Filmarchiv

Film for Carlos

Dokumentarfilm
2017
31 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Renato Borrayo Serrano, Marina Razbezhkina
Renato Borrayo Serrano
Renato Borrayo Serrano
Renato Borrayo Serrano
Renato Borrayo Serrano
Renato Borrayo Serrano
Schwiegerelternbesuch: Was kann einem überglücklichen Jungvater Schlimmeres passieren!? Dazu kommt, dass diese dem russischen Vaterland angehören, während der filmende Papa Spanisch zur Muttersprache hat und das Baby also nicht Aljoscha heißt, sondern eben: Carlos. Für ihn, „Karluschka“, wollte er, so der Regisseur, die „aberwitzig-schmerzliche“ Familien-Neukonstellation festhalten, die sich zwischen Nationalchauvinismus und liebevollen Alt-Ehegefechten entfaltet. Spitze Zungen, gewieft montiert.

Barbara Wurm



Lobende Erwähnung im Internationalen Wettbewerb kurzer Dokumentar- und Animationsfilm

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Internationales Programm
Harmony Lidia Sheinin

Großmutter wird zum Pflegefall und so übernehmen fünf Jungfamilienmitglieder das Kommando. Ein Film über das Alt-, Kind-, Mutter-Sein und den schweren Abschied – von Dingen, vom Leben.

Harmony

Dokumentarfilm
2017
62 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Lidia Sheinin
Lidia Sheinin
Lidia Sheinin
Lidia Sheinin
Lidia Sheinin, Makar Akhpashev, Andrey Fonin, Pavel Doreuli
Man weiß nicht recht, ob man es der schmalen Omi übel nehmen soll, dass sie so grantig ist. Ihre Enkelin zieht zu ihr, um für sie zu kochen und sie zu unterstützen. Im Schlepptau jedoch sind auch deren vier Kinderchen, die nun ungehemmt die enge Sowjet-Durchschnittswohnung in Beschlag nehmen, ihrer Uroma vor die Füße krabbeln und krümeln und dabei deutlich die Schule moderner Erziehungsmethoden demonstrieren. Babuschka wird zum Fremdkörper in ihren eigenen vier Wänden. Sie räumt und wischt (nach) – dass sie zwischen aufgespannten Wollfäden und Windelpopos nicht stolpert, grenzt an ein Wunder –, sie jammert und schimpft. Erst als ihr geliebtes Klavier, wie sie sagt, „liquidiert“ werden soll, fließen erstmals Tränen …

Lidia Sheinin fängt das emotionale Oszillieren in diesem familiären Lebens- und Alltagswahnsinn mit viel Gespür für Nähe und Distanz ein. Auf engstem Raum durchmisst sie Generationen und Haltungen, studiert Charaktere und Beziehungen – und schafft mitten im wilden Treiben fast unendliche Zonen für die Reflexion darüber, was uns bindet.

Barbara Wurm


Nominiert für MDR-Filmpreis

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Internationales Programm
Of Huge and Small Artem Funk

Die Frage ist nicht, ob wir Angst haben. Die Frage ist, was wir tun, wenn wir Angst haben, sagt die Aktivistin Zhanna, die im Murmansk lebt und seit mehreren Jahren als „feindliche Agentin“ im Visier der Sicherheitskräfte steht.

Of Huge and Small

Dokumentarfilm
2017
25 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Artem Funk
Artem Funk
Artem Funk
Artem Funk
Artem Funk
Artem Funk
Die Frage ist nicht, ob wir Angst haben. Die Frage ist, was wir tun, wenn wir Angst haben, sagt die Aktivistin Zhanna, die im Murmansk lebt und seit mehreren Jahren als „feindliche Agentin“ im Visier der Sicherheitskräfte steht. Zhanna lebt mit der Angst und findet dennoch klare Worte für die gegenwärtige politische Lage – in Russland und anderswo. Nur so kann sie sich der Tatsache vergewissern, dass wir selbst es sind, die unsere Geschichte schreiben.

Luc-Carolin Ziemann

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Periphery

Animationsfilm
2017
4 Minuten
Untertitel: 
_ohne Dialog / Untertitel
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Nikolay Makovsky
Sasha Vasiliev
Yuri Ilyin
Sasha Vasiliev
Sasha Vasiliev
Sasha Vasiliev
Sasha Vasiliev
Sonya Matrosova
Aljoscha will lieber spielen, als den Müll runterzubringen. Zumal der Müllschlucker eine Riesenschildkröte ist, die sein Zuhause auf dem Rücken trägt.

Lina Dinkla

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Next Masters Wettbewerb
The Wolf and the Seven Kids Elena Gutkina, Genrikh Ignatov

Vater und Sohn bewohnen ein Haus am Waldesrand. Aus ungewöhnlicher Nähe wird ihr Alltag gezeigt, der sich dennoch – oder gerade deshalb – dem Überblick entzieht.

The Wolf and the Seven Kids

Dokumentarfilm
2017
52 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Elena Gutkina, Genrikh Ignatov
Elena Gutkina, Genrikh Ignatov
Elena Gutkina, Genrikh Ignatov
Elena Gutkina, Genrikh Ignatov
Elena Gutkina, Genrikh Ignatov
Anna Voskoboynikova
Es ist, als würde ein Vorhang zur Seite geschoben. Doch zeigt sich auf der Bühne keine Totale und in ihr keine Interaktion, die man aus der Entfernung überblicken könnte. Im Film von Elena Gutkina und Genrikh Ignatov ist man nah dran. Sehr nah. Als hätte eine Kamera das Innere eines Puppenhauses in den Blick genommen. Starr steht sie an Türschwellen und wartet. Auch vor einem Bett lauert sie. Der Rahmen ist dann gerade groß genug, um Unterleib und Oberschenkel zu fassen. Mit ihnen hat man es dann auch eine Weile zu tun: Ein junger Mann zieht den Schlüpfer hoch und wieder runter, stößt Laute dabei aus, singt vielleicht etwas.

Gutkina und Ignatov lassen sich Zeit. Und so tun es auch die beiden Männer, in deren Welt sich zwar nicht zu bewegen, aber doch zumindest aufzuhalten ist. Ein Vater und sein erwachsener Sohn, die gemeinsam ein ärmliches Haus bewohnen, am Waldesrand. Man weiß nicht genau, was hier geschieht. Aber das etwas passiert, die ganze Zeit, das weiß man schon: Finger bewegen sich, Hände greifen. Die ungewöhnlichen Ausschnitte lassen Bildinhalte abstrakt wirken, obwohl es ein Alltag ist, den man hier sieht. Was von diesem wiederum zu halten ist, dafür bieten Gutkina und Ignatov keine Antwort an.

Carolin Weidner


Nominiert für MDR-Filmpreis

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