Filmarchiv

Countries (Film Archive)

Appunti del passaggio

Dokumentarfilm
Belgien,
Italien,
Schweiz
2016
44 Minuten
Untertitel: 
englische

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Maria Iorio, Le Souvenir du Présent
Maria Iorio, Raphaël Cuomo
Alessandra Eramo
Gilles Aubry
„Ich habe keine bildliche Erinnerung. Ich erinnere mich an die Empfindungen.“ In ihrem künstlerisch bemerkenswert verdichteten Dokumentarfilm bündeln Maria Iorio und Raphaël Cuomo verschiedene Zeitzeugenaussagen zum persönlichen Bericht einer Italienerin, die 1965 als Arbeitsmigrantin in die Schweiz einreiste. Zentral ist für die Stellvertreterin vieler damaliger Wirtschaftsflüchtlinge aus Südeuropa das Gefühl, ein „vogelfreier Arbeits-Körper“ gewesen zu sein. Sie fühlt sich gedemütigt und kontrolliert durch die Prozeduren in der „Grenzsanität“, durch massive Unterbezahlung, gefährliche Arbeitsbedingungen, psychischen Druck in der Fabrik sowie durch offen geäußerte, verletzende Ressentiments gegenüber dem Fremden.

Der Film ist eine Collage aus Erinnerungsstücken, der eine weibliche Sprecherin ihre Stimme leiht und die bildlich bewusst im Ungefähren bleibt. Im Ungefähren, aber äußerst wirkungsvoll und offensichtlich skeptisch gegenüber realitätsversprechenden visuellen Zeugnissen. Neben verdrehten Detailausschnitten und Negativen von wenigen überlieferten Fotos bieten vor allem ruhige Videoaufnahmen aus der Jetztzeit, etwa die eines verlassenen Gebäudes mit all seinen Gebrauchsspuren, dem Audiobericht der Sprecherin und einer Stimmenperformance den passenden poetischen Raum.

André Eckardt
Kids DOK 2014
Caterpillar and Hen Michela Donini, Katya Rinaldi

Das Huhn und die Raupe sind die besten Freunde der Welt. Trotzdem müssen sie sich voneinander verabschieden. Aber zum Glück nicht für immer …

Caterpillar and Hen

Animationsfilm
Italien
2013
10 Minuten
Untertitel: 
keine

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Michela Donini
Michela Donini, Katya Rinaldi
Tiziano Popoli
Michela Donini, Katya Rinaldi
Michela Donini, Katya Rinaldi
Michela Donini, Katya Rinaldi
Michela Donini, Katya Rinaldi
Andrea Martignoni, Tiziano Popoli
Das Huhn und die Raupe sind die besten Freunde der Welt. Trotzdem müssen sie sich voneinander verabschieden. Aber zum Glück nicht für immer …

Craboom

Animationsfilm
Italien
2012
12 Minuten
Untertitel: 
keine

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Francesco Arcuri
Francesco Arcuri
Francesco Arcuri
Francesco Arcuri
Francesco Arcuri
Francesco Arcuri
Francesco Arcuri
Francesco Arcuri
Kabumm ist der lautmalerische Ausdruck für eine große Explosion. Dies ist eine Animation, in der alltägliche Dinge sich in Symbole verwandeln. In einer Welt aus Papier, die von zweidimensionalen Wesen bevölkert wird, durchbricht eine störende Vision den „unerbittlichen Gang“ einer Uhr und zerlegt die Harmonie eines normalen Familienlebens in lauter kleine Einsamkeiten.

Das Venedig Prinzip

Dokumentarfilm
Deutschland,
Italien,
Österreich
2012
80 Minuten
Untertitel: 
deutsche

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Thomas Tielsch, Filmtank GmbH
Andreas Pichler
Jan Tilman Schade
Attila Boa
Florian Miosge
Andreas Pichler, Thomas Tielsch
Stefano Bernardi

Kaum eine Stadt ist so beliebt wie Venedig. Aber was für die einen ein Traum, ist für die Bewohner zum Albtraum geworden. Der Film zeigt wie ganze Kreuzfahrtschiffe und Busladungen voller Touristen am Ufer der Altstadt ausgekippt werden und sich über die Plätze, Brücken und Gassen ergießen. Die Touristen bringen zwar Geld – vor allem den großen Konzernen, sind aber auch der Fluch dieser Stadt. Der Film begleitet einige Venezianer, vielleicht die letzten ihrer Art, durch ihr Venedig. Sie zeigen, dass die Infrastruktur zusammenbricht. Lebensmittelgeschäfte rar sind, Schulen und die Post dicht gemacht haben. Dafür entstehen immer mehr Hotels und Hafenflächen für riesige Kreuzfahrtschiffe. „Was soll man hier machen?“, fragt eine Venezianerin resigniert. „Glassachen und Souvenirs verkaufen?“ Auch sie vermietet ihr Haus, um die Sanierung zu bezahlen. Ein anderer Ur-Venezianer muss aufs Festland ziehen, da er sich die Miete nicht mehr leisten kann. Nur Ausländer und reiche Italiener können die teuren Quadratmeterpreise bezahlen, bilanziert ein verbitterter Immobilienmakler. Im historischen Zentrum leben heute nur noch 60000 Einwohner. Das sind genauso viele Menschen wie Besucher pro Tag. Venedig verkommt zum Freilichtmuseum. Der Film wirft einen ernüchternden Blick hinter die Postkartenidylle von Dogenpalast, Rialtobrücke und den Tauben vom Markusplatz. – Antje Stamer


Denoise

360°-Film
Italien,
Schweiz,
USA
2017
15 Minuten

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Federico Biasin
Giorgio Ferrero, Federico Biasin
Giorgio Ferrero, Rodolfo Mongitore
Fabrizio Cyreck, Giorgio Ferrero, Federico Biasin
Filippo Vallegra
Giorgio Ferrero, Rodolfo Mongitore
Giorgio Ferrero
Ein Ölfeld in Texas, der Maschinenraum eines Überseefrachters, ein schalltoter Raum, eine Müllverbrennungsanlage – verbindendes Element dieser gegensätzlichen Szenerien sind die Protagonisten dieses collageartigen 360°-Films. Sie führen einsame Existenzen, fernab unseres eigenen Lebensstils. Die Stille der reflexionsarmen Kammer trifft auf das Dröhnen im Maschinenraum. Doch am Ende ist alles eins.

Lars Rummel, Marie Hinkelmann
Internationales Programm 2017
Die fünfte Himmelsrichtung Martin Prinoth

Ein Familienfilm über die Suche nach der leiblichen Mutter, nach Wurzeln, nach der eigenen Identität. Die Spuren führen in die Dolomiten, nach Brasilien und sogar auf den Grund des Meeres.

Die fünfte Himmelsrichtung

Dokumentarfilm
Deutschland,
Italien
2017
78 Minuten
Untertitel: 
englische

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Martin Prinoth, Valerio B. Moser, Andreas Pichler
Martin Prinoth
Max Andrzejewski, Marco Mlynek
Jytte Hill
Martin Prinoth
Martin Prinoth, Akın E. Şipal
Martin Prinoth
Das Drama spiegelt sich in geologischen Dimensionen, in urgeschichtlichen Tiefen. Woher kommt die Sehnsucht des Menschen zu erfahren, wie die Welt entstand? Woher kommen wir? In den Gesteinen aus der Tiefe des Ozeans steckt der Sternenstaub, die Urmaterie, die Antwort auf die Frage. Der Ursprung allen Lebens lässt sich erforschen. Der Ursprung eines ganz bestimmten Lebens jedoch nicht unbedingt.

Martin Prinoth hat seinen Film bis auf den Meeresgrund gebracht – dorthin, wo das Urgestein liegt. Und dorthin, wo die Leiche seines Cousins Georg sank, als der 2009 bei einem Flugzeugabsturz über dem Atlantik ums Leben kam. Georg war ein Adoptivkind, genau wie sein Bruder Markus. Sie wurden in Brasilien geboren und zogen als kleine Kinder in ein Dorf in den Dolomiten – ohne jede Kenntnis über ihre Herkunft, ohne zu wissen, wer ihre leiblichen Mütter waren oder sind. Mit besonderer Sensibilität und Aufmerksamkeit begibt sich die „Die fünfte Himmelsrichtung“ auf die Suche nach den Wurzeln und der Identität seiner Protagonisten – von Südtirol bis nach Brasilien und schließlich bis auf den Grund des Meeres.

Lukas Stern


Nominiert für Dokumentarfilmpreis des Goethe-Instituts
Retrospektive 2018
Emigration 68 Luigi Perelli

Arbeitsmigranten erzählen: vom „Gast“ sein in Belgien, Frankreich und der BRD, von Verlusterfahrungen, die zum Sinnspruch wurden: Es ist deutsch in Kaltland.

Emigration 68

Dokumentarfilm
Italien
1969
33 Minuten
Untertitel: 
deutsche

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Luigi Perelli
Franco Potenza
Alberto Marrama
Raimondo Crociani
Dacia Maraini
Arbeitsmigranten erzählen: vom „Gast“ sein in Belgien, Frankreich und der BRD, von Verlusterfahrungen, die zum Sinnspruch wurden: Es ist deutsch in Kaltland.

Ralph Eue

Exemplary Behaviour

Dokumentarfilm
Bulgarien,
Italien,
Litauen,
Slowenien
2019
85 Minuten
Untertitel: 
englische

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Rasa Miškinytė, Martichka Bozhilova, Igor Pediček, Edoardo Fracchia
Audrius Mickevičius, Nerijus Milerius
Marjan Šijanec
Audrius Kemezys, Valdas Jarutis, Julius Žalnierukynas, Audrius Mickevičius
Ema Konstantinova, Armas Rudaitis
Rimas Sakalauskas
Audrius Mickevičius, Georgi Tenev
Saulius Urbanavičius
Das grässlich entstellte Gesicht seines ermordeten Bruders stellt Audrius Mickevičius an den Beginn seines Films. Er interessiert sich dafür, wie jemand für eine solche Tat büßt. Im Hinblick auf dieses konkrete Verbrechen könnte man meinen: viel zu kurz, denn der Täter kommt schon nach fünf Jahren wieder frei, weil er sich im Gefängnis als mustergültiger Häftling gezeigt hat. Mickevičius bleibt allerdings nicht bei dem individuellen Fall, sondern hebt seinen Film auf eine allgemeinere Ebene: „Exemplary Behaviour“ ist beinahe so etwas wie eine Meditation über die Frage, ob sich in einer zeitlichen Ordnung eine endgültige Tat wie ein Mord sühnen lässt – und ob die verstreichende Zeit es den Hinterbliebenen des Opfers erlaubt zu verzeihen.

Am Beispiel zweier Lebenslänglicher (der eine heiratet und wünscht sich Kinder, der andere legt seine ganze Leidenschaft in eine Idee von Kunsthandwerk) und eines Philosophen mit Hafterfahrung (Bernard Stiegler) macht Mickevičius den eigentümlichen Zustand eines suspendierten Lebens nachvollziehbar. Die elegische Grundstimmung wird schließlich noch verstärkt durch die Information, dass Audrius Mickevičius während der Produktion von „Exemplary Behaviour“ erkrankte und starb. Nerijus Milerius besorgte die Fertigstellung.

Bert Rebhandl



Ausgezeichnet mit einer Goldenen Taube im Internationalen Wettbewerb Langfilm, mit dem Preis der Interreligiösen Jury und mit dem FIPRESCI Preis.

Doc Alliance Selection 2016
Fragment 53 Carlo Gabriele Tribbioli, Federico Lodoli

Ehemalige Warlords über ihre Taten im Liberianischen Bürgerkrieg. Extrem dichte, akribisch recherchierte und formal strenge Studie über Gewalt und Brutalität.

Fragment 53

Dokumentarfilm
Italien,
Schweiz
2015
71 Minuten
Untertitel: 
englische

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Tommaso Bertani, Federica Schiavo
Carlo Gabriele Tribbioli, Federico Lodoli
Carlo Gabriele Tribbioli, Federico Lodoli
Carlo Gabriele Tribbioli, Federico Lodoli
Carlo Gabriele Tribbioli, Federico Lodoli
Extrem dichte, akribisch recherchierte und journalistisch angelegte Studie über Liberias jüngere Geschichte. In Interviews sprechen sieben ehemalige Warlords unterschiedlicher Rangordnung über Grausamkeiten, die sie eigenmächtig oder auf Befehl während des ersten Liberianischen Bürgerkrieges Anfang der 1990er Jahre verübten. In einer fast bürokratisch zu nennenden Genauigkeit werden die Erinnerungen an die brutalen Gewaltorgien vorgetragen, nur unterbrochen von präzise komponierten Aufnahmen der wunderschönen Landschaft, in der – wie nach und nach deutlich wird – der nun nicht mehr sichtbare Horror stattgefunden hat.

Lina Dinkla

Frosted Chocolate Mouse

Animationsfilm
Italien
2011
3 Minuten
Untertitel: 
_ohne Dialog / Untertitel

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Donato Sansone, Milkyeyes
Donato Sansone
Enrico Ascoli
Donato Sansone
Donato Sansone
Donato Sansone
Donato Sansone
Enrico Ascoli
Nicht nur die Welt hält nie an, sondern auch der Bewusstseinsstrom. Eine traumartige und surreale Vision, in der die immer gleichen Elemente herumwirbeln und sich endlos selbst verfolgen.
Next Masters Wettbewerb 2017
Funeralopolis. A Suburban Portrait Alessandro Redaelli

In einer Gemeinde bei Mailand fordern zwei junge Männer das Leben heraus, die Liebe, den Tod. Sie riskieren sich selbst, weil alles andere riskanter erscheint.

Funeralopolis. A Suburban Portrait

Dokumentarfilm
Italien
2017
94 Minuten
Untertitel: 
englische

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Barbara Guieu
Alessandro Redaelli
Ruggero Melis
Alessandro Radaelli
Daniele Fagone, Ruggero Melis, Alessandro Redaelli
Daniele Fagone, Ruggero Melis, Alessandro Redaelli
Michele Benedetti
Der Verlust der Sinne ist der Weg, Sinn zu finden. Auf der kleinen schmutzigen Zugtoilette das Spritzbesteck. Schnitt. Gürtel um den mageren Oberarm. Schwarzblende. Nadel hängt in einer Vene. Schwarzblende. Blutrinne am Arm. Kann man sich mit dem Wasser hier waschen? Lieber nicht. Zwischen Bresso, Sesto San Giovanni und Mailand trifft man Vash und Felce. Vash ist jünger als Felce, aufgekratzt und trägt eine Frisur, mit der er aussieht „wie ein Pilz“. Felce hat Architektur studiert. Sie machen Musik und Party und nehmen Drogen.

Alessandro Redaelli hat Werbung für Fruchtsäfte gedreht, in der man bunt angezogene junge Leute sieht, die lachen. In seinem Film aber gibt es keine Farben. Gelacht wird trotzdem. Und geweint. Alles rast und man weiß nicht, wohin. In diesem „suburbanen Porträt“ geht es um Eitelkeiten und um Mode, Provokation und das richtige Timing. Redaelli besteht darauf, dass sein Film nicht von Heroin erzählt und schon gar nicht über die Folgen von Sucht aufklären will. Für ihn ist es ein Film über zwei Freunde auf der Suche nach Bedeutung im Leben.

Carolin Weidner
Internationales Programm 2015
Haircut Virginia Mori

Eine Schülerin und eine Lehrerin, allein in einem kargen Klassenraum. Vordergründig geht es um die Frisur des Mädchens. Aber was entspinnt sich da um den langen Zopf: ein Machtspiel, ein Showdown, oder ist es nur ein Fantasiegespinst?

Haircut

Animationsfilm
Frankreich,
Italien
2014
8 Minuten
Untertitel: 
_ohne Dialog / Untertitel

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Pascaline Saillant
Virginia Mori
Andrea Martignoni
Lola Capote Ortiz
Virginia Mori
Virginia Mori
Andrea Martignoni
Eine Schülerin und eine Lehrerin, allein in einem kargen Klassenraum. Vordergründig geht es um die Frisur des Mädchens. Aber was entspinnt sich da um den langen Zopf: ein Machtspiel, ein Showdown, oder ist es nur ein Fantasiegespinst? Virginia Mori zeichnete ein Jahr lang mit Bleistift und Kugelschreiber auf Papier. Ihre 3.000 Zeichnungen verdichten sich mit der Musik von Andrea Martignoni zu einem so melancholischen wie traumartigen Kammerspiel um Macht und Unterwerfung.

Nadja Rademacher

I Had a Dream

Dokumentarfilm
Frankreich,
Italien
2018
84 Minuten
Untertitel: 
englische

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Claudia Tosi, Nathalie Combe
Claudia Tosi
Daniele Rossi, Enrico Pasini
Claudia Tosi, Andrea Gioacchini
Marco Duretti
Claudia Tosi
Diego Schiavo
Zwei Männer flankieren diesen Film: Silvio Berlusconi, der 2008 zum vierten Mal italienischer Ministerpräsident wurde, und Donald Trump, der ein knappes Jahrzehnt später als amerikanischer Präsident vereidigt wurde. Für Manuela, eine Abgeordnete des italienischen Parlaments, und Daniela, eine Lokalpolitikerin, ist dieser dergestalt männlich markierte Zeitraum der Inbegriff für den politischen Regress. Seit Jahren kämpfen die beiden für mehr Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern, für bessere Gesetze zum Schutz vor häuslicher Gewalt gegen Frauen und für ein diverseres Gesamtbild politischer Verantwortungsträger.

Ist die Politik tot? Diese brutale Frage leitet Claudia Tosis Langzeitstudie über die Entwicklungen des letzten italienischen Jahrzehnts an. Mit einem Verlust von 6,7 % der Stimmen unterlagen die Demokraten 2018 deutlich gegen die populistische und europaskeptische Fünf-Sterne-Bewegung. Dass Demokratie, zivilgesellschaftlicher Zusammenhalt und Fortschrittswille noch einmal derart infrage stehen, dass der überwunden geglaubte Berlusconismus noch in einem solchen Ausmaß nachwirkt, hätten Manuela und Daniela nicht für möglich gehalten.

Lukas Stern



Ausgezeichnet mit einer Goldenen Taube im Internationalen Wettbewerb Langfilm, mit dem Preis der Interreligiösen Jury und mit dem FIPRESCI Preis



Extended Reality: DOK Neuland 2016
Im Märkischen Sand Nina Mair, Matthias Neumann, Katalin Ambrus

Nur vier überlebten. Die anderen 127 waren tot, als die Deutschen eilig ihre Körper verscharrten. Antonio Ceseri, einer dieser Vier, hatte unter dem Sand kaum Luft bekommen.

Im Märkischen Sand

(none)
Deutschland,
Italien
2016
136 Minuten

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Nina Mair, Matthias Neumann
Nina Mair, Matthias Neumann, Katalin Ambrus
Andrea Blasetig, Stefano Fornasaro
Matthias Neumann
Lucian Busse
Cosimo Miorelli
Aurora Kellermann
Romano Casellini
Chris Wilson
Nur vier überlebten. Die anderen 127 waren tot, als die Deutschen eilig ihre Körper verscharrten. Antonio Ceseri, einer dieser vier, hatte unter dem Sand kaum Luft bekommen. Der Sebaldushof bei Treuenbrietzen war eines von 40.000 Arbeitslagern in Nazi-Deutschland. „Unter dem Märkischen Sand“ ist eine Reise tief in einen vergessenen Teil der deutsch-italienischen Geschichte. In sechs Kapiteln und 24 Episoden enthüllt die Webdokumentation in einer besonderen Mischung aus Animation und Dokumentation Kriegsverbrechen, die längst unter dem Sand begraben schienen.

Lars Rummel