Filmarchiv

Flesh

Animationsfilm
Brasilien,
Spanien
2019
12 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Chelo Loureiro, Livia Perez
Camila Kater
Sofia Oriana Infante, Julia Teles
Samuel Mariani
Samuel Mariani
Camila Kater, Giovana Affonso, Flavia Godoy, Cassandra Reis, Leila Monsegur
Camila Kater, Ana Julia Carvalheiro
Xabier Ferreiro, Julia Teles, Luis Felipe Labaki
Ein animierter Dokumentarfilm in fünf Kapiteln von und über fünf Frauenpersönlichkeiten. In den Hauptrollen die eigene Körperlichkeit und eine multiperspektivische Sicht auf Weiblichkeit. Denn Herkunft, Umfeld und Sozialisierung – mit ihren mitunter pervers-zwanghaften Nebenwirkungen – haben ihr ganz eigenes Gewicht. Die autobiografischen Reflexionen gewinnen durch die Wahl unterschiedlicher haptischer Animationstechniken an Tiefenschärfe und Schlagkraft. Plastisch, eindringlich, schön.

Nadja Rademacher

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Internationales Programm
This Film Is About Me Alexis Delgado Búrdalo

Wer ist Renata? Eine charismatische Frau hinter Gittern, die Femme fatale eines Film noir? Ein Lehrstück über die Grenzen der Abbildbarkeit der menschlichen Natur und ihrer Geheimnisse.

This Film Is About Me

Dokumentarfilm
Spanien
2019
61 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
José Alayón, Alexis Delgado Búrdalo, Irene Borrego, Luis Renart
Alexis Delgado Búrdalo
Alexis Delgado Búrdalo
Manuel Muños Rivas
Alexis Delgado Búrdalo
Francesco Lucarelli
„Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr. Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben, wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben und wird in den Alleen hin und her unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.“ Mit der Rezitation von Rainer Maria Rilkes Gedicht „Herbsttag“ beginnt die Geschichte von Renata. Schon in dieser ersten Einstellung kann man sich ihrer Ausstrahlung kaum entziehen, mit der Ankunft des Films im Gefängnis beginnt das Kopfkino. Wer ist sie? Was hat sie getan? Hat sie jemanden umgebracht? Warum? Bereut sie? Zu sehr wirkt Renata wie die Femme fatale eines klassischen Film noir und ihre Unruhe und Verlorenheit spiegelt sich bereits in den Versen des Dichters wider.

In den Gesprächen mit dem Regisseur, auch mit den koketten, direkten Blicken in die Kamera, legt es Renata geradezu darauf an, wie eine Filmfigur wahrgenommen zu werden. Stückchenweise erfahren wir mehr von dieser Frau und ihrer Persönlichkeit, lernen dabei auch das fragende Gegenüber kennen. Es ist ein Doppelporträt des Filmemachers und seiner Protagonistin, wobei man Letztere wohl nie ganz zu fassen bekommen wird. Ein Lehrstück über die Grenzen der Abbildbarkeit der menschlichen Natur, ihrer Spielweisen und Geheimnisse.

Frederik Lang

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Internationales Programm
Good Morning Spain Sara Pisos, Carlos Reyes, Irati Cano Alkain, María Barceló

Choreografierte Vergangenheitsverklärung einer Gruppe von Ex-Fremdenlegionären in Katalonien, die sich selbst gepflegt um Kopf und Kragen redet.

Good Morning Spain

Dokumentarfilm
Spanien
2017
29 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
UAB - Master's Degree in Theory and Practice of Creative Documentary Making
Sara Pisos, Carlos Reyes, Irati Cano Alkain, María Barceló
Sara Pisos, Carlos Reyes, María Barceló
Diana Toucedo
Irati Cano Alkain
Eine Gruppe ehemaliger spanischer Fremdenlegionäre trifft sich wöchentlich in einem Vorort von Barcelona zum Paradieren und Exerzieren, und um der guten alten Zeiten zu gedenken. Angesichts der überbordenden Inszenierung von Stolz und Heimatliebe konzentriert sich das Filmteam auf wenige klare Fragen, kleine Gesten und Zwischentöne – und enthüllt auf diese Weise viel über die Sehnsucht der Protagonisten nach einem heroischen Gestern, das dem unangenehm komplexen und diversen Heute vorgezogen wird.

Luc-Carolin Ziemann

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

The Other Side of the Wall

Dokumentarfilm
Mexiko,
Spanien
2017
68 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
María Nova López, Emiliano Altuna, Carlos Rossini, Tatiana García
Pau Ortiz
Daniel Hidalgo
María Nova López
Frank Gutiérrez, Pau Ortiz
Carlo Massarelli
Manchmal wird aus der 13-jährigen Rocío ganz unvermittelt eine erwachsene Frau, die mit sorgenvollem Blick in die Zukunft schaut. Das hat vor allem damit zu tun, dass sie gemeinsam mit ihrem 18-jährigen Bruder Alejandro für die zwei jüngeren Geschwister sorgen muss, während die Mutter im Gefängnis sitzt. Seit mehr als zwei Jahren halten die beiden Teenager die Familie zusammen. Doch die Extremsituation zehrt an ihren Nerven und immer häufiger rasseln sie aneinander. Die Schlachten, die sie schlagen, sind einerseits Abziehbilder klassischer Streitigkeiten zwischen Paaren („Ich bin hier die Einzige, die das Haus sauber hält!“), andererseits Ausdruck der eigenen Zerrissenheit. Beide haben den Anspruch an sich selbst, die schwierige Situation zu lösen und ihren „Mann zu stehen“. Doch vor allem die pubertäre Rocío spürt, dass ihre „Beziehung mit sich selbst“, wie sie sagt, seit einiger Zeit nicht die beste ist.

Die detailreiche filmische Beobachtung zeigt einen familiären Mikrokosmos, der von Überforderung, aber auch von großer Wärme geprägt ist. Sowohl Rocío als auch Ale nutzen die Gesprächssequenzen vor der Kamera als Momente der Reflexion – beide analysieren die eigene Situation so präzise und realistisch, dass es einem den Atem nimmt. Mit diesem Film macht Regisseur Pau Ortiz seinen jungen Protagonisten eine empathische Liebeserklärung, die lange nachwirkt.

Luc-Carolin Ziemann


Nominiert für Young Eyes Film Award

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Internationales Programm
Ada for Mayor Pau Faus

Wahlkampf in Barcelona: Die Politaktivistin Ada ist Spitzenkandidatin der Linken und muss lernen, aalglatt und authentisch zugleich zu sein. Ein Balance- und Kraftakt voller Spannung und Drive.

Ada for Mayor

Dokumentarfilm
Spanien
2016
90 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Ventura Durall
Pau Faus
Diego Pedragosa
Joan Manel Vilaseca, Àlex Garcia, Núria Campadabal
Pau Faus, Ventura Durall
Ada Colau ist Aktivistin der Bewegung für bezahlbare Mieten in Barcelona. Als es darum geht, die zersplitterte Linke in der Stadt zu vereinigen, um über eine gemeinsame Liste in die kommunale Realpolitik einzutreten und im Idealfall das nächste Stadtoberhaupt zu stellen, qualifiziert sie sich als Frontfrau der Sammelplattform „Barcelona en Comú“.

Regisseur Pau Faus beobachtet über neun Monate einen Prozess, den man „Basisdemokratie als Werkstatt“ nennen könnte. Dass sein Film dabei auch in großem Umfang zu einer teilnehmenden Beobachtung im Leben der Spitzenkandidatin wurde, bezeichnet Faus’ als weder beabsichtigt noch zufällig, sondern unvermeidlich. Souverän umschifft er den Verdacht, hier würde das fertige, gültige, unzweifelhafte Bild einer Politikerin präsentiert, und reflektiert stattdessen die Produktion solcher Bilder im laufenden Betrieb. Ada Colau wird am Ende des Films eine andere geworden UND die gleiche geblieben sein – eine Unmöglichkeit, die zu bewältigen ihr von ihrem Charakter und der politischen Moral, der sie sich verpflichtet fühlt, diktiert wurde. Das Motto, das Ada Colau, nachdem sie im Mai 2015 Bürgermeisterin geworden war, zur allseitigen Erinnerung an die Tür des Ratszimmers schreiben ließ, lautete: „Lasst uns niemals vergessen, wer wir sind und warum wir hier sind.“

Ralph Eue

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Yellow

Animadok
Spanien,
USA
2016
4 Minuten
Untertitel: 
keine
Credits DOK Leipzig Logo
Ana Pérez López
Ana Pérez López
Ana Pérez López
Ana Pérez López
Ana Pérez López
Laura Sofía Pérez
Diese Frucht ist seit über hundert Jahren Teil unserer Kulturgeschichte und droht, aufgrund von Monokultur und einer sich anbahnenden Epidemie auszusterben. Ana Pérez López lässt uns an ihrer Internetexpedition teilhaben, die das Schicksal der Bananensorte Gros Michel mit wachem Humor erkundet. Eine Chronik in feinen Strichen, die auch aus Relikten der Medien- und Alltagsgeschichte des 20. Jahrhunderts nachzeichnet, wie telegen die Industriebanane ist und bleibt. Auch wenn es sie bald nicht mehr gibt.

Nadja Rademacher

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Internationales Programm
On Football Sergio Oksman

Ein Film über Fußball, aber ohne Spieler oder Ball! Vater und Sohn, seit 20 Jahren zerstritten, erleben gemeinsam in São Paulo die WM: zwei Gegner, Konter, Pässe. Wunderbar kauzig.

On Football

Dokumentarfilm
Spanien
2015
67 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Sergio Oksman, Guadalupe Balaguer
Sergio Oksman
André Brandao
Carlos Muguiro, Sergio Oksman
Carlos Muguiro, Sergio Oksman
Joao Godoy, Vitor Coroa
Großartig: Es geht um Fußball (wie der Titel sagt), obwohl (oder weil) den ganzen Film über nicht einmal ein Ball und nur ein einziges Mal ein Stadion (und dies auch nur aus gehöriger Distanz) zu sehen sind. 2014 war das Jahr der Fußball-WM in Brasilien. Sergio, gebürtiger Brasilianer und inzwischen Filmemacher in Spanien, vereinbart mit seinem Vater Simão, die Zeit der WM miteinander zu verbringen und auch das eine oder andere Spiel gemeinsam zu schauen – so wie früher, als Sergio noch Kind war. Der Vater ist Inhaber einer kleinen, vor sich hinsiechenden TV-Reparaturwerkstatt in São Paulo. Er ist ein passionierter Dickschädel und obendrein leidenschaftlicher Raucher.

Während der vergangenen 20 Jahre hatten Vater und Sohn so gut wie keinen Kontakt, und die WM könnte vielleicht der passende Aufhänger sein, um sich einander wieder zu nähern. Doch wie beim Fußball weiß man bei so einem Vorhaben nicht, wie‘s ausgeht. So handelt dieser Film auch weniger vom Fußball – und funktioniert doch wie ein Match: als offene experimentelle Anordnung. Ein Spielfeld. Zwei gegnerische Hälften. Spielzüge. Konter. Doppelpässe. Tore. Alles, was das Herz des Fußballfans begehrt, erzählt über Dialoge mit einem very-slow-burning Humor. Dabei fahren sie gemeinsam mit dem Auto durch ein São Paulo, das sich wunderbar desinteressiert zeigt am großen Weltereignis Fußball.

Ralph Eue

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Since the World Was World

Dokumentarfilm
Österreich,
Spanien
2015
103 Minuten
Untertitel: 
deutsche
Credits DOK Leipzig Logo
Günter Schwaiger, Cristina G. Alía
Günter Schwaiger
Bence Boka, Los Linces
Günter Schwaiger
Günter Schwaiger, Martin Eller
Günter Schwaiger
Cristina García Alía
Gonzalo lebt mit seiner Familie als Bauer von altem Schlag in Kastilien. Für einen wie ihn würde es vermutlich eine Beleidigung bedeuten, sollte ihn jemand als Agronom bezeichnen. Seine Art des Wirtschaftens steht in vielem gegen die alles zermahlende Ökonomisierung sämtlicher Lebensbereiche. Die Existenz als Widerständler aber hat er nur zur Hälfte selbst gewählt. Zur anderen Hälfte ward sie ihm aufgegeben. Erstens von einer Tradition, die ihm gewissermaßen in den Knochen steckt. Zweitens von einer tiefen Verwurzelung in der Erde, die ihn nährt. Und schließlich auch einer handfesten Philosophie, die ihn solch einfache und klare Sätze sagen lässt, wie: „Früher, als alle das Geld zum Fenster hinaus warfen und mit Geldscheinen Feuer machten, wurde unsereins als überholt und rückständig angesehen. Jetzt, wo die meisten Leute nichts mehr haben, geht es den anderen so wie uns und uns nicht viel anders als zuvor.“

Empathische Schadenfreude und surrealistischer Humor sind essenzielle Bestandteile von Gonzalos bäuerlicher Lebenswelt. Günter Schwaigers zugewandte Betrachtung dieser Welt über einen langen Zeitraum hinweg lässt sich auch als kinematografische Arznei zur Steigerung der Abwehrkräfte gegen die Versuchungen von Konsumismus und Agrarkapitalismus sehen. Abwehrkräfte, die dringend gebraucht werden.

Ralph Eue

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Internationales Programm
The Night Ocean María Lorenzo

Das Meer mit seinen Gefahren und Verlockungen bietet die Reflexionsebene für ein Gedicht von Robert Hayward Barlow. Während einerseits die unbeschwerte Swing-Gesellschaft der 20er und 30er Jahre gezeigt wird, steht auf der anderen Seite die traurig-dunkle Schönheit eines Nachtspaziergangs am Wasser.

The Night Ocean

Animationsfilm
Spanien
2015
12 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Enrique Millán Almenar
María Lorenzo
Armando Bernabeu Lorenzo
María Lorenzo
Jordi Abellán
María Lorenzo, Sergio Pilán, Rafael Andrés
María Lorenzo
Pedro Aviñó
Das Meer mit seinen Gefahren und Verlockungen bietet die Reflexionsebene für ein Gedicht von Robert Hayward Barlow. Während einerseits die unbeschwerte Swing-Gesellschaft der 20er und 30er Jahre gezeigt wird, steht auf der anderen Seite die traurig-dunkle Schönheit eines Nachtspaziergangs am Wasser. Die Animation mit unterschiedlichen Materialien und Techniken unterstützt die Schwermut des Gedichts und eröffnet den Blick in die Seele des Dichters, der mit 32 Jahren Selbstmord beging.

Annegret Richter

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Internationales Programm
Winter Love Isabel Herguera

Eine Winterlandschaft in Spanien, Jäger durchstreifen das Feld, kahle Sträucher ragen in den Himmel. Isabel Herguera versammelt in ihrem atmosphärischen Animationsfilm eine verträumte Tischgesellschaft aus Mensch und Tier zum melancholischen Klang der Gitarre.

Winter Love

Animationsfilm
Italien,
Spanien
2015
8 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Isabel Herguera, Alessandro Ingaria
Isabel Herguera
Gianmarco Serra
Arun Prakash
Gianmarco Serra
Ranjeeta Rajeevan, Arun Prakash, Isabel Herguera
Isabel Herguera, Gianmarco Serra, Alessandro Ingaria
Gianmarco Serra, Xabi Erkizia
Eine Winterlandschaft in Spanien, Jäger durchstreifen das Feld, kahle Sträucher ragen in den Himmel. Isabel Herguera versammelt in ihrem atmosphärischen Animationsfilm eine verträumte Tischgesellschaft aus Mensch und Tier zum melancholischen Klang der Gitarre. „Love me without talking“ – das Schweigen verbindet, beschwört sogar die mythische Vergangenheit herauf und vereint ganz nebenbei Malerei und Cutout. Ein leidenschaftlicher Appell, nach innen zu horchen, statt auf das Geraune der Welt.

Lars Meyer

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Internationales Programm
Mar de Fons Bruno López, Florencia Luna

Vater, Sohn, ein Fischerboot und die verschmutzte Küste vor Barcelona. Vom Sterben einer Tradition und der Krankheit der Zivilisation. Kleine Novelle mit Charisma.

Mar de Fons

Dokumentarfilm
Spanien
2014
30 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Sergi Casamitjana, Escac Films
Bruno López, Florencia Luna
Julián Sánchez
Florencia Luna, Dídac Sáez
Bruno López, Dídac Sáez
Bruno López, Florencia Luna
Yago Flaquer, Mar Rosselló
„Wieder ein schlechter Tag!“ So klingt es, wenn sich katalanische Fischer treffen. Das Fischsterben und die Umweltverschmutzung im Großraum Barcelona machen ihnen zu schaffen. Ramón Costa hat in seiner langen Laufbahn dramatische Veränderungen erlebt. Damit ist nicht gemeint, dass er es vom Ruder- zum Motorbootbesitzer geschafft hat – nein: Von 100 Fischerboten sind in seinem Heimatort Badalona gerade einmal sechs geblieben. Eines davon gehört Ramón. Doch auch er denkt daran, das kleine Familienunternehmen aufzugeben, zumal sein älterer Sohn ihm Sorgen bereitet. Eine Strandbar zu eröffnen, wäre lukrativer. Der jüngere, endlich aus der Adoleszenz erwacht, macht ihm zwar neuen Mut. Doch ist der Junior störrisch und besserwisserisch.
All die Probleme ballen sich auf dem engen Raum des Fischerbootes zusammen, wenn Vater und Sohn aufs Meer hinausfahren. Der Film hat alles, was eine kleine Novelle ausmacht. Er erzählt von rastlosen Männern, vom Sterben der Tradition und von der Krankheit der Zivilisation. Im Zentrum steht eine charismatische Hauptfigur. Ramón ist nicht nur ein passionierter Geschichtenerzähler, sondern bemüht sich als Vater rührend um eine Verbindung zu seinen Söhnen, auch wenn sie in einem vollkommen anderen Zeitalter groß geworden sind als er selbst.
Lars Meyer

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

The Fish Tamer

Dokumentarfilm
Spanien
2014
23 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Cristina Sánchez
Roger Gómez, Dani Resines
Ferran Resines
Roger Gómez
El Cangrejo
Roger Gómez, Dani Resines, Enric Álvarez
Giannie Tognarelli
Dies ist die Geschichte von einem alten Mann und dem Meer, die Geschichte einer großen Liebe, die, als sie enden sollte, eine ungewöhnliche Wendung erfuhr. Francesc Roig Toqués kann aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr mit dem Boot hinausfahren. Da beschließt er kurzerhand, sich den Ozean ins Haus zu holen. Er baut eine einmalige Sammlung mit maritimen Relikten, Muscheln und Strandgut auf, randvoll gefüllt auf engstem Raum. Fortan umgibt er sich mit den Dingen, die ihn an seine glücklichste Zeit erinnern. Bald jedoch holt ihn der Erfolg ein: Seine dressierten Fische, die von Löffeln „speisen“, schwemmen Fluten von Touristen in sein kleines Museum. Da beschließt er, die „Schotten dicht zu machen“ und seine letzte Fahrt anzutreten. In Vilanova an der Südküste Spaniens hat das Refugium mit Namen „Plaça del Canó“ seinen Schöpfer überlebt. Der Film erzählt von einer Reise zu den Dingen, die voller Geschichten sind, von einem Abschied, der nicht das Ende bedeutet, und dem vielleicht schönsten Fundstück: Filmaufnahmen, die nichts als das Meer zeigen, majestätisch und pur.
Cornelia Klauß

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Walls

Dokumentarfilm
Spanien
2014
10 Minuten
Untertitel: 
keine
Credits DOK Leipzig Logo
Silvia Venegas, Juan Antonio Moreno
Miguel López Beraza
Nayeem Mahbub
Miguel López Beraza, Marko Sipka
Miguel López Beraza , Marko Sipka, Nayeem Mahbub
Miguel López Beraza, János András Nagy
János András Nagy, Asia Dér, Nayeem Mahbub
Eine angenehme männliche Stimme ersucht auf dunkler Leinwand um Nachsicht. Der Sprecher sei nicht das, was man sich vielleicht vorstellt: Ein Haus in Budapest, das schon, aber leider nicht eines dieser prächtigen Bürgerhäuser aus der Zeit der vorletzten Jahrhundertwende. Stattdessen: ein unspektakulärer dreigeschossiger Flachdachbau, der über sich selbst erzählt und doch gleich zurücktritt, denn das, was ihn ausmache, seien doch die Leute, die ihn bewohnen. Besondere Sympathie hegt er für zwei von ihnen, nämlich den 92-jährigen Herrn István, der immer noch rüstig ist und ohne Brille liest, sowie die auch nicht mehr ganz junge Frau Magdi, eine vortreffliche Köchin alter Kronländer Hausmannskost.
Eine Stimmung von Abschied durchweht diese melancholisch in sich selbst ruhende Reminiszenz an den Gott der kleinen Dinge. „Der Gott der kleinen Dinge“, schrieb Arundhati Roy in ihrem gleichnamigen Roman von 1997, „hinterlässt keine Spuren im Sand, keine Wellen im Wasser, kein Abbild im Spiegel. Er ist der Gott dessen, was verloren geht, der persönlichen und alltäglichen Dinge, nicht der Gott der Geschichte, der die kleinen Dinge grausam in ihren Lauf zwingt.“
Ralph Eue

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.