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The Stranger Neasa Ní Chianáin

Auf den Spuren eines Außenseiters, Künstlers und Genius, der auf einer einsamen irischen Insel lebte und starb. Das Meer, die Klippen, die Geister der Toten. Enigmatische Ballade.

The Stranger

Dokumentarfilm
2014
87 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
David Rane
Neasa Ní Chianáin
Eryck Abecassis
Tristan Clamorgan
Mirjam Strugalla
Maria Gasol, Neasa Ní Chianáin
Reto Stamm, Guillaume Beauron
„Keiner wusste, wo Neal McGregor herkam und warum er sich entschieden hatte, auf dieser einsamen irischen Insel zu leben. Aber es gab viele Gerüchte darüber, wer er war (…).“ Was so beginnt, hat alle Ingredienzien für großes Gefühlskino: die Geschichte eines englischen Ex-Lehrers, Künstlers, Esoterikers, Genius und Aussteigers, der als Eremit in einer Hütte auf einem felsigen Eiland inmitten der wilden irischen See lebte und mit 43 Jahren den Tod fand. Die zarte, unerfüllte Liebe zur geheimnisvollen Mary, die es verstand, die Sterne zu lesen. Wettergegerbte Inselbewohner, die den zugereisten Außenseiter in Zeiten, da die IRA überall vermutet wurde, misstrauisch beäugten und doch nach ihm sahen, wenn er mit dem Boot zu weit raus fuhr. Aus Tagebuchaufzeichnungen voller philosophischer Tiefe, Tuschezeichnungen, Archivaufnahmen, Interviews und sehr dezentem Reenactment komponiert Neasa Ní Chianáin die enigmatische Ballade eines Mannes, der sich und der Welt ein „Fremder“ blieb. Den Rhythmus des Films bestimmen die raue Landschaft und die Menschen in ihr. In den Bildern dieses einsamen Fremden auf den Klippen über dem schäumenden Meer schwingt Melancholie und die Frage, welchen Preis man zahlt, wenn man ganz seine Überzeugungen lebt. Ein Übriges tun die Geister der Toten, der Himmel und die ewig tosende Brandung. Play it again!
Grit Lemke

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