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Jahr

Presence

Dokumentarfilm
Indien
2012
18 Minuten
Untertitel: 
englische

Credits DOK Leipzig Logo

Ekta Mittal, Maraa
Yashaswini Raghunandan, Ekta Mittal
Paromita Dhar
Abhro Banerjee
Budhaditya Chattopadhay
Eine Hochbahnbaustelle in einer großen asiatischen Stadt: Ein Transitraum; Neues nagt an Altem; Reibungsverluste zwischen Erinnern und Vergessen; wimmelndes Ödland; eine Wucherung im alten Stadtgewebe. Die, die diese Baustelle bevölkern, sind Arbeiter, überwiegend Arbeitsnomaden von weit her. Sie haben nicht nur ihre Arbeitskraft im Gepäck, sondern auch ihre je eigenen und höchst unterschiedlichen Gebräuche, Traditionen und Geschichte(n). Diese Geschichten sind wie Flaschengeister und manchmal, meist nachts, nehmen sie in Erzählungen wieder Gestalt an – dann strömen sie aus ihren engen Flakons und treiben ihr Wesen zwischen halbfertigen Schienensträngen, marodierenden Werkstücken und provisorischen Geländern. Der manchmal schöne, gelegentlich triste, mitunter auch beängstigende Spuk berührt unser Ohr. Die sichtbare Realität schert das wenig, sie würde auch verneinen, mit diesen Geschichten irgendetwas zu tun zu haben. Doch für die Dauer dieses Films hat sich das Wirkliche gedehnt, es ist erfüllt von der flüchtigen Aura des Übernatürlichen.

– Ralph Eue