Filmarchiv

3 Stolen Cameras

Dokumentarfilm
Spanien,
Schweden
2017
17 Minuten
Untertitel: 
englische

Credits DOK Leipzig Logo

RåFILM Filmmakers Collective, Equipe Media
RåFILM Filmmakers Collective, Equipe Media
Mariem Hassan
RåFILM Filmmakers Collective, Equipe Media
RåFILM Filmmakers Collective, Equipe Media
David Gülich
Aus der Westsahara gibt es wenig zu sehen und zu hören. Seit 1979 ist das Gebiet von Marokko annektiert und die marokkanischen Besatzer konnten seither eine quasi vollständige Medienblockade durchsetzen. Aktivisten der Gruppe Equipe Media sind seit Jahren die Einzigen, die heimlich Aufnahmen von Demonstrationen, Polizeiübergriffen oder anderen Menschenrechtsverletzungen machen und ins Ausland schleusen. Immer wieder geraten sie dabei selbst in die Schusslinie der Okkupationsmacht.

Ralph Eue
Internationales Programm 2017
Burka Songs 2.0 Hanna Högstedt

Eine Performance gegen das Verschleierungsverbot in Frankreich wird zum Ausgangspunkt einer vielschichtigen Auseinandersetzung mit (strukturellem) Rassismus und (aktivistischer) Anmaßung.

Burka Songs 2.0

Dokumentarfilm
Schweden
2017
45 Minuten
Untertitel: 
englische

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Hanna Högstedt, Archana Khanna
Hanna Högstedt
Annika Busch, Maja Kekonius
Hanna Högstedt, Annika Ivarsson
Hanna Högstedt
Gustaf Berger
Nach einer landesweiten Diskussion wurde in Frankreich das Tragen einer Gesichtsverschleierung 2011 gesetzlich verboten. Die Befürworter argumentierten, sie stehe im Gegensatz zu den Werten der Republik: Geschlechtergleichheit und Freiheit von religiösem Zwang. Die schwedische Filmemacherin Hanna Högstedt hält das für populistische Symbolpolitik und beschließt, eine Performance auf der Avenue des Champs-Élysées durchzuführen, bei der sie sich filmen lässt: Bekleidet mit einer schwarzen Burka, singt sie aus vollem Hals die französische Nationalhymne.

Die Reaktionen sind anders als erwartet. Mit „Burka Songs 2.0“ arbeitet Högstedt auf, was während der Aufnahmen geschah und welche Überlegungen dies bei ihr auslöste. Sie beschreibt, wie schwierig es ist, sich zu einer als verlogen empfundenen, um die Stammtische buhlenden Politrhetorik zu verhalten, ohne selbst in den Strudel der Zuschreibungen gezogen zu werden. Sie realisiert, dass sie auf ihre Fragen keine befriedigenden Antworten findet und entscheidet sich, ihre Ratlosigkeit zum Ausgangspunkt dieses Films zu machen. Im Gespräch mit Menschen, die im Alltag – ohne jede Absicht zur Provokation – Rassismus erfahren, ändert sich Högstedts Perspektive. Nach und nach arbeitet sich die Schwedin an der Ambivalenz des Themas ab und kommt schließlich zu der Erkenntnis, dass auch ihr eigenes Handeln nicht frei von Anmaßung war – und ist.

Luc-Carolin Ziemann
Escaping Realities 2017
I Was a Winner Jonas Odell

Ein bewaffneter Krieger rennt durch einen einsamen Wald. Früher waren mehr von seiner Sorte hier – mehr Abenteurer, mehr Gamer.

2016

I Was a Winner

Animadok
Schweden
2016
14 Minuten
Untertitel: 
englische

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Johan Edström
Jonas Odell
Niklas Lundgren
Jonas Odell, Richard Dinter
Frippe Jonsater
Ein bewaffneter Krieger rennt durch einen einsamen Wald. Früher waren mehr von seiner Sorte hier – mehr Abenteurer, mehr Gamer. Er und weitere Teilnehmer eines Online-Rollenspiels reflektieren über die Zeit, als es nichts Wichtigeres für sie gab. Die Außenwelt konnte nicht zu ihnen durchdringen – Beziehungen und Familien fanden, wenn überhaupt, im Spiel statt. Die Protagonisten, die hier durch ihre früheren Avatare repräsentiert werden, mussten schmerzhaft feststellen, dass aus dem Vergnügen eine Last und eine Sucht geworden war. Der Regisseur zeigt in seinem Animadok-Film, wie schwer es sein kann, sich aus der virtuellen Realität auszuloggen, um in die tatsächliche zurückzukehren.

Kim Busch