Filmarchiv

Länderfokus Litauen
A Trip Across Misty Meadows Henrikas Šablevičius

Ein poetischer Abschiedsgruß an eine gemütliche Schmalspureisenbahn, die an die idyllischen Zeiten der litauischen Unabhängigkeit erinnerte.

A Trip Across Misty Meadows

Dokumentarfilm
1973
11 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Lithuanian Film Studio
Henrikas Šablevičius
Romualdas Fedaravičius
Kornelijus Matuzevičius
Regina Lazdauskienė
Vidmantas Puplauskis, Henrikas Šablevičius

Ein Abschiedsgruß an eine gemütliche Schmalspureisenbahn, die an die idyllischen Zeiten der litauischen Unabhängigkeit erinnerte. Als Bilderzählung ohne Ton geplant, wurde der Filmemacher nach Testvorführungen jedoch angewiesen, ein Voiceover hinzuzufügen. Der Held könne unmöglich ein Zug sein, so die Kritik. Sie mündete in der Einführung einer „menschlichen Figur“, nämlich des Vorarbeiters Povilas. Trotz alledem bleibt Šablevičius’ Film ein leuchtendes Beispiel für Litauens poetischen Dokumentarfilm – dank einer einzigartigen kinematografischen und allegorischen Sprache, die von tiefer Verbundenheit mit der Vergangenheit zeugt. Genau das wollten die Architekten des „neuen Lebens“ tunlichst unterbinden.


Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Next Masters Wettbewerb
Animus Animalis (A Story About People, Animals and Things) Aistė Žegulytė

Für die auf der Jagd geschossenen Tiere beginnt mit ihrem Tod eine Existenz als Objekt. Lebensähnlich ausgestopft, werden sie ausgestellt – und sehen dich an.

Animus Animalis (A Story About People, Animals and Things)

Dokumentarfilm
2018
69 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Giedrė Burokaitė
Aistė Žegulytė
Gediminas Jakubka
Vytautas Katkus
Mikas Žukauskas
Aistė Žegulytė, Titas Laucius
Dick liegt der Schnee auf den Bäumen. Eine Gruppe von Männern stapft in trauter Gemeinschaft bei einer Jagd durch den winterlichen Wald. Am Abend feiern sie ihre Beute. Eine Gruppe von Eingeschworenen mit einer eigenen Ethik der kreatürlichen Würde. Erst im Tod des aufs Korn genommenen Gegenübers finden sie zu Respekt vor dem Dasein des eben geschossenen Wildes, für das mit dem gewaltsam herbeigeführten Lebensende eine Existenz als Objekt beginnt. Ausgestopft, mit größter Handwerkskunst bearbeitet, bis sich die Ähnlichkeit zum vitalen „Vorher“ wieder einstellt, werden die Kadaver hergerichtet, dem schwelgen wollenden Menschenblick angemessen. Gewesene, aber nie so ganz vergangene Rehe, Hirsche, Bisamratten und Vögel sehen dich an.

Die Trennlinie zwischen Leben und Tod der Tiere scheint im Laufe des Films zu verwischen, nur um eben darin umso nachdrücklicher betont zu werden. Die Anbetung der Wildnis gezähmter Natur in Ritualen der für Menschen gemachten Präsentation gehorcht deutlich anderen Logiken als denen der bequemen, präsentablen Haustierhaltung. Tote Augen blicken nicht zurück.

Fabian Tietke


Nominiert für den MDR-Filmpreis

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Länderfokus Litauen
Autumn Snow Valdas Navasaitis

Der erste Herbstschnee und die letzten Minuten eines Erdlings fallen zusammen. Eine poetisch-impressionistische Studie über Niedergang, Natur und Leben.

Autumn Snow

Dokumentarfilm
1992
18 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Dalia Cibauskaitė
Valdas Navasaitis
Valdas Naudžius, Arko Okk
Vida Buckutė
Valdas Navasaitis
Vidimantas Kazlauskas

Der erste Herbstschnee und die letzten Minuten eines Erdlings fallen zusammen. Eine poetisch-impressionistische Studie über Niedergang, Natur und Leben. Das Ende kommt wie der Winter selbst: organisch, zyklisch – und erhaben.


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How We Played the Revolution

Dokumentarfilm
2011
72 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Dagnė Vildžiūnaitė
Giedrė Žickytė
Viktoras Diawara, Vytautas Bikus
Audrius Kemežys, Eitvydas Doškus, Rimvydas Leipus
Giedrė Žickytė, Samuel Lajus, Laurence Generet
Giedrė Žickytė
Vytis Puronas

1984, in der UdSSR beginnt die Perestroika, beschließt eine Gruppe von Architekten im litauischen Kaunas, als Silvesterfeier-Scherz eine Band ins Leben zu rufen. Was als Witz begann, wuchs sich zur „singenden Revolution“ aus: Die neue, aufregende Rockband „Antis“ ging von Mund zu Mund. Aus eindrucksvollem Make-up und ebensolchen Kulissen, aus stilisierter Bühnenshow und Songtexten wurde eine ausgefeilte Karikatur der sowjetischen Propaganda, die das Absurde der Sowjetwirklichkeit in Vollendung verhöhnte.


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Länderfokus Litauen
In Memory of a Day Gone By Šarūnas Bartas

Der Dokumentarfilm von Šarūnas Bartas gehört zu den ersten Arbeiten der sogenannten Break-Generation des litauischen Films in den 1990er Jahren.

In Memory of a Day Gone By

Dokumentarfilm
1990
39 Minuten
Untertitel: 
_ohne Dialog / Untertitel
Credits DOK Leipzig Logo
Šarūnas Bartas
Valdas Naudžius, Artūnas Leita
Nina Romanovskaja, Ariadna Gruodienė
Šarūnas Bartas
Romualdas Fedaravičius

Der Dokumentarfilm von Šarūnas Bartas gehört zu den ersten Arbeiten der sogenannten Break-Generation des litauischen Films, die in den 1990er Jahren ihre ersten Schritte machte. Randexistenzen, Menschen mit Behinderungen, die im Dokumentarfilm bis dato nicht vorkamen, erklärten die Filmemacher dieser neuen Generation zu Hauptfiguren. Sie siedelten ihre Geschichten nicht im romantisierten ländlichen Raum an, sondern im Schmutz der Städte. Die ästhetische Verschiebung korrespondierte mit den tiefgreifenden Veränderungen im Land und stand für den Versuch dieser jungen Dokumentaristen, mit der neuen Realität zurechtzukommen und ihren Platz darin zu finden.


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Nijolė

Dokumentarfilm
2018
79 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Dagnė Vildžiūnaitė, Max Chicco
Sandro Bozzolo
Lina Lapelytė
Sandro Bozzolo
Silvija Vilkaitė, María Cecilia Reyes
Maria Cecilia Reyes, Sandro Bozzolo
Vytis Puronas
Antanas Mockus war Bürgermeister von Bogotá, mehrmals kolumbianischer Präsidentschaftskandidat und wurde 2018 in den Senat gewählt. Doch hier geht es nicht um ihn als Politiker, sondern um seine 88-jährige Mutter, die eigenwillige Künstlerin Nijolė Šivickas. Beharrlich hat sie ihr Privatleben vor der Öffentlichkeit abgeschirmt. Nur widerwillig gab sie in Medieninterviews Auskunft. Selbst ihr Sohn wusste kaum etwas über ihre Kindheit in Litauen. In ihrem künstlerischen Schaffen, aber auch emotional, hat sie sich von ihrem Heimatland abgewandt.

Nijolė ist nun eingeladen, anlässlich einer großen Retrospektive in Vilnius einen Workshop zu halten. Der Film begleitet sie und Antanas auf dieser Reise. Es ist gleichsam der Blick eines Sohnes auf seine Mutter. Ihre Unabhängigkeit und ihr gesellschaftskritischer Geist waren stets seine Inspiration. Sandro Bozzolo und sein Team nähern sich ihrer Protagonistin zurückhaltend, passen sich auch in der Montage ihrem Rhythmus an und konzentrieren sich auf die Räume ihres Schaffens, auf Nijolės Begegnungen mit Antanas und auf die gemeinsame Rückkehr in die Heimat, die beide tief bewegt. So wie der Sohn die Mutter nimmt auch diese Geschichte einer äußeren wie inneren Reise die Zuschauenden an die Hand. Welche Geschehnisse bleiben in einem Leben prägend und welche sollten besser vergessen werden?

Annina Wettstein


Nominiert für den MDR-Filmpreis

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Länderfokus Litauen
No Foe Can Scare Us Edmundas Zubavičius

In Edmundas Zubavičius’ gefilmtem Feuilleton ist die Wirklichkeit in all ihrer Absurdität zu betrachten: Die Reaktion auf einen simulierten atomaren Angriff durch „einen Feind hinter der Grenze“ wird geprobt.

No Foe Can Scare Us

Dokumentarfilm
1978
11 Minuten
Untertitel: 
englische
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Edmundas Zubavičius
Romualdas Fedaravičius
Romas Damulis
Edmundas Zubavičius

In Edmundas Zubavičius’ gefilmtem Feuilleton ist die Wirklichkeit in all ihrer Absurdität zu betrachten: Die Reaktion auf einen simulierten atomaren Angriff durch „einen Feind hinter der Grenze“ wird geprobt. Edmundas Zubavičius zeigt die Bewohnerinnen und Bewohner eines kleinen Dorfes in Samogitien bei der Teilnahme an einer zivilen Katastrophenschutzübung und den Vorbereitungen auf einen Zivilverteidigungswettbewerb. Obwohl die Gefahr eines neuen Krieges eskaliert war und Schutzübungen dieser Art regelmäßig abgehalten wurden, nahm offensichtlich niemand die Bedrohung wirklich ernst.


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Länderfokus Litauen
Sensitivity as Bread Edmundas Zubavičius

Die Veterinärakademie in Kaunas steht im Mittelpunkt dieses frühen Films von Edmundas Zubavičius. Die Beobachtung des Alltags in der Institution offenbart die Sehnsucht nach menschlicher Anteilnahme.

Sensitivity as Bread

Dokumentarfilm
1979
10 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Lithuanian Film Studio
Edmundas Zubavičius
Donatas Buklys
Vidmantas Kazlauskas

Die Veterinärakademie in Kaunas steht im Mittelpunkt dieses frühen Films von Edmundas Zubavičius, einem der produktivsten litauischen Dokumentarfilmer. Die Beobachtung des Alltags in der Institution offenbart die Sehnsucht nach menschlicher Anteilnahme – fast als spräche man ein Gebet. Die poetische kinematografische Sprache betont die raffinierten Verbindungen zwischen Bild und Ton, während realistische Szenenfolgen zum Nachsinnen über die Verbindung von Mensch und Natur auffordern.


Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Länderfokus Litauen
Ten Minutes Before the Flight of Icarus Arūnas Matelis

Dieser Film gilt als programmatisch für die postsowjetische Generation litauischer Filmemacher, die die geradlinige Verkündungsmentalität verweigerte.

Ten Minutes Before the Flight of Icarus

Dokumentarfilm
1990
11 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Lithuanian Film Studio, Studio “Nominum”
Arūnas Matelis
Faustas Latėnas
Rimvydas Leipus
Danutė Cicėnaitė
Vidmantas Kazlauskas

Dieser Film gilt als programmatisch für die postsowjetische Generation litauischer Filmemacher, die die geradlinige Verkündungsmentalität verweigerte und sich stattdessen der stillen Wirklichkeitsbetrachtung zuwandte. Arūnas Matelis spürt die beginnende Transformation des Landes nach der Unabhängigkeit von der Sowjetunion nicht etwa an den zentralen Plätzen der Hauptstadt auf, sondern sucht ihre Spuren im Alltag der Einwohner von Užupis, einem historischen Viertel am Rande der Altstadt von Vilnius. Matelis’ Film gewann Preise in Oberhausen, Bornholm und Pärnu und wurde 2005 im Rahmen der „Semaine de la Critique“ in Cannes gezeigt.


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Länderfokus Litauen
The Dreams of Centenarians Robertas Verba

Ironischerweise entstand „The Dreams of Centenarians“ als Beitrag zum hundertsten Geburtstag von Lenin. Es war der einfachste Weg, um sich das Filmen alter Leute (von denen einige tatsächlich hundert Jahre alt waren) genehmigen zu lassen.

The Dreams of Centenarians

Dokumentarfilm
1969
17 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Lithuanian Film Studio
Robertas Verba
Algimantas Apanavičius
Algirdas Tarvydas, Robertas Verba
Rimtautas Šilinis

Ironischerweise entstand „The Dreams of Centenarians“ als Beitrag zum hundertsten Geburtstag von Lenin. Es war der einfachste Weg, um sich das Filmen alter Leute (von denen einige tatsächlich hundert Jahre alt waren) genehmigen zu lassen. Auch erfüllte der Filmemacher die Auflage der sowjetischen Zensur, nach der das Interesse bevorzugt Menschen aus der Arbeiterklasse, nicht der Intelligenzija zu gelten hatte – Robertas Verba’s Hundertjährige sind einfache Leute vom litauischen Land. Dennoch fiel der Film bei den ideologisch geschulten Kritikern der Zeit durch: wegen seiner „unansehnlichen“ Themenwahl (die dem UdSSR-Kult um Jugend und Fitness widersprach) und seinem „mangelnden Optimismus“.


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Länderfokus Litauen
The Earth of the Blind Audrius Stonys

Audrius Stonys, ein weiterer Filmemacher der „Break-Generation“, schuf mit „The Earth of the Blind“ das Manifest dieser neuen Dokumentarfilmbewegung.

The Earth of the Blind

Dokumentarfilm
1992
26 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Studio “Kinema”
Audrius Stonys
Vidmantas Bartulis
Rimvydas Leipus
Danutė Cicėnaitė
Viktoras Juzonis

Audrius Stonys, ein weiterer Filmemacher der „Break-Generation“, schuf mit „The Earth of the Blind“ das Manifest dieser neuen Dokumentarfilmbewegung, das internationale Anerkennung erlangte. Sein Film wurde sowohl in Litauen als auch im Ausland prämiert und gewann 1992 den Europäischen Filmpreis Felix für den besten europäischen Dokumentarfilm. Stonys war ein Schüler des Dokumentarfilmers Henrikas Šablevičius, dessen Einfluss hier spürbar ist. „The Earth of the Blind“ bindet die „stille“ Ästhetik und die neuen Protagonisten der jungen Dokumentaristen-Generation in die visuelle Poetik ihrer Vorgänger ein.


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Länderfokus Litauen
The Field of Magic Mindaugas Survila

„The Field of Magic“ ist ein Dokumentargedicht über Leute, die seit mehr als zwei Jahrzehnten im Waldgebiet von Būda nahe der stillgelegten Mülldeponie Kariotiškės leben, etwa 40 Kilometer entfernt von Vilnius.

The Field of Magic

Dokumentarfilm
2011
61 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Jurga Gluskinienė, Giedrė Beinoriūtė
Mindaugas Survila
Mindaugas Survila
Danielius Kokanauskis
Saulius Urbanavičius

Der ursprünglich zum Biologen ausgebildete Regisseur Mindaugas Survila legt hier erstmals einen Film vor, der von Menschen und nicht von Tieren handelt. „The Field of Magic“ ist ein Dokumentargedicht über Leute, die seit mehr als zwei Jahrzehnten im Waldgebiet von Būda nahe der stillgelegten Mülldeponie Kariotiškės leben, etwa 40 Kilometer entfernt von Vilnius. Vier Jahre Arbeit nahm das Filmprojekt in Anspruch. Aus der Sicht der Deponie-Anwohner wird die Geschichte einer auseinanderbrechenden Gemeinschaft erzählt: von ihrer Einzigartigkeit, ihrem Tagesrhythmus, ihrem besonderen Lebensstil, den alltäglichen Freuden und Sorgen.


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The Juggler

Animationsfilm
2018
11 Minuten
Untertitel: 
keine
Credits DOK Leipzig Logo
Agnė Adomėnė, Delphine Schmit
Skirmanta Jakaitė
Biosphere
Skirmanta Jakaitė
Skirmanta Jakaitė
David Vincent
Beim Jonglieren scheinen die fliegenden Gegenstände wie durch einen unsichtbaren Faden verbunden. Und an einem solchen Faden sind auch diese Geschichten aufgezogen, in denen jemand aufgespießte Spinnen zu einer Kette reiht und ein anderer in einer Kiste durch einen finsteren Wald getragen wird. Dann ist da eine Strippe aus Muskelfleisch oder Gedärmen, aus der ein roter Schal fließt, den ein Mädchen um den Hals trägt. Mysteriöse, unheimliche Begebenheiten – wahnsinnig anmutend, aber ganz normal.

Carolin Weidner

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Länderfokus Litauen
The Old Man and the Land Robertas Verba

Eines der frühen ikonischen Beispiele für das poetische Dokumentarkino Litauens. Verbas Held, ein weißbärtiger alter Mann, erzählt seine Lebens- und Leidensgeschichte.

The Old Man and the Land

Dokumentarfilm
1965
17 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Lithuanian Film Studio
Robertas Verba
Algimantas Apanavičius
Vladimiras Kostiugovas, Robertas Verba
Vytenis Imbrasas
Grigorijus Kanovičius, Vytautas Rimkevičius, Robertas Verba

Eines der frühen ikonischen Beispiele für das poetische Dokumentarkino Litauens. Von Dokumentarfilmen und Wochenschauen dieser Zeit erwartete man Landbewohner beim Jubel über ihre sich verbessernde sowjetische Existenz und Fortschritte in der kollektivierten Landwirtschaft. Gewöhnlich übermittelte dies ein Kommentar aus dem Off. Robertas Verbas Held, ein weißbärtiger alter Mann, ist anders. Verba erlaubt ihm, für sich selbst zu sprechen, seine eigene Lebens- und Leidensgeschichte zu schildern, von seinen Kindern und der Liebe zu seiner Ehefrau zu erzählen. Dabei entsteht das einzigartige und authentische Porträt eines Mannes aus einem litauischen (ausdrücklich nicht sowjetischen) Dorf.


Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.