Filmarchiv

Sections (Film Archive)

Doc Alliance Selection 2013
Captivity André Gil Mata

Ein Haus in Portugal, eine alte Frau, 91 Jahre Leben in den gleichen Mauern. Ruhige Beobachtung in einem Raum, dem sich Zeit und Erinnerungen eingeschrieben haben.

Captivity

Dokumentarfilm
Portugal
2012
64 Minuten
Untertitel: 
englische

Credits DOK Leipzig Logo

Joana Gusmão
André Gil Mata
Maria Hermínia Gil Mata
André Gil Mata
Tomás Baltazar
André Gil Mata
Pedro Augusto
Gefangenschaft ist ein Zustand des Eingesperrtseins, sowohl in der Zeit als auch im Raum. Die Person in Gefangenschaft ist nicht immer oder zwangsläufig ein Gefangener, wird aber zum inhärenten Teil dieses Raums. Auf der anderen Seite ist der Raum der Gefangenschaft nicht unveränderlich, sondern wird von demjenigen geprägt, den er enthält, also durch die Erfahrung geformt.
Alzira wurde in dem Haus geboren und erzogen, in dem sie die gesamten 91 Jahre ihres Lebens verbracht hat: in São João da Madeira im Norden Portugals. Ihre Lebenserfahrungen sind von den Mauern und privaten Gegenständen dieses Hauses nicht zu trennen. Der Film versucht, die Beziehung gegenseitigen Formens zwischen der Frau und diesem Raum einzufangen – ein Formen, das durch die hier gelebte Zeit vollzogen wurde. Die Zeit ist es, durch die dieses Haus, dieser Raum seine Geometrie überwindet und zum Schutzraum ihrer Erinnerungen und Gedankengänge wird. So ist „Captivity“ ein Film über die Zeit, die der Erinnerung gehört, unauslöschlich in einen Raum eingeschrieben.
Retrospektive 2013
Gestures and Fragments Alberto Seixas Santos

Einige Jahre nach der erfolgreichen Revolution in Portugal machte sich Alberto Seixas Santos auf die Suche nach deren Protagonisten: jenen Soldaten...

Gestures and Fragments

Dokumentarfilm
Portugal
1982
90 Minuten
Untertitel: 
deutsche

Credits DOK Leipzig Logo

Grupo Zero, Cooperativa de Cinema
Alberto Seixas Santos
Ludwig van Beethoven
Acácio de Almeida, José Luìs Carvalhosa
Manuela Viegas, Teresa Caldas
Alberto Seixas Santos
Maria Paola Porru
Einige Jahre nach der erfolgreichen Revolution in Portugal machte sich Alberto Seixas Santos auf die Suche nach deren Protagonisten: jenen Soldaten, die unter dem unmittelbaren Eindruck der Kolonialkriege daheim den Faschismus beendeten. Seixas Santos folgte dabei drei verschiedenen, bloß bedingt ineinander verwobenen Pfaden und fragte: Wie lebt man mit einer Geschichte, die man selber gestaltet hat? Wann wird aus Kollektiverinnerungen eine persönliche Psychose?

Olaf Möller