Filmarchiv

Shoulder the Lion

Dokumentarfilm
2015
74 Minuten
Untertitel: 
keine
Credits DOK Leipzig Logo
Erinnisse Rebisz, Patryk Rebisz
Erinnisse Rebisz, Patryk Rebisz
Graham Sharpe, Colin Stetson, The Eskies
Patryk Rebisz
Erinnisse Rebisz
Keller McDivitt
Der Mensch kann seine Augen schließen, den Gehörgang aber nie. Für den Musiker Graham bedeutet diese schlichte Tatsache das Karriereende. In seinem Kopf hat sich ein krankhafter Lärm eingenistet, der nie verstummt. Alice, die Fotografin, erblindet infolge eines Netzhautleidens. Und Katie, dritte Protagonistin dieses erstaunlichen Films über die Widerstandskraft des menschlichen Geistes, wird in ihrem ersten Profikampf als Boxerin in ein Koma geprügelt, aus dem sie Wochen später ohne jede Erinnerung erwacht (verfilmt in „Million Dollar Baby“). Reset!

Eine bildstarke Reise in die innere Welt von Menschen, die schwerste Sinnesverluste hinnehmen mussten. Dabei setzt das Regieduo Erinnisse und Patryk Rebisz auf visuelle Stilisierung der Sinne, um jedem Drama seine Bildentsprechung zu geben. Die erblindete Alice arbeitet weiter mit der Kamera, wobei die Speicherkarte ihres Gedächtnisses Erfahrungswerte für die neuen Fotografien liefert. Das Gehirn der Ex-Boxerin dagegen produziert immer neue, ihr unbekannte Bilder, die sie schließlich zur Malerei führten. Und Graham, dem seine Band das Leben bedeutete, erfindet sich, wenn auch erwartungslos, als Stage Manager eines Musikfestivals neu. Am Ende dieses erzählerisch mutigen und visuell ungewöhnlichen Films steht die Bewunderung für die Fähigkeit unserer Spezies, persönliche Krisen in Erkenntnis und Neuanfang zu verwandeln. Jedenfalls manchmal.

Matthias Heeder

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Where Is Eva Hipsey?

Animationsfilm
2016
8 Minuten
Untertitel: 
keine
Credits DOK Leipzig Logo
Nicky Gogan (Still Films)
Orla McHardy
Justin Spooner
Orla McHardy
Orla McHardy
Orla McHardy, Allison Zigadlo, Micah Weber, Moaz Elemam
Justin Spooner
Justin Spooner
Eine ältere Dame frönt ihrer audiophilen Obsession. Während ihrer Abwesenheit nimmt sie den Klang ihres Hauses auf, um ihn sich später anzuhören. Ein Leben aus Zufalls- und Umweltgeräuschen, versammelt auf unzähligen C60-Kassetten. Orla McHardys poetische Porträtcollage aus Negativfilm, Fotos, Trockenblumen, Animationssequenzen und Klängen hat nicht nur ein großes Herz für Eva Hipsey. Sie offenbart ebenso die Liebe für Amateuraufnahmen und deren Macken, die immer wieder Geheimnisse schaffen.

André Eckardt

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