Filmarchiv

Hadarim

Animadok
2016
5 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Shlomi Yosef
Shlomi Yosef
Shlomi Yosef, Yannay Matarasso
Vergitterte Fenster, Untersichten, Drähte. Das kreischende Geräusch von Metall auf einer Schiefertafel. Prothesenhafte Dada-Körper lehren und lernen über die Vergangenheit. Die Gedanken schweifen ab. Eine Groteske über den Schulalltag eines Siebenjährigen in Israel.

Esther Buss


Nominiert für Young Eyes Film Award

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Deutscher Wettbewerb
Muhi – Generally Temporary Rina Castelnuovo-Hollander, Tamir Elterman

Ein palästinensischer Junge, der seinen schwierigen Weg zwischen den politischen Fronten mit einem ansteckenden Lachen meistert. Ein großer, herzzerreißender und ermutigender Film.

Muhi – Generally Temporary

Dokumentarfilm
2017
86 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Hilla Medaila (Medalia Productions), Jürgen Kleinig (Neue Celluliod Fabrik)
Rina Castelnuovo-Hollander, Tamir Elterman
Ran Bagno
Avner Shahaf, Oded Kirma, Rina Castelnuovo-Hollander, Tamir Elterman
Joëlle Alexis
Ronen Geva, Maximilian Bloching
Der sechsjährige Muhi hat ein ansteckendes Lachen und liebt es, seinen Großvater Abu Naim nachzuahmen. Der Junge, der im Gazastreifen als Sohn eines Hamas-Aktivisten geboren wurde, verbrachte sein ganzes bisheriges Leben in einem israelischen Krankenhaus. Er leidet an einer seltenen Autoimmunerkrankung. Mit zwei Jahren mussten ihm Füße und Hände amputiert werden. Im Gazastreifen wäre er zum Tode verurteilt, denn die Gesundheitsversorgung ist desolat. Auf der anderen Seite der Grenze kann er zwar behandelt werden, doch der Preis dafür ist hoch.

Muhi lebt ein paradoxes Leben. Nur sein Großvater durfte ihn nach Israel begleiten. Seit nunmehr sechs Jahren ist dieses Hospital ihr „Zuhause“, fern von der eigenen Familie. Muhi kennt kaum seine Eltern und Geschwister. Sein Vater verurteilt den Staat, der seinen Sohn am Leben erhält, und wünscht, dass der Junge nach Gaza zurückkommt – koste es, was es wolle. Obwohl Muhis Aktionsradius doppelt beschränkt ist, richtet er sich in seinem Alltag ein und schafft es, mit seinem Lebensmut die ihn behindernden Grenzen ad absurdum zu führen. Dennoch schimmert die Unauflösbarkeit seiner individuellen Tragödie in diesem feinfühligen Film in jeder Szene direkt unter der Oberfläche. Am Ende bleibt die Frage, wie es diesem ungewöhnlichen Kind gelingen kann, auch in Zukunft seinen eigenen Weg zu gehen.

Luc-Carolin Ziemann



Ausgezeichnet mit der Goldenen Taube im Deutschen Wettbewerb;
Nominiert für ver.di-Preis für Solidarität, Menschlichkeit und Fairness, Dokumentarfilmpreis des Goethe-Instituts, DEFA-Förderpreis

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Escaping Realities
The World Is Mine Ann Oren

Hatsune Miku ist ein musikalisches Phänomen, das die Massen bewegt. Was sie so besonders macht? Sie ist kein Mensch, sondern eine Synthesizer-Software.

The World Is Mine

Dokumentarfilm
2017
68 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Ann Oren, Motomi Haruyama, Dafne Narvaez Berlfein
Ann Oren
Manuela Schininá
Hiroki Iwai
Isabell Spengler
Vraja Parra
Ann Oren
Manuela Schininá
Hatsune Miku ist ein musikalisches Phänomen, das die Massen bewegt. Ihre Texte treffen die Fans genau ins Herz, ihr Stil inspiriert viele und ihr Merchandising kommt von einem anderen Stern. Was sie so besonders macht? Sie ist kein Mensch, sondern eine Synthesizer-Software, die als animierte Figur Gestalt annimmt und deren Musik durchweg Fan-Art ist. M, die Protagonistin des Films, verkörpert Hatsune Miku als Cosplayerin und taucht dabei in eine Märchenwelt ein – und Märchen, so heißt es hier, „sind voller Täuschungen“. M begegnet Menschen, die sich dem Kult um Miku verschworen haben. Dabei trifft sie auch auf eine gehörige Portion japanischer Populärkultur und auf sich selbst.

Kim Busch

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Wall

Dokumentarfilm
2017
64 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Michal Weits, Moran Ifergan
Moran Ifergan
Moran Ifergan
Moran Ifergan
Shahaf Wagshall
„Ich weiß, wie einsam es in Jerusalem sein kann. Und du mit all deinen depressiven Ansichten, wie hart das Leben ist und wie alle Männer fremdgehen. So muss es nicht sein, Mori. Komm nach Tel Aviv, hier kannst du die Sonne sehen und deine Filme machen.“ Moran Ifergans Mailbox ist voll. Verwandte und Freunde sorgen sich um sie. Ihre Ehe ist gescheitert und mit dem Glauben hat es auch nicht geklappt. Aber sie möchte nicht nach Tel Aviv, sondern in Jerusalem bleiben, wo sie die Klagemauer filmt und alle jene, die zu ihr kommen: Männer auf der einen Seite, Frauen auf der anderen.

Ihre Kamera hält Moran Ifergan dicht vor die Mauer, zeigt ihre mit Gebetszetteln vollgestopften Ritzen. Bergeweise beschriebenes Papier, das später mit Stöcken wieder herausgeholt werden muss. Wie unterscheidet sich sein Inhalt wohl auf beiden Seiten, durch die selbst eine Art Mauer verläuft? Und was ist das für eine Wand zwischen Ifergan und ihrer Mutter, die den Lebenswandel der Tochter als Zumutung empfindet? Dieser Film ist ein persönliches Zeugnis, das sich über mitgeschnittene Telefonate genauso vermittelt wie über den sehr intimen Blick seiner Macherin. Ein solidarischer, neugieriger Film, auch ein trotzender.

Carolin Weidner

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.