Filmarchiv

Internationales Programm
In Touch Paweł Ziemilski

Ein Drittel der Bewohner eines polnischen Dorfes ist nach Island ausgewandert. Kontakt halten sie über Skype. Projektionen eines vermeintlich besseren auf ein vermeintlich schlechteres Leben.

In Touch

Dokumentarfilm
Island,
Polen
2018
61 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Łukasz Długołęcki, Haukur M. Hrafnsson
Paweł Ziemilski
Arni Valur Kristinsson, Martina Bertoni
Filip Drożdż
Dorota Wardęszkiewicz
Paweł Ziemilski, Łukasz Długołęcki, Haukur M. Hrafnsson
Piotr Kubiak, Paweł Szygendowski
Auf dem Weg in ein besseres Leben muss man zwangsläufig vieles hinter sich lassen. Das polnische Dorf Stare Juchy ist so ein zurückgelassener Ort. Seit den 1980er Jahren ist ein Drittel der Bevölkerung nach Island ausgewandert und niemand von ihnen ist bisher zurückgekehrt. Die Verwandten, die in Polen geblieben sind – meist Eltern und Großeltern der Emigranten –, nehmen über Skype und Facebook am Alltag der Weggegangenen teil. Selten klappt es, dass sie einander besuchen. Im sich immer weiter leerenden Dorf steht die Zeit still und die Bewohner werden zu Beobachtern eines Geschehens fernab ihrer Umgebung. Ihre Kinder machen Karriere als Polizistinnen oder Bauleiter, ihre Enkel singen isländische Popsongs, und ihnen selbst bleibt nichts anderes übrig, als vom Wetter und der Pilzernte zu berichten. Hier und da mischt sich ein zaghaftes Vermissen, auch ein drohendes Sehnen in die Gespräche. Die Hoffnung auf ein Wiedersehen stirbt zuletzt.

Paweł Ziemilski benutzt Filmaufnahmen aus Island, die er im polnischen Dorf auf jede erdenkliche Fläche projiziert. So tauchen in einem Wohnzimmer Polarlichter auf, ein Großvater spielt mit dem Abbild seines Enkels Fußball und eine Turnhalle wird zur eisigen Küste. Dieser ästhetische Kniff betont die Melancholie und Absurdität der Situation, in welcher das vermeintlich bessere und das vermeintlich schlechtere Leben eng miteinander verknüpft sind.

Kim Busch

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Internationales Programm
The Briefing Filip Drzewiecki

Stress und Erschöpfung im ständigen Wechsel: Filip Drzewiecki zeigt Medizinstudenten in der praktischen Ausbildung – mit einem mimetischen Interesse an der Körperlichkeit des Berufs.

The Briefing

Dokumentarfilm
Polen
2018
19 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Ewa Jastrzębska, Jerzy Kapuściński
Filip Drzewiecki
Jakub Giza
Paweł Laskowski
Filip Drzewiecki
Aleksandra Pniak, Weronika Raźna, Franciszek Kozłowski
Auf den Stress folgt die Erschöpfung und auf die Erschöpfung folgt der Stress. Ein Briefing, dann muss es schnell gehen: 37 Patienten, 10 Entlassungen, 2 Einlieferungen, 0 Tode. Mit einem mimetischen Interesse an der Körperlichkeit des Berufs begleitet Filip Drzewiecki Medizinstudenten bei der praktischen Ausbildung in der Klinik: sensibel und überlastet, neugierig und fiebrig. Dazu ein Soundtrack, durch den das Blut schießt.

Lukas Stern

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Internationales Programm
How to Destroy Time Machines Jacek Piotr Bławut

Jeph Jerman reibt Stöcke aneinander und nimmt das Schlagen von Blättern gegen Fenster auf. Er lässt Steine fallen und kleine Knochen. Jerman ist ein Sound- und Mind-Forscher.

How to Destroy Time Machines

Dokumentarfilm
Polen
2017
39 Minuten
Untertitel: 
keine
Credits DOK Leipzig Logo
Anną Bławut-Mazurkiewicz
Jacek Piotr Bławut
Adam Palenta
Aleksandra Gowin, Katarzyna Śpioch
Jeph Jerman reibt Stöcke aneinander und nimmt das Schlagen von Blättern gegen Fenster auf. Er lässt Steine fallen und kleine Knochen. Er sinniert, hört, notiert. Der in Arizona lebende Experimentalmusiker möchte diese Zeitmaschinen austricksen, die tief in seinem Bewusstsein installiert sind. Sie werfen ihn vom Gestern ins Morgen und lassen dabei das so kostbare Jetzt einfach aus. Jerman ist ein Sound- und Mind-Forscher.

Carolin Weidner

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Internationales Programm
21 x New York Piotr Stasik

Verängstigte und Aufgekratzte, Erleuchtete und Verwirrte, Notgeile und Befriedigte. Menschen in NYC. Der A-Train als Erzählmuster rasanter Bildläufe und meditativer Passagen. Eine Pop-Perle.

21 x New York

Dokumentarfilm
Polen
2016
70 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Agnieszka Wasiak
Piotr Stasik
Piotr Stasik
Dorota Wardęszkiewicz, Tomasz Wolski, Piotr Stasik
Michał Fojcik
Mag sein, dass die 21 eine willkürliche Zahl ist: Porträts von 21 Personen, die in der Summe für die Gesamtheit der mehr als acht Millionen Einwohner von New York City stehen, sie repräsentieren sollen? Das ist keine valide Menge, würde jeder Statistiker sagen und hätte recht damit. Doch gottlob geht es im Kino nur ganz am Rand, wenn überhaupt, um Statistik.

„21 x New York“ beginnt mit dem Bild eines in der Subway-Röhre auftauchenden „A“-Trains und erschafft sich mit diesem selbstbewussten Hinweis auf eines der größten Jazzstücke des 20. Jahrhunderts zugleich das Muster für das eigene Erzählen. In der Folge sind zu sehen: Verängstigte und Aufgekratzte, Erleuchtete und Verwirrte, notgeile Passanten und befriedigte Paare. Extrem schnelle Wechsel zwischen den einen und den anderen, weniger kontrastierend als kaleidoskopisch. Unterbrochen werden die rasanten Bildläufe immer wieder von meditativen Passagen, und über den Bildern, als würden Stimmen aus dem Speicher eines künstlichen neuronalen Netzes zugeschaltet, Erzählungen oder Räsonnements einiger Protagonisten aus diesem aufregenden Geperle. Man könnte glauben, Baudelaire sei wieder auferstanden, hätte Zeit, Ort und Medium gewechselt und noch einmal eine Reihe von lyrischen Tableaus begonnen. Herausgekommen wären dann keine „Tableaux Parisiens“, sondern „Tableaux New Yorkaises“ oder eben „21 x New York“.

Ralph Eue


Nominiert für MDR-Filmpreis

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Internationales Programm
In Another World Anna Bedyńska

Ein Baby wird erwartet. Vorfreude. Wo liegt der Kopf, wo sind die Beine? Hier aber ist es anders. Kasia, die schon zwei Kinder und eine Karriere hat, muss sich entscheiden: Ihr Baby hat das Down-Syndrom.

In Another World

Dokumentarfilm
Polen,
Russland
2016
26 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Marina Razbezhkina
Anna Bedyńska
Anna Bedyńska
Anna Bedyńska
Anna Bedyńska
Anna Bedyńska
Ein Baby wird erwartet. Vorfreude. Wo liegt der Kopf, wo sind die Beine? Hier aber ist es anders. Kasia, die schon zwei Kinder und eine Karriere hat, muss sich entscheiden: Ihr Baby hat das Down-Syndrom. In Deutschland lassen neun von zehn Frauen dann abtreiben. Für die Katholikin Kasia schwer zu akzeptieren – ebenso wie die Option, es auszutragen. Über sechs Monate folgt die Razbezhkina-Schülerin Anna Bedyńska der Familie und rührt mit diesem Film an das letzte Tabu unserer perfekten Gesellschaft.

Grit Lemke

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

The Gentle Giant

Animadok
Polen
2016
11 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Piotr Furmankiewicz, Mateusz Michalak
Marcin Podolec
Rafał Samborski, Piotr Markowicz
Marcin Gierbisz
Marcin Podolec
Marcin Podolec, Wiktoria Nowak
Marcin Podolec
Katarzyna Szczerba, Marek Knaga
Feine Bleistift- und Tuschezeichnungen in Schwarz-Weiß, zu denen sich übermalte Fotografien gesellen, visualisieren das von Zweifeln und Ängsten bedrängte Innenleben dieses 100 Kilo schweren Hünen. Die Lyrik half ihm, zu sich zu finden, und er überwand die Stille, indem er als Slam-Poet die Bühne betrat. In seinen Animationen setzt Marcin Podolec auf das Heterogene, das genau die Zerrissenheit seines Protagonisten dokumentiert.

Cornelia Klauß

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Internationales Programm
Don't Lose Your Head Karolina Specht

Allzu viele Inhalte menschlicher Kommunikation bleiben Kopfgeburten und recht kurzlebig. Wie die Revolution ihre Kinder fressen die Sprechblasen sich selbst, während das System sich beständig reproduziert. Geht es um Medien, Kirche, Politik? Das entscheide jeder selbst.

Don't Lose Your Head

Animationsfilm
Polen
2015
4 Minuten
Untertitel: 
_ohne Dialog / Untertitel
Credits DOK Leipzig Logo
Marcin Malatyński
Karolina Specht
Karolina Specht
Karolina Specht
Karolina Specht
Karolina Specht
Bogdan Klat, Wieslaw Nowak
Allzu viele Inhalte menschlicher Kommunikation bleiben Kopfgeburten und recht kurzlebig. Wie die Revolution ihre Kinder fressen die Sprechblasen sich selbst, während das System sich beständig reproduziert. Geht es um Medien, Kirche, Politik? Das entscheide jeder selbst. Ironisch schraubt die Computeranimation die Wiederholungsspirale der „Talking Heads“ weiter und setzt dafür nicht Sprache, sondern Bildsprache ein: die der grafischen Icons, die unsere Verständigung erleichtern. Oder auch nicht.

Lars Meyer

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Internationales Programm
Fences Natalia Krawczuk

Ein einsamer Baum in einem Bretterwald – und ein kleiner Vogel, der ihn anschmachtet. Zwei Hunde, die sich ankläffen, solange Latten zwischen ihnen stehen. Menschen, die sich umzäunen oder gar nicht merken, wenn Zäune verschwinden.

Fences

Animationsfilm
Polen
2015
7 Minuten
Credits DOK Leipzig Logo
Marcin Malatyński
Natalia Krawczuk
Natalia Krawczuk
Magdalena Chowańska
Natalia Krawczuk
Natalia Krawczuk
Ewa Bogusz
Ein einsamer Baum in einem Bretterwald – und ein kleiner Vogel, der ihn anschmachtet. Zwei Hunde, die sich ankläffen, solange Latten zwischen ihnen stehen. Menschen, die sich umzäunen oder gar nicht merken, wenn Zäune verschwinden. Die grotesken Episoden zum einstudierten Grenzverhalten könnten auch von Roy Andersson stammen. Doch anders als in dessen opulenten lebenden Tableaus reduziert Natalia Krawczuk ihre Bildsprache mit einem schlichten Zeichenstil, der auch politische Lesarten erlaubt.

Lars Meyer

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Internationales Programm
Snails Grzegorz Szczepaniak

Hinreißend in Szene gesetzte Schnecken, zwei Jungunternehmer und Reichtum am Horizont der Wünsche. Das ist die Ausgangslage dieser polnischen Komödie über große Ambitionen und geplatzte Träume.

Snails

Dokumentarfilm
Polen
2015
30 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Zuzanna Król
Grzegorz Szczepaniak
Mikołaj Majkusiak
Daniel Wawrzyniak, Marek Kozakiewicz
Wojciech Janas
Grzegorz Szczepaniak
Paulina Bocheńska
Hinreißend in Szene gesetzte Schnecken, zwei Jungunternehmer und Reichtum am Horizont der Wünsche. Das ist die Ausgangslage dieser polnischen Komödie über große Ambitionen und geplatzte Träume. Schneckenzucht ist eine Wissenschaft für sich, und der Hindernisse sind da viele. Zwar geben unsere Jungunternehmer ihr Bestes, doch ist die Schnecke beharrlich in ihrem Widerstand, so langsam sie auch sein mag.

Matthias Heeder

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The Dybbuk. A Tale of Wandering Souls

Dokumentarfilm
Polen,
Schweden,
Ukraine
2015
90 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Krzysztof Kopczyński, David Herdies, Gennady Kofman
Krzysztof Kopczyński
Jacek Petrycki, Serhiy Stefan Stetsenko
Michał Leszczyłowski
Krzysztof Kopczyński
Mateusz Adamczyk, Marcin Lenarczyk, Sebastian Witkowski
Mit einem Ausschnitt aus dem jiddisch-sprachigen polnischen 30er-Jahre-Klassiker „Der Dybbuk“ reißt gleich zu Beginn eine Wunde auf: Die Welt des Schtetls mit ihrem alten Volksglauben gibt es nicht mehr. Doch der Totengeist, der Dibbuk, wandert auch jetzt noch umher. Und er hat viele Gesichter.

Aus der Vergangenheit tauchen wir im ukrainischen Uman kurz vor dem „Euromaidan“ wieder auf. Ein heiliger Ort für Tausende orthodoxe Juden, die während des Neujahrsfestes zum Grab des chassidischen Rabbis Nachman pilgern und das Stadtbild verwandeln. Zum Ärger ukrainischer Mitbürger, die sich vor einem Ausverkauf fürchten und mit Provokationen reagieren. Mal mit einem illegal aufgestellten Kreuz, mal mit einer Informationstafel zu Ehren des antisemitischen Kosakenführers und Schlächters Ivan Gonta. Oder etwas subtiler mit Extragebühren für einen koscheren Imbiss.

Die Welten prallen vielgestaltig aufeinander. Mit großer Neugierde fängt Krzysztof Kopczyński die kaum zu vereinbarenden Legenden und Rituale ein, die auf beiden Seiten zum Leben erwachen. Hier ein vollkommen verarmtes Land im Selbstfindungsprozess, begleitet von nationalistischen Tönen. Dort eine verlorene Tradition und die Erfahrungen des Holocausts. Wem gehört das Land? Der Film schöpft aus der Fülle des Materials, das voller Eindrücke, ungeschliffener Szenen und Fabeln steckt, und fördert dabei auch Unerwartetes zu Tage.

Lars Meyer

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Of a Forest

Animationsfilm
Polen
2014
4 Minuten
Untertitel: 
_ohne Dialog / Untertitel
Credits DOK Leipzig Logo
Marcin Malatyński
Katarzyna Melnyk
Katarzyna Melnyk
Katarzyna Melnyk
Katarzyna Melnyk
Katarzyna Melnyk, Monika Dębińska
Die verstörende Geschichte eines Tieres, das sich in der Welt der Menschen nicht zuhause fühlt.

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Internationales Programm
Super Unit Teresa Czepiec

Die Wohnmaschine von Le Corbusier als gigantischer Plattenbau im polnischen Katowice. Ein Spiegelkabinett der Sehnsüchte, diverser Vorlieben und gepflegter Schrullen.

Super Unit

Dokumentarfilm
Polen
2014
20 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Adam Ślesicki
Teresa Czepiec
Paweł Dyllus
Jerzy Zawadzki
Teresa Czepiec
Krzysztof Ridan
Am Anfang des Films wird auf den berühmten Schweizer Architekten Le Corbusier verwiesen, dessen Vision vom neuen Bauen in dem Begriff der „Wohnmaschine“ mündete. In einer seiner Thesen versuchte er, die Bedürfnisse des Menschen in Maßeinheiten zu beziffern. Wie viel Raum braucht ein Mensch? Wie viel steht ihm zu? Ein gigantischer Neubau im Zentrum Katowices, der größte in ganz Polen, ist die Beton gewordene Verkörperung dieser Idee. Endlose Flure und die rasselnde Haustechnik verbinden die über 700 Wohnungen, die in den späten Sechzigern erbaut wurden. Aber hinter jeder Tür offenbart sich ein Spiegelkabinett aus Sehnsüchten und Wünschen, die sich in diversen Vorlieben und Hobbys zeigen. Adieu Tristesse! Hier wird gelebt, gefeiert und im Ernstfall auch schon mal der Rahmen einer Garage ausgehebelt – nicht weil das Auto zu groß ist, sondern weil es die Menschen sind, die aus dem Wohnhaus eine „Super-Einheit“ machen und sich kraftvoll Platz verschaffen. In wenigen Skizzen erleben wir die Bewohner, wie sie den unwirtlichen Raum für sich erobern. Die „Wohnmaschine“ offenbart sich als ein Organismus, der getragen wird von der Parole: Leben und leben lassen.
Cornelia Klauß

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Walking Under Water

Dokumentarfilm
Deutschland,
Polen,
UK
2014
77 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Moniką Braid, Stefan Kloos
Elizą Kubarską
Michał Jacaszek
Piotr Rosołowski, Lisa Strohmayer
Bartosz Pietras
Dieser Film handelt von einem Märchen, das einmal wahr gewesen ist. Auf Borneo lebte vor nicht allzu langer Zeit ein besonderer Stamm, die Badjao, die mehr im und unter Wasser wohnten als an Land. Sie besaßen keine Pässe und kein Geld, aber dafür Fähigkeiten, die einen staunen lassen. Von frühester Kindheit an lernen sie, zu tauchen und lange ohne Atmung auszukommen. Sie bewegen sich zwischen den Fischschwärmen und Korallenriffen wie Spaziergänger, die hier zu Hause sind. Alexan, der letzte seiner Art, unterrichtet den 10-jährigen Sulu in dieser Kunst des Fischfangs, die gänzlich ohne moderne Gerätschaften auskommt. Die Filmemacherin Elizą Kubarską lässt keinen Zweifel an ihrer Faszination: in elaborierten Bildern, jenseits aller Fernsehdokus, taucht sie in eine idyllische und malerische Unterwasserwelt ein. Sie erinnern uns daran, woher wir eigentlich kommen. In genauso unmissverständlichen Szenen wiederum zeigt die Regisseurin auf, wohin wir steuern: Mit den Nomaden, die nun als Staatenlose gelten, verschwinden unwiderruflich ein tradiertes Wissen und jahrhundertealte Rituale. Den Rest erledigen die Fischfangflotten und der Tourismus.
Cornelia Klauß

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Ab Ovo

Animationsfilm
Polen
2013
6 Minuten
Untertitel: 
_ohne Dialog / Untertitel
Credits DOK Leipzig Logo
Marcin Malatyński
Anita Kwiatkowska-Naqvi
George Antoniv
Anita Kwiatkowska-Naqvi
Anita Kwiatkowska-Naqvi
Anita Kwiatkowska-Naqvi
Anita Kwiatkowska-Naqvi
Der Film zeigt das Erwachen eines neuen Lebens und die Veränderung eines weiblichen Körpers, der seine gewohnte Form verliert. Die Sinneswahrnehmungen werden immer deutlicher, bis zu dem Moment, in dem das Baby die Grenzen des mütterlichen Körpers verlässt.

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Internationales Programm
Mother 24/7 Marcin Janos Krawczyk

Das Bildnis der Schwarzen Madonna aus Częstochowa in Wohnzimmern, im Krankenhaus oder im Knast. Einblick in das Leben Gläubiger, die Antworten und Trost suchen, in bewegenden Episoden.

Mother 24/7

Dokumentarfilm
Polen
2013
30 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Marcin Janos Krawczyk
Marcin Janos Krawczyk
Michał Lorenc
Marcin Sauter, Michał Marczak, Marcin Kukielski, Karolina Krawczyk
Anna Wagner, Aleksandra Panisko, Tymek Wiskirski
Selig, wer glaubt?! Seit 55 Jahren wandert die Schwarze Madonna aus dem polnischen Pilgerort Częstochowa von Haus zu Haus, von Schicksal zu Schicksal. Eine Kopie des Bildes, zurechtgestutzt auf ein handliches, transportfähiges Maß, kann 24 Stunden lang für eine private Messe im eigenen Wohnzimmer, im Krankenhaus oder im Knast gemietet werden. Allein die Anwesenheit des Gnadenbildnisses unterbricht den Alltag, evoziert die essenziellen und existenziellen Fragen des Lebens. Es geht um Schuld und Vergeben, das Leben diesseits und jenseits, die Hoffnung auf ein Wunder.
Mit großer Empathie folgt der Regisseur Marcin Janos Krawczyk in diesem Roadmovie dem Konvoi der Heiligen durch das heutige Polen. In bewegenden Episoden gewährt er Einblick in den Alltag an Leib und Seele Verwundeter, die in der Religion Antworten suchen, die ihnen das reale Leben verweigert. Wie ein roter Faden zieht sich das Motiv der Mutter, mit der Aussöhnung gesucht wird, durch den Film. Durch die Kombination aus beschwörender Musik, langen Kamerafahrten und der Intimität der Begegnungen, die den Charakter einer Beichte haben, entsteht ein Sog, der ihn zu einer Art kinematografischer Wallfahrt stilisiert.

Cornelia Klauß

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Internationales Programm
The Love Equation of Henry Fast Agnieszka Elbanowska

Ein alter Mathematikprofessor und seine erotischen Fantasien und Gelüste. Berührende Geschichte von Sehnsüchten jenseits der 95 – und scharfe Comics, gezeichnet von ihm selbst.

The Love Equation of Henry Fast

Dokumentarfilm
Polen
2013
40 Minuten
Credits DOK Leipzig Logo
Adam Ślesicki
Agnieszka Elbanowska
Paweł Nadolny
Agnieszka Elbanowska, Maryla Torbus
Agnieszka Elbanowska
Die Allgemeingültigkeit einer Gleichung kann entweder mit Axiomen bewiesen oder selber als Axiom vorausgesetzt werden. Ein klassisches Axiom bezeichnet ein unmittelbar einleuchtendes oder konventionell akzeptiertes Prinzip beziehungsweise die Bezugnahme auf ein solches. Welchen Prinzipien die Liebesgleichung des polnischen Mathematikprofessors Henryk Fast folgt, lässt sich möglicherweise durch die Interpretation seiner erotisch anmutenden Zeichnungen herleiten. In jedem Fall deuten die darauf hin, dass Henryk Fast in seinen nicht mehr ganz jungen Jahren nicht nur abstrakte Bedürfnisse hat. Henryk ist hoffnungslos romantisch und möchte schlicht und ergreifend eine Frau finden. Was die Suche erschweren könnte, ist die Tatsache, dass das Bild, das man selbst von der Wirklichkeit hat, nicht unbedingt dem der anderen entspricht. Wie groß die Differenz zwischen diesen Bildern in Henryks Fall ist, lässt sich in manchen Momenten erahnen, etwa wenn seine in Amerika lebende Tochter zu Besuch kommt. Henryks Gleichung beinhaltet mindestens eine Unbekannte, die das Leben dieses liebenswürdigen Herrn so besonders macht und uns jenseits von „konventionell akzeptierten“ Realitäten eine berührende Geschichte von Sehnsüchten im Alter erzählt.

Claudia Lehmann

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