Filmarchiv

Internationales Programm
21 x New York Piotr Stasik

Verängstigte und Aufgekratzte, Erleuchtete und Verwirrte, Notgeile und Befriedigte. Menschen in NYC. Der A-Train als Erzählmuster rasanter Bildläufe und meditativer Passagen. Eine Pop-Perle.

21 x New York

Dokumentarfilm
2016
70 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Agnieszka Wasiak
Piotr Stasik
Piotr Stasik
Dorota Wardęszkiewicz, Tomasz Wolski, Piotr Stasik
Michał Fojcik
Mag sein, dass die 21 eine willkürliche Zahl ist: Porträts von 21 Personen, die in der Summe für die Gesamtheit der mehr als acht Millionen Einwohner von New York City stehen, sie repräsentieren sollen? Das ist keine valide Menge, würde jeder Statistiker sagen und hätte recht damit. Doch gottlob geht es im Kino nur ganz am Rand, wenn überhaupt, um Statistik.

„21 x New York“ beginnt mit dem Bild eines in der Subway-Röhre auftauchenden „A“-Trains und erschafft sich mit diesem selbstbewussten Hinweis auf eines der größten Jazzstücke des 20. Jahrhunderts zugleich das Muster für das eigene Erzählen. In der Folge sind zu sehen: Verängstigte und Aufgekratzte, Erleuchtete und Verwirrte, notgeile Passanten und befriedigte Paare. Extrem schnelle Wechsel zwischen den einen und den anderen, weniger kontrastierend als kaleidoskopisch. Unterbrochen werden die rasanten Bildläufe immer wieder von meditativen Passagen, und über den Bildern, als würden Stimmen aus dem Speicher eines künstlichen neuronalen Netzes zugeschaltet, Erzählungen oder Räsonnements einiger Protagonisten aus diesem aufregenden Geperle. Man könnte glauben, Baudelaire sei wieder auferstanden, hätte Zeit, Ort und Medium gewechselt und noch einmal eine Reihe von lyrischen Tableaus begonnen. Herausgekommen wären dann keine „Tableaux Parisiens“, sondern „Tableaux New Yorkaises“ oder eben „21 x New York“.

Ralph Eue


Nominiert für MDR-Filmpreis

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Retrospektive
A Few Stories About a Man Bogdan Dziworski

Auch ohne Arme ist der Held des Filmes ein passionierter Skifahrer und Turmspringer – zudem ein brillanter Maler.

A Few Stories About a Man

Dokumentarfilm
1983
20 Minuten
Untertitel: 
_ohne Dialog / Untertitel
Credits DOK Leipzig Logo
Wytwórnia Filmów Oświatowych
Bogdan Dziworski
Janusz Hajdun
Krzysztof Ptak
Agnieszka Bojanowska
Bogdan Dziworski
Jan Freda
Auch ohne Arme ist der Held des Filmes ein passionierter Skifahrer und Turmspringer – zudem ein brillanter Maler. Eine entfesselte Kamera assistiert ihm bei der Überwindung scheinbar unmenschlicher Hürden und verwandelt das Porträt des grenzenlosen Optimisten in pure Kinomagie.

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Retrospektive
A Story of a Man Who Filled 552% of the Quota Wojciech Wiszniewski

In den 50ern wurde der schlesische Bergarbeiter Bernard Bugdoł mit seinen Schaufelhänden zum Arbeiterhelden und Hoffnungsträger für das neue sozialistische Polen.

A Story of a Man Who Filled 552% of the Quota

Dokumentarfilm
1973
25 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Telewizja Polska
Wojciech Wiszniewski
Witold Stok, Tomasz Tarasin, Cesary Makowski, Wojciech Kozłowski
Stanisław Pieniak
Janusz Retzer
In den 50ern wurde der schlesische Bergarbeiter Bernard Bugdoł mit seinen Schaufelhänden zum Arbeiterhelden und Hoffnungsträger für das neue sozialistische Polen. Zwei Jahrzehnte später setzt Kinorebell Wojciech Wiszniewski den Menschen Bugdoł ins Verhältnis zu seiner Legende. Tragikomischer Blick hinter einen Mythos.

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Retrospektive
Birthplace Paweł Łoziński

Paweł Łoziński begleitet den jüdischen Schriftsteller Henryk Grynberg bei seiner Rückkehr aus den USA in das polnische Heimatdorf, wo sein Vater von den eigenen Nachbarn getötet wurde.

Birthplace

Dokumentarfilm
1992
47 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Studio Filmowe Kronika, National Film School Łódź
Paweł Łoziński
Arthur Reinhart
Katarzyna Maciejko-Kowalczyk
Paweł Łoziński
Joanna Napieralska, Mariusz Kuczyński
Paweł Łoziński begleitet den jüdischen Schriftsteller Henryk Grynberg bei seiner Rückkehr aus den USA in das polnische Heimatdorf, wo sein Vater von den eigenen Nachbarn getötet wurde. Die Reise in die Vergangenheit dokumentiert das Fortwirken des Antisemitismus in der Gegenwart und hat an Brisanz nichts verloren.

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Close Ties

Dokumentarfilm
2016
18 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Ewa Jastrzębska
Zofia Kowalewska
Krzysztof Ridan, Julia Goreczky-Torhan
Weronika Bilska
Jerzy Zawadzki
Zofia Kowalewska
Krzysztof Ridan
Ehe ist eine Art Buchhaltung. Doch nach 45 gemeinsamen Jahren sind sich Barbara und Zdzisław uneinig, ob es mehr auf der Soll- oder auf der Haben-Seite zu verzeichnen gibt. Für SIE überwiegen vor allem die Jahre seiner Untreue, die ER gern von der Liste streichen würde. Wie lässt sich die schiefe Bilanz ausgleichen und außerdem noch die Wasserrechnung bezahlen? Zimmer, Küche, Bad und der ganz gewöhnliche Alltag des ungleichen Paares bilden den Grundriss für ein unprätentiöses, tragikomisches Ehedrama.

Lars Meyer



Ausgezeichnet mit der Goldenen Taube für den besten kurzen Dokumentarfilm im Internationalen Wettbewerb kurzer Dokumentar- und Animationsfilm 2016


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Convictions

Dokumentarfilm
2016
63 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Vlad Ketkovich, Mariya Chuprinskaya, Maciek Hamela, Tatyana Chistova
Tatyana Chistova
Omari Zverkov
Mariya Falileyeva , Omari Zverkov, Miroslav Mishinov, Aleksey Strelov, Dmitriy Medvedev
Tatyana Chistova
Marina Sheinman
Dies sind die Geschichten und Gerichtsverhandlungen vier junger Männer, die beschlossen haben, dass „Pazifismus“ für sie kein Schimpfwort ist. Doch schwimmen sie mit dieser Überzeugung gegen den Strom einer rundum remilitarisierten Gesellschaft, die nun schon seit Jahren wieder stählerne Kerle schmiedet. Unter §328 führt das russische Strafgesetz die Wehrdienstverweigerung.

Der schüchterne Roman ist bestens gebrieft und versucht es mit großen Vorbildern wie Lew Tolstoi und Albert Einstein, was ihm aber lediglich den Ruf als „Pseudo-Dostojewski“ einbringt. Bei Viktor fragt sich die Musterungskommission, ob sie überhaupt zuständig ist („Junge oder Mädchen?“), und stimmt dann – sehr zum Missfallen einiger Schwerverantwortlicher – für Zivildienst. Dort nimmt die Geschichte eine unglaublich komische Wendung, denn er wird zum Dienst in das Veteraninnen-Tanzensemble „Sudarushka“ abgestellt. Ein solches Kitsch-Ende bleibt dem entschlossenen Ukraine-Kriegsgegner und Solitär Lyosha und Johnny, Demo-Profi mit beachtlicher Rhetorik, freilich vorenthalten.

Dennoch mögen wir – bei aller grundsätzlich angesagter Bitterkeit – gemeinsam mit ihnen und diesem Film wieder etwas Hoffnung schöpfen: Denn wer gedacht hat, dass politische Repression hirn- und mundtot macht, den belehrt Chistovas widerständiger Einblick hinter die Kulissen der kollektiven Meinungsformierung und Stimmungsmache eines Besseren.

Barbara Wurm



Ausgezeichnet mit dem MDR-Filmpreis 2016

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Kids DOK
Daniel Anastazja Dąbrowska

Daniel ist verliebt. Er schickt seiner Angebeteten Briefe und Nachrichten. Führt Jungsgespräche über Mädchen. Dass Daniel und seine Freunde „behindert“ sind, tut nichts zur Sache.

Daniel

Dokumentarfilm
2016
24 Minuten
Untertitel: 
englische
Polish
Credits DOK Leipzig Logo
Jerzy Łukaszewicz
Anastazja Dąbrowska
Robert Lis
Agata Cierniak
Daniel ist verliebt. Er schickt seiner Angebeteten Briefe und Nachrichten. Führt Jungsgespräche über Mädchen. Außerdem ist Sommer: Es gibt das Meer, den Strand und ein Feriencamp. Dass Daniel und seine Freunde „behindert“ sind, tut nichts zur Sache.

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Day After Day

Dokumentarfilm
1988
16 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
WFDiF
Irena Kamieńska
Krzysztof Pakulski
Jadwiga Zajiček
Irena Kamieńska
Krystyna Pohorecka, Janina Kurec
1988: Seit 36 Jahren laden und entladen diese Zwillingsschwestern täglich Ziegelsteine. Über die ewigen Handgriffe und die mürrischen Gedanken läuft ihre Lebenszeit ebenso ab wie die der Volksrepublik, die sie mit aufbauen sollten. Dokumentarischer Gedankenstrom.

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Retrospektive
Everyone Knows Who They Are Standing Behind Maria Zmarz-Koczanowic

Von Mangelwaren und enttäuschten Hoffnungen: Als Schlangen vor den Läden offenbart sich die gesellschaftliche Stagnation. Die Menschen stehen endlos an, um irgendetwas zu bekommen. Egal, was.

Everyone Knows Who They Are Standing Behind

Dokumentarfilm
1983
6 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
WFDiF
Maria Zmarz-Koczanowic
Henryk Janas
Krystyna Górnicka
Maria Zmarz-Koczanowic
Spas Christow
Von Mangelwaren und enttäuschten Hoffnungen: Als Schlangen vor den Läden offenbart sich die gesellschaftliche Stagnation. Die Menschen stehen endlos an, um irgendetwas zu bekommen. Egal, was.

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Retrospektive
From a Night Porter’s Point of View Krzysztof Kieślowski

Krzysztof Kieślowski demaskiert den Prototyp des Denunzianten und Mitläufers (in der totalitären Gesellschaft) konsequent aus dessen eigener Perspektive.

From a Night Porter’s Point of View

Dokumentarfilm
1977
16 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
WFDiF
Krzysztof Kieślowski
Witold Stok
Lidia Zonn
Wiesława Dembińska, Michał Żarnecki
Krzysztof Kieślowski demaskiert den Prototyp des Denunzianten und Mitläufers (in der totalitären Gesellschaft) konsequent aus dessen eigener Perspektive. Auch die Kommentare stammen vom zwiespältigen Protagonisten. Um diesem nicht zu schaden, hielt Kieślowski den Film später unter Verschluss.

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Retrospektive
Happy End Marcel Łoziński, Paweł Kędzierski

Vor einer Kommission muss sich ein Ingenieur für fachliche und private Verfehlungen rechtfertigen. An irgendetwas muss es ja liegen, wenn die Vorgaben nicht erfüllt wurden.

Happy End

Dokumentarfilm
1972
16 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
WFDiF
Marcel Łoziński, Paweł Kędzierski
Stanisław Niedbalski, Witold Stok
Lidia Zonn
Małgorzata Jaworska
Vor einer Kommission muss sich ein Ingenieur für fachliche und private Verfehlungen rechtfertigen. An irgendetwas muss es ja liegen, wenn die Vorgaben nicht erfüllt wurden. Marcel Łoziński und Paweł Kędzierski inszenieren ein Tribunal, in dem einer zum Sündenbock gemacht wird und die Gruppendynamik ihren verhängnisvollen Lauf nimmt. Dokumentarisches Psychodrama.

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Retrospektive
Hear My Cry Maciej Drygas

1968 verbrannte sich der Buchhalter Ryszard Siwiec öffentlich im Warschauer Stadion – aus Protest gegen den sowjetischen Einmarsch in Prag.

Hear My Cry

Dokumentarfilm
1991
48 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Studio Filmowe Logos, Zespół Filmowy Zodiak
Maciej Drygas
Stanisław Śliskowski
Dorota Wardęszkiewicz
Maciej Drygas
Andrzej Żabicki
1968 verbrannte sich der Buchhalter Ryszard Siwiec öffentlich im Warschauer Stadion – aus Protest gegen den sowjetischen Einmarsch in Prag. Doch keiner wollte es damals sehen. Aus Archivmaterialien und Interviews rekonstruiert Marciej Drygas 1991 das Ereignis, die politischen Umstände und die Psychologie der Masse.

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Retrospektive
Holiday Zbigniew Rybczyński

Am Sonntag wird das Auto zum Waschen aus der Garage gefahren, die Familie tritt für viele Küsschen und einige Shots zusammen, die heimlich Liebenden kommen im Gebüsch zu ihrem Recht.

Holiday

Dokumentarfilm
1976
10 Minuten
Untertitel: 
_ohne Dialog / Untertitel
Credits DOK Leipzig Logo
Studio Małych Form Filmowych Se-Ma-For
Zbigniew Rybczyński
Janusz Hajdun
Zbigniew Rybczyński
Henryka Sitek
Zbigniew Rybczyński
Mieczysław Janik
Am Sonntag wird das Auto zum Waschen aus der Garage gefahren, die Familie tritt für viele Küsschen und einige Shots zusammen, die heimlich Liebenden kommen im Gebüsch zu ihrem Recht. In seinem Experimentalfilm führt Oscar-Gewinner Zbigniew Rybczyński kleinbürgerliche Rituale in ständiger Wiederholung und provokanter Farbgebung ad absurdum.

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Retrospektive
Hope Tadeusz Pałka

Stumme Menschen beim Schlange Stehen, stumme Menschen hinter den Busfenstern – nur noch die Apathie verbindet die Polen. Impressionistische Bestandsaufnahme der Endzeitstimmung in den 80ern.

Hope

Dokumentarfilm
1988
12 Minuten
Untertitel: 
_ohne Dialog / Untertitel
Credits DOK Leipzig Logo
WFDiF
Tadeusz Pałka
Wojciech Waglewski
Cezary Makowski, Jacek Czerwiński
Łucja Ośko
Tadeusz Pałka
Stumme Menschen beim Schlange Stehen, stumme Menschen hinter den Busfenstern – nur noch die Apathie verbindet die Polen. Impressionistische Bestandsaufnahme der Endzeitstimmung in den 80ern.

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Retrospektive
Hospital Krzysztof Kieślowski

Hammer, Meißel, Tupfer … Während einer brachialen 24-Stunden-Schicht in einem Warschauer Krankenhaus nimmt der Kampf gegen Material- und Schlafmangel surreale Züge an und erinnert zuweilen an die Muppet Show.

Hospital

Dokumentarfilm
1976
20 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
WFDiF
Krzysztof Kieślowski
Jacek Petrycki
Lidia Zonn
Krzysztof Kieślowski
Michał Żarnecki, Małgorzata Moszczeńska
Hammer, Meißel, Tupfer … Während einer brachialen 24-Stunden-Schicht in einem Warschauer Krankenhaus nimmt der Kampf gegen Material- und Schlafmangel surreale Züge an und erinnert zuweilen an die Muppet Show. In Krzysztof Kieślowskis Klassiker steht das Krankenhaus durchaus auch für größere gesellschaftliche Kontexte.

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Retrospektive
How to Live Marcel Łoziński

„Big Brother“ auf dem Campingplatz: Beim Betriebscampen wird ein Wettbewerb für die beste Familie ausgeschrieben. Der Gewinn: Eine Waschmaschine.

How to Live

Dokumentarfilm
1977
82 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
WFDiF, Zespół Filmowy X
Marcel Łoziński
Małgorzata Jaworska
Jacek Petrycki
Łucja Ośko
Marcel Łoziński
Halina Paszkowska
Anna Zyman, Edward Zyman, Piotr Zyman
„Big Brother“ auf dem Campingplatz: Beim Betriebscampen wird ein Wettbewerb für die beste Familie ausgeschrieben. Der Gewinn: Eine Waschmaschine. Eine Jury observiert das Verhalten der Eltern. Doch Regisseur Marcel Łoziński hat Störenfriede eingeschmuggelt und provoziert so den sozialistischen Kleinbürger. Bitterböse Gesellschaftskomödie und dokumentarische Grenzüberschreitung.

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