Filmarchiv

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Internationales Programm 2012
When Bubbles Burst Hans Petter Moland

An den Schauplätzen der Finanzkrise befragen drei Vertreter einer bankrotten norwegischen Gemeinde die großen Gurus der Weltökonomie: Wo ist unser Geld geblieben?

When Bubbles Burst

Dokumentarfilm
Norwegen
2012
90 Minuten
Untertitel: 
englische

Credits DOK Leipzig Logo

Odd Arvid Strømstad, Eyeworks Dinamo AS
Hans Petter Moland
Ginge
Philip Øgaard
Torkel Gjørv
Petter Skavlan
Gisle Tveito
Wenn man Umfragen Glauben schenken darf, dann waren die Norweger im Jahr 2008 das glücklichste Volk auf Erden. Immerhin lebten sie nicht nur im lebenswertesten Land der Welt, nein, sie hatten dort mit Vik (2.800 Einwohner) auch das Städtchen mit der gesündesten Ökonomie und der höchsten Lebensqualität. Doch das alles ist Vergangenheit, denn über dem pittoresken Ort kreisen seither die Pleitegeier. Was also ist da faul im Staate, nein, nicht Dänemark, aber gewiss auch nicht bloß Norwegen? – In Hans Petter Molands Film brechen zwei Vertreter aus Vik zu einer Reise auf, an deren Ende ein besseres Verständnis dessen steht, was die komplexe Mechanik der globalen Wirtschaft zwischen Real- und Finanzökonomie, Blase und Crash, toxischen Papieren und Asset Backed Securities im Innersten zusammenhält. Erzählt wird diese Geschichte über Besuche an verschiedenen Schauplätzen der jüngsten Welt-Finanz-Krise sowie prägnante Erläuterungen eines guten Dutzends hochkarätiger Akteure sowie Beobachtern des aktuellen Geschehens, darunter Carlota Perez („Technological Revolutions and Financial Capital“), Bill Janeway (Finanzmakler), Joseph Stiglitz (Nobelpreis für Ökonomie 2001) und Michael Lewis („The Big Short: Wie eine Handvoll Trader die Welt verzockte“).
– Ralph Eue

When Hari Got Married

Dokumentarfilm
Indien,
Norwegen,
UK,
USA
2012
75 Minuten
Untertitel: 
englische

Credits DOK Leipzig Logo

Ritu Sarin, White Crane Films
Ritu Sarin, Tenzing Sonam
Arjun Sen
Tenzing Sonam
Tenzing Sonam
Tenzing Sonam
„I love you“ am Telefon zu sagen, verlangt eine persönliche Vorgeschichte. Doch Hari hat seine zukünftige Braut Suman, mit der er diese zärtlichen Worte täglich austauscht, während er sein Taxi über die holprigen Straßen seines indischen Heimatortes am Fuße des Himalayas steuert, noch nie getroffen. Die Hochzeit ist arrangiert und die Jahrtausende alte Tradition dahinter die Vorgeschichte. Haris Vater hat erst Ruhe, wenn sein Jüngster, immerhin schon 30, endlich verheiratet ist. Dafür investiert er sein gesamtes Vermögen. Denn eins ist klar: die Hochzeit wird bunt und teuer.
Wer möchte schon seinen Vater unglücklich machen? Und doch hat Hari einen Weg gefunden, die Tradition ein Stückchen aufzuweichen: das Mobiltelefon. „Wenn du täglich miteinander telefonierst, würdest du dich am Ende sogar in einen Stein verlieben“, sagt er in seiner unnachahmlichen, pragmatischen Art. Immer wieder überrascht der meist zu Scherzen aufgelegte junge Mann durch seine Direktheit. Und doch: je näher die Hochzeit rückt, desto nachdenklicher und verschlossener wirkt er. Denn er weiß genau: ein Stein ist Suman nicht, und dass sie die Trennung von ihrer Familie nicht verkraftet, bleibt eine berechtigte Sorge.
Die Feuerprobe auf diese ungewöhnliche Liebe steht noch aus – am Ende einer langen Zeremonie, auf die das Brautpaar am wenigsten Einfluss hat. Die Geschichte dieser traditionellen Hochzeit lebt von den kleinen Anzeichen einer behutsamen Modernisierung, zu der Hari seinen bescheidenen Beitrag leistet.
– Lars Meyer