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Werkschau Lutz Dammbeck
Das Meisterspiel Lutz Dammbeck

Ein gordischer Knoten, ein Kriminalfall, der noch immer seiner Auflösung harrt: Wer hat die Bilder des Künstlers Arnulf Rainer übermalt, der selbst mit Übermalungen bekannt geworden ist?

Das Meisterspiel

Dokumentarfilm
Deutschland
1998
106 Minuten
Untertitel: 
keine
Credits DOK Leipzig Logo
Lutz Dammbeck
Lutz Dammbeck
Jörg Lensing
Eberhard Geick, Leo Potesil, Thomas Plenert
Margot Neubert-Marić
Lutz Dammbeck
Michael Laube, Bruno Pisek
Ein gordischer Knoten, ein Kriminalfall, der noch immer seiner Auflösung harrt: Wer hat die Bilder des Künstlers Arnulf Rainer übermalt, der selbst mit Übermalungen bekannt geworden ist? Handelte es sich tatsächlich um die Tat einer rechten Moderne? So spannend die Frage sein mag: Es geht dem Film auch darum, eine allzu lebendige nationalkonservative Parallelgesellschaft zu porträtieren sowie den tiefen Graben zwischen links und rechts offenzulegen, den auch die Postmoderne nicht überwinden konnte. Im Wochenblatt „Die Zeit“ war man pikiert: Dammbeck „fahndet im braunen Sumpf und bleibt darin stecken“. Tatsächlich legt er den Finger in die Wunde vermeintlich bewältigter deutscher Geschichte.

Sven Safarow

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Werkschau Lutz Dammbeck
Das Netz. Unabomber, LSD & Internet Lutz Dammbeck

„Das Netz“ erweiterte endgültig Dammbecks Themenspektrum. Nicht mehr der Künstler steht im Mittelpunkt ideologischer Lesarten und Vereinnahmungen, sondern der technologische Fortschritt.

Das Netz. Unabomber, LSD & Internet

Dokumentarfilm
Deutschland
2003
115 Minuten
Untertitel: 
deutsche
Credits DOK Leipzig Logo
Lutz Dammbeck
Lutz Dammbeck
Jörg Lensing
Thomas Plenert, Eberhard Geick, István Imreh, James Carman
Margot Neubert-Marić
Karl Laabs
„Das Netz“ erweiterte endgültig Dammbecks Themenspektrum. Nicht mehr der Künstler steht im Mittelpunkt ideologischer Lesarten und Vereinnahmungen, sondern der technologische Fortschritt. Die Verknüpfung von Phänomenen wie Kybernetik, Gegenkultur, Wissenschaft und Avantgardekunst führt zu alternativen Problemfeldern und Fragestellungen, die in ihrem Scharfsinn an Adam Curtis’ BBC-Fernsehfilme erinnern. Der Film kreist um ein Tabu: Darf man Kaczynski, den Unabomber, ernst nehmen? Mit seinem brutalen Protest gegen die Wissenschaftselite stellt der ehemalige Harvard-Mathematikprofessor in der allzu widerspruchslosen Erfolgsstory der Digitalisierung eine Irritation dar.

Sven Safarow

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Herakles Höhle

Dokumentarfilm
Deutschland,
DDR
1990
44 Minuten
Untertitel: 
keine
Credits DOK Leipzig Logo
Lutz Dammbeck
Lutz Dammbeck
Jörg U. Lensing
Eberhard Geick
Margot Neubert-Marić
Lutz Dammbeck
Karl Laabs, Eric Rueff, Lutz Dammbeck
Das Projekt, das Dammbeck bereits vor der Ausreise vorbereitet und teilweise in den Mediencollagen verhandelt hatte, wurde 1990 für den Südwestfunk fertiggestellt. Hier analysiert er erstmals auf dokumentarisch-essayistische Art ideologische Umrisse und faschistische Überbleibsel in der neuen, freien Welt. Hier geht es um die „verschwiegene Kontinuität totalitärer Strukturen“, eine unpopuläre Sichtweise in einer Gesellschaft, die sich, nach Francis Fukuyama, als postideologisch verstehen wollte. Der Film ist Teil von Dammbecks 1982 begonnenem „Herakles-Konzept“, das unsichtbare Machtstrukturen beleuchtet und autoritäre Dynamiken von links wie rechts untersucht.

Sven Safarow

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Werkschau Lutz Dammbeck
Overgames Lutz Dammbeck

Für Baudrillard ist die Gameshow in der Konsumgesellschaft eine Zeremonie „wie die katholische Messe oder auch das Opferfest der primitiven Gesellschaft“. Für Dammbeck ist sie auch ein Instrument der Reeducation.

Overgames

Dokumentarfilm
Deutschland
2015
164 Minuten
Untertitel: 
deutsche
Credits DOK Leipzig Logo
Lutz Dammbeck
Lutz Dammbeck
J. U. Lensing
Börres Weiffenbach, Eberhard Geick, Volker Tittel, István Imreh
Margot Neubert-Marić
Lutz Dammbeck
Vinzent Muhsik, Björn Geldermann
Für Baudrillard ist die Gameshow in der Konsumgesellschaft eine Zeremonie „wie die katholische Messe oder auch das Opferfest der primitiven Gesellschaft“. Für Dammbeck ist sie auch ein Instrument der Reeducation, die den Nachkriegsdeutschen den autoritären Gestus austreiben sollte. Ein Widerspruch in der angeblich politikfreien Zone des Konsums? Zumindest ein gewaltiger Einschnitt in die nationale Identität. In „Overgames“ begibt sich Dammbeck auf die Suche nach der Psyche der Deutschen, dem „Quellcode BRD“, den er irgendwo zwischen Margaret Mead und Richard M. Brickner, zwischen Fest des höchsten Wesens und Gameshow, zwischen „Hitlerjunge Quex“ und American Dream vermutet.

Sven Safarow



Ausgezeichnet mit dem Dokumentarfilmpreis des Goethe-Instituts 2015

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Zeit der Götter

Dokumentarfilm
Deutschland
1992
92 Minuten
Untertitel: 
keine
Credits DOK Leipzig Logo
Lutz Dammbeck
Lutz Dammbeck
Jörg Lensing
Thomas Plenert, Eberhard Geick
Margot Neubert-Marić
Lutz Dammbeck
Karl Laabs, Ronald Gohlke, Klaus Dzuck
„Zeit der Götter“ stellt eine Grundsatzfrage: Kann man das Ästhetische vom Politischen trennen? Dammbecks Beschäftigung mit Arno Breker begann schon während seiner Arbeit am „Herakles-Konzept“. Der Bildhauer, ein Protegé von Adolf Hitler, hatte in der BRD mit diversen Porträtaufträgen, unter anderem für Ernst Jünger und Peter Ludwig, am Rande des Kunstbetriebs Anschluss gefunden. Der Film fragt weiter, was machtpolitische Transformationen mit Kunst anstellen, wie faschistische Symbole ihre ästhetische Unschuld wiederfinden und wie viel Opportunismus der „reinen“ Kunst innewohnt. Dammbeck zeigt sich hier als großer Chronist der deutschen Beziehung zwischen Kunst und Macht.

Sven Safarow

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.