlos zwischen den Betonblöcken bewegend, die einst als sozialistische Mustersiedlung errichtet worden waren. Mit der DDR lösten sich auch die gewohnten Sicherheiten auf. Obwohl es in Sachsen-Anhalt kaum Ausländer gab, machte sich eine dumpfe Ablehnung gegen alles breit, was bisher nicht zum Alltag gehörte. Der allgemeinen, als Bedrohung empfundenen Auflösung wurden vermeintlich klare Weltbilder entgegengesetzt. Als Thomas Heise auf der Duisburger Filmwoche für seinen Film mit dem „Dokumentarfilmpreis 1992“ prämiert wurde, endete die Laudatio mit der Vermutung, der Film werde wohl Widerspruch hervorrufen. Sie bewahrheitete sich.

Ralph Eue

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.