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Extended Reality: DOK Neuland 2017
Deep Inside Ksenia Diodorova, Aleksei Poleukhin

Diese Webdokumentation macht sichtbar, was vor den Augen der Gesellschaft verborgen bleiben soll. 1.030 Menschen werden in einer der größten geschlossenen Nervenanstalten Russlands „verwahrt“.

Deep Inside

(none)
Russland
2017
30 Minuten
Untertitel: 
(none)

Credits DOK Leipzig Logo

Ksenia Diodorova, Aleksei Poleukhin
Dima Belyanin
Ksenia Diodorova, Zoya Smirnova, Katia Farutina
Ksenia Diodorova, Alena Zakharets, Yana Pitenko
Yulia Alekseeva, Yana Pitenko
Zoya Smirnova
Katia Farutina, Aleksei Poleukhin
Diese Webdokumentation macht sichtbar, was vor den Augen der Gesellschaft verborgen bleiben soll. 1.030 Menschen werden in einer der größten geschlossenen Nervenanstalten Russlands in Peterhof bei Sankt Petersburg „verwahrt“ – abgeschottet und isoliert von der Außenwelt. Interviews mit Mitarbeitern und Patienten gewähren einen intimen Einblick in das Leben der „Unsichtbaren“. Es folgt einem anderen Rhythmus. Zeit vergeht. Sie fließt wie der Gang durch den schier endlos langen Korridor der Anstalt. Der Zuschauer entscheidet selbst, ob er an den Zimmern vorbeigeht, in sie hineinschaut oder sie schließlich „betritt“ und die Bewohner kennenlernt.

The Last Limousine

Dokumentarfilm
Deutschland,
Russland
2013
79 Minuten
Untertitel: 
englische

Credits DOK Leipzig Logo

Marina Razbezhkina, Heino Deckert
Daria Khlestkina
Anton Silaev
Anna Dashina, Evgeniy Kurbatov
Daria Khlestkina, Mieneke Kramer
Daria Khlestkina
Sergey Ovcharenko, Maria Ushenina
Sie waren nicht nur der Stolz der Nation, sondern auch Sinnbild für offen zur Schau gestellte Macht, die zunehmend zur leeren Pose geriet. Die ebenso feudalen wie formvollendeten Limousinen, die die Paraden des sowjetischen Militärs auf dem Roten Platz anführten, forderten im Osten wie im Westen Ehrfurcht und Respekt ein. Bis zum Kollaps 1990 wurden sie im Moskauer Autowerk ZIL handgefertigt. Dann kam die Produktionsstrecke zum Erliegen. An einem Mangel an Diktatoren und Repräsentationsgelüsten kann es nicht gelegen haben. Vielleicht sind die offenen Limousinen zu riskant geworden? Kurzum: Plötzlich bricht ein Auftrag über die schon fast abgewickelte Fabrik herein. Drei Wagen werden von Staats wegen bestellt. Der Geist des alten Kollektivs erwacht, die Maschinen werden hochgefahren und der Betriebsdirektor schreitet ernst die gigantischen Hallen ab, wo es sich die Katzen längst gemütlich gemacht haben. Die Regisseurin Daria Khlestkina protokolliert präzise dieses letzte Aufbäumen eines Giganten und gewährt – nicht ohne Wehmut – Einblick in die Restposten einer einstmals sozialistischen Betriebsstruktur, wo Langmut und Improvisationskunst doch das eigentliche Kapital stellten.
Cornelia Klauß