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DOK Neuland
Le Lac Nyasha Kadandara

„Die Quelle des Lebens, das ist, was ich bin!“ Der stetig schrumpfende Tschadsee selbst zieht Bilanz: Seine lebensspendende Kraft nimmt ab, seine Bestimmung als Oase geht verloren, unaufhaltsam.

2019

Le Lac

Credits DOK Leipzig Logo
Caitlin Robinson
Nyasha Kadandara
Nyasha Kadandara
Isa Mohamed, Charles Muchiri
Saba Elbasha
Nyasha Kadandara
Stephen Kimani
„Die Quelle des Lebens, das ist, was ich bin!“ Der stetig schrumpfende Tschadsee selbst zieht Bilanz: Seine lebensspendende Kraft nimmt ab, seine Bestimmung als Oase geht verloren, unaufhaltsam. Seit den 1960er Jahren büßte der Binnensee über 90 Prozent seiner Fläche ein. Ausgelöst durch den Klimawandel, hat dieser drastische Rückgang verheerende Folgen für Millionen von Menschen.

Lars Rummel, Marie Hinkelmann

This Migrant Business

Animationsfilm
2015
7 Minuten
Untertitel: 
keine
Credits DOK Leipzig Logo
Chris Horwood
Ng’endo Mukii
Andrew Kaggia
Ng’endo Mukii
Ng’endo Mukii
Flüchtlingsdasein – wo beginnt es, wie fängt die Reise an? Es ist ein Aufbruch in Richtung Hoffnung, ins Ungewisse, in die Kriminalisierung. „I take dem in an’ send dem off“ – die vielfach gegangene Schicksalsroute vom Südsudan führt über Menschenhändler, Folter bis zum europäischen Immigrationsrichter. Ng’endo Mukiis Collage aus Infografik, Live Action und Zeichenanimation zeigt effektiv, direkt und unausweichlich Migrant Business as usual.

André Eckardt


Nominiert für mephisto 97.6 Publikumspreis
Afrika animiert
Yellow Fever Ng'endo Mukii

Eine fesselnde Mischung aus Realfilm, Stop-Motion, gesprochenem Kommentar und lebendigen, handgezeichneten Animationen, die die Auswirkungen eurozentrischer, von Massenmedien und Werbung verbreiteter Schönheitsideale auf Afrikanerinnen zeigt.

Yellow Fever

Animationsfilm
2012
7 Minuten
Untertitel: 
keine
Credits DOK Leipzig Logo
The Royal College of Art
Ng'endo Mukii
Kadyali Kouyate
Alex MacNaughton
Ng'endo Mukii
Lip Sync, Christine Hooper, Josh Wedlake
Ng'endo Mukii
Ng'endo Mukii, James Hynes, Mike Wyeld
Ng'endo Mukii
Eine fesselnde Mischung aus Realfilm, Stop-Motion, gesprochenem Kommentar und lebendigen, handgezeichneten Animationen, die die Auswirkungen eurozentrischer, von Massenmedien und Werbung verbreiteter Schönheitsideale auf Afrikanerinnen zeigt … Ng’endo Mukiis Abschlussarbeit am Londoner Royal College of Art.

A Goat For a Vote

Dokumentarfilm
2013
52 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Hasse van Nunen, Maarten van der Ven
Jeroen van Velzen
Alex Boon
Stef Tijdink
Daan Wijdeveld
Jeroen van Velzen
Robil Rahantoeknam
Richten wir den Blick auf das Einüben demokratischer Prozesse am Beispiel einer Schülerwahl im ländlichen Kenia: Was eigentlich ist die Aufgabe eines Schulsprechers? Egal! Geht es doch um das Amt. Um das Prestige. Um die Weichenstellung individueller Karrieren. Die Kandidaten: Magdalena, die es als einzige weibliche Bewerberin traditionell schwer hat. Harry, der bitterarm ist. Um seine Kampagne zu finanzieren, verkauft er Fische und Kokosnüsse auf dem Markt. Said, der Charmeur. Berufsziel: Armeegeneral. Stratege ist er schon jetzt: Fototermin mit dem Vize, der einen Schritt hinter ihm stehen muss, Plakate kleben, Geld bei Verwandten auftreiben. Und dazu dieses verführerische Lächeln! Allen ist klar, dass sie nur durch Wahlkampfgeschenke siegen können. Oder nennen wir es, wie Magdalenas Großmutter, beim Namen: durch Bestechung. Also verteilen sie Süßigkeiten und „little somethings“. Harry gelingt es sogar, seinen Verwandten eine Ziege abzuschwatzen. Fleisch für alle! Einzig bei Magdalena geht es um Inhalte – weshalb sie verlieren wird …
Was lehrt uns das? Die Schule als gesellschaftlicher Mikrokosmos übt ein, was Erfolg verspricht. Wenn der Weg dorthin über Korruption führt, ist das eine Alltagserfahrung in vielen Ländern. Wie heißt es zu Beginn des Films so schön: „Am besten verstehen wir unsere Gesellschaft, wenn wir auf unsere Kinder blicken.“ In diesem Sinne: A vote for a goat!
Matthias Heeder