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Resonance

Dokumentarfilm
2019
56 Minuten
Untertitel: 
englische
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Itay Marom
Itay Marom
Itay Marom
Sunjha Kim, Itay Marom
Rotem Dror
Tiefste und verborgene Gefühlsregungen kann Musik in uns auslösen, eine körperliche, seelische oder spirituelle Erfahrung sein – auch für die sie erzeugenden Musiker. Um das höchste Niveau klassischen Gesangs zu erreichen, nehmen angehende Sängerinnen und Sänger Privatunterricht. Über den Verlauf eines Semesters folgt der Film drei renommierten Stimm- und Gesangslehrenden und ihren Schülerinnen und Schülern. Es ist ein hartes körperliches Training, stundenlanges Üben, Atmen, das Finden der exakt richtigen Positionen von Zunge und Kiefer. Denn nur auf der Basis technischer Perfektion kann letzten Endes die Magie der höchsten Emotionalität entstehen, durch ein Hineingeben der eigenen Persönlichkeit, ein Wechselspiel aus Anstrengung und Loslassen-Können.

Auch wenn wir wenig über die Singenden erfahren, sondern vor allem ihren Stimmen lauschen, spürt man die Intensität und Intimität, die bei dieser Art von Einzelunterricht zwischen Lehrenden und Lernenden entsteht – eine Atmosphäre, in der sich etwas Großes, Erhabenes aufbaut. Der lichte und meist stille Betonbau einer der drei Musikhochschulen, die Itay Marom für seinen Film aufsucht, mutet dabei fast wie ein Zen-Kloster an.

Frederik Lang



Ausgezeichnet mit dem DEFA Förderpreis.

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

DOK Neuland
The Holy City Nimrod Shanit, Timur Musabay

In einem Mix aus Room-Scale-Gaming und Realfilm wird Jerusalem als religiöses Epizentrum erfahrbar, in dem sich drei Weltreligionen überlagern.

The Holy City

VR-Erfahrung
2019
20 Minuten
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Nimrod Shanit, Sean Thomas Evans
Nimrod Shanit, Timur Musabay
Ophir Leibovitz
William McMaster, Jurek Ostefeld
Brady Bothwell, Nimrod Shanit, Lenadro Amorim-Downie
Mishal Alam, Oury Atlan
Nimrod Shanit
Yuval Baron, Graham Bertie
Victoria Braverman
Scott Cairns
Mishal Alam, Oury Atlan
Mishal Alam
Nimrod Shanit
Lena Georgian
Daeve Fellows, Ariel Shtern
Matt Bilewicz
William McMaster
In einem Mix aus Room-Scale-Gaming und Realfilm wird Jerusalem als religiöses Epizentrum erfahrbar, in dem sich drei Weltreligionen überlagern. Gläubige aller Konfessionen arbeiten am Narrativ des Ortes und plädieren gleichzeitig für Verständigung. Ausgangspunkt für das Gedankenspiel ist der ambivalente Begriff des Abrahamismus, der einen Trialog zwischen Judentum, Christentum und Islam in Gang setzt.

Lars Rummel, Marie Hinkelmann

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Re-Visionen
Z32 Avi Mograbi

Ein Elitesoldat der israelischen Armee offenbart vor der Kamera, bei einer Vergeltungsaktion seines Kommandos Palästinenser ermordet zu haben. Was tun und wie umgehen mit diesem Wissen?

Z32

Dokumentarfilm
2008
81 Minuten
Untertitel: 
englische
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Les Films d’Ici, Avi Mograbi, Le Fresnoy – Studio National des Arts Contemporains
Avi Mograbi
Noam Enbar
Philippe Bellaïche
Avi Mograbi
Avi Mograbi, Noam Enbar
Ein Elitesoldat der israelischen Armee offenbart vor der Kamera, bei einer Vergeltungsaktion seines Kommandos Palästinenser ermordet zu haben. Was tun und wie umgehen mit diesem Wissen? Regisseur Avi Mograbi geht inzwischen routiniert mit der Erfahrung um, „schnellen Beifall von der falschen Seite“ zu bekommen. So sieht er seine Arbeiten auch grundsätzlich als Streitstücke.

Ralph Eue

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

A Sister’s Song

Dokumentarfilm
2018
91 Minuten
Untertitel: 
englische
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Danae Elon, Paul Cadieux
Danae Elon
Peter Venne
Danae Elon, Itamar Mendes Flohr
Vincent Guignard, Alexandre Leblanc
Danae Elon
Benoît Dame
Marina und Tatiana sind als Kinder mit ihrer Familie aus Russland nach Israel gezogen. Als Einwanderinnen war die Ankunft im neuen Heimatland nicht einfach. Diese Backstory schwingt bei ihrer Suche nach Vorbildern und Identität mit. Im Zentrum der Erzählung steht Marina. Ihre jüngere Schwester Tatiana ist als Jugendliche ihrem spirituellen Vater in ein streng orthodoxes Kloster in Griechenland gefolgt. Das ist zwanzig Jahre her. Vor vier Jahren haben sie sich zum letzten Mal gesehen. Seither verstärkt sich bei Marina der Eindruck, ihre Schwester sei dort unglücklich, und sie möchte sie zurückholen. Doch ist sie verantwortlich für Tatianas Glück? Wie kann man Verständnis aufbringen für die Entscheidung eines nahestehenden Menschen, der im Widerspruch zur eigenen Haltung steht?

Die in Kanada lebende preisgekrönte israelische Regisseurin und Kamerafrau Danae Elon kehrt auch für diesen Film in ihr Heimatland zurück. Diskret und doch sehr präsent schaut sie der Wiederbegegnung der beiden Schwestern zu. Nur punktuell, aber fast komplizenhaft wird sie von den Protagonistinnen ins Gespräch einbezogen. Die Geschichte von Marina und Tatiana erzählt sie dramaturgisch herausragend und innovativ. „A Sister’s Song“ – ein Lied über Liebe und Verlust und über die Kunst, seiner inneren Stimme zu folgen.

Annina Wettstein

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Like Us, Lovers

Animationsfilm
2018
16 Minuten
Untertitel: 
englische
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Dotan Moreno
Dotan Moreno
Amit Hai Cohen
Dotan Moreno
Dotan Moreno
Dotan Moreno
Dotan Moreno
Andres Rapaport
Die Geschichte der Selbstfindung eines israelischen Vaters. Er, Mutter, Kind – eine nette, aber entfremdete Kleinfamilie in einem netten, aber leblosen Vorort. Der Junge verletzt aus Versehen ein Mädchen. Der Vater geht sich entschuldigen, mit seinem Sohn an der Hand, und findet endlich, was er begehrt. Ein Animationsfilm mit genauer Beobachtung unseres Alltags und dessen versteckter und unvermutet hervorbrechender Sinnlichkeit.

Saskia Walker

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Nabbin

Dokumentarfilm
2018
30 Minuten
Untertitel: 
englische
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Nadav Harel, Kat Tolkovsky
Kat Tolkovsky
Kat Tolkovsky
Kat Tolkovsky
Kat Tolkovsky
Rotem Dror
Nach Jahren in Israel kehrt die Filmemacherin nach Nabbin in Tschechien zurück, an jenen Ort, an dem sie aufgewachsen ist, und zu den Menschen, die sie damals umgaben.

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Narrating Hebron

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Viktoria Bayer
Viktoria Bayer
Viktoria Bayer
Viktoria Bayer
Viktoria Bayer
Viktoria Bayer
Geschichte entsteht durch den, der sie erzählt. Und es gibt sehr viele unterschiedliche Arten, sie zu erzählen. Gewichtungen verlagern sich, Details werden ausgespart oder hervorgehoben. In Hebron, einer in Zonen aufgeteilten Stadt im Westjordanland, die sowohl von Israelis als auch von Palästinensern bewohnt wird, kreuzen wie überlagern sich Überzeugungen von Historie und Wahrheit. Der Film sammelt die verschiedenen Narrative, vorgetragen von israelischen und palästinensischen Stadtführern.

Carolin Weidner

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Phoenix

Dokumentarfilm
2018
69 Minuten
Untertitel: 
englische
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Anat Tel
Anat Tel
Alberto Shwartz
Emmanuelle Mayer
Noam Amit
Anat Tel
Rotem Dror
Ahfrahn Phoenix wuchs bei den African Hebrew Israelites im israelischen Dimona auf. Er wurde aus der Gemeinschaft ausgeschlossen, als er begann, offen darüber zu reden, dass er als Kind wiederholt von einem Mitglied der Community vergewaltigt wurde. Mit Anfang dreißig versucht er in Gesprächen mit seinen Eltern und mit anderen Opfern von Missbrauch aus der religiösen Gruppe in Dimona, sich trotz des Traumas der Vergangenheit eine Gegenwart zu erarbeiten.

„Ich sitze auf einem Fahrrad und kann nicht absteigen“, so das Bild, das Ahfrahn Phoenix für seine nicht abzuschüttelnden Erinnerungen gebraucht. Im Wechsel von Gesprächen und selbstreflexiven Momenten schlägt sich die innere Bewegung des Protagonisten in Filmbildern nieder. Die israelische Dokumentarfilmerin Anat Tel begleitet ihn auf seinem Weg vom Überleben zurück ins Leben in einem Porträt von großer Intimität, das zugleich grundsätzliche Fragen nach dem Umgang mit sexuellem Missbrauch in geschlossenen Gemeinschaften aufwirft.

Fabian Tietke

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DOK Neuland
Place – Part 1 Avi Dabach, Harmke Heezen, Judith Manassen Ramon, Mike Robbins

Die Hauptsynagoge von Aleppo in Syrien wurde im Bürgerkrieg schwer beschädigt. Losgelöst von Raum und Zeit wird hier die Geschichte eines Ortes visualisiert, der nicht mehr existiert.

Place – Part 1

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High Road Productions, Micha’s Films, Helios Design Labs
Avi Dabach, Harmke Heezen, Judith Manassen Ramon, Mike Robbins
Stephan Schüritz (Honig Studios)
Mike Robbins
Die Hauptsynagoge von Aleppo in Syrien wurde im Bürgerkrieg schwer beschädigt. Losgelöst von Raum und Zeit wird hier die Geschichte eines Ortes visualisiert, der nicht mehr existiert. Es ist, als trete man in einen alten Schwarz-Weiß-Film, in dem mehrere Zeitstränge zusammenlaufen. Begegnungen werden möglich: mit Charakteren, die noch leben oder vor Jahrzehnten, Jahrhunderten gestorben sind.

Lars Rummel, Marie Hinkelmann

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Hadarim

Animadok
2016
5 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Shlomi Yosef
Shlomi Yosef
Shlomi Yosef, Yannay Matarasso
Vergitterte Fenster, Untersichten, Drähte. Das kreischende Geräusch von Metall auf einer Schiefertafel. Prothesenhafte Dada-Körper lehren und lernen über die Vergangenheit. Die Gedanken schweifen ab. Eine Groteske über den Schulalltag eines Siebenjährigen in Israel.

Esther Buss


Nominiert für Young Eyes Film Award

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Deutscher Wettbewerb
Muhi – Generally Temporary Rina Castelnuovo-Hollander, Tamir Elterman

Ein palästinensischer Junge, der seinen schwierigen Weg zwischen den politischen Fronten mit einem ansteckenden Lachen meistert. Ein großer, herzzerreißender und ermutigender Film.

Muhi – Generally Temporary

Dokumentarfilm
2017
86 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Hilla Medaila (Medalia Productions), Jürgen Kleinig (Neue Celluliod Fabrik)
Rina Castelnuovo-Hollander, Tamir Elterman
Ran Bagno
Avner Shahaf, Oded Kirma, Rina Castelnuovo-Hollander, Tamir Elterman
Joëlle Alexis
Ronen Geva, Maximilian Bloching
Der sechsjährige Muhi hat ein ansteckendes Lachen und liebt es, seinen Großvater Abu Naim nachzuahmen. Der Junge, der im Gazastreifen als Sohn eines Hamas-Aktivisten geboren wurde, verbrachte sein ganzes bisheriges Leben in einem israelischen Krankenhaus. Er leidet an einer seltenen Autoimmunerkrankung. Mit zwei Jahren mussten ihm Füße und Hände amputiert werden. Im Gazastreifen wäre er zum Tode verurteilt, denn die Gesundheitsversorgung ist desolat. Auf der anderen Seite der Grenze kann er zwar behandelt werden, doch der Preis dafür ist hoch.

Muhi lebt ein paradoxes Leben. Nur sein Großvater durfte ihn nach Israel begleiten. Seit nunmehr sechs Jahren ist dieses Hospital ihr „Zuhause“, fern von der eigenen Familie. Muhi kennt kaum seine Eltern und Geschwister. Sein Vater verurteilt den Staat, der seinen Sohn am Leben erhält, und wünscht, dass der Junge nach Gaza zurückkommt – koste es, was es wolle. Obwohl Muhis Aktionsradius doppelt beschränkt ist, richtet er sich in seinem Alltag ein und schafft es, mit seinem Lebensmut die ihn behindernden Grenzen ad absurdum zu führen. Dennoch schimmert die Unauflösbarkeit seiner individuellen Tragödie in diesem feinfühligen Film in jeder Szene direkt unter der Oberfläche. Am Ende bleibt die Frage, wie es diesem ungewöhnlichen Kind gelingen kann, auch in Zukunft seinen eigenen Weg zu gehen.

Luc-Carolin Ziemann



Ausgezeichnet mit der Goldenen Taube im Deutschen Wettbewerb;
Nominiert für ver.di-Preis für Solidarität, Menschlichkeit und Fairness, Dokumentarfilmpreis des Goethe-Instituts, DEFA-Förderpreis

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Escaping Realities
The World Is Mine Ann Oren

Hatsune Miku ist ein musikalisches Phänomen, das die Massen bewegt. Was sie so besonders macht? Sie ist kein Mensch, sondern eine Synthesizer-Software.

The World Is Mine

Dokumentarfilm
2017
68 Minuten
Untertitel: 
englische
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Ann Oren, Motomi Haruyama, Dafne Narvaez Berlfein
Ann Oren
Manuela Schininá
Hiroki Iwai
Isabell Spengler
Vraja Parra
Ann Oren
Manuela Schininá
Hatsune Miku ist ein musikalisches Phänomen, das die Massen bewegt. Ihre Texte treffen die Fans genau ins Herz, ihr Stil inspiriert viele und ihr Merchandising kommt von einem anderen Stern. Was sie so besonders macht? Sie ist kein Mensch, sondern eine Synthesizer-Software, die als animierte Figur Gestalt annimmt und deren Musik durchweg Fan-Art ist. M, die Protagonistin des Films, verkörpert Hatsune Miku als Cosplayerin und taucht dabei in eine Märchenwelt ein – und Märchen, so heißt es hier, „sind voller Täuschungen“. M begegnet Menschen, die sich dem Kult um Miku verschworen haben. Dabei trifft sie auch auf eine gehörige Portion japanischer Populärkultur und auf sich selbst.

Kim Busch

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Wall

Dokumentarfilm
2017
64 Minuten
Untertitel: 
englische
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Michal Weits, Moran Ifergan
Moran Ifergan
Moran Ifergan
Moran Ifergan
Shahaf Wagshall
„Ich weiß, wie einsam es in Jerusalem sein kann. Und du mit all deinen depressiven Ansichten, wie hart das Leben ist und wie alle Männer fremdgehen. So muss es nicht sein, Mori. Komm nach Tel Aviv, hier kannst du die Sonne sehen und deine Filme machen.“ Moran Ifergans Mailbox ist voll. Verwandte und Freunde sorgen sich um sie. Ihre Ehe ist gescheitert und mit dem Glauben hat es auch nicht geklappt. Aber sie möchte nicht nach Tel Aviv, sondern in Jerusalem bleiben, wo sie die Klagemauer filmt und alle jene, die zu ihr kommen: Männer auf der einen Seite, Frauen auf der anderen.

Ihre Kamera hält Moran Ifergan dicht vor die Mauer, zeigt ihre mit Gebetszetteln vollgestopften Ritzen. Bergeweise beschriebenes Papier, das später mit Stöcken wieder herausgeholt werden muss. Wie unterscheidet sich sein Inhalt wohl auf beiden Seiten, durch die selbst eine Art Mauer verläuft? Und was ist das für eine Wand zwischen Ifergan und ihrer Mutter, die den Lebenswandel der Tochter als Zumutung empfindet? Dieser Film ist ein persönliches Zeugnis, das sich über mitgeschnittene Telefonate genauso vermittelt wie über den sehr intimen Blick seiner Macherin. Ein solidarischer, neugieriger Film, auch ein trotzender.

Carolin Weidner

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

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Dokumentarfilm
2016
75 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Gebrüder Beetz Filmproduktion, udiVsagi production
Sagi Bornstein, Udi Nir
Uri Agnon
Sagi Bornstein, Gal Goffer
Aviv Aldema
Es ist wie ein Initiationsritual. Jedes Jahr brechen 25.000 israelische Schüler und Studenten auf zu einer Fahrt nach Polen. An sieben Tagen besuchen sie vier Konzentrationslager, drei Massengräber und zwei Gettos. Es ist eine Reise zu den Toten, ihren Wurzeln und zu sich selbst: als Juden und als Staatsbürger Israels. Mit ihren Handys dokumentieren sie alles: Hotelzimmer, Baracken, Schießstände, sich selbst, ihre Freunde. Das auf Youtube geteilte Material ist Grundlage des Films – und es erzählt viel. Die beiden israelischen Regisseure Sagi Bornstein und Udi Nir konfrontieren gegenwärtige Aufnahmen mit Videos aus den Achtzigern. Wie wird sich das Gedenken verändern, wenn keine Zeitzeugen mehr da sind? Was können die Orte, die zunehmend zerfallen, dann noch erzählen? Wann werden Rituale hohl?

Der Holocaust ist das Narrativ Israels, das staatskonstituierende Element, mehr noch als der Zionismus. Darauf werden die Jugendlichen eingeschworen. Das Konzept lautet: historische Imagination und Immersion. Sie sollen die Enge der Viehwaggons, die Härte der schmalen Pritschen und die Beklemmung in den Gaskammern fühlen. Horror 2.0. Das Videomaterial zeigt aber auch, um wie viel klüger die jungen Leute sind. Es gibt keine dummen Fragen, hat der Dokumentarfilmer Marcel Ophüls einmal gesagt, nur dumme Antworten.

Cornelia Klauß


Nominiert für Young Eyes Film Award

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Internationales Programm
Child Mother Ronen Zaretzky, Yael Kipper

Als Mädchen wurden sie mit erheblich älteren Männern zwangsverheiratet, nun sprechen sie mit ihren erwachsenen Kindern darüber. Über das Leben mit Wunden, die niemals heilen.

Child Mother

Dokumentarfilm
2016
90 Minuten
Untertitel: 
englische
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Yael Kipper, Ronen Zaretzky
Ronen Zaretzky, Yael Kipper
Shiran Karni, Adi Forti, Oren Rot
Ronen Zaretzky
Tor Ben Mayor
Ronen Zaretzky, Yael Kipper
Aviv Aldema, Db Studios
Esther, Naomi und Hanna bezeugen mit ihren Erinnerungen die Grausamkeit einer so archaischen wie brutalen Traditionslinie im Menschenhandel: die Zwangsverheiratung von Mädchen mit erheblich älteren Männern gegen „Mohar“ (Brautgeld). Die aus Marokko und dem Jemen stammenden, nun alten Frauen haben im Dialog mit ihren in Israel aufgewachsenen Töchtern und Söhnen hier und heute das Wort. Es geht um die Vertuschung des Altersunterschiedes, um wiederholte Fehlgeburten und sehr frühe Mutterschaft, den Zwang zu arbeiten trotz der Säuglinge zu Hause, um sagenhafte Fluchtversuche, die Selbstermächtigung durch Alphabetisierung und immer wieder um die Konstellation, selbst Kinder großzuziehen trotz der unermesslichen Verletzung, von den Eltern verkauft worden zu sein. Wenn Wunden auf Wunden treffen, wird der Film am brisantesten. „Habt ihr nie darüber nachgedacht, dass ich ohne Vater aufwachsen würde?“, fragt Avi, der mit sechs Halbwaise wurde.

Mit großer Einfühlsamkeit und immer wieder mit Stoizismus gelingt es den Filmemachern, einen intimen Raum zu eröffnen, in dem selbstverständlich auch getanzt, gescherzt und gesungen wird. Und, wo sich das Unsägliche in purer Emotion äußert, ist immer wieder das Schweigen der Frauen da – mit allen Facetten von Wut, Scham, Todessehnsucht, Stolz und Willenskraft.

Nadja Rademacher

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Down the Deep, Dark Web

Dokumentarfilm
2016
56 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Duki Dror, Alexandre Brachet, Liat Kamay-Eshed, Margaux Missika
Tzachi Schiff, Duki Dror
Frank Ilfman
Philippe Bellaiche, Gleb Volkov
Dror Yaakobovich
Yuval Orr
Ronen Nagel
Unter der Oberfläche von Google-Land, in dem es sich so komfortabel lebt, existiert eine Welt, die als Deep respektive Dark Net bekannt ist. Ein virtueller Datenraum, dessen Inhalte nicht von herkömmlichen Suchmaschinen erfasst werden und der dem normalen User verschlossen bleibt – es sei denn, er installiert eine spezielle Software. Regierungen, Banken oder Konzerne nutzen das Deep Net ebenso wie all jene, die ihre Aktivitäten im Netz verbergen wollen. Im Google-Land hinterlassen wir Spuren, im Deep Net surft es sich durch eine spezielle Verschlüsselungstechnologie anonym. Duki Drors und Tzachi Schiffs breit aufgestellter Film über das Internet, Privatheit, Überwachung und die Vision einer völlig neu strukturierten Ökonomie beginnt mit dessen übelster Variante: als Umschlagplatz von Drogen, Kinderpornografie und Waffen. Ist das der Grund, warum Regierungen das Netz bekämpfen? Andererseits ist es der einzige digitale Raum, der kritischen Journalisten, Oppositionellen in Diktaturen oder Whistleblowern Schutz vor Verfolgung bietet.

Der Film arbeitet sich detail- und kenntnisreich durch die aktuelle Entwicklung unserer digitalen Welt ohne zu werten. Zur Disposition steht die Freiheit des Einzelnen. Skeptisches Fazit: Die Menschen wollen gerade genug Freiheit, um sich wohlzufühlen. Google-Land. Wen kümmert es da schon, dass wir uns dadurch einer permanenten Überwachung ausliefern?

Matthias Heeder

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